1. Januar 2008
Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche. Phil 4,13

Puschel ist wieder zu Hause und konnte Silvester hier feiern. Es war zwar nicht überschwänglich, aber sie war wenigstens zu Hause. Natürlich hat sie jetzt und in den nächsten Tagen sehr mit den Folgen der letzten Chemo zu kämpfen. Aber wir sind dankbar, dass es ihr dennoch relativ gut geht. Das Handling mit der Übelkeit und den Schmerzen ist mittlerweile so gut eingespielt, dass sie zwar zu kämpfen, aber kaum noch wirklich gravierende Probleme damit hat. Es ist aber auch zu merken, dass das Blut je länger, desto weniger in der Lage ist zur Regeneration. Die Ärzte werden dennoch versuchen, das “Mass an Chemos voll zu machen”. Das bedeutet, dass mindestens noch zwei, möglichst drei Chemos anstehen. Aber auch da gilt: Schritt für Schritt. Und es ist nach wie vor ein grosses Geschenk, dass ihr alle “mitkämpft”. Denn das immer wieder neu eine grosse Ermutigung und Stärkung.
So dürfen wir dieses neue Jahr beginnen in der Gewissheit, dass unser Herr mit ihr und mit uns allen geht. Dabei soll der Vers 13 aus Phil. 4 heute im Gottesdienst der Gemeinde ein grosser Orientierungspunkt sein:
Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche.

27. Dezember
Gottes Sohn wurde Mensch und lebte unter uns Menschen. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In Christus sind Gottes Barmherzigkeit und Liebe wirklich zu uns gekommen
Joh 1,14

Es ist wirklich schön, dass Puschel in diesen Tagen zu Hause sein kann. Darum für alle, die trotz der Feiertage oder gerade in den Feiertagen hier hereinschauen, doch eine kurze Info zu ihrem Ergehen:
Es geht nach wie vor auf und ab mit ihrem Zustand. Die Blutwerte sind nicht wirklich als gut zu bezeichnen, die Leukos, die ja vor allem für die Abwehr von Keimen und Infektionen verantwortlich sind, stehen nach wie vor bei 1,2-1,4. Das ist nicht wirklich zufriedenstellend. Ebenso ist es mit den roten Blutkörperchen, die u.a. die Grundlage für Kraft und Energie für den Tag geben. Dennoch konnte und kann Puschel in diesen Tagen recht aktiv am normalen Leben teilhaben, jedenfalls wenn es dem Abend zu geht. Wir sind jeden Tag in die frische Luft gefahren, was ihr sehr gut tut.
Morgen müssen wir uns nun auf den erneuten Gang nach Berlin vorbereiten, was nicht wirklich Spass macht. Aber es ist offenbar wichtig, um die entsprechende Wirkung der gesamten Chemostrategie möglichst gut aufrecht zu erhalten. Natürlich werden wir weiter berichten.
Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und schöne freie Tage bis zum Jahreswechsel! Und vielen Dank für alles Gebet!!
Puschel bekam eine Menge an Weihnachtsgrüßen. Auch dafür hier schon mal vielen vielen Dank! Gott segne euch!

25. Dezember
Gottes Sohn wurde Mensch und lebte unter uns Menschen. Wir selbst haben seine göttliche Herrlichkeit gesehen, wie sie Gott nur seinem einzigen Sohn gibt. In Christus sind Gottes Barmherzigkeit und Liebe wirklich zu uns gekommen
Joh 1,14

Es ist wirklich schön, dass Puschel in diesen Tagen zu Hause sein kann. Darum für alle, die trotz der Feiertage oder gerade in den Feiertagen hier hereinschauen, doch eine kurze Info zu ihrem Ergehen:
Es geht nach wie vor auf und ab mit ihrem Zustand. Die Blutwerte sind nicht wirklich als gut zu bezeichnen, die Leukos, die ja vor allem für die Abwehr von Keimen und Infektionen verantwortlich sind, stehen nach wie vor bei 1,2-1,4. Das ist nicht wirklich zufriedenstellend. Ebenso ist es mit den roten Blutkörperchen, die u.a. die Grundlage für Kraft und Energie für den Tag geben. Dennoch konnte und kann Puschel in diesen Tagen recht aktiv am normalen Leben teilhaben, jedenfalls wenn es dem Abend zu geht. Wir sind jeden Tag in die frische Luft gefahren, was ihr sehr gut tut.
Morgen müssen wir uns nun auf den erneuten Gang nach Berlin vorbereiten, was nicht wirklich Spass macht. Aber es ist offenbar wichtig, um die entsprechende Wirkung der gesamten Chemostrategie möglichst gut aufrecht zu erhalten. Natürlich werden wir weiter berichten.
Euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und schöne freie Tage bis zum Jahreswechsel! Und vielen Dank für alles Gebet!!
Puschel bekam eine Menge an Weihnachtsgrüßen. Auch dafür hier schon mal vielen vielen Dank! Gott segne euch!

21. Dezember
Der Herr lebt! Er ist mein schützender Fels - ich preise ihn! Ihn allein will ich rühmen, denn er hat mich gerettet.
Psalm 18,47

In den letzten drei Tagen sind zwei grosse Blutbilder gemacht worden, um ein wenig genauer zu schauen, wie sich das nun entwickelt hat. Puschels Blut ist zwar nicht gut (die Leukos stehen mal wieder auf 1,2), aber auch nicht so schlecht, dass die Berliner Ärzte (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) den Fahrplan für die Restchemos ändern wollen. So ist nun ziemlich fest vorgesehen, dass Puschel zwar Weihnachten wird zu Hause verbringen können, am 27. Dezember aber zur nächsten Chemo nach Berlin muss.
Bis dahin wollen wir uns nun einfach an jedem Tag freuen, wenn es denn geht.
In den letzten Tagen konnten wir abends spät immer noch in die frische Luft. Seit gestern ist Puschels kleine Schwester vom Bodenseehof für die Weihnachtszeit zu Hause. Sie durfte gleich mit. Und dann haben wir gleich noch einen “Gemeindebesuch” bei unserem Gemeindeleiter, Bernhard Scharrer gemacht...
Vielen Dank immer wieder für all euer Gebet! Gott segne euch. ER hat und so geliebt, dass ER seinen geliebten Sohn in diese Welt schickte, damit wir mit IHM in Verbindung kommen. IHN feiern wir gemeinsam in den nächsten Tagen. Eine gesegnete Weihnachtszeit euch allen! Wir halten euch auf dem Laufenden!

16. Dezember
Was für ein Gott! Sein Handeln ist vollkommen, und was er sagt, ist wahr. Er beschützt alle, die zu ihm flüchten. Psalm 18,31

Es bleibt eine “Zitterpartie”. Mit dem Grundzustand von Puschel geht es immer wieder auf und ab. Morgens braucht sie lange, um in Gang zu kommen. Nachmittags und abends ist sie dann ziemlich aktiv. Allerdings ist jetzt fast jeden Abend die gemessene Körpertemperatur in mehr oder weniger kritische Bereiche gestiegen, sodass immer die Gefahr besteht, dass sie plötzlich wieder in die Klinik muss. Wir können Gott nur bitten, dass ER es verhindert und sie bis nach Weihnachten hier zu Hause lässt.
Wir konnten heute wieder ins Dorf fahren und ein wenig frische Luft tanken. Das ist dann immer besonders schön, weil sie dann auch ein wenig mehr von ihrer Umgebung mitbekommt. Sie ist auf diese Weise zum ersten Mal nach ihrer OP wieder ins Bülower Gutshaus gekommen und hat “die Plassis” besuchen können.
So hoffen wir, dass sie nun diese neue Woche hier geniessen und das Weihnachtsfest zu Hause verbringen kann.

Ich setze euch heute einmal einen Zeitungsartikel unserer Lokalzeitung auf diese Seite (rechts), den ich euch auch abspeichern und dann offline lesen könnt (rechte Maustaste aufs Bild und dann “Bild speichern unter” klicken). Wir haben einen grossen Gott, der uns liebt!

13. Dezember
Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Heiles und mein Schutz. Psalm 18,3

Gestern und heute war es etwas spannend. Puschel sollte gestern eine neue Portnadel bekommen. Sie hatte wegen einer Infektion am Porteingang (Einstichstelle) jetzt eine Woche keinen Portanschluss. Die Stelle ist trotz fehlender Thrombos und Leukos sehr gut abgeheilt. Nun sollte die Nadel neu eingestochen werden. Wurde sie auch, doch sie war dicht. Es ging keine Flüssigkeit hindurch. Wir hatten echt Sorge, dass der Port unter der Haut, dessen Leitung in die Venen hineinführt, verstopft ist. So sollte heute ein neuer Versuch gemacht werden. Wir haben wirklich dafür gebetet, denn es wäre echt fatal, wenn der Port dicht wäre. Heute wurde ein neuer Versuche gemacht, nun aber mit einer anderen Nadel. Und siehe da, der Port ist ok, die Flüssigkeit kann laufen. Und wir sind wirklich sehr dankbar dafür.
Es geht Puschel ansonsten recht gut. Sicher, die Tageszeiten sind nicht alle gleich, aber im Großen und Ganzen kann sie viel aktiv sein, wenn auch fast nur im Bett. Ihr seht aber an den Bildern, dass es ihr gut geht. Auch dafür sind wir sehr dankbar.
Vielleicht ein besonderes Anliegen fürs Gebet: Wir haben uns im Moment ziemlich mit der Krankenkasse auseinanderzusetzen, damit diese die anerkannten Ausgaben auch wirklich erstattet. Wir haben fast noch keine unserer Auslagen erstattet bekommen, und das seit über 7 Monaten. Doch ansonsten sind wir sehr dankbar, dass wir so gut versorgt sind. Das ist wirklich ein Geschenk Gottes in dieser Situation.

10. Dezember
Herr, du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. Psalm 16,11

So langsam gehen die Blutwerte in bessere Bereiche. Puschel hat mehr Kraft als vorher, sie kann manchmal sogar schon in das Wohnzimmer kommen, wo sie heute ihren Cousin mit seiner Familie und auch ihre Nichte Salome besucht bzw. von denen Besuch bekommen hat. Jetzt ist sie auch wieder am Malen und kann eine Reihe von Dingen nach und nach bearbeiten. Die Einstichstelle ihres Ports ist auch so langsam abgeheilt, sodass sie bald wieder eine neue Nadel bekommen kann. Dann wird es etwas einfacher werden mit der Flüssigkeitszufuhr
Wir hoffen und beten, dass sie nun einfach bis Weihnachten zu Hause sein kann und durch die Physiotherapie auch Manches an Kraft zurückbekommt.
Immernoch machen ihr die Schnittbereiche in den Beckenknochen Schmerzprobleme. Aber damit wird sie wohl noch eine ganze Zeit leben müssen.
So sind wir weiterhin dankbar für jeden Tag, der gut läuft und ihr einfach ein Stück der Lebensnormalität (soweit man davon reden kann) zurückgibt. Immer wieder ist es ein Grund zur Dankbarkeit, dass die Nerven, die für andere Bereiche wie die Kontinenz zuständig sind, voll und ganz funktionieren.
Vielen Dank immer wieder für euer Gebet und eure Liebe.

8. Dezember
Herr, was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.. Psalm 8,5+6

Es ist mit den Thrombozythen etwas komplizierter als mit einer normalen Bluttransfusion. Und da die Thrombos bei Puschel wieder einmal extrem gering waren, haben die Berliner Ärzte ihr so schnell wie möglich eine “Portion” Thrombozythenkonzentrat geben wollen. Das Problem ist, dass Puschel eine schwierige Blutgruppe hat. Und darum war gestern dieses Konzentrat für die Klinik wirklich schwer zu bekommen. So waren wir zwar nur auf zwei Stunden Aufenthalt in der Klinik eingerichtet, am Ende waren es aber über 8 Stunden. Wir waren etwa um 2:00 aber glücklich wieder zu Hause.
Heute hatte Puschel einen recht guten Tag, und wir hoffen, dass alle Werte sich nun wieder stabilisieren.
Habt vielen Dank für alle eure Gebete. Wir erleben immer wieder Zuspruch und Ermutigung auch von Glaubensgeschwistern, die wir gar nicht kennen. Danke auch all denen, die für Peggy beten! Wir haben sie gestern in der Klinik auch wieder getroffen! Es ist grossartig, so einfach durch das Vertrauen auf unseren Herrn miteinander verbunden zu sein und dadurch Ermutigung zu erfahren. Vielen vielen Dank!! Euch allen einen schönen, gesegneten 2. Advent!

7. Dezember
Breaking news:
Gerade haben wir die Blutwerte von heute bekommen. Puschel is daraufhin sofort “einbestellt” worden, um sofort neue Thrombos (stehen bei 7!)zu bekommen. Um 15:00 ist Termin im Krankenhaus dort. Danke, dass ihr weiter betet!

 

6. Dezember
Herr, was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.. Psalm 8,5+6

Eine kleine Geschichte soll ich euch heute (von Puschel)  erzählen:
Ein Chinese kommt zum Friseur. Er hat nur noch vier Haare und verlangt einen Fassonschnitt Der Friseur beginnt, doch plötzlich bricht ihm ein Haar ab. Er ist untröstlich und weiss nicht, was er tun soll. Da sagt der Chinese: das macht doch eigentlich nichts, ich habe ja noch drei, so kann ich die Haare ja immer noch flechten. Der Friseur ist getröstet. Er macht weiter. Kurz danach aber bricht das zweite Haar auch noch ab. Ist nich so schlimm, sagt der geduldige Chinese, dann machst du mir eben einen Scheitel. Der Friseur ist erleichtert. Doch plötzlich bricht ihm das dritte Haar auch noch ab, und er vergeht fast vor Peinlichkeit. Da sagt der Chinese: Ach, das macht doch nichts, ich kann sie ja auch noch offen tragen...
Diese Geschichte fiel Puschel angesichts ihres letzten verbliebenen Haares an den Wimpern ein (linkes Bild). Nichtsdestotrotz kann sie die Herzen aller immer noch mit ihrem Lächeln gewinnen... (rechtes Bild). Sie wollte heute eigentlich nicht baden. Aber es war die einzig mögliche Zeit vor dem Wochenende. Darum badete sie heute nur kurz.  Doch danach war sie ziemlich k.o... Dann kam Eva-Maria mit der Meldung, dass das Fieber auf über 38 gestiegen sei. Das ist dann ja schon immer sehr beunruhigend. Wir haben nur gebetet und unserem Herrn gesagt, dass ER doch, wenn es sein kann, dafür sorgen möchte, dass sie nicht wieder ins Krankenhaus muss. Ob es nun vorher eine Falschmeldung war oder nicht, ist uns egal, jedenfalls war die Temperatur nach einer halben Stunde im völlig normalen Bereich!! Und wir hoffen sehr, dass es so bleibt. Zur Zeit ist die Einstichstelle für den Port (Die Zuleitung für den Tropf) entzündet, sodass wir die Nadel entfernen mussten. Betet bitte, dass das einfach sehr schnell völlig abheilt. Gott kann!!

