Liebe Freunde,
wenn in den Texten des Tagebuches irgendwo die Rede von Fotos ist oder darauf Bezug genommen wird, dann klickt bitte entweder auf den Text dazu, der dann möglicherweise verlinkt ist auf die Fotoseite oder geht bitte einfach direkt auf die
Fotoseite des jeweiligen Monats. Dort solltet ihr die meisten Fotos finden, die je auf der ersten Seite zu finden waren. Hier unten findet ihr dann auch einen Link für die jeweilige Fotoseite.


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1. Januar 2012
Der erste Tag dieses Jahres verlief insgesamt sehr gut. Puschel hatte gut geschlafen und konnte an unserem Neujahrs-Gottesdienst vom Wohnzimmer aus teilnehmen. Sowohl die Schmerzen als auch die Übelkeit waren kein besonderes Thema. Alles ist irgendwie im Hintergrund da, aber eigentlich kein Thema. So wollen wir weiter für jeden Tag dankbar sein und wissen, dass jeder gute Tag nicht selbstverständlich ist. Und natürlich auch, dass es sehr schnell wieder anders sein kann... Aber wir wissen auch, dass Gott jeden Tag dieses neuen Jahres in seiner Hand DSC_1584-344hält, so wie ER auch jeden Tag des alten in seiner Hand hatte. 
Die Jahreslosung des neuen Jahres steht im 2. Korintherbrief des Neuen Testaments. dort sagt Paulus: “Gott hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig”. Die Karte zur Jahreslosung, die wir heute im Gottesdienst verschenkt haben, seht ihr hier. Es ist ein Foto, das wir vor eineinhalb Jahren am Krakower See gemacht haben. Wer solche Karten haben möchte, darf uns gern schreiben. Sie kostet 50ct. Gottes Segen für das Neue Jahr! Und danke für eure Liebe und Unterstützung!
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2. Januar 2012
Wieder ein kleines Stück besser heute! Puschel war von früh bis spät wach und aktiv, mit Ausnahme der Mittagspause. Aber gleich danach sind wir im Rollstuhl so weit gefahren wie noch nie seitdem wir wieder den Liegerollstuhl brauchen. Früher sind wir oft bis nach Schorssow (ca. 3 km) gelaufen bzw. gefahren. Heute war es fast schon diese Strecke..., das heißt insgesamt sind das dann ca. 5 km gewesen. Wenn das nichts ist. Unterwegs hat Puschel eine ihrer alten Freundinnen in Bülow besucht, zu denen sieDSC_1584-344 im Sommer noch selbst gelaufen ist. Frau Scheel hat sich sehr gefreut, dass wir sie rausgeklingelt haben... Danach hatte sie dann Physiotherapie, und nun ist noch ein wenig Filmschauen angesagt. So nach und nach kann sie etwas besser lesen, zumindest große Schrift. Die Schmerzmittel konnten wir weiter reduzieren. Die Schmerzen in den Beinen sind nicht mehr so häufig und auch nicht mehr so stark zu spüren. Ihr seht: alles in allem wirklich eine weitere Besserung!

03. Januar 2012
Heute war ne Menge los bei Puschel: In der Nacht kam ihre Freundinnen Eva & Judith mit Tina, einer Freundin von den Beiden. Sie kommen ja DSC_1584-344bekanntlich aus dem Süden und sind hier keine Unbekannten mehr. Ihr seht sie auf dem rechten Bild oben beim Abendessen mit Puschel und Eva-Maria. Gleich nach der Mittagspause wurde Puschel von einer ganz besonderen Person aus dem Schlaf geweckt: ihrem Patenkind Pia, die DSC_1584-344mit ihren Eltern Myriam und Daniel für die Weihnachtszeit aus Kanada gekommen waren. Puschel hatte, fast noch schlafend, Pia zunächst nicht erkennen können. Denn sie war nicht mehr das kleine Baby vom Sommer, sondern eine super kleine, aber ziemlich selbständig durch die Gegend flitzende junge Dame... Da war natürlich die Freude noch einmal groß heute... Und so war Puschel für den ganzen Tag ziemlich in Atem gehalten... Das Schöne ist, dass sie dies alles im Moment sehr wach und direkt mitbekommen und miterleben kann. Das ist ja nach den letzten Wochen alles andere als selbstverständlich und ein wahres Geschenk!

04. Januar 2012DSC_1584-344
Es ist ja immer gut, wenn man viel zu tun hat an einem Tag. Und manchmal muss man dazu richtig gefordert werden. So sind wir im Moment echt froh, dass Puschel Besuch hat. Vor Weihnachten mussten wir Ellis aus Holland noch schreiben, dass es zuviel für Puschel ist, wenn sie extra aus Holland kommt... Jetzt im Moment sieht es ganz anders DSC_1584-344aus. Natürlich muss man im Hinterkopf behalten, dass Puschel schwerkrank ist. Und sie braucht ja auch rund um die Uhr Pflege. In die Badewanne und wieder ins Bett  muss sie z.B. wieder getragen werden und braucht immer jemanden, der ihr hilft. Aber das alles ist natürlich viel einfacher, wenn sie wach und aufmerksam dabei ist und die Tage voll miterleben und genießen kann. Und natürlich tut sie das, wenn ihre kleine Pia mit ihr in die Badewanne steigt (gestiegen wird...). Das hat natürlich allen Beteiligten Spaß gemacht. Und dass jetzt die Mädels bei Puschel sitzen und mit ihr einen Film anschauen, hilft ihr, gut zu schlafen und hilft uns, nebenbei was zu schaffen

05. Januar 2012DSC_1584-344
Viel Spaß gibt es in diesen Tagen für Puschel wirklich. Denn heute kam zusätzlich zu den bisherigen Wochenbesuchern noch Puschels Patentante Liesel, die sie zum letzten Mal in Dauer-Narkose im Klinikum in Güstrow erlebt hat und Puschels Cousine Maria mit ihrem Bruder Jakob (alle aus dem Vogtland), für einen Tag zu Besuch. So gab es ein “Full House” zum Mittagessen und viel Spaß und Erzählen. Ihr könnt es an den Fotos sehen: Puschel war mehrmals heute zum Essen in der Küche. Das macht ihr schon DSC_1584-344Probleme, weil ihre Beine dann durch die andere Lagerung und manche mühsamen Bewegungen richtig Schmerzen haben. aber das ist es ihr wert - und uns auch. Danach ist sie dann meist so k.o., dass sie dann gut schlafen kann. Jetzt allerdings liegt sie wieder im Zimmer und schaut mit den süddeutschen Mädels einen Film an. Schlafen kann sie ja dann noch... Ihr seht, dass es irgendwie immer besser geht. Aber natürlich liegt dazwischen auch immer das Anhängen von Tröpfen gegen Schmerz oder Übelkeit oder auch mal das Drücken eines Schmerzmittel-Bolus. Alles in allem aber sind wir wirklich dankbar für die Zeit, die Gott Puschel schenkt und auch uns mit ihr.

06. Januar 2012
Ihr wisst, dass weiterhin jeder Tag seine eigene Herausforderung hat. Es war sehr schön, dass Puschel viel Besuch bekam und noch hat. Gestern Abend ist sie dann nicht so richtig zur Ruhe gekommen, weil ihr Fuß total den Stress DSC_1584-344gemacht hat. Das ist alles im Moment nicht so heftig, wie es mal war. Aber es ist immerhin dann so stark, dass Puschel davon doch sehr in Mitleidenschaft gezogen wird und wir am Ende kaum noch eine Möglichkeit haben, etwas dagegen zu tun. Bis ca 2:30 Uhr brauchten wir gestern, bis sie dann richtig schlafen konnte... Und so ist es immer wieder mal anders, als man es sich so vornimmt oder vorher erwarten kann. Trotzdem geht es alles vergleichsweise zur Zeit sehr gut. Wir dürfen halt nie vergessen, wie krank sie tatsächlich ist und wie es noch vor drei oder 7 Wochen war, erstrecht vor 12 oder 14 Wochen... Seit gestern ist sie nun 10 Wochen wieder zu Hause. Und wir wollen weiter dankbar sein für jeden einzelnen Tag.

07. Januar 2012DSC_1584-344
Wieder gab es in Bülow einen ereignisreichen Tag. Gut, dass Puschel in der vergangenen Nacht gut geschlafen hatte... Am Vormittag war Puschels Freundin Myriam aus Kanada mit ihrem Mann Daniel und Puschels Patenkind Pia noch einmal da. Am Nachmittag haben sie sich für die nächsten Monate verabschiedet. In der nächsten Woche geht das Kultur- und Missionstraining dort wieder los. sie bereiten sich auf ihren DSC_1584-344künftigen Einsatz in ”La Casa de mi Padre” in El Salvador vor. Um die Mittagszeit hat Puschel dann noch ganz besonderen Besuch bekommen: Dr. Siems aus Rostock hat wieder einmal direkt nach ihr geschaut. Er kam mit Anna, einer jungen Frau, die einen schweren Autounfall hatte und dabei extrem schwer verletzt worden ist. Sie ist genauso froh und dankbar wie Puschel, in Dr. Siems einen Arzt gefunden zu haben, der offensichtlich seinen Beruf als Berufung sieht... Das war natürlich ein wirklich besonderer Besuch, und wir wollen für Anna beten, dass sie so gut wie möglich wiederhergestellt werden und eine gute Perspektive für die Zukunft bekommen kann.

08. Januar 2012
Heute gab es für Puschel wiederum einen  besseren Tag als gestern. Sie konnte heute früh über das Internet am Gemeindegottesdienst teilnehmen und ist seitdem sehr wach und fit. Ein guter Mittagsschlaf war inclusive... Und jetzt sind natürlich noch einige aktive Stunden auf dem Plan, so hoffen wir, dass sie dann auch wieder eine gute Nacht haben wird. Es ist natürlich immer am besten, wenn sie diese ohne zusätzliche Schlafmittel hat. Denn die wirken sich am nächsten Tag meist noch bis fast zur Mittagszeit aus. Inzwischen kann sie auch wieder etwas besser sehen. Mit Lesen ist es zwar noch mühsam, erstrecht mit Schreiben (z.B. eMails usw.). Aber wir wollen so bald wie möglich mit einem größeren Bildschirm versuchen, ihr wieder den Umgang mit dem Computer zu ermöglichen. Vielleicht bekommt ja Mancher von euch nach langer langer Zeit mal wieder eine Antwort auf die Mails... Vielen Dank allen, die ihr geschrieben haben und schreiben, auch wenn keine Antwort zu erwarten war...!! Wir sind gespannt, wie das weitergeht - und natürlich hoffnungsvoll, logo.... Danke, wenn ihr mit für sie und weiter für Puschel betet!

