22. September 2011 (2:55 Uhr)
Gerade sind wir gut wieder in Bülow gelandet. Wir hatten am Vormittag einen guten letzten Bestrahlungs-Durchgang mit anschließendem Abschlussgespräch und sind danach so schnell wie möglich losgefahren. Hier sind wir jetzt (2:55h) zwar gut gelandet. Doch Puschel geht es ziemlich miserabel. Sie hat so starke Kopfschmerzen, dass wir nicht so ganz wissen, was wir tun können. Möglich, dass wir ihr gleich noch einen Flüssigkeits-Tropf anhängen müssen, damit sie genug Flüssigkeit bekommt. Denn natürlich hat sie wenig getrunken, um unterwegs nicht so oft das Problem mit der Toilette zu haben. Da beißt sich die Katze dann einfach selbst in den Schwanz... Nun hoffen wir einfach, dass sie sehr schnell zur Ruhe kommt, gut schlafen kann und dann die Bestrahlung ohne große Nebenwirkungen einfach das ausrichtet, was sie soll. Wir danken euch allen so sehr für eure Gebetsunterstützung in den letzten Wochen und Tagen. Vielen Dank auch für alle Zeichen und Signale dafür! Gott segne euch! Und vielen Dank, dass ihr auch weiter für Puschel betet! Wir halten euch weiter auf dem Laufenden. In Heidelberg hatten wir ein echtes Internet-Problem, sodass ich euch nun doch noch in der Nacht (wir müssen sowieso abwarten, wie es Puschel in der nächsten halben Stunde geht...) schnell das Neuste berichten wollte.

22. September 2011 (08:30 Uhr)
Der letzte Eintrag von heute Nacht (siehe unten) ist gerade vollständig überholt worden. Ihr könnt es an den zwei Fotos hier unten sehen. Puschel ist gerade mit Blaulicht und Notarzt abgeholt und nach Güstrow gebracht worden. Sie hatte heute Morgen (wir haben gerade drei Stunden geschlafen) plötzlich steigendes Fieber und war nicht mehr ansprechbar. So blieb uns keine andere Möglichkeit als 112 anzurufen. Der Notarzt kam sehr schnell mit Hubschrauber und Auto und hat alles Nötige in die Wege geleitet, um alles Weiter zu veranlassen. Bitte betet einfach, dass die Ärzte herausfinden, was der Grund für das alles ist. Betet bitte auch um Ruhe für Eva-Maria, die mit im RTW sitzt und Auskunft über alle Hintergründe geben will (Puschel hat ja im Hintergrund eine riesige Menge an Medizin usw.) Ich werde nun hinterherfahren. Wir melden uns...

22. September 2011 (22:30 Uhr)
Viele von euch warten auf Nachrichten über Puschels Ergehen. Wir sind gerade wieder zurück aus dem Krankenhaus. Wie ihr an den Bildern seht, liegt Puschel mal wieder auf einer Intensivstation. Wieder ist es sehr ernst. Und wir wissen noch nicht, wie es ausgehen wird. Durch eine Rückenmarks-Punktion konnte sehr schnell festgestellt werden, dass Puschel eine bakterielle Meningitis(Hirnhautentzündung) hat. Man konnte das Bakterium schnell bestimmen und dann direkt eine Therapie dagegen einleiten. Es ist damit zu rechnen, dass die Infektion bereits morgen im Wesentlichen überwunden sein dürfte. Allerdings, welche Folgen das Ganze für ihre Hirnfunktionen haben wird, das kann man noch längst nicht sagen. Und natürlich setzt da auch unser Hoffen, Bangen und Beten ein. Und vielen Dank, dass ihr so sehr dabei seid und mitbetet! Wir werden morgen natürlich wieder zu Puschel fahren und euch dann auch weiter auf dem Laufenden halten

23. September 2011 (20:30 Uhr)
Ein kurzes Update für alle, die einfach wissen wollen, was sich bei Puschel getan hat: Grundsätzlich heute  nicht viel! Allerdings hat offenbar die antibiotische Therapie bewirkt, dass die bakterielle Infektion weitestgehend abgeklungen ist. Im Blut war nichts mehr nachweisbar. Man hat heute noch eine Lumbalpunktion durchgeführt, um dies zu verifizieren. Allerdings haben wir davon das Ergebnis noch nicht. Ebenso werden wir wohl morgen erst die Ergebnisse von anderen Untersuchungen bekommen, etwa einem MRT und CT vom Kopf und auch vom Becken. Puschel ist immernoch nicht aufgewacht. Allerdings hoffen wir, dass dies morgen passiert. Im Moment halten die Ärzte es noch für normal, dass sie immernoch bewußtlos ist. Spannend wird es auch, wenn sie erwacht, wie für sich für sie dann die Schmerzsituation darstellt. Denn man hat ja zwischenzeitlich alle Schmerzmittel abgesetzt und die Schmerzpflaster entfernt. Immer wieder vielen vielen Dank für alle eure Grüße und Signale der Liebe und für eure Gebete! Das ist so ermutigend und großartig für uns alle Und ich bin sicher, Puschel wird das verstehen, wenn wir es ihr erzählen!