5. Dezember
Jeder Tag bringt etwas Anderes: Heute sind nun die Blutwerte wieder dort, wo sie schon immer nach der Chemo waren: Leukos bei 1,6. Die Thrombos bei 35. Und das bedeutet nun wieder, sehr vorsichtig zu sein und zu hoffen und zu beten, dass die Werte nicht noch weiter absacken, sodass Puschel wieder zwischen den Chemos in die Klinik muss.
Dabei sind die Tage immer wieder so, dass Puschel den Vormittag braucht, um “in Gang” zu kommen und dann am späten Nachmittag kräftiger und munter wird. Ihr seht es an den Fotos. So nehmen wir halt die Tage, wie sie kommen und nutzen sie auch so...
Euch allen einen schönen Nikolaustag!! Lasst euch nicht zuviel in die Schuhe schieben... Gott segne euch. Und wir danken euch für euer Gebet und eure Treue!!!

 

4. Dezember
Wir sind sehr froh, dass Puschel zu Hause sein kann. Sie selbst am allermeisten, klar. Und dabei geht es ihr zur Zeit recht gut. Die Blutwerte halten sich recht stabil.
Heute wurde ihr nach dem Baden richtig übel, aber damit wird sie meist durch gute Medikamente fertig. Auch die Schmerzen, die nach wie vor stark sind, kann sie gut damit eindämmen.
Nun hoffen wir nur, dass sie die Zeit bis zur nächsten Chemo nach Weihnachten wirklich hier zu Hause sein kann.
Ihr werdet weiter alle ein bis zwei Tage über alle unterrichtet. Vielen Dank euch allen, dass ihr so treu weiter hier hereinschaut und für Puschel betet. Der Herr segne euch für alle Liebe und jeder Unterstützung auf mancherlei Weise. Es ist wirklich eine grosse Ermutigung, so umbetet und unterstützt zu sein!!

2. Dezember
Heute, am 50. Geburtstag von Eva-Maria, Puschels Mam, war es wirklich eine gelungene Überraschung, dass Puschel plötzlich zu Hause war. Wir hatten ihr nichts erzählt, und sie rechnete erst am Dienstag mit ihr/uns. Nach dem Gottesdienst klingelte Puschel aus ihrem Zimmer in die Küche, sodass Eva-Maria schauen wollte, was denn da kaputt wäre... Da waren grosse Augen angesagt... Und es war die größte Überraschung und das beste Geschenk zum 50. Geburtstag.
Die Therapie war für diese Mal verkürzt worden, weil Puschels Blutwerte mittlerweile zu lange brauchen, um wieder in den normalen Bereich zu kommen. Die Folge ist ja dann auch immer ein erhöhte Infektionsgefahr. So hoffen wir nun, dass Puschel die Chemo gut “wegstecken” und dann das Weihnachtsfest zu Hause genießen kann. Am 27.12. hat sie den nächsten Termin...

1. Dezember
Heute bekam Puschel in Berlin eine ganze Menge Besuch. Ihre Freundin Liesl aus Idaho ist mit Vater und Schwester in Europa,jetzt in Deutschland. Eine kurze Begegnung war heute im Krankenhaus gut möglich. Puschel war am späten Nachmittag richtig fit.
Wieder ist ein Tag der Chemo geschafft. Wir hoffen nun natürlich sehr, dass Puschel sich nach dem Durchgang so schnell wie möglich zu Hause erholen kann. Und wir hoffen, dass über die Weihnachtszeit hinweg keine neuen Komplikationen auftreten werden.

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Heute ist es Puschel wichtig, euch Peggy, ihre Zimmernachbarin vorzustellen. Peggy ist 35 Jahre alt und hat seit dem 13. Lebensjahr mit Krebs zu kämpfen. Es ging bei ihr all die Jahre auf und ab. Jetzt hat sie einen Tumor im/am Rückenmark im Halswirbelbereich. Dieser lähmt bereits den linken Arm und das linke Bein weitestgehend. Im Moment ist sie deswegen in der dritten Chemo. Wenn die nicht anschlägt, wird eine Operation nötig. Die aber ist je nach tatsächlichem Befund (im oder am Rückenmark) extrem gefährlich.
Puschel hat ihr von ihren vielen Freunden und auch manchen Glaubensgeschwistern, die sie selbst gar nicht kennt, erzählt und  ihr gesagt, sie würde euch alle gern darum bitten, dass ihr bis zum Jahresende für sie zu beten. Bis dahin muss es sich entscheiden. Ob ihr das wohl tut? Das wäre echt toll. Gott kann es schenken, dass der Tumor ohne Operation kleiner wird und ganz weggeht. Natürlich weiß von uns niemand, wie Gottes Weg und Wille aussieht, auch bei Puschel nicht. Doch wir dürfen IHM zutrauen, dass ER Seine Herrlichkeit zeigt und sie endlich und endgültig heilt. Betet ihr mit?? Danke!!

30. November
Im Moment kann ich euch zwar keine neuen Fotos präsentieren. Dafür gibt es aber heute eine ziemlich gute Nachricht. Wir haben heute die Ergebnisse der MRT-Untersuchung bekommen. Diese sehen insgesamt rundweg positiv aus. Man hat sowohl beim CT der Lunge als auch nun beim MRT vom Becken keinerlei Anzeichen von Krebs oder Metastasen gefunden. Das allein ist fürs Erste eine wirklich positive Nachricht, für die wir unserem Herrn sehr dankbar sein dürfen. Wenn ihr mögt, dankt einfach mit!
Die Chemo läuft natürlich wie geplant weiter. Sie soll einfach die Chancen steigern, dass nicht bald wieder etwas auftritt. Und so wollen wir Gott vertrauen, dass ER Puschel auf diese Weise Heilung schenkt.
Im Moment bekomm Puschel zweimal Blutkonserven, die ihre Blutwerte ein wenig bessern helfen sollen. Dadurch soll sie in der Lage sein, die Folgen der Chemo schneller und besser zu verkraften. Denn die nächste kommt bestimmt...
Danke für euer Mitbeten und Mitdanken!

29. November
Puschel geht es relativ gut. Bis heute war ihre Freundin Eva bei ihr in Berlin. Sie musste heute wieder auf Arbeit in Österreich. So bin ich seit heute in Berlin und werde mich um Puschel kümmern, so gut ich kann. Seit heute ist sie auch wieder in einem Doppelzimmer, zusammen mit einer gleichaltrigen jungen Frau.
Bis jetzt halten sich die Probleme mit Übelkeit und Schmerzen in Grenzen, und wir dürfen hoffen, dass das auch so bleibt. Sie ist mittlerweile recht gut auf alles eingestellt mit den entsprechenden Medikamenten.
Zum Malen oder anderen größeren Aktivitäten reicht es aber nicht aus. Heute Abend konnten wir gemeinsam einen Film anschauen. Für den Samstag hat sich Besuch aus Idaho angesagt. Hoffentlich treffen die Freunde von dort sie ein wenig fit an...

27. November
Ich will den Herrn loben allezeit;
sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein. Psalm 34,2

Heute kann ich euch eine gute Neuigkeit mitteilen:
Wir sind heute nach Berlin zur nächsten Chemo gefahren. Dort hat Puschel wieder eine Einzelzimmer bekommen. Wir sind unserem Herrn sehr dankbar dafür, weil es Puschel die Chemos enorm erleichtert. Sie will ja gar keine Sonderbehandlung haben. Aber die Unruhe in 3er Zimmern und auch noch in 2er ist doch erheblich grösser. Außerdem kann ich so viel besser bei ihr sein und für sie sorgen. Das erleichtert ja auch den Schwestern die Arbeit. Wir sind darum  auch den Ärzten und den Schwestern wirklich dankbar. Denn selbstverständlich ist es nicht. Als Puschel auf die Station kam, ist sie schon auf dem Gang von allen herzlich und freundlich begrüßt worden. Auch das ist natürlich sehr schön.
Doch das ist für Puschel noch nicht die allerbeste Neuigkeit. Sie bekam heute die CT - Resultate mitgeteilt. Dr. Richter freute sich offensichtlich mit, als er Puschel mitteilen konnte, dass in der Lunge (und hier ist das am ehesten zu erwarten) keine Metastasen gefunden worden sind! Darüber sind wir natürlich sehr froh und erleichtert und unserem HErrn überaus dankbar!!
Zusätzlich hatte sie heute einen MRT - Termin, dessen Ergebnisse allerdings noch nicht feststehen.
Morgen soll die “Ifo” - Chemo in geringerer Dosierung gestartet werden. Geringer, weil die Blutwerte es nicht stärker zulassen. Es braucht offensichtlich immer mehr Zeit zur Regeneration. Darum jetzt eine geringere Dosierung. Vielleicht ist dies dann ja wirklich auch besser verkraftbar.

26. November
Nun ist es klar: Morgen geht es wieder nach Berlin. Die nächste Chemo ist unvermeidlich. Und zuviel Zeit darf zwischen den einzelnen Durchgängen nicht verstreichen, wenn das Ganze so wirkungsvoll wie möglich sein soll. Die Blutwerte sind halbwegs erträglich, sodass die Chemo nun kommen muss. Nun wird es darauf ankommen, dass Puschel wieder in eine ruhige Atmosphäre hineinkommen kann, um diese Etappe möglichst so gut wie die letzte zu verkraften.
Danke für eure Gebete! Unser Herr weiss am besten, was nötig ist, deshalb ist es ja auch am besten, wenn wir uns an IHN wenden. Die Ärzte tun, was sie können, um es so gut wie möglich zu gestalten.
Morgen früh geht es also los. Am Nachmittag soll noch eine MRT-Untersuchung vorausgeschickt werden, bevor entschieden wird, wie es genau weitergehen soll

 

25. November
Heute war wieder einer von den Tagen, an denen es auf und ab geht. Meistens ist es ab und auf. Das heisst, Puschel braucht lange, um “in den Tag” zu kommen. Heute mittag hatte sie wieder mit Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen. Doch dann besserte es sich zusehends. Etwas später konnte sie sogar Mittag essen und dann den Rest des Tages wirklich genießen. Ihr seht es an den Fotos. Am Ende hat sie sogar wieder gemalt. Und das ist immer ein besonders gutes Zeichen...
Nun sind wir gespannt, wie morgen die Blutwerte sind. Denn davon wird es abhängen, ob und wann sie in der kommenden Woche zur nächsten Chemo muss.
So hat Gott alle Möglichkeiten, es zu entscheiden... ER wird es richtig machen!

23. November
Hier seht ihr heute ein kleines (oder grosses??) Wunder!! Zunächst hat Puschel gestern nach der Physiotherapie ihren Bruder in seinem Zimmer besucht. Das allein ist ja schon toll, denn sie hat in den letzten Monaten fast nichts anderes gesehen als ihr Zimmer und die im Krankenhaus.
Doch das “Schärfste” kam dann am Abend. Puschel hatte grad niemanden zur Hand, der ihr ihre Bibel reichen konnte, so hat  sie einfach selbst versucht, sich im Bett aufzusetzen und an die Bibel auf dem Fensterbrett zu kommen. Das kostete eine Menge Kraft. Als sie mir das dann später erzählte, wollte sie mit ihrem Bein ein wenig vorführen, wie sie das gemacht hatte. Dabei versuchte sie, das rechte Bein einfach anzuheben. Und siehe da, sie hob es einfach an... und staunte selbst...
Das bedeutet, dass die bisherige Physiotherapie bereits Früchte trägt und Gott ihr einige wichtige Steuerimpulse für das Bein bereits zurückgegeben hat.  Das ist etwas, worauf sie wirklich für die spätere Mobilität aufbauen kann.
Natürlich steht auch für die nächsten Wochen die Chemo-, also die Anti-Krebs-Therapie im Vordergrund. Aber dies hat uns sehr erstaunt und erfreut. Denn es würde im Falle der erfolgreichen Krebsbekämpfung doch Einiges an Chancen für ein mobileres Leben zurückbringen. Leukos heute: 1,9, also die sind verbesserungswürdig... vor der nächsten Chemo... Danke für all euer Gebet!!!

18. November
Leider  musstet ihr jetzt ein paar Tage auf Informationen darüber warten, wie es Puschel geht. Es war einfach zu viel in den letzten Tagen. Und leider ist Puschel nach wie vor nicht wirklich in der Lage, selbst etwas zu schreiben. Sie war vor einer Woche aus dem Krankenhaus in Teterow entlassen worden und dann auf dem Weg der Besserung.  Allerdings hat sie sich vor drei Tagen eine Magen-Darm-Infektion zugezogen, die ihr das Wohlbefinden nicht gerade verbessert hat... Sie hatte wieder Fieber, sodass wir befürchten mussten, dass sie erneut in das Krankenhaus muss. Aber seit heute ist das Fieber weg und der Infekt deutlich am Abklingen.
Nun ist sie morgen dran mit einer erneuten Fahrt nach Berlin zu ausführlichen Untersuchungen. Das wird bis Dienstag gehen. Dann soll sie noch etwa eine Woche zu Hause sein dürfen, sodass wir Anfang bis Mitte nächster Woche mit der “Einberufung” zur nächsten Chemo rechnen. Immer unter der  Voraussetzung, dass ihr Zustand bis dahin stabil ist.

Nun wird es auch Zeit, dass ihr ein paar Informationen darüber bekommt, wie es nun mit der Glocke weitergegangen ist bzw. weitergeht. Diese Informationen sind auf der Glockenseite III zusammengestellt, sodass ihr einfach nur auf diesen Text oder die Bilder von der Glocke und dem Hafen klicken müsst und dann dorthin umgeleitet werdet. Es ist genial, dass soooo viele an diesem Projekt mitgeholfen haben und noch mithelfen. Gott vergelte alle Lieb und Opferbereitschaft!

 

14. November
Heute waren Eva-Maria und ich zum Abendessen von unseren Freunden Petra und Dietrich Scharnowski, die in unserer Nähe wohnen, zum Essen beim Chinesen eingeladen. Dort durften wir dann eine Portion extra für unsere Puschel zu Hause und ihren Bruder Silas mitnehmen. Das Ergebnis seht ihr auf den Fotos... (Die wollte ich euch nicht vorenthalten und verschiebe deshalb die Nachrichten über die Glocke, sorry).

Es ging Puschel heute wie sooft: Morgens und den ganzen Vormittag ist es nicht so doll für sie: immer wieder Übelkeit, immer wieder Schmerzen. Aber irgendwie rettet sie sich dann immer wieder hinüber, und am Nachmittag ist es dann meistens besser. Heute dauerte es etwas länger, war aber am Abend dann so, wie ihr es auf den Fotos sehen könnt. Dann macht es Freude, Fotos zu machen...
Heute hat Puschel Leukos von 30,3!! Dabei ist nicht ganz klar, ob das ein Computerfehler ist oder nicht?? Die anderen Werte sind alle recht gut. Die meisten Sorgen machen dann die Schmerzen.

Es steht jetzt fest: Am Montag soll Puschel nach Berlin für eingehende Untersuchungen und bis zum Dienstag bleiben. Dann soll es für eine Woche nach Hause gehen und die Woche darauf zur nächsten Chemo gehen. Natürlich werdet ihr auf dem Laufenden gehalten! Es tut echt gut, dass ihr alle hier immer nachschaut und dann für Puschel betet. Gott segne euch und vergelte euch alle Liebe und Unterstützung!

13. November
Puschel ist wieder richtig zu Hause! Und das bedeutet nun auch wieder, dass es mit den Blutwerten auf und ab geht. Zur Zeit sind diese eher wieder bescheiden (Leukos 1,6; (normal mind. 4):Thrombos 43 (normal mind. 100)). Aber es geht ihr dennoch recht gut. Wir haben heute mit der Klinilk in Berlin besprochen, dass Puschel Anfang nächster Woche zu den vorgesehenen Untersuchungen kommen soll. Da hoffen wir dann einfach, dass diese innerhalb eines Tages “abgearbeitet” werden können, damit Puschel nicht unnötig in der Klinik übernachten muss.
Zur Zeit sitzt sie gerade in der Badewanne und lässt es sich gut gehen bei Pizza und Eis...
Morgen gibt es dann hier eine gründlichere Information über die Glocke. Euch allen vielen vielen Dank für eure Unterstützung!!