09. Januar 2012
Ja, so ist das mit Puschel - so richtig kann man sich auf nichts verlassen... Als der gestrige Eintrag fertig war, begannen erneut ziemlich blöde Schmerzen in den Beinen. Das Blöde ist, dass sie dann doch sehr davon beeinträchtigt wird. Und dam Ende wird es auch mit dem Schlafen schlecht. So etwa 1:30 Uhr kam sie dann endlich dazu. Aber das hielt nicht so lange an, sodass sie auch heute Morgen recht früh wach war und so heute am Tag recht müde war. Die Schmerzen zogen sich durch den ganzen Tag, und wir wissen nicht so recht, wie man die wirksam bekämpfen kann. Das ist schade, weil es sie dadurch immer wieder ein ganzes Stück zurückwirft. Sie ist zwar nach wie vor richtig präsent und wach, aber das macht´s nicht besser, weil sie dann umso deutlicher spürt, wie wenig sie eigentlich aktiv tun kann. Das Ganze zeigt uns dann aber auch immer wieder, wie sehr wir abhängig sind und jeden Tag wirklich bewusst aus Gottes Hand nehmen sollten. Und das wollen wir immer wieder tun - nicht nur Puschel, sondern jeder von uns!

10. Januar 2012
Heute begann der Tag wie der gestrige aufhörte...-also nicht so gut. Und wir hatten wiederum ziemlich zu buchstabieren, wie es gehen kann. Allerdings konnten wir heute Nachmittag durchaus eine Besserung feststellen. Sie hat am Nachmittag gebadet. Das stresst ihre Beine im Moment am meisten. Aber danach kommt sie meist sehr gut zur Ruhe. Und so konnten wir ihr heute Abend richtig was zu Essen machen... Jetzt hoffen wir nur noch, dass die Nacht besser verläuft als die letzten Nächte. Wir wissen, dass Gott ihr die Ruhe, auch für die Nerven und alle Bereiche des Körpers geben kann. Danke, dass ihr weiter für sie betet. Un d wir wollen weiter Geduld haben und unserem Herrn vertrauen!

11. Januar 2012
Neue Bilder sind im Moment nicht so richtig zu haben, jedenfalls nicht so, dass ihr was Neues sehen könnt... Aber einen kurzen Eintrag will ich hier trotzdem machen.
Es geht Puschel noch ziemlich unverändert zu den letzten Tagen. Es ist nicht wesentlich besser geworden. Allerdings hat sie gut geschlafen, und zwar ganz ohne Schlafmittel. Das ist auch schon was. Und ein bisschen besser scheint es mit den Schmerzen auch zu sein. Wir geben uns ja schon mit kleinen Besserungen DSC_1584-344sehr zufrieden... Und so hoffen wir einfach weiter und sind dankbar, dass ihr mit uns hofft.

12. Januar 2012
Heute hat Puschel zunächst gut ausgeschlafen. Und dann hatte sie einen insgesamt recht guten Tag. Gegen Abend wurde es noch einmal besser, das heißt, sie hat einfach weniger unter Schmerzen zu leiden. Und wie ihr Puschel kennt, versucht sie dann immer wieder, an die Grenzen des Möglichen zu gehen. Und das heißt im Moment nicht, dass sie gehen will, sondern wenigstens erst einmal für eine kleine Weile stehen kann. Sie tat es...! Man hat ihren Beinen deutlich angesehen, dass plötzlich das Blut bis in die Füße lief... Und das bedeutet, dass das für ihren Kreislauf auf jeden Fall gut ist. Und natürlich auch für ihre Psyche usw... Dazu: an den Bildern seht ihr, wie viel Freude sie auch im Liegen an ihrer kleinen Grace hat... Niemand weiß, wie es ihrem Tumor geht und wohin alles in nächster Zeit steuert. Aber wir wollen weiter jeden besseren Tag dankbar aus Gottes Hand nehmen.

13. Januar 2012DSC_1584-344
Puschel geht es nicht überragend gut, aber viel besser, als in der letzten Woche! Dafür sind wir sehr dankbar. Wir sind heute mal wieder an der frischen Luft gewesen, wie ihr an den Bildern sehen könnt. Das ist immer sehr gut, auch wenn es nicht besonders lang ist. Es war heute iein bisschen zu windig und kalt... Und dann begrenzen die Schmerzen irgendwann das Weitergehen auch. Alles in allem geht es recht gut. Jetzt einmal etwas Anderes: Mancher von euch hat in der Vergangenheit Puschel Geld überwiesen. Dafür sind wir natürlich sehr sehr dankbar. Denn die ganzen Behandlungen, DSC_1584-344Transporte usw. kosten schon ne ganze Menge. Und Puschel bekommt bis heute  dauerhaft keine Grundsicherung/Sozialhilfe, hat also nichts Eigenes. Sie bekam es ein paar Monate, und jetzt kommt da was in Bewegung, wir haben gerade Klage eingereicht... Das Problem in dem Zusammenhang ist, dass einige Male Geld auf Puschels Konto überwiesen wurde, bei dem nicht vermerkt wurde, dass dieses Geld für diese Behandlungen, Transporte und sonstige durch ihre Krankheit verursachten Kosten bestimmt ist. Und das hat zur Folge, dass das Sozialamt dieses Geld dann fast direkt auf die Berechnung der  Grundsicherung anrechnet. Sie darf keinerlei eigenes “Einkommen” haben, also auch kein Geld einfach so geschenkt bekommen. Wer also so etwas plant, verwende bitte das Konto, das auf der Kontaktseite aufgeführt ist. Und bitte vermerkt den Zweck dort einfach so, wie ich es oben geschrieben habe. Es wäre ja dumm, wenn ihr dieses Geld für Puschels Wohlergehen gebt und am Ende fast direkt dem Sozialamt spendet... Es ist nicht illegal, es zweckgebunden und auf das andere Konto zu geben oder uns als Eltern für alle Kosten zur Verfügung zu stellen. Auf jeden Fall sind wir euch unglaublich dankbar und können nur sagen: Gott vergelt´s! Es ist wirklich ein großes Vorrecht, Teil der großen Familie Gottes sein zu dürfen!! Und es ist eine große Ermutigung!

14. Januar 2012DSC_1584-344
Was die Schmerzen in den Beinen betrifft, stagniert es in diesen Tagen etwas. Dennoch, es ist nicht schlechter geworden, und so können wir hoffen, dass es sich doch nach und nach stabilisiert. Heute hatte Puschel wieder einmal Besuch. Ganz überraschend meldete sich Markus Spieker an, der natürlich beim Fernsehen wenig Zeit übrig hat, aber sie unbedingt einmal wieder besuchen wollte. Er kam kurzerhand für zwei Stunden von Berlin gefahren. Puschel war im tiefsten Mittagsschlaf, als sie plötzlich überrascht wurde. Am frühen Abend kamen dann noch Puschels Tante Dorothea & Sieghard Reiter aus Rostock zu Besuch, und am Abend kam Opa Holmer... Es war also trotz allem ne Menge los. Nun hoffen wir wieder auf eine gute und ruhige Nacht und dass Puschel morgen in der Lage sein wird, wieder am Gottesdienst unserer Gemeinde teilzunehmen.

15. Januar 2012
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Es war auf jeden Fall einer der besseren Tage heute! Puschel hatte sich sehr gewünscht, am Gottesdienst wenigstens vom Wohnzimmer aus teilzunehmen. In den Gemeinderaum passte der große Rollstuhl nicht mehr hinein... Puschels Opa hat gepredigt, ihm zuzuhören war auch am Bildschirm gut. Danach war natürlich für Puschel eine Menge los, weil viele mit ihr reden wollten und konnten. Sie hatte viel Kraft dafür, ist am Nachmittag noch in der frischen Luft gewesen, hat abends gebadet - und ist am Ende in die Kissen gesunken und ziemlich schnell eingeschlafen... Nun hoffen wir, dass sich dies durch die Nacht hindurch so hält... Am Ende des Spaziergangs hatte sie eine richtige Schmerzattacke, aber alles in allem war es ein guter Sonntag für sie. Euch allen wünschen wir eine gute neue Woche!

16. Januar 2012
Heute hatte Puschel einen regelrecht ruhigen Tag. Auf der einen Seite ruhig, auf der DSC_1584-344anderen Seite aufregend, aber nicht unruhig. Aufregend war es deshalb, weil sie heute eine Möglichkeit mehr bekommen hat, ein wenig mehr die Welt wahrzunehmen. Wir konnten ihr (auch, weil Einige von euch uns einfach so Geld überwiesen haben - und deshalb ist es auch ein Geschenk vieler Freunde und Geschwister - einen großen Bildschirm in ihrem Zimmer installieren, mit dem sie ins Internet kann, ihren PC wieder besser nutzen und natürlich auch “richtig gut” Filme anschauen kann. Wir haben es schon lange als ein Wunder und Gebetserhörung angesehen, dass sie noch nicht völlig verzagt ist, immer nur liegen und nie so richtig eigenständig agieren zu können. Nun kann sie es zumindest besser. Ihr Augen spielen noch nicht ganz gut mit in der ersten Liga. Aber es wird besser. Und wer weiß, vielleicht kann sie ja bald auch mal wieder die eine oder andere Mail schreiben... Ansonsten war es sehr ruhig, auch mit ihren Schmerzen. Und das ist ja wirklich eine gute Nachricht. So darf es gern weitergehen...

17. Januar 2012
Heute haben wir erfahren, dass der Medizinische Dienst, der für die Krankenkasse zuständig ist, nicht befürworten DSC_1584-344kann (oder will?), dass Puschel ein solches “Bein-Mobilisierungsgerät für das Bett” bekommt. Sie haben nach Aktenlage entschieden, dass das nicht nötig oder vertretbar sei... Klar ist natürlich, dass die es, wenn sie die Akten ansehen, Puschels momentane Situation überhaupt nicht wiederfinden. Sie ist jetzt seit vielen Wochen im Bett und hat kaum noch Muskeln an den Waden... Aber Arztberichte oder Gutachten gibt es natürlich aus den letzten 10 Wochen nicht. Wir werden nun versuchen, der Krankenkasse trotzdem plausibel zu erklären, warum Puschel solch ein Gerät dennoch braucht... Es wäre echt gut, wenn sie sowas so schnell wie möglich kriegen würde. Mit den Schmerzen ist es nach wie vor mal so und mal so. Insgesamt aber ist es ok! Wir sind immer noch für jeden Tag sehr dankbar! Danke, dass ihr weiter für sie betet. Wir werden weiter berichten...

18. Januar 2012
Es ist immer die Frage, wieviel von solchen Einzelheiten wie mit dem Bett-Trainer wir euch hier auf der Seite zur Kenntnis geben sollten. Wir wollen ja nicht jammern oder klagen, denn wir haben es insgesamt ja wirklich gut. Und wer hat schon eine so große Schar von Freunden und Betern hinter sich...? Einige von euch haben nachgefragt oder Tipps gegeben, um uns zu helfen. Da ist echt toll. Wir haben jetzt jedoch eine dringliche Anfrage an die Krankenkasse gerichtet, die Sache gegebenenfalls auch über das Gutachten des Medizinischen Dienstes hinweg zu entscheiden. Dazu haben sie alle Möglichkeiten... Vielen Dank erst einmal für jede Nachfrage, Tipp oder Unterstützung!! Wir berichten! Aber wenn wir schon mal bei soetwas sind, dann können wir euch auch eine andere “Baustelle” schildern: Wir haben Klage gegen das Sozialamt unseres Landkreises eingereicht, damit Puschel endlich dauerhaft Sozialhilfe (Grundsicherung) bekommt, und zwar so, wie es ihr zusteht. Gestern bekamen wir jedoch von dort erst einmal einen Bescheid, dass Puschel jetzt noch 170,-€ weniger bekommt (eine Reduzierung um fast die Hälfte...). Man hat einen Trick gefunden, um Miet-, Heiz- und andere Kosten zu sparen... Ich schreibe das einfach, um es euch zu schildern und Diesen oder Jenen   dann und wann zum Gebet dafür zu ermuntern. Vielen vielen Dank! Wie gesagt: wir sind dankbar für alles und für jeden neuen Tag, den Gott uns mit Puschel gemeinsam schenkt. Und Mancher von euch erlebt sie ja auch immer wieder mal. Betet bitte einfach, dass sie den Mut nicht verliert, sondern ihre Situation immer wieder so annehmen kann. Es ist schon bisher ein einziges Wunder...

19. Januar 2012
Es wird jetzt manchmal sehr spät mit den Updates hier. Das liegt dann meist daran, dass in unserer Gemeinde irgendeine Abendveranstaltung gelaufen ist und der Eintrag hier erst danach möglich. Das tut mir leid, geht aber leider meist nicht anders. Heute war es unser Bibelgesprächskreis... Heute gibt es nur einDSC_1584-344 neues Bild oben. Aber das ist trotzdem ein wichtiges. Denn es zeigt, wie sehr Puschel immer wieder daran arbeitet, “auf die Beine” zu kommen. Zur Re-Mobilisierung gehört halt auch, dass sie möglichst oft die Beine in die Senkrechte kriegt, damit der Kreislauf wieder mehr in Gang kommt. Und nun kommt die gute Nachricht des Tages: Wahrscheinlich bekommt Puschel in der nächsten Woche   diesen Bett-Trainer für die Beine! Die Krankenkasse hat dies heute befürwortet und einem Probedurchlauf für zwei bis drei Wochen zugestimmt. Wenn das alles gut hilft, dann bekommt Puschel das Gerät, so lange sie es braucht. Vielen Dank für euer Gebet und alle Ermutigung! Gott weiß, wie wichtig dieses Ding für Puschel sein wird. Ihr werdet sicher demnächst dann auch Bilder zu sehen bekommen...

20. Januar 2012
Manchmal ist die Situation besonders für Puschel selbst, nicht ganz einfach. Schon allein deswegen, weil sie die ganze Zeit nur in ihrem Bett liegen kann. Aber dann kommen immer mal kleinere, manchmal auch nicht ganz überschaubare Infektionen dazu. Vorgestern hatte sie plötzlich einen richtigen Darminfekt. Jetzt macht ihr die Atmung zu schaffen. Die Lunge rasselt ein wenig. Und dann tauchen immer wieder die Fragen auf, ob dies auch mit den Metastasen in der Lunge zu tun haben kann... Kann es natürlich! Wir haben seit mindestens einem halben Jahr keine Untersuchungen gehabt. Und dann müssen und dürfen wir immer neu realisieren, dass alles, jeder neue Tag, den wir erleben, in Gottes Hand liegt. Das ist ja bei uns allen so, aber bei Puschel und allen, die in ähnlicher Lage sind, ist es natürlich einfach direkter im Blickfeld. Wie gut, zu wissen, dass wir nicht dem Zufall ausgeliefert sind und auch keinem blinden Schicksal! Und wie gut, dass ihr alle über die ganze Zeit für Puschel (und für uns ja auch) betet. Denn manchmal reicht die Kraft eben nicht einfach so! Und manchmal kommen dann auch bei Puschel deprimierende Gedanken. Und manchmal ist dann auch keine Kraft mehr, kraftvoll zu vertrauen. Aber durch Gottes Kraft (anders kann ich es nicht erklären) ist nie schlechte Stimmung, sondern immer Sein Friede präsent. Das ist ein Wunder, und das ist ein Geschenk. Danke Gott! Und danke euch für jedes Gebet und jede Unterstützung!

21. Januar 2012
Nach wie vor braucht Puschel morgens eine gewisse “Anlaufzeit”. Aber am Nachmittag und gegen Abend geht es ihr meist ziemlich gut. So auch heute. Sie konnte mit uns und ihren kleinen Nichten und ihrem großen Bruder mit Frau ganz normal in der Küche essen. Und sie versucht  nach wie, jeden Tag wenigstens kurz an die frische Luft zu kommen. Außerdem stand heute wieder Baden auf dem Plan Und das ging sehr gut. Insofern passiert eigentlich nicht viel Neues, aber das “Normale” ist ja für sie schon fast ein Wunder. Und so konnte sie sich an diesem Tag wirklich freuen. Sie hofft schon jetzt, dass sie morgen wieder ins Wohnzimmer kommen kann, um dann dort wieder am Gottesdienst unserer Gemeinde teilzunehmen... Das ist doch was, oder?

1:00 Uhr:
Nun will ich doch noch schnell eine Information nachreichen: Puschel bekommt seit heute Abend sehr schwer Luft. Sie hat seit einigen Tagen beim Atmen Geräusche. Jetzt aber wird es schlimmer. Wir hoffen natürlich, dass es vorübergehend und nicht wirklich was Ernstes ist. Aber eigentlich ist sowas bei ihr sicher immer ernst... Danke, dass ihr mitbetet!

22. Januar 2012
Vielleicht schaut ihr auf den Schluss bzw. Nachtrag des gestrigen Updates... Manchmal kommt die Kraft gerade zur rechten Zeit... Heute war Puschel gerade noch rechtzeitig zum Gottesdienst so fit, dass sie richtig dabei sein konnte. Danach war die Kraft dann auch wieder zu Ende. Und auch mit dem Rausgehen war es heute nichts. Wir mussten uns mehr darauf konzentrieren, dass wir das Wochenende bzw. den Wochenanfang gut überstehen, um dann am Montag schauen zu können, was möglich ist, damit sie wieder mehr Kraft bekommen kann. Wir müssen erneut über eine Bluttransfusion und Anderes nachdenken. Das alles geht am Wochenende natürlich schlecht. Aber wie so oft kommen die Probleme immer wieder direkt vor dem Wochenende... Wir sind aber dankbar und froh, dass Puschel bis DSC_1584-344jetzt alles gut überstanden hat. Zwischendurch hat sie immer wieder fast ein wenig Angstattacken, wenn sie nicht richtig Luft bekommt. Jetzt hoffen wir einfach, dass sie durch einen anhaltenden Schlaf gut zur Ruhe kommt und wir morgen weitersehen können. So ändert sich manchmal die Situation selbst innerhalb eines Tages. Allerdings wissen wir auch, was noch vor wenigen Wochen los war... Wir sind weiter dankbar für jeden Tag!

23. Januar 2012DSC_1584-344
Puschel ist wieder zu Hause!! Sie hat heute tatsächlich zwei Bluttransfusionen bekommen. Heute früh war gleich nach dem Aufwachen Blutabnehmen angesagt, und dann gab es für sie einen guten 8-Stunden-Tag. Jetzt ist sie ziemlich k.o., aber froh, weil alles sehr gut geklappt hat. Nun hoffen wir, dass sie schon morgen eine deutliche Besserung erlebt. Am Mittwoch muss sie dann Dasselbe noch einmal machen, weil diese zwei Beutel Blutkonserven nicht ganz ausreichen. Sie hätte noch bis morgen im Krankenhaus bleiben müssen. Aber ihr wisst, wie sehr sie die Nase voll hat vom Krankenhaus. In Teterow ist man ihr sehr freundlich entgegen gekommen. So bekommt sie Mittwoch noch einmal zwei. Mit der Luft hat sie immer noch Probleme, aber es braucht natürlich ein wenig Zeit, bis sie hier deutliche Erleichterung bekommt. Hoffen wir, dass ihr die Ruhe der Nacht gut tut und sie wirklich durchgehend schlafen kann.

24. Januar 2012
Puschel hat gut geschlafen, aber sie musste heute morgen erst mal wieder ins Leben DSC_1584-344zurückfinden.... Dann aber gab es einen wunderschönen und bis zum Abend recht stabilen Tag. In der Mittagszeit konnten wir bei strahlendem Sonnenschein einen wunderschönen Spaziergang mit dem Liegerollstuhl machen. Ihr könnt es andeutungsweise an den Bildern sehen... Es war fast wie in alten Zeiten: Puschel hat mit ihrer Nikon die Fotos (natürlich nicht alle...) DSC_1584-344gemacht und sich an dem wunderschönen Winterwetter erfreut. Insgesamt geht es ihr deutlich besser als noch gestern. Allerdings scheint sie doch (noch) eine Infektion, möglicherweise eine Bronchitis, zu haben. Dazu wird hoffentlich das Krankenhaus morgen noch etwas Genaueres sagen und auch vorschlagen können. Heute Abend hatte sie doch wieder mit knapper Luft zu kämpfen. Es wird wohl morgen gleich früh losgehen. Und wir hoffen, dass dann im Krankenhaus auch Röntgenaufnahmen und Bluttests gemacht werden können. Danke, dass ihr das alles im Gebet mit begleitet.
Übrigens, die heutige Tageslosung aus der Bibel steht in Psalm 46,2-3:Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht.

25. Januar 2012
Wir zeigen heute nicht wieder Krankenwagenbilder... Im Moment haben wir mehr Rätsel bekommen, als vorher... Puschel hat heute ihren Tag an der “Blut-Tanke” gut überstanden. Leider steht immernoch die Luftnot sehr im Vordergrund. Das ging heut Morgen früh schon los. Durch die Röntgenaufnahmen haben wir bisher keine wirklich neuen Erkenntnisse. Die Teterower Ärzte führen diese Luftnot auf die Metastasen in der Lunge zurück. Für uns steht aber dann die Frage, warum das jetzt so plötzlich so stark auftritt. Vielleicht ist auch eine Bronchitis oder gar Lungenentzündung dafür mitverantwortlich. Wir werden versuchen, noch weitere Abklärungen zu machen. Die richtigen Ergebnisse der heutigen Röntgenaufnahmen bekommen wir erst morgen. Seit heute hat Puschel einen Inhalator, der die Not ein wenig lindern soll. Wir wissen, dass alles, was kommt, ohnehin komplett in Gottes Hand liegt. Und wir sind nach wie vor froh über jeden Tag. Natürlich wünschen  wir uns sehr, dass Puschel nicht noch mehr leiden muss. Darum beten wir. Und darum kämpfen wir. Aber in der Hand haben wir´s nicht. Deshalb sind wir so froh, dass ihr mit für alles betet. Denn Gott hat es letztlich komplett in der Hand. Ihm wollen und können wir vertrauen, dass ER es gut meint und letztlich auch gut macht, auch wenn wir uns Manches anders wünschen würden.