11. November
Puschel ist wieder zu Hause! Ihr könnt es an den Bildern von heute Nachmittag sehen. Und sie geniesst jetzt einfach die Zeit hier. Das Erste, was sie heute geniessen konnte, war ein Vollbad am Morgen. Danach konnte sie im Bett liegen und den Gemeindegottesdienst in einer Videoübertragung miterleben. Nach der Mittagsruhe konnten wir dann mit dem grossen Rollstuhl hinaus in die sonnige Landschaft. Ihr seht es an den Bildern.
Wir hoffen jetzt einfach, dass die Blutwerte gut bleiben, die Leukos waren zuletzt bei 4,7!! So könnte sie dann die Zeit optimal hier zu Hause erleben. Wir wissen noch nicht genau, wann, aber in einigen Tagen muss sie dann zu den Untersuchungen nach Berlin. Doch daran denken wir erstmal noch nicht...
Morgen will ich nach Hamburg fahren, um die Glocke dort zum Hafen zu bringen. Der Bericht folgt.

10. November
Nun sieht es ganz so aus, dass wir Puschel morgen früh, also am Sonntag noch vor unserem Gemeindegottesdienst, aus dem Krankenhaus holen können. Das ist besonders schön und Puschels Wunsch, dass sie den Sonntag schon zu Hause erleben und hier wieder neu zur Ruhe kommen darf. Sie geniesst jeden Tag und fast jede Stunde hier zu Hause, und so ist dies ein rechtes Geschenk unseres Herrn. Danke, dass ihr sie durch euer Gebet und alle Signale der Verbundenheit mit hindurch getragen habt. Neue Bilder wird es dann morgen sicher auch geben... Wir hoffen dann, dass sie wirklich für wenigstens eine Woche Ruhe hat und dann erst in der Woche nach dem 18. zu den anstehenden Untersuchungen nach Berlin muss.

9. November
Puschel darf höchstwahrscheinlich am Sonntag nach Hause! Die Werte sind mittlerweile so gut, dass das absolut in Ordnung wäre. Ihre Leukos stehen gar auf über 2! Auch geht es ihr fühlbar gut. Sie hatte heute noch mit Übelkeit zu tun, doch das ist im Laufe des Tages auch besser geworden.
Jetzt geht es darum, den Durchgang der Antibiotica zu Ende zu führen, und das wird dann am Sonntag der Fall sein. So hoffen wir sehr, sie dann nach dem Gemeindegottesdienst abholen zu können. Gott mag es schenken, dass daraus wirklich etwas wird und keine neuen  Komplikationen eintreten. So könnte sie wenigstens einige Tage zu Hause sein, bevor sie (eigentlich am bereits 14. 11. ) nach Berlin zu eingehenden Untersuchungen muss.

8. November
Puschel geht es nach wie vor “gefühlt” recht gut. Sie hat in Teterow alle Ruhe zum Schlafen. Ihre Blutwerte sind auch ansteigend, noch nicht besonders deutlich, aber immerhin. Leider wird sie noch etliche Tage in der Klink bleiben müssen, weil die Antibiotika erst zu Ende gegeben sein und wirken müssen. Es ist schon nicht sehr schön, dass Puschel nie so richtig zwischen den Chemos durchgehend zu Hause sein kann. Aber wir sind sehr dankbar, dass es ihr doch recht gut geht. Und in Teterow ist sie immerhin auch direkt in der Nähe.

Unten ein paar Informationen zur Glocke. Sie ist jetzt versandfertig. Wenn ich selbst jetzt nicht krank geworden wäre,hätte ich sie morgen spätestens nach Hamburg gebracht. So wird es nächste Woche werden.

7. November
Immernoch ist das Fieber nicht wirklich weniger. Es schwankt zwischen 37,8 und 39°. Und es bleibt die Frage, was die Ursache dafür ist. Das Gute ist, dass Puschel ständig unter Beobachtung ist und die Ärzte tun, was sie können. Heute hat sie nun zwei Bluttransfusionen bekommen.
Insgesamt fühlt sie sich aber nicht wirklich schlecht. Und das ist erfreulich. Sie wollte heute sogar laufen. Das aber mussten wir verschieben, weil ich selbst einen Infekt zu haben scheine und deshalb nicht zu ihr gehen wollte. So müssen wir das wohl verschieben... Heute ist früh Eva-Maria bei ihr gewesen und gerade hilft ihr “kleiner” Bruder Silas, ihr das Leben erträglicher zu machen.
Eigentlich wollte ich morgen nach Hamburg fahren, um die Glocke dort abzuliefern. Das muss auch ein wenig verschoben werden. Vielleicht wird es am Freitag gehen. Darüber werdet ihr in den nächsten Tagen spezielle Infos bekommen.

6. November
Es scheint, dass es Puschel etwas besser geht. Allerdings ist das nur, mindestens am Nachmittag und Abend so das Gefühl. Sie ist dann etwas wacher und hat klarere offenere Augen. Heute hatte sie abends dann wieder mehr Fieber (39°), was wirklich nicht gut ist. Die Ärzte versuchen es seit heute Abend mit einem andere Antibiotikum.
Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie viel Geduld Puschel selbst auch aufbringt, wenn immer und immer wieder solche Situationen kommen und sie nun wieder liegen und warten muss. Dabei wechseln sich Übelkeit und Schmerzen in steter Regelmässigkeit ab. Ich glaube wirklich, dass eure vielen Gebete und euer Vertrauen auf den HErrn für sie eine starke Mauer sind, weil Gott selbst sie mit seinem Frieden umgibt. Vielleicht geht es ja morgen auch etwas deutlicher aufwärts, sodass sie bald wieder nach Hause kann.

5. November
Bilder von der schwachen, müden Puschel mit 0,0 (!) Leukos und auch sonst sehr schlechten Blutwerten will ich euch heute einfach mal ersparen. Stattdessen einige, die Puschel gestern nachmittag noch beim Spaziergang selbst gemacht hat. Ihr könnt so also einen kleinen Blick aus ihrem Rollstuhl werfen....
Die Ärzte hier in Teterow haben heute in Abstimmung mit den Kollegen in Berlin alles versucht, was möglich ist, um Puschel wieder ein wenig “auf Trab” zu bringen. Jetzt bekommt sie gerade mehrere Bluttransfusionen, die ihr nun einen zusätzlichen Kräfteschub und insgesamt Stabilität geben sollen. Aber sie war heute Abend nach einem riesigen Mix und ständiger Abfolge verschiedener Tröpfe und sonstiger Medikamente schon viel kräftiger und wacher. Und so hoffen wir, sie morgen früh noch ein Stück besser vorzufinden. Danke, dass ihr betet! Gott segne euch!!!

4. November
Eigentlich wollte ich euch heute nach mehreren Tagen “Leerlauf” einen ausführlichen Bericht über Puschels gutes Ergehen geben. Wollte euch ein paar schöne Fotos zeigen... Und es war in der Tat bisher ziemlich gut. Seit zwei Tagen klagte Puschel über Schmerzen beim Schlucken. Aber ansonsten war es ziemlich gut. Gestern konnten wir zum ersten Mal mit ihr in einem speziellen “Reise-Rollstuhl”, der wir aus Lobetal über die Familie Dehn bekamen, spazieren gehen. Da war noch Puschels kleine Schwester Esther und ihre Freundin Myriam dabei. Und heute gingen wir bei schönstem Wetter zum zweiten Mal los. Ihr könnt an den Fotos oben sehen, dass es schön war.
Doch wir waren gerade zu Hause, da wurde Puschel übel, und sie lag eine Stunde überaus schwach im Bett. Sie war dann plötzlich sehr frostig und bekam etwas mehr Schmerzen, danach dann Fieber. Um 20:00 stieg das Fieber binnen einer halben Stunde auf 38,5° an, sodass wir in Berlin anrufen mussten. Von dort wurden wir dann doch sehr schnell nach Teterow geschickt, und nun liegt Puschel wieder in Teterow im Krankenhaus. Und wir sind grad wieder zu Hause...
Wir hoffen nun nur, dass sie nicht wieder eine so heftige Blutvergiftung bekommt, sondern sich schnell wieder berappelt. Es war diesmal so gut während und nach der Chemo... Und sie würde die Zeit bis zum nächsten Durchgang  dringend brauchen! Gott hat es in seiner Hand!
Danke, dass ihr weiter für sie betet. Wir sind wirklich sehr dankbar, dass bisher alles so verhältnismässig gut gegangen ist.

31. Oktober
An den Fotos könnt ihr es schon sehen: Puschel ist wieder zu Hause!! Es ging heute morgen dann alles sehr schnell. Niemand fackelte noch lange. Die Blutwerte waren in Ordnung, Puschels Zustand auch für die Ärzte zufriedenstellend, und so bekam sie kurzerhand die Entlassungspapiere.
Wir waren bereits zum Mittagessen zu Hause in Bülow. Und das ist mehr als eine kleine Freude...
Wir können wirklich nur dankbar sein, dass Puschel diese Chemo  bisher so gut überstanden hat wie keine vorher. Sie hatte zwar das volle Programm. Aber es ging alles so gut, dass wir nur staunen konnten. Das lag zum einen an der wirklich überaus netten Betreuung auf der Station und Versorgung durch die Ärzte. Zum anderen lag es daran, dass man sie so gut wie nie zuvor medikamentös eingestellt hatte. Sie hat viel geschlafen (eine Nebenwirkung einiger Medikamente), aber sie hatte kaum noch mit Übelkeit zu kämpfen. Immerhin hat sie zum zweiten Mal diese härteste der Chemos bekommen!
So sind wir sehr dankbar, dass wir wieder hier sein dürfen. Puschel konnte gleich ihr erstes Vollbad nehmen und sich dann wohlig frisch in ihr Bett legen, das für sie auch vom Becken und vom Bein her am besten hilft. Sie hat eine Wechseldruckmatratze mit einer Schaumgummimatte darüber.  In gut zwei Wochen soll sie wieder nach Berlin, um dann ausführlich untersucht zu werden, bevor eine weitere Woche später dann erneut Chemo angesagt ist. Aber bis dahin hat sie hoffentlich ein paar Tage zu Hause, die ihr gut tun und nicht nur von Problemen geprägt sind. Gott kann es schenken! IHM wollen wir danken für alle Durchhilfe bisher. Danke, dass ihr so viel gebetet habt und auch nun mit dankt und mitbetet!!

 

30. Oktober
Es könnte sein, dass Puschel morgen nach Hause darf! Wir wissen es noch nicht genau, Puschel hofft es am meisten. Ich habe ihre Hoffnungen aber vorsichtshalber ein wenig gedämpft.
Allerdings lief diese Chemo so gut wie vorher wohl noch keine. Und dafür sind wir sehr dankbar. Das hatte sehr auch damit zu tun, dass sie sehr gut untergebracht war (Einzelzimmer) und sehr lieb betreut wurde. Dafür danken wir den Schwestern und Ärzten dort sehr. Aber dafür danken wir Gott zu allererst. Und euch danken wir für euere Gebet und alles liebe Interesse. Gott segne euch. Ich halte euch auf dem Laufenden!

29. Oktober
Auch diesen Tag hat Puschel gut überstanden! Dafür bin ich sehr dankbar! Heute waren Puschels jüngere Geschwister Esther und Silas in Berlin. Sie wurden begleitet von Maria und Juduith aus unserer Gemeinde. Zwar hatten sie selbst nicht so sehr die Möglichkeit, mit Puschel zu reden, weil sie so schwach war und ist. Aber sie haben wenigstens ein wenig erleben können, wie es ihr im Krankenhaus immer geht, wenn es heisst: Puschel ist wieder zur Chemo.
Morgen nun ist die letzte Runde dieser Chemo dran. Und wir hoffen, dass Puschel Mittwoch, spätestens Donnerstag wieder zu Hause sein kann. Das hängt ein wenig natürlich von ihrer Konstitution und den Blutwerten ab.

Jetzt mal ein paar Worte zur Glocke:
Die Glocke ist, wie ihr wisst, in Bülow und wartet auf den Transport nach El Salvador. Dafür haben wir jetzt eine relativ preiswerte Möglichkeit gefunden. Wir werden jetzt gutes Holzmaterial kaufen und sie sehr solide zusammen mit dem Zubehör verpacken. Dann werden wir sie nach Hamburg bringen, von wo aus sie direkt nach San Salvador verschifft werden soll. Es gibt noch einige Dinge zu klären. Aber ich hoffe, dass wir euch bald Vollzug melden können. Wir werden für den Versand dann noch ein wenig Geld benötigen. Aber es haben uns ein paar Leute noch zusätzlich Hilfe angeboten neben allem, was viele von euch schon zusammengelegt haben. Der letzte Teil der Rechnung ist noch nicht bezahlt, weil dafür die Rechnung noch nicht vorliegt. Aber ich rechne damit, dass wir nahezu alles bestreiten können mit dem, was ihr schon zusammengelegt oder zugesagt habt. Für all das danken wir, besonders natürlich Puschel und die La Casa - Mannschaft von ganzem Herzen. Es könnte sein, dass wir am Ende Geld übrig haben (schon allein deswegen, weil wir die Mehrwertsteuer irgendwann zurück bekommen müssten. Dieses überschüssige Geld möchte Puschel dann gern den Kindern in “La Casa de mi Padre” direkt zukommen lassen. Und wir hoffen sehr und gehen dann davon aus, dass ihr damit alle einverstanden seid. Gott selbst vergelte euch eure Liebe! Eine “Gesamtabrechnung” mit genauen Zahlen folgt!!

28. Oktober
Im Moment gibt es nicht viel Neues zu berichten. Puschel hat jetzt die dritte Chemo hinter sich, jetzt sind es nur noch zwei Runden! Mittlerweile ist sie sehr schwach. Und das mag sie eigentlich gar nicht. Es ist aber wohltuend, dass sie bei den Ärzten und Schwestern viel Verständnis und Einfühlsamkeit erlebt. Und auch wenn sie dies in diesen Tagen nicht so gut  äussern kann, ist das für sie enorm hilfreich. Gott segne die Menschen, die ihr Gutes tun. Immerhin sind sie dabei, “ohne ihr Wissen Engel zu beherbergen”... (Hebräer 13,2). Betet doch ruhig auch mal für die, die hier in der Klinik arbeiten! Danke! --
Wenn Puschel zu sehr gegen die Übelkeit ankämpfen muss, dann darf sie das wirklich jederzeit anmelden und bekommt was dagegen. Sie ist  ja nach wie vor auf Schmerzmedikamente angewiesen, die ihr helfen, mit den Folgen der Operation fertig zu werden. Da ist dann aber immer auch die Gefahr, dass diese mit allen anderen Medikamenten kollidieren....
Ich selbst bin gestern nach Hause gefahren, um dort einige Dinge zu erledigen und heute den Gottesdienst in unserer Gemeinde zu halten. Und es ist sehr schön zu erleben, wie sehr Puschel von allen auch dort mitgetragen wird. So hoffen wir, in drei Tagen wieder nach Hause zu können. Natürlich hängt das von den Blutwerten ab, die erst nach Ende der Chemo ausschlaggebend sind. Und so heisst es noch ein wenig Geduld zu haben, bis auch diese Etappe geschafft ist.
Vielen vielen Dank, dass Ihr s treu dran bleibt, nach ihr zu schauen und dann für sie zu beten. Unser treuer Herr vergelte euch alle Liebe auf Seine Weise. Leider bleibt es zu oft auf der Strecke, dass wir euch auf eure Mails und Briefe angemessen antworten können. Seid gewiss, dass sowohl Puschel selbst als auch wir sehr dankbar und froh darüber sind!