26. Januar 2012DSC_1584-344
Im Moment hat es Puschel wirklich schwer. Sie hat enorme Probleme mit dem Atmen. Und das ist so ziemlich das Schwerste, das es gibt, wenn man nicht mehr richtig Luft holen bzw. - so ist es eher bei Puschel - nicht richtig ausatmen kann. Wir sind enorm dankbar, dass wir besonders in solchen Situationen die engagierte persönliche Unterstützung von Dr. Siems in Rostock haben. Dank seiner Hilfe und seines Einsatzes bekommt Puschel morgen ein Sauerstoffgerät, damit wir ausprobieren können, ob ihr das hilft. Sie bekommt nun auch ein Antibiotikum gegen eine mögliche Lungenentzündung. Und so hoffen wir, dass dies neben allen anderen Maßnahmen zu einer deutlichen Erleichterung führt. Es ist schon schlimm, neben ihr zu sitzen und zu sehen und zu hören, wie schwer sie Luft bekommt. Dabei sind wir richtig froh, dass sie - auch mithilfe mancher Medikamente - in der letzten Nacht gut und durchgehend schlafen konnte. Puschels hat schon zwischendurch Angst und Tränen. Und sie sagt: “Das ist ja für mich absolut neu und ungewohnt, nicht mehr richtig atmen zu können”. Wir hoffen und beten einfach, dass sie den Frieden nicht verliert, sondern dennoch getrost und mutig bleibt. Übrigens soll sie zur Probe ja in einigen Tagen das Mobilisierungsgerät bekommen. Puschel möchte es unbedingt versuchen, weil sie sagt: Das hilft in jedem Fall dem Kreislauf und eventuell so auch der Lunge...

27. Januar 2012
Heute früh hat Puschel ein  Sauerstoffgerät bekommen. Ob es ihr jedoch überhaupt helfen wird, ist sehr ungewiss. Denn Heute Vormittag waren wir mit Puschel in Waren in der Radiologie und haben dort von Puschels Lunge und Kopf eine CT- Aufnahme bekommen. Dabei ist klar herausgekommen, dass die Probleme, die Puschel mit der Luft hat, von immer mehr Wasser in der Lunge herrühren. Dies wiederum hat mit einer permanenten Überlastung des Herzens und der Kreislaufsysteme (laienmäßig ausgedrückt) zu tun. Medizinisch gesehen gibt es aus dieser Spirale keinen Ausweg. Wir können nun nur Tag für Tag schauen, dass wir Puschel das Leben so gut, wie es geht, erleichtern. Das wollen wir natürlich sehr gern tun. Puschel hat heute auch noch einmal unter einigen Tränen realisiert, dass es nun doch immer schlechter wird... Wie gut, dass wir als Gottes Kinder wissen dürfen, dass Leben und Sterben, Zeit und Ewigkeit allein in Gottes Hand liegen. Und wie gut und tröstlich ist es, zu wissen, dass Puschel ein Kind Gottes und letztlich in der Ewigkeit bei unserem Herrn zu Hause ist. Und wie gut, dass Gott es in unser Leben, auch in Puschels hineingelegt hat, dass wir normalerweise gern  leben und an diesem Leben festhalten wollen. Wenn Gott  ein Wunder tun und Puschel auf dieser Erde halten will, dann ist es jetzt langsam Zeit... Und wenn Gott Puschel in die Ewigkeit hinübernehmen will, dann hoffen wir, dass er ihr und uns allen den letzten Weg nicht gar zu schwer macht. Und wir sind dankbar und froh über  eure Unterstützung und jedes Gebet!

28. Januar 2012DSC_1584-344
Gerade habe ich eine zeitlang an Puschels Bett gesessen und ihr etwas aus dem Buch “Den Himmel gibt´s echt” vorgelesen. Puschel wollte eigentlich immer mehr hören, ist dann aber eingeschlafen... Und das ist auch gut so und eine Gnade in allem. Denn offensichtlich kann sie (manchmal mit ein bisschen Nachhilfe) sehr gut schlafen. Dann DSC_1584-344scheint sie das schwere Atmen gar nicht so zu belasten. Da ist es wohl schwerer, zuzuschauen, als es selbst durchzumachen (jedenfalls scheint es so zu sein und wir hoffen es natürlich...).
Heute Nachmittag habe ich sie nur einmal gefragt, ob sie noch einmal nach draußen möchte an die frische Luft. Sie wollte sofort. Gerade war ihr Opa mit “Tante Christine”, ihrer Oma, gekommen. Die Beiden und auch Silas sowie Titus & Familie gingen alle gleich mit. So großen Begleitschutz hatte sie lange nicht... Danach haben wir miteinander Lieder gesungen und gebetet. Wie gut, dass Puschel zu Hause sein kann! Wir sind Gott immer wieder dankbar, dass Er uns Dr. Siems und seine Kollegen “in den Weg” gestellt hat! Betet einfach mit dafür, dass Puschel weiter gut schlafen kann und dass Gott ihr den (letzten) Weg  nicht gar zu schwer macht!

29. Januar 2012DSC_1584-344
Heute war bei Puschel wirklich eine Menge los! Auch wenn sie nicht alles und alle mitbekam, war es doch schön, auch für sie, Besuch zu haben. Es hat sich an ihrem Zustand nichts wirklich geändert. Wir hoffen jetzt einfach, dass sie wieder richtig gut schlafen kann und von der schweren und für sie schweißtreibenden Atmung nicht viel merkt. Schön, war, dass sie auch heute gern wieder nach draußen wollte. Wir sind in die Dunkelheit und Kälte hinausgefahren, und das tat auch ihrer Atmung gut. Auch im DSC_1584-344Gesicht hatte sie danach richtig gute Farbe... Wir beten immer wieder dafür, dass Puschel bis in alle Träume hinein den Frieden Gottes geschenkt bekommt. Das ist mehr als alles andere. Und deshalb sind wir so dankbar, dass Viele von euch dasselbe tun. Vielen Dank allen, die Puschel oder uns eine Mail oder in das Gästebuch geschrieben haben. Ich schaffe es nicht, allen immer zeitnah zu antworten. Aber es ist wirklich ein Geschenk und eine Ermutigung! Und natürlich halten wir euch auf dem Laufenden!

30. Januar 2012
Der heutige Tag war für Puschel und auch für uns einer der besten der letzten Zeit. Das lag zum einen daran, dass Puschel heute in strahlendem Sonnenschein ausführlich nach draußen konnte. Und in der klaren frischen Luft des Winters klappt es auch mit dem Atmen deutlich besser. Da wird sie einfach ruhiger. Zum Anderen lag es daran, dass Dr. Siems einmal mehr aus Rostock gekommen war und nach Puschel nicht nur geschaut, sondern auch behandlungsmäßig Einiges versucht hat. Das Wichtigste war eine ambulante Lungenpunktion. Denn klar ist, dass die Luftnot seit längerem an dem Wasser in der Lunge liegt. Das hat ihr nun zusätzlich deutlich Linderung verschafft. So liegt sie  einigermaßen K.o. im Bett. Betet bitte einfach mit dafür, dass sie weiterhin bis in ihre Träume hinein (sie träumt, sicher auch bedingt durch manche Medikamente, manchmal schon wirres Zeug, das sie dann selbst “kirre” im Köpfchen macht) von Gottes Frieden und Ruhe erfüllt wird. Danke für jedes Gebet! Gott segne euch!
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31. Januar 2012
Weil viele von euch einfach nur wissen möchten, wie es Puschel wirklich geht, um so besser für sie beten zu können, schreibe ich euch heute, dass wir wirklich nicht sagen können, wie lange das Herz oder auch die Nieren das Ganze noch mitmachen. Wir müssen wirklich zu jeder Zeit damit rechnen, dass sie in die Ewigkeit gerufen wird. Und DSC_1584-344obgleich es schon einmal so aussah, ist doch die Situation nun von allen Anzeichen her sehr viel anders. Wir wissen, dass Gott allezeit in der Lage ist, Wunder zu tun (oder etwas für IHN Normales, was aber  für uns ein Wunder wäre). Allerdings sieht es im Moment eher anders aus. Ich sitze gerade neben ihrem Bett und höre ihre starken Atemgeräusche. Es liegt alles komplett in Gottes Hand. Wie gut!! Wir sind, um Puschel das Atmen zu erleichtern, wieder ausführlich draußen gewesen. Das war gut so. Vielleicht ist die kalte Winterluft eine gute Voraussetzung für einen wirklich tiefen Schlaf, der ihr in der letzten Nacht versagt blieb... Wir geben nicht auf, zumal so viele von euch so treu für sie beten. Vielen vielen Dank dafür immer wieder!

01. Februar 2012
Wie oft habe ich hier neben Puschels Bett gesessen und diese Einträge hier geschrieben!
Jetzt sitze ich wieder hier, habe mir heute früh ein weißes Oberhemd angezogen, denn heute ist für Puschel ein Freudentag, jedenfalls glauben wir das. Denn unser Herr hat sie nun von allen ihren Schmerzen und allem Leid befreit. Puschel ist in der Nacht heimgegangen in die Ewigkeit. Noch in der Nacht haben wir an ihrem Bett gestanden und mit ihr und für sie gebetet. Sie hat danach immer ruhiger und relativ tief geatmet. So bin ich dann weit nach Mitternacht selbst ins Bett gegangen. Puschel ist ganz offensichtlich dann sehr ruhig “eingeschlafen”, dieses Mal für immer. Viele von euch haben lange mit dafür gebetet, dass unser Herr ein Wunder tut. Er hat viele getan, die werden hier sicher noch einmal zur Sprache kommen, wenngleich er das Wunder der körperlichen Heilung nicht wollte. Aber nun habt ihr mit dafür gebetet, dass Puschel
nof="te"DSC_1584-344einfach in Frieden sterben kann. Und das hat Gott nun auch so geschehen lassen. Ihr wisst, wie sehr wir mit Puschel um ihr Leben und viele Erleichterungen gekämpft haben (und Vieles wäre so  ohne euch und euer Mitkämpfen nicht möglich gewesen). Doch nun sind wir erst einmal dankbar und froh. Denn jetzt liegt sie mit einem sehr friedevollen Gesicht in ihrem Bett. Und sie selbst ist doch bereits nicht mehr da. Umso mehr Bedeutung bzw. Aussagekraft hat nun dieses Lied “Ich bin bei dir” weiter unten. Es macht uns unglaublich dankbar und froh, dass so viele von euch durch Puschels Leben (und auch Leiden) neue Zuversicht zum und im Glauben bekommen haben. Sie wollte nichts Anderes. Und dass ihr so treu und tapfer mitgekämpft habt, ist für uns ein unglaubliches Wunder und Geschenk. Wir können nur sagen: Gott vergelte euch allen alles, was ihr Gutes getan habt. Ich werde sicher hier noch einmal ein paar Gedanken aufschreiben. Für heute wollten wir euch dies jedoch zeitnah mitteilen. Unserem Herrn sei die Ehre, der uns eine so glaubensstarke und bei allem so dankbare Tochter geschenkt hat und Vielen von euch eine Freundin, die euch auf ganz unterschiedliche Weisen irgendwie berührt hat! Ganz sicher werden wir hier später mitteilen, wann und wie wir endgültig von Puschel Abschied nehmen werden. Ihr dürft uns gern schreiben, wie euch zumute ist, oder, was ihr mit Puschel erlebt habt - entweder ins Gästebuch oben oder, wenn ihr´s nicht öffentlich machen wollt, per eMail an meine Adresse: johannes@holmer.de. Soviel für jetzt. Gott segne euch!