26. Oktober
Heute mittag konnte ich noch diese Aufnahmen machen. Doch jetzt ist die erste Runde der Chemo (es ist noch einmal das Härteste, was man zu bieten hat...) durchgelaufen. Als sie fast vorbei war, wurde Puschel zusehends mehr müde und übel. Am Ende hat sie wieder gebrochen. Und nun hoffe ich, dass sie die Nacht gut übersteht und möglichst fest und ruhig schlafen kann. Sie hat nun noch 4 solche Tage zu überstehen!! Danke euch so sehr für alle eure Gebete. Und danke auch  für alle Briefe, die ihr geschrieben habt. Sie sind eine rechte Ermutigung für Puschel und für uns.
Die Schwestern auf der Station sind wirklich sehr lieb mit Puschel und haben viel Verständnis für ihre Situation. Darüber bin ich sehr froh, und Puschel nimmt es überaus dankbar hin, auch wenn sie es jetzt gar nicht mehr richtig äußern kann. Sie ist dennoch echt tapfer und “hart im Nehmen”. Nun aber geht es für einfach erst einmal nur darum, die nächsten 4 Tage “rumzukriegen”


25. Oktober
Und doch will ich jubeln, weil Gott mir hilft, der Herr selbst ist der
Grund meiner Freude! Ja, Gott, der Herr, macht mich stark;
er beflügelt meine Schritte, wie eine Gazelle kann ich über die
Berge springen.                                                        
Habakuk 3,18+19
Nun sind wir also wieder in Berlin...! Wir hatten eine gute Fahrt und einen wirklich guten Beginn hier! Puschel hat diesmal tatsächlich ein Einzelzimmer bekommen, sodass wir maximal Ruhe haben. Ich hoffe sehr, dass es ihr hilft, in den Nächten durchzuschlafen und so die ganze Sache besser durchzustehen. Dieses Zimmer ist nicht selbstverständlich und im Moment ein Geschenk, für das wir sehr dankbar sind. Als wir ankamen, wurden wir sehr freundlich empfangen, auch das ist echt schön. Es ist ja schon mal toll,  wenn der Beginn gut ist. Auch wenn Schwestern sich freuen und sich erkundigen, wie es gegangen ist und sich dann freuen, wenn Puschel so über den Flur läuft! Wir hatten am Abend ein sehr ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Oberarzt, der sich viel Zeit nahm für Puschel und alle Fragen, die sie/uns bewegen.
Wir wollen Gott danken für alles Gute, was ER in allem und trotz allem bisher geschenkt hat. Das ist uns beim Gespräch mit Dr. Schuler noch einmal deutlich geworden In allem Schwierigen und Ungewissen haben wir viel Grund zur Dankbarkeit: Wir haben “zufällig” (Gott gebührt Dank und Ehre!) den besten Chirurgen als Operateur bekommen. Wir konnten nichts dazutun! ER hat es “geregelt” Wir haben absolut kompetente ärztliche Versorgung. Wir können den Ärzten wirklich vertrauen! Puschel hat keine Metastasen! Puschel ist nicht inkontinent geworden! (s. bei Ende August - nach der OP) Puschel ist fröhlich am Leben, obwohl sie eine der schlimmsten Krebsarten hat, die es gibt.
Dem Herrn, der alles in seiner Hand hat, wollen wir vertrauen! Danke, dass ihr mitbetet, dass ER es gut weiter führt. Betet bitte für die richtigen Weichenstellungen für die weitere Therapie. Betet, dass Gott Puschel heilt. Denn menschlich gesehen ist es nach wie vor sehr kritisch!

24. Oktober
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege,
spricht der Herr. Jesaja 55,8
24. Oktober
Heute nachmittag bekamen wir nun den Anruf, dass in Berlin  plötzlich ein Bett frei geworden ist, verbunden mit der freundlichen “Einladung”, schon morgen zur nächsten Chemo zu kommen. Puschel hat die Aussicht auf ein Einzelzimmer, sodass vielleicht alles ein wenig relaxter wird, als normal.... Wir müssen abwarten, wie sie nun auf die Chemo reagiert. Vielleicht kommt ja irgendwann der Körper ein wenig besser mit diesem ganzen “Giftzeugs” klar. Er wird sich sicher nie dran gewöhnen. Aber vielleicht nimmt er´s ja mal irgendwann etwas gelassener...:-)
Danke, dass ihr weiter an Puschel denkt und für sie betet. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

23. Oktober

Heute ging es Puschel sehr gut. Sie hatte eine Menge Besuch und konnte ziemlich aktiv an allem teilhaben. Das macht dann immer besonders Freude, auch denen, die sie besuchen und natürlich auch der Physiotherapeutin, die mit ihr zum Schluss durch die Wohnung lief. Ihr könnt es auf den Fotos sehen.
Am Abend konnte sie wieder einmal ausführlich baden. Und nun liegt sie zufrieden und müde im Bett.
Wir nehmen an, dass wir morgen Nachricht bekommen, wann die Chemo losgeht. Aber solange geniesst sie die Zeit zu Hause.
Auch heute hat Puschel wieder Post bekommen. Ich möchte immer wieder allen danken, die ihr schreiben, die Bekannten wie die Unbekannten. Heute bekam sie von Chris und der ganzen Familie einen lieben Brief - ohne Absender und Ort... Also euch allen vielen herzlichen Dank. Und noch mehr für all euer Gebet. Gott segne euch!

 

22. Oktober


Ihr wartet jetzt ganz sicher längst auf neue Nachrichten von Puschel. Es tut mir leid, dass sie jetzt erst kommen, ich war selbst ein wenig krank...
Puschel geht es im Moment eigentlich recht gut. Sie braucht nach wie vor eine lange Anlaufphase, um in den Tag zu kommen. Aber die Zeit hat sie ja...
Heute habe wir sie in der Klinik in Berlin zur nächsten Chemotherapie-Runde angemeldet. Sie bekommt wahrscheinlich morgen Nachricht, wann die beginnen kann. Erst danach können wir etwas mehr berichten. Natürlich hat sie einen ziemlichen Horror davor. Aber sie weiß, wie wichtig das sein kann. Und so müssen wir wohl oder übel alle Folgen in Kauf nehmen. Es liegt letztendlich ohnehin in Gottes Hand.

Und darum sind wir so froh über euch, die ihr immer wieder für sie betet und sie begleitet.
Das ist eine wirklich Ermutigung. Gott segne euch. Ich halte euch natürlich jetzt wieder auf dem Laufenden.

20. Oktober
So, jetzt muss ich euch schnell Bericht vom heutigen Tag geben. Über Puschels Ergehen schreibe ich dann später wieder mehr.
Ich hatte heute in Berlin sehr gute Gespräche mit den Ärzten und danke euch allen für euer Gebet für dieses Vorhaben. Wir wollten ja Klarheit bekommen im Blick auf Notwendigkeit und Effektivität der Chemo.
Gott hat durch diese Gespräche diese Klarheit gegeben. Zwar etwas anders, als wir es uns insgeheim gewünscht hatten, aber klar. Es ist deutlich geworden, dass medizinisch und menschlich gesehen nichts an einer Weiterführung der harten Chemo vorbei führt.
Puschels Art von Krebs hat nach der Operation normalerweise eine Heilungschance von 10% ohne Chemo danach. Die Chemo aber erhöht die Chancen einer Heilung auf etwa 50-60%. Man hat uns dringend geraten, diese nicht zu beenden, sondern zu Ende zu führen.
Damit wird also nun die nächste Zeit für etwa 6 Monate von ziemlich harter Chemotherapie geprägt sein....
Wie gut, dass wir wissen, dass Gott alles in seiner Hand hält und wir IHM vertrauen können! Das wollen wir tun und danken euch so sehr, dass ihr weiter für Puschel betet und an sie denkt. Gott segne euch alle!

 

18. Oktober
Jetzt nur eine kurze Frage: Würdet ihr ganz konkret bitte mitbeten? Ich weiss, ihr werdet es tun... Danke! Heute (Freitag) habe ich in Berlin einen Arzttermin, diesmal ohne Puschel. Es ist ein Gesprächstermin, bei dem es um die Frage geht, ob die Chemo weitergeführt werden soll oder nicht. Wir sind sehr auf Gottes Weisheit angewiesen. Und es kann viel davon abhängen für Puschel. 14:30 Uhr ist das Gespräch. Ich werde euch berichten, Ehrenwort...! Danke! Puschel geht es zur Zeit recht gut!! Gott sei Dank!

16. Oktober

Denn ich allein weiss, was ich mit euch vorhabe:
Ich, der Herr, werde euch Frieden schenken und euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung.                            
Jeremia 29,11

Leider geht es immer wieder auf und ab. So hatte Puschel heute eine Menge Schmerzen. Aber insgesamt geht es ihr recht gut. Die Blutwerte sind auf etwas zu niedrigem Niveau relativ ok. Puschel kann gut (und lange) schlafen. Zwar kostet sie das Lesen und erst recht Schreiben ziemlich viel, zu viel Kraft. Aber ansonsten kann sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten immer ein wenig am Leben in der Umgebung teilhaben. Die Physiotherapeutin kommt fast jeden Tag, sodass ihre Muskeln in kleinen Schritten immer ein wenig kräftiger werden. Sooft es geht, läuft Puschel oder läßt sich mit dem Rollstuhl ein wenig ins Gelände fahren. Beides kostet viel Kraft oder verursacht zusätzliche Schmerzen. Aber Beides ist auch so schön und wichtig, dass sie alle Energie zusammen nimmt, um es durchzuziehen.
In drei Tagen hat Puschel einen Termin in Berlin, wo es um die Frage geht, ob und wie die Chemotherapie weitergeführt wird. Zusätzlich soll es einige Untersuchungen geben, eventuell auch die nächste Chemo begonnen werden. Wenn ihr mögt, betet bitte für diesen Termin. Denn er soll Aufschluss geben über die Pläne für die nächsten Monate. Gott kann uns zeigen, was richtig ist.

Morgen wollen wir euch neuste Informationen geben über das Glockenprojekt. Danke für eure Geduld, aber morgen erst werden auch wir hoffentlich neue wichtige Infos bekommen (im Blick auf den Transport)

13. Oktober
Gestern hatte Puschel einige Probleme mit Schmerzen in ihrem Rücken und Becken. Heute war es von Anfang an etwas besser. Der Vormittag war wie immer etwas ruhiger. Das heisst, sie musste erstmal wieder zu sich kommen. Sie schläft immer noch sehr viel. Das Gute aber ist, dass sie gut schlafen kann und hier zu Hause auch die nötige Ruhe und Pflege hat
Heute entwickelte sich wunderschönes Herbst-Wetter, sodass wir Puschel nur noch die Gardinen zurückziehen mussten, damit sie richtig Lust bekam, nach draussen zu kommen. Wir haben dann sehr schnell ihr Bett draussen aufgebaut. Und so sind die Bilder entstanden, die ihr heute sehen könnt. Während Silas und ich dort einige Reparaturarbeiten durchgeführt haben, konnte Puschel zuschauen und nebenbei mit Gary Powell in El Salvador telefonieren. Dabei erfuhr sie, dass es dort extrem viel regnet und eine Flut entstanden ist, die bereits viele Todesopfer gefordert hat. Dort hatte auch gerade ihr kleiner “Bruder” Carlos Geburtstag. An ihn auf diesem Weg noch einmal herzliche Grüsse!!
Nun ist Puschel dankbar und mit viel frischer Luft in der Lunge im Bett. Ihr Blutbild ist befriedigend (das einzig Schwierige sind die Leukos, die wieder bei 1,9 sind), und sie hat einfach mehr Kraft als bisher.

11. Oktober
Der Herr hört mein Flehen;
mein Gebet nimmt der Herr an. Psalm 6,10

Eigentlich hätten wir heute nach Berlin fahren sollen, um die nächste Chemo zu beginnen. Aber solch ein Infekt hat ja manchmal auch was Gutes... Allerdings wissen wir nicht so recht, wozu das gut ist, nehmen es aber getrost aus Gottes Hand. Denn Puschels Blutwerte sind, gemessen an den Umständen, nicht schlecht. Und auch sonst geht es ihr recht gut. Sie hat zwar nicht sehr viel Kraft, aber es reicht immerhin dazu, das sie täglich die Physiotherapie bekommen und manchmal auch ein wenig laufen kann. Zur Zeit sitzt sie gerade in der Badewanne und ist diesmal selbst dorthin gelaufen. Wenn es auch nicht reicht, selbst hineinzukommen, so sind es doch die kleinen Schritte, die das Herz erfreuen...
Und so sind wir dankbar, dass es im Moment so geht, wie es geht.
Nach Berlin soll es erst in der zweiten Hälfte der nächsten Woche gehen, sodass Puschel doch noch ein wenig Zeit zur Stabilisierung hat.
Gestern Nachmittag kamen zwei “alte Schwedenkämpfer” (die Puschel von ihrer Zeit in Schweden her kennt)   auf der Durchreise von Schweden nach Baden-Württemberg zu Besuch.

9. Oktober
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.
Psalm 103,13

Nun, es geht weiterhin auf und ab. Das ist wohl so und auch nicht anders zu erwarten. Allerdings steht es mehr und mehr in Frage, ob Puschel am Donnerstag wird nach Berlin gehen und die nächste Chemo beginnen können. Das wäre ansich noch nicht so schlimm, wenn sie dies nicht schon einmal hätte verschieben müssen. Außerdem offenbart es natürlich einen nicht besonders guten Umstand, nämlich, dass der Infekt, den sie sich nun zugezogen hat, doch etwas hartnäckiger ist, als erwartet. Sie inhaliert, wie ihr seht, um Bronchien und Lunge freizuhalten, bekommt nebenher Antibiotika und anderes, und so hoffen wir doch, dass es weitergeht hin zu einer Stabilisierung, die die nächsten nötigen Schritte ermöglicht.
Danke, dass ihr weiter für die betet! Sie hat es wirklich nötig, bald öfter so wie von gestern auf den Fotos zu sehen nach draussen gehen und frische Luft atmen zu können.
Sie hat zudem neuerdings immer wieder schmerzhafte Nervenzuckungen am rechten Bein, die wirklich nerven... Zum einen ist das etwas komisch, weil es gar nicht so recht sein kann (allerdings können das wohl auch Phantomschmerzen sein). Zum anderen tut es ihr “tierisch” weh...
Dennoch sind wir dankbar, dass ihr Gesamtzustand recht gut ist und ihre Blutwerte auf einem ganz erträglichen Level sind

 

7. Oktober

Der Vers auf der Glocke:

Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke                                Eph. 6,10




Es wird Zeit, dass ihr wieder einen kleinen Einblick bekommt in Puschels Ergehen.
Die Blutwerte haben sich in den letzten Tagen ziemlich verbessert und stabilisiert. So ging es Puschel insgesamt etwas besser. Und sie konnte etwas aktiver am “allgemeinen” Leben teilnehmen. Und natürlich macht es dann erst Freude, wenn sie sich aufrafft, gehen zu lernen. Denn das kostet doch enorme Kraft und geht nur selten.
Leider hat sie sich nun einen kleinen (und wir hoffen und beten, dass es dabei bleibt) Infekt zugezogen. Es ist offenbar eine kleine Erkältung, jedenfalls etwas Schnupfen und ein etwas fiebriges Gefühl im Kopf.
Wenn ihr mögt, dann betet einfach mit, dass sich das nicht zu einer größeren Sache entwickelt.
Der Tag heute war voll mit Besuchen und Gesprächen, die sie dann am Ende doch an die Grenzen führen, aber auch enorm wichtig und gut für sie sind. So ist es auch mit all euren Zuschriften und alles Zeichen eurer Liebe und eures Mittragens. Puschel hat die Kraft zum Beantworten so vieler Mails einfach noch nicht gefunden. Das tut ihr immer sehr leid, aber ich bin sicher, ihr versteht es. Danke!
Vielen Dank  immer wieder. Unser Herr vergelte euch alle Liebe.

5. Oktober
Nun ist es soweit. Und wer hätte das vor ein paar Monaten gedacht??
Wir hatten euch damals nur geschrieben, dass wir so etwas vorhaben und nach eurer Meinung gefragt. Daraufhin haben viele spontan gesagt: macht das, wir geben etwas dazu. Und dann haben sich wirklich viele an Puschels Glockenprojekt beteiligt, sodass wir dann bald (es war wohl schon nach zwei Monaten den Mut haben durften, die Glocke in Auftrag zu geben.
Nun ist sie fertig. Sie steht seit heute hier in Bülow, Ich habe sie in den letzten Tagen von der Glockengießerei in Passau abgeholt. Und die Sondierungen für den Transport sind in vollem Gang. Wir wissen noch nicht genau, wie es werden wird. Aber auch das werden wir euch wissen lassen.
Darum im Namen der Mannschaft von La Casa de mi Padre möchte ich euch allen gaaaanz herzlich danken für alle spontane und großzügige Hilfe und Unterstützung! Gott vergelte euch dies auf seine Weise! Denn wir werden es nicht wirklich tun können. ER segne euch. Und natürlich werden wir weiter berichten!

 

3. Oktober
Sorry, ich bin gerade in der Schweiz, kann daher nicht ausführlich schreiben, melde mich aber spätestens Freitag aktuell. Puschel geht es unverändert durchwachsen. Jetzt sind ihre Thrombos überaus gut (über 300), aber ihre Leukos wieder auf 1,4. Schön ist, dass sie zur Zeit kein Problem mit der Überlkeit hat. Dafür sind wir sehr dankbar. Ansonsten gibt es im Moment nicht viel Neues, außer, dass sie nun nicht morgen, sondern erst morgen in einer Woche zur nächsten Chemo nach Berlin muss. Das ist auch sehr gut so, sodass sie mehr Zeit dazwischen hat. Danke für alles Beten!

30. September
Nun wird es Zeit, dass ihr wieder eine Meldung aus Bülow bekommt. Heute Abend konnte Puschel wieder ausführlich baden. Sie hatte die Kraft dazu aber erst wieder nach langer Anlaufphase an diesem Tag.
Heute Abend konnte sie dann sogar noch einen Film mit einer Freundin und Silas gemeinsam anschauen. Und dann war es schön, mit ihr über Bibelverse und viele wichtige Dinge und Menschen einfach reden zu können. Dann, wenn sie dazu wach genug ist und Kraft hat, ist es schön, zu sehen, wie sehr ihr die Menschen am Herzen liegen, für die gebetet werden muss oder auch LA Casa de mi Padre. Wir hoffen sehr, dass sie bald diese belastenden Chemo-Zeiten überstanden hat... Wichtig wäre halt auch, dass sie einfach etwas besser sitzen kann und dabei nicht mehr lange so starke Schmerzen im rechten Beckenbereich hat. Das würde ihr dann auch helfen, viele Dinge einfach wieder tun zu können. Heute haben wir gemeinsam ein wenig “Physiotherapie” betrieben. Sie hat in einigen Bereichen des rechten Beins Muskelkater! Und das bedeutet, dass da einige Muskeln sind, die trainiert werden können und müssen.
Für alle, denen die Glocke am Herzen liegt: Am Montag kann ich nach Bayern fahren und die Glocke abholen. Betet ihr mit, dass wir die richtige Möglichkeit finden, sie nach El Salvador zu bekommen? (Wir haben einige Möglichkeiten im Blick) Ich werde euch informieren. Auf jeden Fall ist sie fertig. In der nächsten Woche gibt es dann auf jeden Fall Fotos...

Danke immer für alle Fürbitte. Gott segne euch.

27. September
Heute gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Es ist immer wieder ähnlich. Bis mittags geht es Puschel nicht gut. Da hat sie arg zu tun, sich “in den Tag hineinzupegeln”. Heute konnte sie dann aber wieder sehr gut bei der Physiotherapie mitarbeiten. Sie ist dann bis zum Abend ziemlich aktiv gewesen, einschliesslich einem ausführlichen Bad.
Die Blutwerte sind weiterhin zwar am Rande des Existenzminimums..., aber gerade die Leukos sind jetzt die “Vorzeigeteile”. Aber wir sind sehr dankbar für jeden Tag, der so gut läuft und dann auch zur Stabilisierung und Mobilisierung beiträgt. Trotzdem ist es für Puschel immer wieder sehr mühsam, wenn sie einen halben Tag braucht, um ihn dann gut zu Ende zu bringen.

Danke immer für alle Fürbitte. Gott segne euch.

 

26. September
Jeder Tag sollte so genommen werden, wie Gott ihn schenkt, so sagt es Jesus (Matth.6,34). So haben wir es mit Puschel gemeinsam gelernt. Auch der heutige Tag hatte seine eigene Plage. Aber im Großen und Ganzen ging es Puschel recht gut.
Die beste Nachrticht kam heute mittag: Ihre Leukos stehen jetzt auf 5,2!! Ihre Thrombos sind wenigstens wieder bei 26. Ist ja auch schon was... Und sie konnte einige physiotherapeutischen Übungen machen und am Ende sogar ein wenig laufen.

An dieser Stelle euch allen noch einmal und immer wieder ein herzliches Dankeschön, dass ihr so treu hier hineinschaut und euch gar für Puschels Blutwerte interessiert. Das ist phänomenal! Immer wieder auch geben etliche von euch Rückmeldungen, eMails, Gästebucheinträge und damit viel Zuspruch für Puschel und für uns. Herzlichen Dank euch allen, auch denen, die zum Schreiben nicht kommen, aber einfach hier lesen und dann für Puschel beten. Und dann haben viele von euch Geld für die Glocke überwiesen!! Ich werde hoffentlich morgen konkrete neue Informationen für euch haben.

26. September 00:10 Uhr
Heute hatte Puschel eine Menge Schmerzen in ihrem Rücken (Rückgrat) Sie musste sich nur ein wenig bewegen, schon spürte sie das Tuckern ihres Pulses im Rücken. Das war zwar extrem anstrengend für sie, zeigte aber an, dass offenbar dort etwas in Gang gekommen war.  Im Rückenmark werden in erster Linie die weissen Blutkörperchen gebildet. Und so hofften wir, dass es mit den Leukos nun aufwärts gehen würde. Dann kam der Bluttest. Und siehe da: Die Leukos waren auf 4,6 angestiegen. Zum Vergleich: Vorgestern waren es noch 0,2, gestern 1,7 und nun dies! Wir mussten uns also nicht wundern. Dennoch hoffen wir, dass diese Schmerzen bald ausgestanden sind. Und wir sind Gott sehr dankbar, dass in den vergangenen Tagen keine Infektion auf sie zukam. Eigenartigerweise sind die Thrombos, nachdem sie von 6 auf 81 und dann auf 90 angestiegen waren, gestern auf 10 gesackt (die Ärzte können sich dies bisher nicht erklären), doch heute sind sie wieder auf 14 angestiegen.
Kraft für die Physiotherapie war heute nicht. Aber wir sind dankbar für jeden Tag, mit dem es langsam wieder aufwärts geht. Danke so sehr für euer Gebet!!

24. September
Heute konnten wir erstmals eine richtige und sogar sehr deutliche Erhöhung der Leukozythen verzeichnen. Sie sind jetzt plötzlich bei 1,7 angelangt. Das ist ein wirklicher Grund zur Dankbarkeit. Sie bekommt seit gut einer Woche  ein Medikament, das die Neubildung der weißen Blutkörperchen im Rückenmark in Gang setzen soll. Dies hat nun offenbar gewirkt. Es braucht oft mehrere Tage dafür.
Puschel ging es heute den Vormittag über nicht gut. Sie war sehr schwach und hatte Kopfschmerzen. Doch nach dem Mittag wurde das wesentlich besser. Es reichte von der Kraft her zunächst bei auch heute wunderschönem Herbstwetter nicht zu einem Gang nach draussen. Aber für die Physiotherapie war dann doch genug Kraft da - bis zum Abend, wo noch ein Bad auf dem Programm stehen konnte. Danach war der “Riemen runter”. Sie hat gleich erstmal gespuckt. Aber jetzt liegt sie zufrieden und frisch sauber im Bett und wird hoffentlich gut schlafen.

23. September
Wir sind sehr dankbar, dass Puschel sich bei den schlechten Blutwerten noch keine Infektion zugezogen hat!! Denn auf die Erhöhung der Leukos warten wir noch immer. Allerdings haben wir die aktuellen Blutwerte von heute noch nicht bekommen können.
Und es war sehr schön, dass Puschel heute das wunderschöne Herbstwetter auch ein wenig draussen genießen konnte. Für kurze Zeit hatte sie auch ein wenig mehr Kraft, sodass sie die Gunst der Stunde nutzte, um ein paar Schritte zu laufen. Das ging zwar nicht weit, aber immerhin. Ab morgen kommt eine Physiotherapeutin zu ihr nach Hause... Es ist nun wirklich dringend und sehr wichtig, dass sie in Bewegung kommen kann. Das aber hängt auch immer sehr von ihrem Zustand ab. Zur Zeit ist sie immer noch sehr schlapp, hat jetzt oft Kopfschmerzen und auch immer wieder ein wenig Übelkeit. Heute hat sie auch wieder gespuckt.
Dennoch sind wir dankbar für diesen Tag und dafür, dass ihr alle weiter so treu hier hineinschaut und für sie betet. In den nächsten Tagen gebe ich konkrete Infos zum Glockenprojekt!! Gott segne euch!

 

21. September
Vielen Dank für all euer Gebet!!
Wir sind heute wie angekündigt nach Berlin gefahren und hatten uns auf mindestens eine Nacht eingestellt. Als wir aber auf der Tagesstation waren, wurde sehr bald deutlich, dass wir mögicherweise schon heute wieder nach Hause könnten. Wir wollten noch gar nicht dran glauben - dann wird man nur unnötig enttäuscht. Aber da Puschel schon einmal Thrombozythen bekommen hatte (im Zusammenhang mit der Blutvergiftung), war man sich wohl ziemlich sicher, dass keine Komplikationen (allergische Reaktionen) zu erwarten sein würden. So durften wir tatsächlich bereits nach zwei bis drei Stunden wieder die Klinik verlassen.
Die Zwischenzeit konnten wir sogar nutzen,um einige Gespräche mit den Ärzten und Physiotherapeuten zu führen. So hat Puschel nun ihre neuen Throbmos erhalten und wird hoffentlich mit ihnen und den schnell verbesserten sonstigen Blutwerten die nächste Zeit zur Stabilisierung nutzen und genießen können. Es bleibt ja viel zu tun im Blick auf ihre Mobilisierung mit dem rechten Bein...
So liegt sie nun dankbar und ein wenig müde in ihrem eigenen Bett!! Gott sei Dank dafür

20. September
Jetzt will ich euch allen ein kleines Akut-Update geben:

Puschels Blutwerte sind mittlerweile so extrem niedrig, dass sie eine entsprechende stationäre Behandlung braucht. Das betrifft vor allem ihre Thrombozythen. Die sind für die Blutgerinnung verantwortlich, also dafür, dass bei einer Blutung, diese wieder gestillt werden kann. Die Gefahr ist nun, da der entsprechende Wert extrem unterschritten ist, doch zu groß und das Risiko von niemandem mehr tragbar. So werden wir morgen früh wieder nach Berlin fahren müssen, damit sie eine entsprechjende Aufbesserung der Thrombos bekommen kann.
Wenn ihr noch könnt, betet doch bitte einfach darum, dass diese Behandlung gut verläuft, dass Puschel dann auch übermorgen (so ist es vorgesehen) wieder nach Hause kann und bis dahin keine (auch innere) Blutung in ihrem Körper auftritt.
Es ging Puschel bisher zu Hause recht gut, wie ihr wisst. Heute ist sie ziemlich schwach und hat auch wieder gespuckt.
Wir sind jedoch sehr dankbar, dass die Ärzte sehr gut zusammenarbeiten und bei allem sehr viel Ruhe haben.

19. September
Es hat sich grad nicht wirklich etwas geändert: Die Blutwerte sind nicht besser, im Gegenteil, die Leukos sind auf 0,1 gesunken. Wir müssen immer vorsichtiger sein... Das Schöne ist, das Puschel sich nach wie vor recht gut fühlt. Sie hat kaum Übelkeit, wenig Schmerzen (Mithilfe der entsprechenden Medikamente) und ist auch recht kräftig. Sie kann gut essen und sieht auch ziemlich gut aus...-:)
Nun hoffen und beten wir nur, dass sie sich nicht irgendeinen Infekt zuzieht. Ich glaube, unser himmlischer Vater muss sie jetzt einfach bewahren... ER kann es! Und er kann sie Leukos nun auch wieder steigen lassen. Viel tiefer können sie ja nun auch nicht mehr...

18. September
Dürfen wir euch heute einfach um eure Weiter Gebetsunterstützung bitten? Puschel geht es eigentlich recht gut. Sie hatte wiederum eine gute Nacht und einen guten Tag. Allerdings sind die Leukos heute noch einmal um 0,1 auf den Tiefststand von nun 0,2 gesunken. Darum geht nun auch alles nur noch mit Vorsichtsmaßnahmen wie Mundschutz und soviel Distanz wie möglich. Wir hoffen sehr, dass das in den nächsten Tagen anders wird. Auch die anderen Blutwerte sind ziemlich im Keller wie etwa die Thrombozythen.

Danke euch allen. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden.