03. Februar 2012
Wir als Eltern und Familie von Puschel sind wirklich unglaublich beeindruckt und dankbar, zu sehen, wie viele von euch jetzt an uns geschrieben haben. Wir sind überwältigt von eurer Liebe, die einerseits in der großen Zahl der Mails zum Ausdruck kommt, andererseits auch in dem, was ihr uns da mitteilt. Wir lesen auf jeden Fall jede Mail und jeden Gästebucheintrag und sind oft gerührt und beschämt! Und sehr oft steckt dann auch einfach ein Kloß im Hals...
Allerdings hoffen wir sehr auf euer Verständnis und eure Geduld oder auch Nachsicht, wenn ihr nicht alle und schon erst recht nicht sehr schnell eine Antwort bekommt. Es ist einfach nicht möglich, jede Mail (zeitnah) zu beantworten.
Aber es freut uns echt, zu sehen, dass auch Viele, die Puschel gar nicht kannten, aus ihrem schweren irdischen Los in den letzten 5 Jahren und ihrer dieses Los akzeptierenden Zuversicht und ihrem Vertrauen selbst Ermutigung gezogen  haben. Wir sind selbst oft erstaunt und beeindruckt gewesen von unserer Tochter und sind es jetzt oft noch mehr. Aber Vieles von ihrem so positiven Leben hat sie nicht durch uns, sondern durch ihre Verbindung zu ihrem und unserem Herrn. Sie war selbst keine “Heilige” im Sinne von fehlerlos. Aber sie war wirklich heilig in dem Sinne, dass ihr Leben offenbar ganz und gar ihrem Herrn Jesus gehörte. Und das ist ja der eigentliche Grund für unsere Freude und allen Trost, der sich überaus stark in die Gefühle der Traurigkeit und manches Nicht-Verstehen hineindrängt und diese so wunderbar überlagert. So hoffen und beten wir, dass die Spuren, die sie in unser aller Herzen und Leben so unterschiedlich hinterlassen hat, uns selbst den Weg zu unserem Herrn immer neu zeigen, sodass wir ihnen nachgehen und dadurch selbst diesem wunderbaren Herrn folgen, der gesagt hat: “...wer mir nachfolgt, der wird das Licht des Lebens haben” (Johannesevangelium, Kap. 8,12). Wir haben in die Traueranzeige in unserer Regionalzeitung geschrieben, dass wir für die Beerdigung darum bitten, dass man, statt dafür Blumen oder Kränze zu kaufen, das Geld lieber für das Kinderheim in El Salvador, in dem Puschel gearbeitet hat, in die Kollekte gibt. Wenn jemand von euch dafür etwas geben möchte, dann würden wir uns sehr freuen, wenn er einen Betrag auf das hinten angegebene Konto für “La Casa de mi Padre” überweist. Wir werden das Geld komplett dorthin weiterleiten. Wir danken allerdings auch all denen, die einfach Geld auf das für Puschel angegebene Konto zu unserer Unterstützung für sie überwiesen haben oder überweisen. Wir werden es nun für den Tag des Abschieds von Puschel verwenden. Gott vergelte euch alles Gute und alle Liebe!

03. Februar 2012
Im Moment schnell die kurze Information:
Die Abschiedsfeier für Puschel soll (wird) am 11. Februar um 11:00 Uhr in der Kirche in Bülow stattfinden. Um 13:00 Uhr soll die Beisetzung auf dem Friedhof in Serrahn sein. Anschließend wollen wir für ein bis zwei Stunden mit einem Tässchen Kaffee zusammensitzen in einer “Lob- und Dankrunde”, in der, wer möchte, etwas von seinen Verbindungen und Erlebnissen zu Puschel mitteilen kann. Herzlich eingeladen seid ihr alle. Nähere Einzelheiten geben wir später noch.

07. Februar 2012
Natürlich gibt es jetzt eine ganze Menge zu bedenken, besonders erst einmal für den Samstag. Es haben bereits etliche unter euch signalisiert, dass sie zur Beerdigung von Puschel kommen möchten, manche von weit her. Das freut uns natürlich sehr. Aber bitte bedenkt, dass wir hier in Mecklenburg sind. Es gibt hier auf dem Land viele Dorfkirchen, die nicht beheizbar ist, Bülow gehört dazu. Wir werden sie, so gut, wie es geht, erwärmen. Aber es muss mit wirklicher Kälte gerechnet werden. Wir werden später im Warmen sein. Doch für die Kirche (für etwa 45 min, eher kürzer) und die anschließende Beisetzung in Serrahn ist warme Kleidung absolut notwendig!! Bitte bringt auch zur Sicherheit eine Decke zum Draufsitzen mit! Wir können nicht genau sagen, ob das, was wir zur Verfügung haben, für alle reicht. Bitte: Ganz in Puschels Sinn: Lieber warm als schwarz!Puschel hat vorher irgendwann gesagt, sie würde keine Beerdigung mögen, bei der alle in schwarz herumlaufen. Darum auf jeden Fall: Wenn die wärmsten Klamotten, die ihr habt, bunt sind, dann zieht die an! Auch dem entsprechende Schuhe!
Eine weitere wichtige Information ist die, dass Bülow ein paar Kilometer südlich von Teterow am Malchiner See liegt. Manche Navi-Systeme führen in die Irre, wenn man nur 17166 Bülow eingibt. Gebt bitte 17166 Schorssow, An der Kirche 1, ein! Unten seht ihr drei Karten: eine von der A19 Berlin-Rostock. Es geht in Malchow oder Linstow von der Autobahn ab, dann nach Ziddorf auf die B108 Ri Teterow, aber schon ca. 200m später rechts Ri Schorssow, dann nach Bülow. In Bülow auf die Kirche zufahren und irgendwo parken. Im Notfall ruft einfach an: 0172-5112125... Die Google-Karten könnt ihr speichern und drucken. Die meisten aber werden selbst “googeln” können oder haben ein Navisystem. Dann ist nur das erste Bild wichtig: Bülow am Malchiner See!!!! Eventuell gibt es noch diese oder jene weitere Information später hier.

10. Februar 2012
Wir wissen, dass einige von euch am 11. Februar nicht in Bülow dabei sein können, es aber gern gewollt hätten. Nun haben wir eine Möglichkeit, dass ihr den Gottesdienst wenigstens aus der Ferne miterleben könnt. Dabei könnt ihr sicher keine Höchstqualität erwarten. Wir hoffen aber, dass ihr alles gut verfolgen und so dran teilnehmen könnt. Ca 10.30 Uhr wird dann der Stream von der Kirche in Bülow zu sehen sein, sodass ihr rechtzeitig dabei sein dürft. Stört euch bitte nicht daran, dass vor 11.00 Uhr noch einige Vorbereitungen zu sehen sein können.

12. Februar 2012
Wir haben eine Reihe von Bitten und Fragen bekommen, diese Seite vorerst noch online zu lassen. Das wollen wir gern tun! Es wird sicher auch noch diesen oder jenen Eintrag in der nächsten Zeit hier geben, um vielleicht die eine oder andere Information oder Schilderung über Puschel zu geben. Zunächst möchte ich eine kleine Info geben zur gestrigen Beerdigungsfeier: Wir sind unglaublich dankbar und wirklich schwer beeindruckt, dass soooo viele Verwandte und Freunde gekommen waren, um von Puschel Abschied zu nehmen. Es waren etwa 320-350 Menschen im Abschiedsgottesdienst. Dazu haben noch etwa 300 die Online-Übertragung angeschaut. Also, wir sind wirklich beschämt über eure Liebe und euer Durchhaltevermögen in all den Jahren bis zum heutigen Tag. Und wenn manche auch anerkennend und voller Hochachtung davon sprachen und es uns schrieben, wie wir als Eltern und Familie Puschel begleitet haben, so ist das doch eher eine Selbstverständlichkeit. Aber von euch als Freunden und vielmals sogar gänzlich Unbekannten konnte dies nun absolut nicht erwartet werden. Und so haben wir selbst, auch Puschel, ganz besonders euch alle als eine unglaubliche Hilfe, Unterstützung, Ermutigung und letztlich als das eigentliche Wunder (nämlich wirklich als Familie Gottes) erlebt. Gott hat uns allen zwar das Wunder der körperlichen Heilung unserer Puschel versagt. Aber Puschel selbst würde sagen: “ER wird schon seine Gründe dafür gehabt haben”... Dennoch haben wir viele viele andere Wunder erlebt, die oft in Wirklichkeit größer (wenn man das überhaupt so sagen kann) waren, als eine Heilung. Denn das eine ist ja Gottes Schöpfungshandeln, das hat ER als Schöpfer sowieso drauf! Aber uns alle zu bewegen, zu beten, dran zu bleiben, treu zu sein und Vertrauen Stück für Stück zu buchstabieren, dass kann ER nicht einfach ohne uns tun. Dazu braucht es die Entscheidung jedes Einzelnen. Und dazu habt ihr alle euch gebrauchen und bewegen lassen. Und wir haben es dadurch viel leichter gehabt, “unsere Lektion” (auch wenn das ja weitergehen muss) zu lernen. Danke, dass ihr so mit uns gekämpft habe (auch um Puschels Leben und körperliche Wiederherstellung). Warum Gott es bei Puschel anders gemacht hat, wird ER uns in der Ewigkeit zeigen! Puschel hat einige Male gesagt: “Gott weiß schon, warum ER gerade mir das zumutet - vielleicht, weil er das mit mir machen kann, ohne dass ich daran zerbreche”. Ja, Gott weiß es! Und Er hat viele von euch immer neu zum Beten und Vertrauen, zur Liebe und zur Treue bewegt. Und das ist etwas, was uns wirklich getragen hat. Und oft, wenn ich selbst erst weit nach Mitternacht ins Bett gehen konnte und dann am nächsten Tag kaum noch Zeit für die Stille vor Gott fand, wusste ich und wussten wir als Ehepaar und Familie: Es sind Viele da, die jetzt an unserer Stelle beten und uns so auf geheimnisvolle Weise in der Verbindung zu Gott halten. Und wenn Puschel so manches Mal gesagt hat: Papa, ich kann gar nicht mehr beten, dann durften wir ihr sagen: Puschel, du musst nicht, denn es sind gerade ..zig Freunde und sogar Unbekannte Geschwister “online” und beten für dich und an deiner Stelle. Darum hier noch einmal: Vielen vielen Dank für eure Treue! Vielen Dank auch für alle Mails, die ihr uns geschrieben habt, für alle Briefe per Post und für jede Überweisung auf unser Konto für die Beerdigung oder auf das Konto von La Casa für die Kinder dort! Wir werden Zeit brauchen, um alles “aufzuarbeiten” und zu beantworten, vielleicht klappt es nie vollständig. Darum schon jetzt: Gott vergelt´s euch reichlich! ER sieht es auf jeden Fall! Der Tag gestern hat uns einmal mehr gezeigt, welches Wunder die Gemeinde Jesu in dieser Welt ist - und wie dringend sie in dieser unserer Welt gebraucht wird. Deshalb lasst uns “dranbleiben” oder uns neu zu IHM wenden! Wenn ihr hier in der nächsten Zeit wider reinschaut, dann kann es sein, dass ihr doch noch Neues entdeckt und vielleicht noch einmal neu mit uns dankbar werdet für, das, was Gott so vielen von uns durch Puschel geschenkt und gezeigt hat. Und, mir selbst, hat Gott viel in diesen letzten 5 Jahren gezeigt, ganz oft das, was anders werden muss, oder wo ich viel mehr auf IHN schauen muss - in jedem Fall aber mehr und mehr, wer ER selbst ist. Darum:  Let us fix our eyes on Jesus! – „Lasst uns aufsehen auf Jesus“! (Hebr.12,2)

 

12. Februar 2012
Wir haben eine Reihe von Bitten und Fragen bekommen, diese Seite vorerst noch online zu lassen. Das wollen wir gern tun! Es wird sicher auch noch diesen oder jenen Eintrag in der nächsten Zeit hier geben, um vielleicht die eine oder andere Information oder Schilderung über Puschel zu geben.
Zunächst möchte ich eine kleine Info geben zur gestrigen Beerdigungsfeier:
Wir sind unglaublich dankbar und wirklich schwer beeindruckt, dass soooo viele Verwandte und Freunde gekommen waren, um von Puschel Abschied zu nehmen. Es waren etwa 320-350 Menschen im Abschiedsgottesdienst. Dazu haben noch etwa 300 die Online-Übertragung angeschaut. Also, wir sind wirklich beschämt über eure Liebe und euer Durchhaltevermögen in all den Jahren bis zum heutigen Tag. Und wenn manche auch anerkennend und voller Hochachtung davon sprachen und es uns schrieben, wie wir als Eltern und Familie Puschel begleitet haben, so ist das doch eher eine Selbstverständlichkeit. Aber von euch als Freunden und vielmals sogar gänzlich Unbekannten konnte dies nun absolut nicht erwartet werden. Und so haben wir selbst, auch Puschel, ganz besonders euch alle als eine unglaubliche Hilfe, Unterstützung, Ermutigung und letztlich als das eigentliche Wunder (nämlich wirklich als Familie Gottes) erlebt. Gott hat uns allen zwar das Wunder der körperlichen Heilung unserer Puschel versagt. Aber Puschel selbst würde sagen: “ER wird schon seine Gründe dafür gehabt haben”... Dennoch haben wir viele viele andere Wunder erlebt, die oft in Wirklichkeit größer (wenn man das überhaupt so sagen kann) waren, als eine Heilung. Denn das eine ist ja Gottes Schöpfungshandeln, das hat ER als Schöpfer sowieso drauf! Aber uns alle zu bewegen, zu beten, dran zu bleiben, treu zu sein und Vertrauen Stück für Stück zu buchstabieren, dass kann ER nicht einfach ohne uns tun. Dazu braucht es die Entscheidung jedes Einzelnen. Und dazu habt ihr alle euch gebrauchen und bewegen lassen. Und wir haben es dadurch viel leichter gehabt, “unsere Lektion” (auch wenn das ja weitergehen muss) zu lernen.
Danke, dass ihr so mit uns gekämpft habe (auch um Puschels Leben und körperliche Wiederherstellung). Warum Gott es bei Puschel anders gemacht hat, wird ER uns in der Ewigkeit zeigen! Puschel hat einige Male gesagt: “Gott weiß schon, warum ER gerade mir das zumutet - vielleicht, weil er das mit mir machen kann, ohne dass ich daran zerbreche”. Ja, Gott weiß es! Und Er hat viele von euch immer neu zum Beten und Vertrauen, zur Liebe und zur Treue bewegt. Und das ist etwas, was uns wirklich getragen hat. Und oft, wenn ich selbst erst weit nach Mitternacht ins Bett gehen konnte und dann am nächsten Tag kaum noch Zeit für die Stille vor Gott fand, wusste ich und wussten wir als Ehepaar und Familie: Es sind Viele da, die jetzt an unserer Stelle beten und uns so auf geheimnisvolle Weise in der Verbindung zu Gott halten. Und wenn Puschel so manches Mal gesagt hat: Papa, ich kann gar nicht mehr beten, dann durften wir ihr sagen: Puschel, du musst nicht, denn es sind gerade ..zig Freunde und sogar Unbekannte Geschwister “online” und beten für dich und an deiner Stelle.
Darum hier noch einmal: Vielen vielen Dank für eure Treue!
Vielen Dank auch für alle Mails, die ihr uns geschrieben habt, für alle Briefe per Post und für jede Überweisung auf unser Konto für die Beerdigung oder auf das Konto von La Casa für die Kinder dort! Wir werden Zeit brauchen, um alles “aufzuarbeiten” und zu beantworten, vielleicht klappt es nie vollständig. Darum schon jetzt: Gott vergelt´s euch reichlich! ER sieht es auf jeden Fall!
Der Tag gestern hat uns einmal mehr gezeigt, welches Wunder die Gemeinde Jesu in dieser Welt ist - und wie dringend sie in dieser unserer Welt gebraucht wird. Deshalb lasst uns “dranbleiben” oder uns neu zu IHM wenden!
Wenn ihr hier in der nächsten Zeit wider reinschaut, dann kann es sein, dass ihr doch noch Neues entdeckt und vielleicht noch einmal neu mit uns dankbar werdet für, das, was Gott so vielen von uns durch Puschel geschenkt und gezeigt hat. Und, mir selbst, hat Gott viel in diesen letzten 5 Jahren gezeigt, ganz oft das, was anders werden muss, oder wo ich viel mehr auf IHN schauen muss - in jedem Fall aber mehr und mehr, wer ER selbst ist.
 

Darum:

Let us fix our Eyes on Jesus

 

14. Februar 2012
Wer möchte, kann die aktuelle Ausgabe des
Idea Spektrum mit der Titel-Aufmachung “Ich weiß, dass Sein Plan perfekt ist” erwerben. Am besten, ihr schreibt kurz eine eMail von der Webseite von www.idea.de aus oder gleich als eMail zu aboservice@idea.de. Man kann sicher auch gegen eine Spende mehrere Exemplare erwerben, die man dann auch weitergeben kann. Aber es gibt bestimmt auch Viele, die das Spektrum sowieso abonniert haben. Dann ist das ohnehin nicht das Problem. Vielleicht merkt ja auch Mancher, dass es gut wäre, Idea neu zu abonnieren...
Zumindest ist es eine Möglichkeit, etwas von dem weiter zu geben, was manche von euch, von uns in den letzten Monaten durch Lydia ermutigt hat.

Dies ist die Titelseite des Spektrum. Mit Klick auf das Foto öffnet sich eine PDF-Datei mit dem gesamten Artikel. nof="te"Idea Spektrum Februar 2012

 

21. Februar 2012
Es ist  wirklich unglaublich, wie viele Briefe/eMails/Gästebucheinträge wir bekommen haben, die uns zeigen, wie sehr wir in den vergangenen 5 Jahren von eurer Liebe und euren Gebeten getragen worden sind. Und sehr viele haben uns auch geschrieben, dass sie dies auch noch weiterhin tun wollen. Dafür können wir euch nur von Herzen danken. Denn natürlich sind wir nicht von uns aus so stark, dass nicht einmal der Tod unserer Puschel uns erschüttern könnte. In Wahrheit leben wir seit 5 Jahren sehr davon, dass Gott das, was ER zugesagt hat, auch wirklich getan hat und tut. ER hat Puschel von Anfang an getragen und ihr einen unglaublichen inneren Frieden geschenkt und erhalten. Und er hat auch uns dies während der ganzen Zeit geschenkt.
Ich kann euch vielleicht hier mal ein paar Sätze wiedergeben, die Puschel in ihr eigenes persönliches Tagebuch geschrieben hat (das habe ich zum ersten Mal in der Mittagspause des 1. Februar in die Hand genommen, vorher nie gesehen): 26. März 2011 -
“Vater, irgendwie kommt es mir so vor, als wenn ich mich mit jedem Tag mehr am Leben freue; als wenn ich freier bin als je zuvor. Es ist, als sei eine Last von mir abgefallen, seitdem die Ärzte keine Ahnung mehr haben, was sie noch machen können, um mir zu helfen. Jesus, es klingt wirklich schräg, aber ich bin froh, dass die Menschen mit ihrer Weisheit an diesem Punkt angekommen sind. Danke, dass Mutti und Papa scheinbar auch Frieden haben, dass du alles richtig führen wirst. Lass sie diesen Frieden nie verlieren. Erhalte ihnen deinen Frieden, denn es wäre schwerer als alles andere, wenn ich wüsste, dass sie nur leiden. Ich weiß, ein Rest Angst wird immer sein, so als Eltern, oder? Doch grundsätzlich... Vater, ich danke dir, dass du dich nicht nur um mich sorgst, sondern auch um meine Familie.”
Ja, das hat ER die ganze Zeit über getan!
Und es geht uns wirklich gut! In mancher Traurigkeit kommt dann doch immer die Dankbarkeit umso deutlicher hervor!  Es ist dies sicher  vor allem ein Geschenk unseres Herrn und darum auch ein Ergebnis eurer Gebete. Und wenn Gott auch die Gebete nicht so erhört hat, wie wir dies gern gesehen hätten, so hat er sie doch definitiv auch nicht ignoriert, sondern auf seine Weise erhört. Und in mancher Hinsicht hat ER über Bitten und Verstehen gehört und erhört. Und das sagen wir nicht als Vertröstung oder weil es eben bei Christen so sein muss, sondern weil wir es so erleben.
Dabei kommen natürlich immer auch traurige Gedanken zustande, wenn wir irgendwie mit Erinnerungen konfrontiert werden. Es hat ja fast alles in den letzten 5 Jahren mit Puschel zu tun gehabt. Als wir gerade Esther, Puschels kleine Schwester, zum
Bodenseehof, ihrer Arbeitsstelle brachten, kamen wir auf der Rückfahrt genau an der Raststätte zum Halten, an der Puschel vor genau 5 Monaten ihre letzte Autobahnrast gemacht hat(schon mit unerklärbar starken Kopfschmerzen), bevor  dann ein paar Stunden später der Notarzt mit dem Hubschrauber nach Bülow kommen musste... Und dann kommen natürlich auch all die Stunden in Erinnerung, in denen sie sich so unglaublich quälen musste (wir konnten das alles ja nur andeutungsweise auf der Homepage schildern...).  Es ist wirklich kaum zu beschreiben.
Aber dann kommt auch ins Bewusstsein, dass einen Tag später so viele von euch auf diese Seite schauten wie nie zuvor (es waren Ende September an manchen Tagen mehr als 3000 Besucher hier). Und wir durften Puschel sagen: Es beten so viele für dich, dass du wirklich wissen darfst, dass Gott alles in seiner Aufmerksamkeit und Kontrolle hat... Und als sie nicht mehr konnte, da waren viele Beter an ihrer Stelle da! Auch für uns war dies so unglaublich tröstlich und hilfreich!
Es gäbe so viel zu schreiben. Aber ich will eure Geduld nicht strapazieren oder euch langweilen.
Allerdings möchten wir euch gern z.B. noch berichten, dass wir durch eure Gaben in Überweisungen und in Briefen der letzten drei Wochen  mehr als 3000,-€ für „
La Casa de mi Padre“ zusammen bekommen haben. Und uns habt ihr darüber hinaus so viel zukommen lassen, dass wir fast die Kosten der gesamten Beerdigung für Puschel damit bezahlen können. Es ist einfach unglaublich und für uns nur zum Staunen und Danken! Und wir hoffen einfach, dass Gott euch auf Seine Weise zurückgibt, was ihr Gutes getan habt. Denn ER lässt sich nichts schenken, sondern beschenkt uns letztendlich immer selbst.
Es gäbe so viel zu schreiben, vielleicht schreibe ich noch die eine oder andere Mitteilung. Denn es ist kaum zu schaffen, euch allen einzeln zu schreiben. Vielen vielen Dank für alles! Vielen Dank für alle Liebe. Wir sind reich beschenkt. Und es erfreut uns ungemein, dass offenbar viele von euch durch Puschel selbst so beschenkt wurden. Gott ist gut! Ihn wollen wir loben, so gut wir es können (sicher nicht so gut, wie Puschel es jetzt kann...!). Er segne euch!