 

17. September
”Wo wir auf Jesus sehen, geht der Blick
von der Notlage zum Notwender“
(Peter Hahne)

Wiederum können wir unter diesen Tag schreiben, dass es ein richtig guter war. Er begann strahlend. Puschel hatte so gut geschlafen wie lange nicht mehr. Sie kann schon wieder so kräftig reden, wie wir sie schon seit mindestens 8 Tagen nicht mehr gehört haben.
Dann allerdings, etwa 11:00 Uhr wurde es turbulenter. Puschel wurde Fieber gemessen. Das Thermometer zeigte 37,4°. Das ist bei ihr schon einen Alarm wert. Denn alles, was über 38° ist, ist meldepflichtig in Berlin, seit der letzten Chemo eigentlich schon über 37,5°. Puschel hatte auch etwas Kopfschmerzen und hohen Puls. Dazu kam etwa um dieselbe Zeit das Ergebnis des Blutbildes. Und da fällt zur Zeit immer besonders der Wert der Leukozyten ins Gewicht. Der liegt normalerweise bei uns zwischen 4 und 6. Bei Puschel war er bei der Entlassung aus dem KH bei 3,4. Das niedrigste nach den letzten Chemos war 1,2. Heute aber lag dieser Wert ganz plötzlich bei 0,3. Und das war dann wirklich nicht beruhigend... Mit Bammel fuhr Eva-Maria auch wegen anderer Dinge zu unserem Hausarzt, der sich daraufhin dann auch sofort mit der Klinik in Berlin in Verbindung setzte. Denn Puschel hatte echt Angst, dass sie sofort wieder nach Berlin müsste. Wir haben vor dem Mittag  gebetet, dass Gott es schenken möge, dass beide Werte für die Ärzte keinen unabänderlichen Anlass für eine sofortige Einweisung nach Berlin geben würden. Und dass Gott die Werte höchstpersönlich bitte im Blick behalten möge... Dann schenkte der Herr, dass die Ärzte die Ruhe behielten. An eine Einweisung dachten sie noch nicht. Nach dem Mittag hatte ich das Fieber erneut zu messen, denn Eva-Maria wollte nicht so richtig... Und Puschel wollte sich am liebsten die Ohren zuhalten, damit das Thermometer nicht rein kann.... Doch dann kam Entwarnung: es zeigte 36,6...! So haben wir nur noch gedankt und Puschel hat den Tag genießen können. Die Kopfschmerzen gingen weg, und sie war sehr fit für den restlichen Tag.
Danke für alles Beten! Betet einfach bitte mit, dass die Leukos wieder ansteigen und das Fieber weg bleibt. Gott ist großartig. Und auch wenn Vieles nätürlich erklärbar ist, ist doch alles SEIN Geschenk!
 

16. September

Heute am Sonntag hatte Puschel einen richtig guten Tag. Sie hatte kaum Probleme mit der Übelkeit. Am Nachmittag konnte sie sogar ein richtig schönes Vollbad nehmen. Darauf hatte sie sich schon lange gefreut, denn das kam in den letzten 4-5 Wochen natürlich vollends zu kurz. Danach was sie zwar etwas k.o. Aber ihrer guten Konstitution hat das keinen Abbruch getan.
Wir sind natürlich sehr sehr dankbar, dass das so ist. Die Folgen der letzten Chemo sind sicher noch längst nicht ausgestanden. Aber wir können uns ohnehin nur von einem Tag zum anderen “hangeln”. Nun hoffen wir einfach auf eine gute zweite Nacht, in der Puschel ruhig schlafen kann. Sie muss natürlich immer viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Und sie hat es genossen, wieder einmal einfach nur auf der Seite liegen zu können.
Euch allen immer wieder herzlichen Dank für euer Gebet. Wir wissen, dass Gott sie diesen Weg führt. Aber wir wissen auch, dass ER in den Tiefen dieses Weges bei ihr ist.

15. September
“Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein”.           
                                                                        Genesis 12,3

Liebe Freunde und alle, die ihr
an Puschel denkt und für sie  betet,

Der kleine Zwischenbericht in gelb hat es angezeigt: Puschel konnte nun doch noch am Samstag nach Hause. Es sah zunächst gar nicht mehr so aus, weil sie gestern noch sehr im Tief war. Doch heute vormittag zeichnete sich immer mehr ab, dass ihr Zustand einfach rapide besser wird. Es war wohl auch die Aussicht auf zu Hause, die Puschel alle Kraft zusammennehmen ließ... So haben die Ärzte doch gesehen, dass es für sie wohl besser wäre, wenn sie sie entlassen. Vielen Dank für euer Gebet. Ja, wir haben einmal mehr unseren treuen Herrn erlebt.
Der Transport verlief sehr gut. Glaubensgeschwister, die ein Medizintechnik-Unternehmen in Waren haben, konnten uns am Samstag auf die Schnelle eine notwendige Wechseldruckmatratze zur Verfügung stellen. Und so stand dem nichts mehr im Weg. Es ging alles reibungslos. Puschel ist überaus froh, seit längerer Zeit und nun zum ersten Mal nach der OP zu Hause. In Berlin fanden sich plötzlich Ehepaar Dehn, bei denen wir die letzte Zeit immer übernachten konnten und Puschels Großeltern ein (linkes Bild oben), sodass es dort sogar eine zünftige Verabschiedung gab...
Und nun hoffen wir sehr, dass Puschel sich in aller Ruhe erholen kann. Wir werden ohnehin genug zu tun haben, um zu lernen, mit der neuen Situation mit ihrer Behinderung umzugehen. Die Knochen in ihrem Becken werden ihre Zeit brauchen, um wirklich zusammenzuwachsen.
Danke so sehr euch allen, dass ihr weiter dran bleibt und an sie denkt und für sie betet. Gott segne euch!

Als wir auf dem Weg nach Hause im Auto waren, habe ich ein ausführliches Gespräch mit einem befreundeten Pastor,  Sigurd Havemann, aus der Nähe gehabt. Er hat Lymphdrüsenkrebs und muss am Mittwoch zu einer erneuten Chemorunde für drei Wochen. Es wäre schön, wenn Gott diesem oder jenem von euch mit aufs Herz legen würde, für ihn und seine Frau und Familie zu beten. Wir werden es tun. Danke.

 

15.September 15:15

Liebe Freunde,
Puschel darf heute noch nach Hause. Ich fahre jetzt mit ihrem jüngsten Bruder Silas gemeinsam los, um sie von Berlin abzuholen. Wir sind dankbar, dass es überhaupt möglich ist und bitten Gott um einen guten und behüteten Transport und daum, dass sie sich nach dieser harten Zeit gut zu Hause erholen kann. Macht ihr mit?? Danke euch allen

13. September
Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.                       Psalm 3,6

Liebe Freunde und alle, die ihr
an Puschel denkt und für sie  betet,

Wir wissen, dass der Vers 6 aus Psalm 3 stimmt, aber im Moment spürt Puschel nicht so viel davon.... Wenn ihr könnt und mögt, dann betet bitte einfach darum, dass Puschel im Moment mit den Schmerzen klarkommt. Es scheint jetzt ein wenig schwierig mit der Einstellung auf die Medikamente zu sein und mit Puschels Äußerungsvermögen. Sie kann im Moment aufgrund der starken Chemo und der daraus resultierenden übergroßen Müdigkeit nicht so recht äußern, was ihr fehlt und was sie braucht. Sie muss es lernen, stärker aus sich herauszukommen. Die Ärzte wollen ihr helfen, wissen aber oft nicht so recht, wie.
Dazu kommt, dass ein adäquates Handling mit ihrer momentan schweren Behinderung durch die Folgen der Operation zur Zeit Probleme macht.
Betet einfach darum, dass sie jetzt den Freitag, den letzten Tag dieser Chemo gut übersteht und dann auch gute Blutwerte hat, damit sie schon am Samstag nach Hause kann. Sie braucht das nach den Wochen im KH jetzt sehr, um sowohl seelisch/emotional als auch körperlich ein wenig “auf die Beine” zu kommen.
Seit heute ist Eva-Maria bei ihr in Berlin. Sie konnte heute nur ganz wenig mit ihr reden, weil sie fast immer geschlafen hat... Das ist dann auch für sie nicht leicht.
Vielen Dank für alle Unterstützung!


11. September
Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR hält mich.           
           Psalm 3,6

Liebe Freunde und alle, die ihr
an Puschel denkt und für sie  betet,

Die Chemo geht nun “ihren Gang”. Das Schöne ist, dass es Puschel besser geht, als es zunächst gestern zu befürchten war. Sie ist zwar sehr müde von allen Begleitmedikamenten. Das bedeutet, dass sie nichts unternehmen kann, also auch nicht lesen, malen, Video anschauen o.a. Aber das ist viel weniger schlecht, als wenn sie ständig gegen Schmerz und Übelkeit anzukämpfen hätte.
So war heute Physiotherapie im Bett angesagt. Puschel muss ihre Muskeln, die jetzt noch da sind im rechten Bein, besser kennen und spüren lernen. Dazu hat die Physiotherapeutin auch eine Menge an theoretischem Wissen weitergegeben, welches für das bessere Verständnis und künftige Übungen wichtig sein wird. Gerade zu der Zeit, als die Erklärungen gegeben und die Übungen gemacht wurden, war Puschel recht munter. Jetzt ist Puschel wieder sehr müde. Und ich hoffe, dass sie die NAcht so gut überstehen kann wie die letzte. Die dritte Chemo soll morgen laufen. Das geht dann noch bis Freitag, wo sie dann nur noch 12 Std. Spülung bekommt. Wenn dann alles in Ordnung ist, darf sie nach vielen Wochen wieder nach Hause. Unglaublich dankbar sind wir, dass offensichtlich mit der Kontinenz nun alles in Ordnung ist. Das ist ein echtes Geschenk Gottes, für das wir sehr sehr dankbar sind. Lobe den HErrn und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat...

10. September

”Je tiefer unsere Wurzeln im Glauben,
desto größer der Halt im Leben”

(Peter Hahne in “Mut für heute - für 366 Tage” St. Johannis-Verlag 2006
(www.johannis-verlag.de)

Liebe Freunde und alle, die ihr
an Puschel denkt und für sie  betet,

Seit heute abend bekommt Puschel nun wieder ihre Chemo. Der Plan, den ihr oben nun noch einmal seht, ist ein wenig abgeändert worden. Sie bekommt nun zuerst die zweite, d.h. die mit Ifosfamide und Etoposide. Diese beiden Medikamente (oder Giftstoffe)  sind jedoch neu für Puschel und wirken etwas anders als die anderen. Sie könnte leicht Psychosen o.ä. davon bekommen. Nachdem dieses Zeug nun eine Stunde hineingelaufen war, hat sie jedoch erst einmal kalten Schweiss bekommen und Übelkeit. Leider musste ich sie gerade heute früher verlassen als sonst, da sie seit heute wieder eine Zimmerkollegin hat.
Und so bitte ich euch einfach, jetzt besonders für sie zu beten, dass die Nebenwirkungen nicht so heftig werden. Und noch mehr, dass die Medikament wirklich die erwünschte Wirkung erzielen. Gott weiß das ja. Und ER ist der einzige, der adäquat für sie sorgen kann.
Danke für eure Unterstützung. Diese Chemo soll nun bis Samstag gehen, sodass sie hoffentlich Sonntag nach Hause kann.

09. September
Der du uns schauen ließest viel Angst und Not,du wirst uns wieder beleben.           
           Psalm 71,20

Liebe Freunde und alle, die ihr
an Puschel denkt und für sie  betet,

Nun liegt Puschel seit zwei Tagen auf der Onkologie, um dann ab morgen die erste Chemo zu bekommen. Morgen wird es noch ein paar Untersuchungen geben, die vorher nötig sind.
Heute ging es ihr zunächst nicht so gut. In der letzten Nacht musste sie zweimal spucken, was ihr heute einen halben Tag Übelkeit und Müdigkeit (als Reaktion auf die verschiedenen Medikamente) einbrachte. Am Nachmittag aber ist sie dann wieder wach gewesen und dann sogar ohne die Hilfe der Physiotherapeuten eine große Runde mit der Gehhilfe gelaufen (Foto oben). So geht es immer wieder Stück für Stück weiter.
Den Plan für die gesamte restliche Chemo seht ihr oben. Die MTX-Chemo wird ersatzlos gestrichen, wie ihr an dem Plan sehr. So wird sie immer eine Woche Chemo haben und dann, wenn Gott ihr weitere Komplikationen erspart, immer drei Wochen Pause zu Hause haben, um sich zu erholen.
So hoffen wir nun auf eine gute nächste Woche, in der Puschel sich körperlich trotz der Chemo ein wenig stabilisieren kann. Gott kann das schenken Und vor allem dass die Chemo wirklich etwas bewirkt und nicht einfach vergeblich ist... Danke so für eure Fürbitte!! Gott segne euch. Eine gute neue Woche euch allen

08. September
Es war ein guter Tag heute. Puschel wartet jetzt auf der neuen (alten) Station darauf, dass die Chemo beginnt. Den genauen Plan dafür gebe ich euch morgen gern einmal. Leider fehlen dort z. Zt die Hilfsmittel zum Laufen. Wir werden es morgen allein versuchen

07. September
Puschel ging es heute ganz gut! Die tägliche Übelkeit endete heute mit einer großen “Brechwelle”. Doch dann ging es bis zum späten Abend sehr gut!! Eventuell beginnt morgen die Chemo. Kann aber auch erst Sonntag oder Montag sein

 

06. September
Liebe Freunde und alle, die ihr
an Puschel denkt und für sie  betet,

Einige hatten danach gefragt und ich hatte  versprochen, euch noch ein wenig mehr von der OP mitzuteilen. Wir haben jetzt die Röntgen- und MRT-Bilder von Puschels Becken bekommen. Das Bild, das ihr oben seht, ist am 4. September, also vorgestern, aufgenommen worden. Es zeigt ziemlich  eindrücklich, welch großes “Loch” jetzt dort klafft, wo Puschel vor drei Wochen noch ihren rechten Beckenknochen hatte. Und ihr könnt hier den Knochen sehen, der Puschel am rechten Wadenbein entnommen worden ist. Jetzt hat er die wichtige Aufgabe, Puschels Becken wenigstens ansatzweise zusammenzuhalten.  Dass das nicht mit voller Stabilität erfolgen kann, versteht sich von selbst.
Puschel hat heute die Bilder gesehen und dann erst (durch Tasten) realisiert, was ihr dort jetzt alles fehlt....
So hat sie nun also zu lernen, wie sie mit diesem noch über viele Monate hinweg ziemlich instabilen Becken umgehen muss. Sie muss lernen und immer wieder versuchen, zu laufen, ohne die rechte Seite des Beckens zu belasten. Heute ist sie die längste Strecke bisher gelaufen - ganz und gar um die gesamte Station. Und es war nett zu sehen, wie die Schwestern und Ärzte, an denen sie vorbeikam, sich wirklich von Herzen gefreut haben.

Morgen muss sie nun auf die “alte Station”, wo sie noch vor dem Wochenende die erste Chemo nach der OP bekommen soll. Darunter werden natürlich Puschels Versuche,  wieder mobiler zu werden, leiden. Darum hat sie jetzt wirklich erneut viel Kraft und Energie nötig. Ich selbst habe jetzt eine Woche richtigen Urlaub genommen, um hier bleiben zu können.