 

Bülow im März 2012
Liebe Freunde, liebe Verwandte und alle, die ihr in den vergangenen 5 Jahren  immer wieder hier auf dieser Seite gewesen seid - und vor allem alle, die ihr für unsere Puschel - und für viele von euch war und ist sie ja auch eure Puschel - gebetet habt:
jetzt ist es tatsächlich an der Zeit, an dieser Stelle und in dieser Weise hier ein Stück Adé zu sagen. Wir alle mussten vor gut 4 Wochen von Puschel selbst Abschied nehmen. Wir haben - und so viele von euch mit uns - gekämpft um das Leben von Puschel (alias Lydia Holmer). Wir hätten sie mit ihrem strahlenden Lächeln und ihrer so positiven Lebenseinstellung, und vor allem auch mit ihrem Glauben an Jesus, mit dem sie Viele von uns angesteckt und inspiriert hat, so gern noch auf dieser Welt behalten. Sie selbst hat diese Welt geliebt, sie wäre gern noch geblieben. Aber wir wissen, dass sie mit allen Fasern ihres jungen Lebens mit Jesus verbunden sein wollte und nur den einen Wunsch hatte, allen ein Wegweiser zu IHM zu sein. Jetzt ist sie ganz und gar mit IHM verbunden. Es steht nichts mehr zwischen ihr und ihrem Herrn.
Und jetzt müssen wir alle auch ein bisschen Abschied nehmen von dieser Seite. Nicht, dass nicht jeder noch draufschauen könnte, wie und wann er möchte - wir lassen diese Seite hier stehen. Aber es wird nun erst einmal keine neuen Einträge mehr hier geben.
Irgendwann in den nächsten Monaten werden wir hier noch einmal Informationen hinterlassen zu dem Projekt, das nun eventuell konkretere Formen annehmen soll, nämlich, dass es wohl ein Buch geben soll (jedenfalls, wenn Gott das will und die Möglichkeiten schenkt. Wenn ihr das wollt, betet einfach dafür!) mit Puschels eigenen Tagebuchaufzeichnungen. Daran beginnen wir zu arbeiten. Es wird aber auf jeden Fall eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. Denn wir haben diese Bücher bisher ja nie angeschaut, wie ihr wisst. Wenn ihr mögt, betet einfach mit dafür, dass das Ganze so wird, dass es wirklich gelingt und dann (nur) zu Gottes Ehre geschieht. Wir können uns gut vorstellen und hoffen, dass dies für viele eine zusätzliche und für Viele auch eine ganz neue Inspiration sein kann, das Leben konsequent oder neu auf Gott, auf Jesus, auf die Ewigkeit hin auszurichten.
An dieser Stelle nun noch einmal ein riesiges Dankeschön für alle Ermutigung, die ihr uns durch eure Gebete, durch eure Mails, eure Gästebucheinträge und eure Briefe geschickt habt. Auch dass ihr immer wieder auf alle Ideen, die Puschel hatte: Die Glocke für El Salvador, die Karten und Versteigerungen usw. usw., zuletzt nun die Spenden für El Salvador statt Blumen und Kränzen, eingegangen seid. Es ist wirklich eine großartige Art und Weise gewesen, die Gemeinde Jesu in unserer modernen Zeit mit ihren großen Möglichkeiten in Aktion zu sehen. Darüber hinaus habt ihr uns auch als Familie so unglaublich unterstützt. Wir sind unglaublich dankbar, dies alles so erleben zu dürfen.
Was sich in Zeiten neuer technischer Möglichkeiten nicht geändert hat, ist die Liebe Gottes zu uns allen, ist Sein Wort und ist der immer neue Ruf in Seine Nachfolge. Gott liebt es nicht, uns Vorschriften zu machen - ER liebt es, Gemeinschaft mit uns zu haben. Dass wir dafür manchmal auch die Richtung unseres Lebens verändern müssen, ist letztlich kein Muss, sondern ein Vorrecht. Wir dürfen Seine Kinder sein. Puschel sagte: Ich darf Prinzessin des größten Königs sein, und das ist kein Zwang, sondern das Schönste, das es gibt. Christsein ist das fröhlichste Leben, das auf dieser Welt möglich ist, weil Gott selbst allezeit unglaublich nah ist.
Und wenn ihr euch hier weiter und immer wieder umschaut, dann ist das schön. Und wer neu hier hereingekommen ist, der sei herzlich willkommen.
Wir werden uns über Gästebucheinträge oder eMails auch weiterhin freuen.
Gott segne euch alle weiter, ob wir uns kennen oder nicht. Und Gott segne auch diese Seite für viele Menschen, auch dann, wenn Sie jetzt erstmalig hier sind. IHM danken wir von Herzen für alles, was ER uns gerade durch die letzten 5 Jahre geschenkt hat. IHM gebührt alle Ehre!

04. März 2012
In den letzten Tagen hat es hier richtige Internet-Probleme gegeben. Das hat z.T. fast die gesamte HP lahmgelegt. Das tut uns leid. Doch jetzt sollte alles wieder in Ordnung sein...
Für uns ist es immer wieder eine riesige Ermutigung und Freude, zu sehen, dass immer noch so Viele auf die Homepage von Puschel schauen und hier und da dann auch für uns als Familie beten. Wir sind immer neu dankbar für alles, was Gott uns mit und durch Puschel geschenkt hat. Die Traurigkeit, einen so lebensfrohen und von Gott so sehr geprägten Menschen nun nicht mehr auf dieser Welt zu haben, ist groß und wird es sicher auch bleiben. Und auch, wenn wir Gottes Gedanken nicht wirklich verstehen können (
Jesaja 55,8), so erfüllt Gott uns doch auch immer und immer wieder mit großer Dankbarkeit und Freude besonders über die letzten Jahre. Und immer wieder animiert uns das Nachdenken und auch Nachlesen dazu, Gott so zu vertrauen, wie Puschel selbst es offensichtlich getan hat. Man könnte zwar einerseits sagen, sie hätte ja keine Wahl gehabt, der Krebs sei nun mal ihr Begleiter geworden. Aber ich sehe immer wieder, dass wir doch alle in  solchen menschlichen Tiefen und Abgründen immer eine Wahl haben, nämlich wie wir darauf reagieren. Zwei Beispiele aus Puschels kleinem Andachtsbuch von 2009: Am 25. September schrieb sie dort: “Jesus, ich schreie zu dir! Heile meinen Körper! Befreie ihn von den Tumorzellen! Du bist der Einzige, der das wirklich kann. Aber dein Wille geschehe. Du meinst es nur gut”. Und am 2. und 3. Oktober steht dort: “Jesus, du hast es zugelassen, dass ich krank werde. Mein Wunsch ist nur, dass du dadurch geehrt wirst und alle Beteiligten deine Größe und Macht sehen. Du bist mein Fels, dein Wille geschehe. Du meinst es immer gut mit mir! Ich will dich lieben, ich möchte dir danken! Ich bin neu geboren, ich bin dein Kind! Frei! Das nenne ich glücklich! Jesus, ich möchte dir folgen. Heute weiß ich noch nicht, was das direkt bedeutet. Aber du weißt es - und das reicht aus.” Wir wollen nicht Puschels intimste Gedanken zu Markte tragen. Aber so nach und nach merken wir noch mehr, wie sehr für sie das Vertrauen auf Gott ihr Leben bestimmte. Und das kann ja eigentlich nur eine Aufforderung an uns sein, es ihr nachzutun, oder?  Wenn ich doch so denken und beten könnte! Es muss wohl nur noch viel präsenter in unseren Herzen sein, dass Gott der Herr und wirklich da ist und ER allein meine Anbetung verdient.
Aber Eines ist auch klar: Puschel wusste um die Kraft, die in der Liebe Jesu und im Gebet liegt. Sie schrieb am 4. Oktober u.a.:
“Danke für all die Menschen, die für mich beten und mir Gutes tun. Wenn ich von ihnen allen höre, dann werde ich demütig und mein Herz füllt sich noch mehr mit Dank. Ihre Liebe ist deine Liebe.”
Dem können wir uns so nur immer wieder anschließen.  Danke euch allen!!! Und Danke, Gott!!
Dabei haben wir echt das Problem, dass wir es in den letzten Wochen einfach nicht geschafft haben, genügend Leuten zu antworten und euch zu danken für alle lieben Grüße, für alles Gebet und für so manche finanzielle Unterstützung. Wir hoffen sehr, dass ihr es versteht, dass das noch Zeit braucht und vielleicht sogar Mancher nie eine Antwort bekommt. Glaubt uns, wir sind unglaublich dankbar für jedes noch so kleine Zeichen eurer Liebe zu Puschel und auch zu uns.
Einige haben uns geschrieben, wir sollten doch ein Buch über Puschels Geschichte und mit ihrem Tagebuch schreiben. Wir haben das eigentlich nicht vor. Aber wenn es Gottes Wille sein sollte, dann wollen wir es natürlich tun. Deshalb betet doch einfach dafür, dass Gott das für den Fall ganz ganz deutlich macht! Ansonsten kann ja Jeder hier Puschels Geschichte und so Vieles von ihr selbst nachlesen.
Ich werde auf dieser Seite sicher nicht mehr so oft und so viel ergänzen. Aber stehenlassen werden wir sie für die nächsten Zeiten (Monate/Jahre) ganz bestimmt, sodass, wer möchte, immer mal wieder draufschauen kann.

Wer möchte, kann auch auf den Jugendseiten des Evangelischen Nachrichtendienstes  Idea, dem “Idealisten.Net” Puschels Idea-Artikel zweiteilig und in erweiterter Form nachlesen und darüber diskutieren. Auf dieser Homepage gibt es nun auch die Interviews von 2010 als Videos zu sehen (auch auf Youtobe) und den Abschiedsgottesdienst zum Hören. Wer nur die Predigt dieses Gottesdienstes hören möchte, kann das auch separat tun. Viel Freude dabei!
Euch allen ein herzliches Gott befohlen!

12. März 2012
Einige wenige Stimmen gab es in den vergangenen Tagen, die fragten, ob es denn “zulässig” sei, aus Puschels Tagebüchern zu zitieren. Wir haben dann noch einmal länger darüber nachgedacht. Aber letztlich sind wir doch darin überein gekommen, dass es keinen Vertrauensbruch darstellt, wenn wir euch Auszüge aus ihren Tagebüchern geben. Wir wissen, dass sie diese zwar stets unter Verschluss gehalten und sie ja nie für die Öffentlichkeit geschrieben hat. Und wir selbst haben natürlich bisher nie irgendetwas davon gelesen (wir sind überrascht, wieviel sie geschrieben hat).  Allerdings wissen wir auch, dass es immer ihr tiefstes und innerstes Anliegen war, euch, ihre Freunde, und oft auch Menschen, die sie gerade erst kennengelernt hatte, auf den Herrn hinzuweisen, der ihr Leben von Anfang bis Ende bestimmt hat bzw. bestimmen sollte. Das ist ja immer auch in ihren Briefen und in vielen Gesprächen zum Ausdruck gekommen. Darum sind wir sicher, dass sie nun nichts dagegen hätte bzw. hat (wir können ja nicht wirklich sagen, ob sie dies nun aus der Ewigkeit heraus so mitbekommt, aber es ist ja wohl anzunehmen...!?).
Es ist jedoch für uns selbst und unser Leben eine so starke Inspiration, zu sehen, dass sie Jesus in jeder Situation und bei jedem Schritt im Leben mit einbezog, dass wir euch dies gern auch weitergeben möchten. Dass sie dies in dieser Intensität tat, haben wir bisher selbst nicht gewusst. Sie hat dies nie so direkt nach außen getragen, auch wenn sie gern mit allen über Jesus redete.
Doch weil diese intensive persönliche Beziehung zu Jesus in unserer Zeit so schwierig zu sein scheint und offenbar doch so einfach ist, erscheint es uns umso wichtiger, euch das weiterzugeben. Wir haben ja schon öfter gesagt, dass wir sie nicht als eine besonders Heilige im Sinne von fehlerlos sehen und darstellen möchten. Aber ihr selbst habt uns ja in unzähligen Mails geschrieben, dass viele von euch durch Puschel so starke Impulse im Glauben bekommen habt. Wir wissen, das sie natürlich genauso wenig fehlerlos war wie wir alle. Und doch hat sie offenbar ihren Herrn so konsequent in alles mit einbezogen, dass ihr nichts wichtiger war, als mit IHM in Verbindung zu sein und IHN durch sich zu den Menschen reden zu lassen. Ihr wisst ja, wie dies in allen ihren Briefen und Gesprächen zum Ausdruck kam.
Darum möchte ich euch hier einmal zwei Tagebuch-Tage aus ihrer allerersten Zeit in El Salvador aufschreiben, als sie dort angekommen war und sich so langsam in dieses Land hineinfand.

Es ist also eine Rückblende...

28. März 2006 (als Puschel nach El Salvador startete):
“Gott, ich lobe und preise dich für all den Segen, den du mir in meinem Leben gegeben hast. Danke für die Zeit, in der ich Alana, Liesl und Tom´s family besuchen konnte. Vater, du hast die Welt so wunderbar für uns bereitet. Nun beginnt ein neuer Abschnitt in meinem Leben. Gerade bin ich in El Salvador angekommen. Was für ein Segen es für mich war, als ich ein junges Paar im Flugzeug als Nachbarn hatte. Danke für die Ermutigung. Segne sie! Bei 37°C bin ich gelandet. Das Land ist wunderschön. Viele Arten von Bäumen und Vögeln. Ich bin gesegnet mit einem eigenen Bett - und Badezimmer. Von meinem Fenster aus sehe ich einen wunderschönen Sonnenuntergang. Ein Fenster mit Blick in den Garten. Mein Tag geht dem Ende zu. Danke Vater für mein Leben! “You are the light of the world. A city set on a hill cannot be hidden.” Matthew 5:14. (“Du bist das Licht der Welt. Es kann die Stadt auf dem Berge nicht verborgen sein” Matth. 5,14). Ja, Herr, deinetwegen bin ich hier. Lass mich nie vergessen, was ich deinetwegen besitze! Sei du meine Kraft. Ich möchte mehr von dir wissen.”

29. März 2006:
“Vater, diese Welt ist so anders. Hier lebe ich in einer Welt, und doch sind es zwei. Heute habe ich die Kinder das erste Mal getroffen. Dieser Platz ist eine große Herausforderung für mich, zu groß. Aber, Herr, das war dein Plan, nun führst du ihn aus. Ich danke dir. Durch Gespräche ist mir klar geworden, dass ich die (einzige) Krankenschwester von 50 Kindern bin. Ich war erst geschockt, und dann habe ich gebetet. Kurze Zeit später hat mich eine Frau angesprochen, die mir für kurze Zeit hilft. sie hat mir erklärt, dass sie Infos über Krankheiten hat - speziell für El Salvador. Sie hatte immer gehofft, dass es mal jemandem nützt. Danke, dass du sie für diese Woche hergeschickt hast. Spanisch verstehe ich nix. Aber die Kinder liebe ich. Es ist Dauerzustand, ein Kind auf dem Arm zu haben. Heute hat mich ein Kleiner 10min unterhalten, und ich habe nix verstanden. Die Kinder sind arm und doch reicher als viele andere in diesem Land. Ja, und da ist die andere Welt: Ich habe hier einen wunderschönen großen Raum. Die Handtücher werden schon am ersten Tag gewechselt. Mein Zimmer muss ich, glaube ich, nie saubermachen. Ich bin mit Gary Dem Gründer dieses “Kinderheims”) ins Hotel (ein internationales Hilton-Hotel, in dem Gary Direktor ist) gefahren. Das ist eine völlig andere Welt. Menschen sind erstaunt und denken, das sei doch verrückt, dass ich auf dem Flughafen übernachtet habe, bevor ich hierher gekommen bin. Dass ich mir nicht immer ein Hotel leisten kann, versteht hier keiner. Dass ich noch nie mehr als Schweden, Dänemark, Deutschland und Italien gesehen habe und noch nie in Ägypten, oder so, war, ist für sie auch unerklärlich. Ich habe ein Wasser angeboten bekommen, und als es leer war, stand gleich das nächste da - verrückt. Ich bin sicher sehr aufgefallen in meinen kurzen Hosen und Sandalen. Außerdem falle ich sowieso auf, denn die Menschen hier haben alle dunkle Haare. Sogar die kleinen Jungs waren total aufgedreht, weil ich “blond” bin und blaue Augen habe. Gott, ich möchte hier niemandem schöne Augen machen, sondern dir allein dienen und ein Licht sein. Oh, dann ist da noch die Sache, dass ich nie ohne Begleitung irgendwohin kann (wegen der Sicherheit - El Salvador ist das Land mit der weltweit höchste Kriminalitätsrate). Hilf mir, dass ich das nicht zu sehr vermisse. Da ich es liebe, mit dir spazieren zu gehen, ist es eher hart. Vater, segne dieses Zimmer und lass es für mich einen Raum für Spaziergänge mit dir werden. Dein Wille geschehe, Herr. - Gerade höre ich Schüsse aus der Nachbarschaft. Das ist auch so´n Ding. Hier gibt es viele Häuser mit bewaffneten Menschen davor. Auch das Kinderheim hat solch einen Wächter. Vater, danke, dass du dich nie veränderst, auch, wenn sich meine Welt ändert. Du bist mein Fels, auf nichts Anderes möchte ich bauen. Leute nennen mich mutig, weil ich diesen Schritt gegangen bin. Danke, dass ich nicht mutig sein muss und mich auch nicht so fühle, sondern einfach deinen Willen tue. Danke, dass du mein Vater bist. Ich habe dich lieb und möchte deine Liebe weitergeben. Lass mich immer Ich bleiben, ob ich nun im Kinderheim oder im Hotel bin. Nun bitte ich dich um einen tiefen und erholsamen Schlaf.”

(In Klammern und heller und schräg gedruckt: Erklärungen von mir zum Verständnis)

 

Bülow im April 2012
Liebe Freunde, liebe Verwandte und alle, die ihr in den vergangenen 5 Jahren  immer wieder hier auf dieser Seite gewesen seid - und vor allem alle, die ihr für unsere Puschel - und für viele von euch war und ist sie ja auch eure Puschel - gebetet habt:
Wir sind wirklich erstaunt, dass immernoch so viele von euch hier hineinschauen. Und manche haben gefragt, ob wir hier nicht noch was Neues bringen.
Aber da wir von Puschel nichts Neues mehr haben, außer dass wir immer mal Neues entdecken, wenn wir ihre Sachen aufräumen usw.:
Nein, wir wollen die Seite nicht weiterführen. Aber wir wollen euch wissen lassen, wie es uns geht und wie es mit dem Buchprojekt nun aussieht. Also, es sieht jetzt ganz danach aus, dass wir es in Angriff nehmen. Ich habe bereits einen großen Teil von Puschels eigenen Tagebüchern im Computer. Das muss nun alles gesichtet und entscheiden werden, welche Passagen in einem Buch Verwendung finden könnten. Natürlich werden wir davon hier jetzt nichts mehr schrieben. Ihr könnt euch weiter auf diesen Seiten umschauen und dann gespannt sein. Aber vor allem dürft ihr dafür beten, dass, wenn dieses Buch tatsächlich erscheint, es ganz einfach eine Verherrlichung der Größe und Majestät unseres Vaters im Himmel sein wird. Es war Puschels einziger Wunsch, dass jeder durch ihr Leben hindurch Gott und Seine Liebe sehen möge. Und wenn diese Seite und auch ein Buch dazu dienen, dass einige von euch/uns einfach noch entschiedener Gott in die Führung ihres Lebens einbeziehen, dann ist es genau das, was Puschel wollte und wozu das alles dienen soll.
Uns als Familie geht es wirklich gut. Wir sind immer am Neu-sorttieren und -justieren von so vielen Dingen. Denn es war inn den letzten 5 Jahren ja wirklich alles irgendwie von Puschel geprägt. Das merkt man auch jetzt erst so nach und nach. Und natürlich fehlt sie uns an vielen Stellen und in vielen Momenten der Erinnerung. Und oft kommt Traurigkeit durch, klar. Aber doch wir sind immer wieder einfach dankbar für alles, was Gott uns mit ihr geschenkt hat und offenbar ja auch vielen von euch.
An dieser Stelle nun aber auch noch eine Bitte an euch: Uns haben so viele von euch geschrieben. Und ein bisschen belastet es uns schon, dass wir so wenig in der Lage sind, allen gleich oder überhaupt wieder zu schreiben. Bitte verzeiht und habt Geduld. Es ist noch immer Vieles im Alltag nach- und aufzuholen. Wir haben schon vor, möglichst allen irgendwann und irgendwie zu antworten... Seid alle herzlich unserem treuen Gott befohlen!

 

 

 

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