Eine Sache zum Schluss: Es haben einige nach der Internetadresse der Firma gefragt, die die Glocke für “La Casa de mi Padre” in El Salvador herstellt. Ich kann euch erst in den nächsten Tagen sagen, wann genau sie vollständig fertig sein wird. Aber wer möchte, kann sich dort gern mal umschauen: www.perner.de

05. September. 15:45(geschrieben); 23:45 ins Web gestellt
“Die Durchreise zur ewigen Heimat ist keine Urlaubsreise, sondern eine Dienstreise”

(Peter Hahne in “Mut für heute - für 366 Tage” St. Johannis-Verlag 2006
(www.johannis-verlag.de)

Ich will deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast deinen Namen und dein Wort herrlich gemacht über alles.
Psalm 138:2

Liebe Freunde und alle, die ihr
an Puschel denkt und für sie  betet,

Nun bin ich seit zwei Tagen wieder bei Puschel und kann euch besser auf dem Laufenden halten als vorher. Ich tue das gern. Und es ist überaus beeindruckend zu sehen, wie ihr an ihrem Ergehen Anteil nehmt und für sie betet und hier immer wieder reinschaut!!
Gerade sitze ich neben Puschels Bett. Und sie ist ziemlich schläfrig. Sie hatte heute so starke Schmerzen, dass sie stärkere Schmerzmittel brauchte. Dadurch wurde ihr wieder mehr übel, sodass sie wiederum ein Mittel gegen die Übelkeit bekam. Das allerdings bewirkt dann immer, dass sie sehr müder wird. So schläft sie im Moment erst einmal ihren “Rausch” aus...
Ich werde heute hier sein, morgen allerdings für einen Tag zu Hause, um alle möglichen Dinge zu regeln, unter anderem eine Woche Urlaub, um dann aber Donnerstag wieder hier sein zu können.
Puschel braucht noch ein wenig mehr Kraft und Energie, um dann wirklich in der Lage zu sein, in der nächsten Woche erneut mit der Chemo anfangen zu können.
Ich hatte euch ja geschrieben, dass der Tumor sehr schlecht auf die 10 Wochen Chemo vor der OP reagiert hat und diese in den nächsten Schritten modifiziert werden soll. Damit soll das, was möglicherweise an Krebs noch in ihrem Körper ist, bekämpft werden. Kein Mensch kann dazu etwas Genaues sagen. Nur gut, dass wir einen Herrn haben, der das sehr genau weiss! Er allein kann Puschel wirklich Heilung schenken. Darum ist unser Gebet so wichtig.
Heute hatte Puschel eine erneute Röntgenaufnahme von ihrem Becken. Ich hoffe, euch irgendwann mal hier etwas mehr Infos über ihren nicht nur gefühlten, sondern tatsächlichen Zustand geben zu können.

 

04. September. 0:45

“Wer die Bibel liest, sieht fern:
Sein Horizont bekommt Ewigkeitsdimension”

(Peter Hahne in “Mut für heute - für 366 Tage” St. Johannis-Verlag 2006
(www.johannis-verlag.de)


Heute ist Puschel nun schon 2x gelaufen. Die gesamte Riege der Ärzte konnte das beim zweiten Mal sehen und war erstaunt und erfreut. Denn das hatten sie nicht erwartet. Es ist also durchaus ein Grund, Gott zu danken, dass er so schnell nach der OP Puschel die Kraft gibt und ihre Genesung vorantreibt. Puschel hat nach wie vor starke Schmerzen, gegen die sie aber gut eingestellte Medikamente bekommt. Nach dem Laufen waren sie naturgemäß stärker. Aber Puschels Motivation, wieder zu Kräften zu kommen und Muskel aufzubauen ist mindestens ebenso groß...! 
Heute haben wir den ersten pathologischen Befund des Tumors bekommen. Er hat so gut wie nicht auf die Chemotherapie reagiert! Das heißt, die 10 Wochen Chemo vor der OP haben fast nur den Effekt, dass die Ärzte jetzt wissen, dass sie die Chemo-Medikation modifizieren müssen. Aber das ist ja auch etwas... Und wir haben viel zu beten. Denn der Krebs scheint extrem hart und resistent zu sein! Umso mehr sind wir froh, dass jetzt der Hauptteil vom Krebs auf jeden Fall weg ist. Gott kann es schenken, dass es keine Metastasen o.ä. gibt.

Vielen herzlichen Dank, dass ihr immer wieder reinschaut. Denn über die Länge der Zeit hin ist es für uns schon ein riesiges Geschenk, dass ihr darin und vor allem im Gebet nicht nachlasst.
Und es ist auch ein Geschenk, dass ihr Puschel immer wieder mal schreibt und nicht wirklich erwartet, dass sie jedem zurückschreibt. Denn dazu ist sie einfach nicht in der Lage, zumindest in der nächsten Zeit, die noch einige Monate dauern kann, nicht.
Gott segne euch für eure Treue und Liebe.

03. September. 09:45
Gestern ist Puschel nun zum ersten Mal richtig vom Zimmer auf den Flur gelaufen. Ihre Freundin Myriam hat ein paar Fotos davon gemacht. Zwei könnt ihr hier sehen. Die Sache selbst ist vielleicht für viele von euch nicht so aufregend. Für Puschel und sicher für manche von euch aber ist es ein Meilenstein auf dem langen Weg. Denn für sie bedeutet das eine riesige Anstrengung und noch einige zusätzliche Schmerzen. Und es ist für sie ein Ansporn, wenn sie sehen kann, wie alle, auch im Krankenhaus, mitfiebern.
Also kein großer Schritt für die Menschheit, aber.... Seit gestern bin ich nun selbst wieder einmal in Berlin, nachdem sie sich von ihrem Vater schon recht vernachlässigt fühlte....
Ihr werdet nun natürlich immer wieder auch das eine oder andere Foto hier sehen. Außerdem werde ich euch in Kürze berichten, wie es mit der Glocke weitergeht.

Vielen herzlichen Dank, dass ihr immer wieder reinschaut. Denn über die Länge der Zeit hin ist es für uns schon ein riesiges Geschenk, dass ihr darin und vor allem im Gebet nicht nachlasst.
Und es ist auch ein Geschenk, dass ihr Puschel immer wieder mal schreibt und nicht wirklich erwartet, dass sie jedem zurückschreibt. Denn dazu ist sie einfach nicht in der Lage, zumindest in der nächsten Zeit, die noch einige Monate dauern kann, nicht.
Gott segne euch für eure Treue und Liebe

 

01. September. 22:30
Es geht Puschel den Umständen entsprechend nach wie vor recht gut. Sie hat zwischendurch leider immer wieder mit einer ziemlich unschönen Übelkeit zu kämpfen. Die macht ihr oft mehr zu schaffen, als die Schmerzen. Allerdings bekommt sie dagegen nach wie vor ziemlich “harte Drogen”. Und leider sind gerade die ein Teil der Übelkeit.
Ansonsten aber geht es ihr ganz gut. Sie erholt sich so langsam. Die Physiotherapeuten versuchen alles, was möglich ist, um sie immer wieder auf die Beine zu bringen.  Puschel hat nun schon eine Schiene für den rechten Fuß. Aber das wird alles in der nächsten Zeit noch verfeinert. Puschel wird nun in jedem Fall in der nächsten Woche noch im Krankenhaus sein. Wenn es ihr gut genug geht, wird sie gleich anschließend die erste Chemotherapie nach der OP bekommen. Es ist ja leider notwendig, dass sie nun noch mehrere Monate Chemo bekommt!
Wenn es ihr nicht so gut gehen sollte, dann muss sie sicher trotzdem noch länger bleiben, damit es wiedewr besser geht. Es scheint also so, dass sie sich auf mindestens noch 14 Tage Krankenhaus einstellen muss.

Eva-Maria war jetzt gut 10 Tage bei ihr und ist heute nach Hause gekommen. Heute und morgen ist Puschels Freundin Myriam bei ihr. Und ab morgen werde ich selbst für einige Tage dort sein. Ihr werdet in jedem Fall auf dem LAufenden gehalten!

31. August 2007, 00:30 Uhr
Kleine Information in “eigener Sache”:
Heute, am 31. August wird in Passau die Glocke für El Salvador gegossen!! Ich werde davon berichten, vor allem, wie es weitergeht. Vielen Dank hier schon mal an alle, die daran beteiligt sind!!! Eine genaue Bilanz werden wir dann auf der Glockenseite auf jeden Fall präsentieren.

30.August. 19:00
Haltet an dieser Hoffnung fest, zu der wir uns bekennen, und laßt euch durch nichts davon abbringen. Ihr könnt euch felsenfest auf sie verlassen, weil Gott sein Wort hält.
Hebräer 10,23 


Ihr lieben Freunde,
Morgen wird Puschel zum ersten Mal nach der OP “auf die Beine gestellt” Sie soll dann also einfach einmal testen, wie es ist, wenn sie einfach nur das rechte Bein ein wenig belastet.
Das eigentlich Brisante daran wird m.E. das Gefühl sein, das Puschel wird erleben müssen, wenn sie merkt, dass ihr Fuss  überhaupt nicht mehr das tut, was sie sich vorstellt. Denn ihr wird in dem Moment drastisch deutlich werden, dass der nur noch so an ihrem Körper herumhängt, bevor sie dann später irgendwelche stabilisierenden Schienen für den Fuss bekommt. Das Becken wird sich sehr weich und “wabbelig” anfühlen. Insofern ist der Tag morgen für sie wieder ein kleiner “Meilenstein”
Die Sache mit den Kontinenznerven scheint nun tatsächlich so gut wie in Ordnung zu sein. Es scheint wirklich alles zu funktionieren. Das ist deswegen so vorsichtig ausgedrückt, weil man jetzt noch nichts Endgültiges sagen kann, was auch die Ärzte nicht tun.
Ihr werdet natürlich auf dem Laufenden gehalten!!
Danke für alles Gebet, danke für jede Rückmeldung!

28.August. 23:30

Ihr lieben Freunde,
Nun solltet ihr wenigstens eine kurze Zwischenmeldung bekommen. Denn in den letzten zwei Tagen war das Hauptthema bei Puschel die Frage nach der Funktionstüchtigkeit der Nerven, die für ihre Kontinenz zuständig sind. Ich hatte euch ja berichtet, dass eine dieser Nervenwurzeln neben dem Ischiasnerv ebenfalls kekappt werden musste. Bei einem zweiten war das noch nicht klar. Inzwischen hat Puschel keinen Blasenkatheder mehr, sodass nun erkennbar wird, ob die entsprechenden Muskeln von den Nerven angesteuert werden können oder nicht. Und im Moment scheint es so zu sein, dass alles langsam wieder in Gang kommt und nach und nach auch wieder voll funktioniert. Es sieht jetzt so aus, dass aller Wahrscheinlichkeit nach in dieser Beziehung alles “ins Lot” kommt. Dies wäre ein wirkliches Gottesgeschenk. Morgen werden wir es fast genau wissen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Gott kann es schenken. Wenn ihr dafür mitbetet, wäre das toll!
Ein weiteres Geschenk ist, dass die äußeren Wunden sehr gut verheilen. Puschel hat keine Wunddränage mehr und auch nur noch einen sehr knappen Verband um die Hüfte. Nun muss nur innen (Beckenknochen) alles richtig zuwachsen. Die Einstellung mit Schmerzmitteln ist im Moment sehr effektiv, sodass sie sich wirklich auf die anderen Fragen konzentrieren kann. Am Freitag soll sie dann zum ersten Mal aufstehen....
Vielen Dank für eure Geduld, für alle Gebete und immer wieder auch für alle eMails und Briefe und sonstigen Signale eurer Verbundenheit und eures Mit-er-lebens!!! Gott segne euch über die Maßen, also auf Seine Weise!

27.August. 0:10
Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben.
Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen.
Psalm 16,8-9 


Ihr lieben Freunde,
In aller Vorsicht: Es scheint Puschel jetzt von Tag zu Tag etwas besser zu gehen. Und im Moment wollen wir wirklich für jeden Tag dankbar sein. Die Schmerzsituation scheint etwas besser zu sein, wenn auch noch nicht wirklich stabil. Es kommen nun natürlich immer wieder neue Herausforderungen, wenn sie z.B. gewaschen werden und dafür gedreht werden muss. Das sind dann für das immer noch überaus labile Becken und damit auch für Puschels Konstitution Höchstanforderungen.
Heute konnten wir es wieder in unserer Gemeinde erleben, wie sehr Anteil an ihrem Ergehen genommen wird. Aber noch mehr, wie und dass für sie gebetet wird. Euch allen, die ihr dabei mithelft sei immer wieder herzlich gedankt! Unser und auch Puschels Gebet ist es, dass Gott auch euch reich segnet für diesen Dienst. Das Geniale an Gott ist ja, dass ER nicht aufhören will zu segnen und wir nie nur geben, sondern immer auch nehmen dürfen.

26.August. 2:10
Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich festbleiben.
Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen. Psalm 16,8-9
Ihr lieben Freunde,
Jetzt will ich euch noch ein kurzes Update von Puschel geben. Es ging heute wieder ein Stückchen besser für sie. Und: Sie hatte Stuhlgang, und so komisch das hier klingt, aber das ist wirklich eine gute Nachricht, weil es doch hätte ziemliche Probleme geben können. In der Hoffnung, dass dies sich weiter “einpegelt” wollen wir unserem HErrn sehr dafür danken.
Auch mit den Schmerzen ist es wieder ein Stück besser geworden. Es scheint jetzt Tag für Tag ein wenig aufwärts zu gehen.
Danke, wenn ihr weiter dafür betet. Puschel hat immer wieder gute Gespräche mit ihren wechselnden Zimmerkolleginnen. Auch das ist ein Grund zu Dank und Fürbitte. Denn sie hat mehr als jeder von uns sonst gute Gelegenheiten zu glaubwürdigem Zeugnis.
Weil es mit den Schmerzen besser geht, ist natürlich auch immer mehr an Beschäftigung für sie und Eva-Maria möglich. Dafür sind wir sehr dankbar.
Übrigens, sie bekommt nun seit zwei tagen auch wieder ihre Ernährung über den Tropf. Das ist gut, damit sie nicht erst wieder so sehr kraftlos wird.
Wir danken Gott in erster Linie, aber auch euch allen für euer Durchhalten und alle Liebe

24.August. 23:30
Heute morgen rief Puschel an und war völlig anders als bisher. Sie machte Witze, war richtig gut zu verstehen. Und so hatten wir ein langes und schönes Telefonat...Das war natürlich sehr schön. Sie machte Witze über ihre Mutter usw. Allerdings stellte sich der Nachmittag dann wieder etwas anders dar. Sie sollte zu mittag etwas essen, was sie auch tat. Doch dadurch wurde ihr gleich wieder schlecht. Dabei zeigte sich dann aber ein großes Problem, nämlich dass ihre Darmtätigkeit sehr zu wünschen übrig ließen. Sie hatte seit der OP keinen Stuhlgang. Nun rätseln die Ärzte, wie sie das in den Griff bekommen. Und wir hoffen, dass sich hier nicht wirklich ein riesen PRoblem entwickelt...
Heute nachmittag bzw. Abend ging es dann wieder wesentlich besser, allerdings ist damit dieses größere Problem noch nicht gelöst...
Vielen Dank, wenn ihr dies mit ins Gebet nehmt!!

 

23.August. 18:30
In der letzten Nach hat Puschel nicht gut geschlafen. Aber es ging doch so gut, dass sie den neuen Tag mutig genug angehen konnte. Die Ärzte haben verschiedene Möglichkeiten versucht, sie auf verträgliche und doch wirksame Medikament einzustellen. Das ist teilweise gelungen. Heute nachmittag hat Puschel dann mal einen ganzen Zug schlafen können. Danach hat sie versucht, sich mit einem Bibelfilm über Jeremia so wachzuhalten, dass sie dann wiederum gut schlafen kann.
Vielen Dank, dass ihr euch an diesem Kampf, der sicher noch ein paar Tage dauern wird, beteiligt!!!
Gott segne euch.

22. August 2007
Das ist ein köstlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen Denn, HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief. Psalm 92,2-6

Ihr lieben Freunde,
Inzwischen liegt Puschel in einem etwas ruhigeren Zweibettzimmer, zusammen mit einer Frau aus Dresden, mit der sich bereits eine ganze Menge Gespräche ergeben haben. Die Frauen aus dem Dreibettzimmer wollten sie gar nicht weglassen. Mit einer Frau hatte Myriam, Puschels Freundin, ein intensives Gespräch, sodass sie nun gern eine Bibel geschenkt bekam, die sie jetzt hoffentlich unter Gottes Segen lesen wird. Es ergeben sich immer wieder Möglichkeiten, in denen Puschel und die mit ihr sind, erleben, wie Gott Puschel in ihrer Situation gebraucht.
Sie selbst hatte gestern ziemlich mit den Schmerzen zu kämpfen. Es haben sich eine Zeit lang die Anästhesisten die Klinke ihres Zimmers in die Hand gegeben, um immer neue Schmerzmedikamente zu testen. Puschel hat halt die große innere Wunde am Knochen durch den massiven Einschnitt in das Becken und dann einen Öffnungsschnitt, der über die Hüfte von hinten nach vorn ca. 40 cm lang ist. Zudem einen ca. 20 cm langen Schnitt mit herausgetrenntem Knochen am Bein. Dass es da eine Zeit braucht, um schmerzfrei zu werden, ist klar.
Wenn ihr hierfür beten wollt, ist das klasse. Immerhin ist Puschel Stück für Stück mehr in der Lage, mal einen Film mit ihrer Mutter zu schauen oder eMails zu lesen.

 

20. August 2007
Lobe den HERRN, meine Seele, und  vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. 
Psalm 103,2-4

Ihr lieben Freunde,
Seit zwei Stunden ist Puschel nun von der Intensivstation herunter. Sie sieht inzwischen richtig gut aus (ich hoffe, ihr versteht, was ich meine...)  Und sie hat jetzt die Aufgabe, geduldig zu sein, bis sie dann gegen Ende nächster Woche wird erste Steh- und Gehversuche zu machen. Vor allem geht es dann darum, abzuschätzen, wie belastbar ihr Becken sein wird. Es braucht ohnehin viel Zeit, bis es einigermaßen belastbar ist. Erst dann kann sie daran gehen, sich an das Handling mit ihrem veränderten Bein und Fuß zu gewöhnen und dies zu erlernen. Es ist schon eine einschneidende Erfahrung, den Fuß da am Ende zu sehen, ihn aber nicht mehr zu spüren und zu denken: was macht der denn da...
Dennoch bleibt der Dank und das Lob Gottes, dass sie durch diese Tage bisher so gut hindurchgekommen ist. Und wir staunen, wie glatt das bisher ging, bisher völlig ohne Komplikationen. Sie wird noch viel Kraft brauchen, wenn es dann ans Aufstehen geht... Aber es soll ja jeder Tag seine eigene Plage haben (Matt. 6,34) Darum wollen wir mal heute nur froh sein ...
Im Moment ist auch die Übelkeit kein wirkliches Problem. Sie bekommt zwar nach wie vor starke Schmerzmittel, aber das meiste bekommt sie direkt in das Schmerzzentrum im Rücken über einen Katheder, der im unteren Rückenbereich “eingebaut” ist und die unteren Bereiche aller Nerven und des Rückenmarks “versorgt”. Sie hat eine Pumpe, die das Schmerzmittel direkt dort hineinpumpt und die sie bei Bedarf auch zusätzlich betätigen kann.
Seit heute ist Eva-Maria, Puschels Mama dort in Berlin. Ich bingerade zu Hause gelandet und wollte euch diese “Neuigkeiten” gleich übermitteln. Denn bei Familie Dehn, den Bekannten dort in der Nähe war gestern das Internet nicht zugänglich...
So wird es in den nächsten Tagen hoffentlich hier nicht viel Dramatisches zu berichten geben. Es ist aber sehr schön, wenn ihr wieder reinschaut, jedenfalls, wenn ihr so konkret wie möglich für sie beten wollt.
Dafür auf jeden Fall vielen vielen Dank!!! Gott segne euch!

19. August 2007
Losung für Freitag, 17. August 2007:
Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen.                                                           Psalm 55,23

Ihr lieben Freunde,
Jetzt ist Geduld angesagt... Der Arzt, der Puschel operiert hat, sagte: “Meine Arbeit ist nun erledigt, die Arbeit von Lydia beginnt jetzt”.
Es wird eine harte Arbeit werden, dass Puschel wieder wird laufen können. Der Ischiasnerv steuert die hinteren Muskeln am Bein und damit auch die Bewegungen des Fußes. Dies ist nun am rechten Bein für Puschel nicht mehr möglich. Das heißt, sie wird immer eine Behinderung haben.
Als Puschel das heute erfuhr und langsam realisierte, kamen schon ein wenig die Tränen. Sie ist immer viel gelaufen und hat auch sonst Sport getrieben...
Natürlich können wir hoffen und beten, dass Gott irgendwie noch ein Wunder tut. Bisher wollte ER es offensichtlich nicht...
Wir sind dennoch sehr dankbar, dass Gott eine so gute OP geschenkt hat, denn dieses Ausmaß an Operation kann auch schnell wirklich schlimme Folgen haben. Das, was Puschel jetzt zu spüren bekommen wird, sind Folgen des Krebses. Unsere Hoffnung ist, dass dieser nun wirklich ausgeräumt ist. Doch das ist bisher nicht sicher und bedarf wiederum der großen Hilfe unseres HErrn. In 3-4 Wochen geht die nächste Chemotherapie los, damit der Hauptproblem, der Krebs, weiter bekämpft wird. Und der ist eine der schlimmsten Krebsarten. Geplant sind jetzt trotz allem weiter Monate Chemotherapie!!
Ihr seht: Mit der OP allein ist es nicht getan. Wenn ihr noch Kraft und Geduld habt, dann gibt es genügend Punkte fürs Gebet...
Vielen Dank dafür euch allen.
Der Tag heute auf der ITS war relativ gut. Puschels Körper hat Unglaubliches zu bewältigen. 20-30 cm große Schnitte und damit Nähte vorn und hinten, dazu ein entnommener Knochen im Wadenbein - das muss erst verkraftet sein. Schon morgen oder übermorgen soll sie von der ITS verlegt werden. Ich hoffe, dass das nicht zu früh ist und sie auf der “Normalstation”, vermutlich Überwachungsraum, gut zurecht kommt.
Sie bekommt jetzt wieder extreme Schmerzmedikamente. Die Folge ist wieder ein Kampf gegen die Übelkeit... Gott segne euch!

Ich klammere mich an dich, und du hältst mich mit deiner starken Hand. Psalm 63,9

18. August 2007 - 9:00 Uhr
Ihr lieben Freunde,
Ich lasse den ersten Kurzbericht unten, hier kurz die Situation am Abend Puschel ist ja nun vollgepumpt mit Medikamenten und Schmerzmitteln. Sie hatte eine OP, die wirklich ein ziemlich gigantisches Ausmass hatte. Nun muss der Körper das erstmal alles verkraften.
Wenn ihr mögt, dann betet doch einfach dafür, dass das gelingt, dass sich an den großen Operationswunden keine Entzündungen einstellen und sie nicht so sehr mit der Übelkeit zu kämpfen hat. (Das ging am Abend schon wieder los...) Vielen Dank

17. August 2007 - 17:30 Uhr
Ihr lieben Freunde,
gerade komme ich von der Intesivstation. Puschel hat jetzt eine fast 8stündige OP hinter sich. Die beste Nachricht ist:
Die OP ist insgesamt sehr gut verlaufen.
Und dafür dürfen wir Gott von Herzen danken!
Leider war der Ischiasnerv nicht im Guten vom Tumor zu trennen und mußte entfernt werden. Das hat zur Folge, dass sie am Bein z.T. taub sein wird und ihren Fuß nicht mehr wird bewegen können. Allerdings werden alle anderen Funktionen des Beins erhalten bleiben. Wie es mit der Kontinenz werden wird, ist noch nicht ganz klar. Da darf Gott gern noch ein Wunder tun. Aber auch das sieht sogar rein medizinisch gesehen nicht hoffnungslos aus. Und Gott hat Puschel mit viel Energie und Lebensfreude ausgestattet. Und so hoffen wir, dass sie bald Fortschritte mit allem macht.
Sie liegt nun für ca. 3 Tage auf der ITS.
Den Umständen entsprechend geht es ihr recht gut, so gut, dass sie mit flüsternd mitteilte, dass sie in der letzten Nacht gut geschlafen hätte und zudem Witze gemacht hat, sodass ich erst einmal überlegen mußte, wie das wohl gemeint wäre... Ich war auf ziemlich viel gefaßt, aber nicht darauf, dass sie Witze macht...
Vielen vielen Dank für eure Gebete und für alle Unterstützung! Es hat uns bisher schon sehr getragen und wird es auch weiter tun und vor allem Puschel selbst.
Gott segne euch alle! Später gibts dann hier mehr

 

16. August 2007
Losung für Freitag, 17. August 2007:
Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen.
Psalm 55,23

Ihr lieben Freunde und treuen Beter,
Viele von euch brauchen jetzt noch einmal konkrete Informationen, wie es bei Puschel jetzt weitergeht. Vor gut einer Stunde hatten wir verschiedene Gespräche mit den Ärzten (Anästesie Chirurgie), auch das abschließende Gespräch mit Oberarzt Dr. Thunn, dem Arzt, der Puschel morgen operieren wird.
Er machte Puschel noch einmal deutlich, worum es bei der Operation morgen gehen wird und welche Risiken diese große OP morgen in sich birgt. An der Planung für die OP hat sich nichts geändert. Die abschließenden Untersuchungen (MRT und CT) haben keine deutlichen Änderungen des Tumors ergeben. Lediglich die Entzündungen um den Tumor herum, die wohl die meisten Schmerzen verursacht haben sind gewichen. Wie medizinisch zu erwarten war, ist auch der  Befund an den Beckenknochen offenbar so geblieben.

Nun liegt einmal mehr alles in Gottes Hand!
Die Operation wird morgen, am 17. 8. etwa um 8:00 Uhr beginnen. Um 7:30 Uhr kommt sie in den OP. Die Operation wird voraussichtlich etwa 6-8 Stunden dauern. Der Arzt will mich nach Abschluss der OP auf dem Handy anrufen, sodass ich gleich anschließend zu Puschel werde gehen können. Ich werde euch sobald ich kann, bescheid geben, wie der Stand ist: Versprochen! Es kann aber sein, dass das bis 20:00 Uhr dauert...
Wir haben dem Arzt gesagt, dass viele für ihn und das, was er zu tun und zu entscheiden hat, beten werden. Ob er damit wirklich etwas anfangen konnte, wissen wir nicht. Aber das ist ja auch nicht entscheidend.
Uns ist nun noch einmal deutlich geworden, dass es drei Punkte gibt, auf die ihr den Schwerpunkt des Gebets legen könnt (jedenfalls, was die OP betrifft:
---- Dass Gott wirklich die Hände der Ärzte lenkt und alle Entscheidungen, die sie an dem ganzen Tag zu treffen haben werden. Es gibt eine Menge an Gesichtspnkten, die während der OP zu berücksichtigen sein werden.
---- Dass die Nervenstränge und -wurzeln nicht vom Krebs angegriffen oder vom Tumor umschlossen worden sind. Dies werden die Ärzte erst während der OP sehen können.
----- Dass Gott ganz besonders Puschel, aber auch euch und uns alle umgibt mit seinem Schutz und tiefen Frieden, auch im Blick auf alle möglichen Folgen dieser schweren OP. Wir wissen nicht, was ER vorhat. Aber wir wissen, dass wir IHM vertrauen können, dass ER die Macht hat, Wunder zu tun.
Auch wenn alles sehr schwierig aussieht - Gott ist mit Seinem “Latein” nie am Ende.
Danke für alles, was ihr einsetzt an Zeit, Kraft und Liebe für Puschel und damit auch für uns alle. Gott segne euch!

Ich klammere mich an dich, und du hältst mich mit deiner starken Hand.  Psalm 63,9

 

Wenn ihr weiter zurückschauen wollt, dann geht bitte auf die Seite “Vor der OP”

Tagebuch nach der Operation am 17.August 2007

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Liebe Freunde,
wenn in den Texten des Tagebuches irgendwo die Rede von Fotos ist oder darauf Bezug genommen wird, dann klickt bitte entweder auf den Text dazu, der dann möglicherweise verlinkt ist auf die Fotoseite oder geht bitte einfach direkt auf die Fotoseite des jeweiligen Monats. Dort solltet ihr die meisten Fotos finden, die  auf der ersten Seite zu finden waren.

http://www.mfh-elsalvador.org
http://www.mfh-elsalvador.de

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Stern, auf den ich schaue,
Fels, auf dem ich steh,
Führer, dem ich traue,
Stab, an dem ich geh,
Brot, von dem ich lebe,
Quell, an dem ich ruh,
Ziel, das ich erstrebe:
Alles, Herr bist Du!

2. Ohne Dich, wo käme
Kraft und Mut mir her?
Ohne Dich, wer nähme
meine Bürde, wer?
Ohne Dich zerstieben
würde mir im Nu
Glauben, Hoffen, Lieben;
alles, Herr, bist Du!

3. Drum so will ich wallen
meinen Pfad dahin,
bis die Glocken schallen
und daheim ich bin.
Dann mit neuem Singen
jauchz ich froh Dir zu:
Nichts hab ich zu bringen;
alles, Herr, bist Du!
(Lied, Autor: Friedrich Adolf Krummacher (1824 – 1884)
 

 

 

Bei dir bin ich angekommen mit so vielem, was beschwert.
Weiß mich von dir angenommen und hab einen, der mich hört.
Kann ich dir noch blind vertrauen, kindlich frei, und unbeschwert?
Werd ich deine Güte schauen? Ist das Leben lebenswert?

Vater, zu Hause bin ich ganz bei dir.Werde still in deiner Nähe.
Offen steht mir heute deine Tür, hilfst mir, dass ich klarer sehe.
Öffnest weit dein Vaterherz, breitest deine Arme aus.
Du verstehst auch meinen Schmerz und ich werde froh - bei dir zu Haus.Hat die Hoffnung mich betrogen? Wird das Leben kalt und leer.
Hab ich selber mich belogen? Wo kommt Hilfe für mich her?
Wankt der Grund, der mich getragen? Hat der Tod das letzte Wort?
Kann ich meine Ängste sagen? Gibt es einen sichren Ort?

Herr, du kennst die leisen Fragen, alles was so drückt und quält.
Ich brauch sie dir nicht erst sagen, der sogar die Tränen zählt.
Niemals wirst du mich verlassen, zeigst mir neuen Horizont.
Und ich kann es wieder fassen: dass sich leben mit dir lohnt!

Liedtext: Sr. Annette Bürstinghaus, Aidlingen

 

 

1 Gott wird dich tragen, drum sei nicht verzagt,
treu ist der Hüter, der über dich wacht.
Stark ist der Arm, der dein Leben gelenkt,
Gott ist ein Gott, der der Seinen gedenkt.

Refr.: Gott wird dich tragen mit Händen so lind.
Er hat dich lieb wie ein Vater sein Kind.
Das steht dem Glauben wie Felsen so fest:
Gott ist ein Gott, der uns nimmer verläßt.

2 Gott wird dich tragen, wenn einsam du gehst;
Gott wird dich hören, wenn weinend du flehst.
Glaub' es, wie bang dir der Morger auch graut,
Gott ist ein Gott, dem man kühnlich vertraut

3 Gott wird dich tragen durch Tage der Not;
Gott wird dir beistehn in Alter und Tod.
Fest steht das Wort, ob auch alles zerstäubt,
Gott ist ein Gott, der in Ewigkeit bleibt

Tagebuch - bis Dezember 2007