24. September 2011 (20:30 Uhr)
Jetzt bin ich zurück von einem Tag bei Puschel. Heute am Samstag war viel Zeit und Möglichkeit, mit einer freundlichen diensthabenden Ärztin und sehr lernbereiten Schwestern an der Verbesserung der Situation für Puschel zu arbeiten. Das Hauptproblem, das vorauszusehen war, war die Phase, in der ihr Bewusstsein zurückkommt und sichtbar wird, dass das Gleichgewicht der Schmerzsituation komplett aus dem Lot geraten war. Das geschah weitestgehend heute. Dabei war das Problem, dass zwar das Bewusstsein zurückkam, sie sich aber überhaupt noch nicht äußern kann. Heute mittag war zu sehen, dass sie enorme Schmerzen hatte, die Schmerzmittel aber bei weitem nicht ausreichten. Die Ärztin war glücklicherweise bereit, auch völlig unkonventionell zu entscheiden. so konnte Puschel dann doch nach und nach annähernd genug Schmerzmittel in die Venen bekommen, sodass sie dann immer ruhiger wurde. Ein Problem war auch die Lagerung auf einem vergleichsweise extrem harten ITS-Bett. Dieses Bett verursachte enorme, eigentlich unnötige, Schmerzen. Natürlich kann man dafür niemandem einen Vorwurf machen, aber für Puschel war es ein riesiges Problem. Wir konnten dann sogar von zu Hause Kissen u.ä. mitbringen, sodass Puschel nun auch hier Linderung erfährt. Morgen oder übermorgen bekommt sie dann eine superweiche Matratze. Beim Umbetten auf die weichen Kissen, hat sie mich einmal direkt angesprochen, noch etwas unwillkürlich wegen der Schmerzen, aber immerhin. Wirklich bewusstlos ist sie offensichtlich nicht mehr Es ist immer wieder gefragt worden, woher nun die Infektion der Meningitis kommt. Wir wissen es nicht. Aber wir sind froh, dass es erst einen Tag nach der letzten Bestrahlung kam. Denn wäre es eine Woche davor passiert, wäre diese bestimmt abgebrochen und nicht zu Ende geführt worden. Gerade ist Silas, Puschels kleiner Bruder, mit seiner Freundin, Maria, zurückgekommen. Heute Abend hat sie um ersten Mal gezielt den Schwestern gesagt, dass sie etwas braucht... So sind wir erst einmal dankbar und voller Hoffnung, dass sie bald wieder in eine gewisse Normalität zurückkehren kann. Und wieder: Vielen vielen Dank euch allen, die ihr für Puschel und für uns betet!!! Gott hört und erhört Gebet! ER ist da, auch, wenn es manchmal zwischenzeitlich anders aussieht!

 

25. September 2011 (22:30 Uhr)

Heute waren Esther, Puschels Schwester und ich fast den ganzen Sonntag bei Puschel. Es hat sich wiederum viel ereignet. Denn am Morgen sagte die Ärztin noch, Puschel sei wieder tief im Koma und hätte keine Möglichkeit zur Kommunikation. Doch als wir sie dann weicher betten wollten, damit die Schmerzsituation noch etwas weniger angespannt ist, hat sie fast normal begonnen, zu sagen, wie es ihr geht und was ihr wehtut. Danach hat sie sich die Zähne putzen lassen und den Mund gespült. Heute Abend hat sie mit ihrem Bruder Titus und seiner Frau fast normal kommuniziert. Den Plüschhund, den die Beiden von ihren Kindern Salome und Hellena mitgebracht hatten, hat sie danach nicht mehr losgelassen... Für zwei Stunden ist nun am Abend noch einmal Eva-Maria bei ihr. Der Neurologe, der sie behandelt, war sehr erstaunt darüber, das Puschel so schnell das Bewusstsein wiedergewinnt. Bei der extremen Schwere dieser Infektion und der gesamten Grunderkrankung war das absolut nicht zu erwarten. Nun wird es drauf ankommen, dass die starke Schwellung im Gehirn schnell zurückgeht und Puschel die verschiedenen Medikamente gut verträgt, um diese vielleicht tiefste körperliche Krise bisher überhaupt zu überwinden. Es ist wohl schon jetzt ein Wunder Gottes, auch, wenn sie noch längst nicht über den Berg ist. Gott kann einfach auch in den nächsten Tagen seine Hände über ihr halten. Er hat es bisher sichtbar getan! Und wenn ihr dafür von Herzen dankt und für die nächsten Tage von Herzen weiter mitbetet, sind wir euch von Herzen sehr dankbar!!

 

26. September 2011 (22:30 Uhr)
Es war uns besonders wichtig, dass  nun, da Puschel, zumindest im Großen und Ganzen, das volle Bewusstsein wieder hat, ihre Magensonde mit einem Schlauch durch die Nase bis hinunter in den Magen, wieder entfernt wird. Dieser Schlauch hat ihr doch eine Menge Schmerzen und Unwohlsein beschert. Es war sicher für die Tage der Bewusstlosigkeit wichtig. Doch es war beschwerlich für Puschel mit dem Schlucken und bei jeder Kopfbewegung. Wir haben heute Morgen intensiv mit der behandelnden Oberärztin darüber gesprochen. Sie wollte es nicht. Doch als wir dann kurz vor dem Mittag bei Puschel im Zimmer waren, war der Schlauch schon entfernt. Das ist nun für Puschel eine wirkliche Erleichterung. Allerdings muss sie nun versuchen, normal zu trinken und zu essen... Die Schmerzsituation und -medikation ist noch immer nicht optimal. Puschel hat zeitweise offensichtlich heftige Schmerzen. Weil aber ihr Kopf doch noch extrem beansprucht ist und der Rückgang der Schwellungen im Gehirn im Moment im Vordergrund stehen, kann das alles nur sehr langsam optimiert werden. Puschel ist zwar wieder bei Bewusstsein. aber sie ist extrem schwach und extrem schwerkrank! Es ist weiter unser Gebet, dass Gott ihr Ruhe schenkt, den inneren Frieden erhält und sie so schnell wie möglich in eine gewisse Normalität zurückbringt. Er allein weiß, warum ER Puschel nun dieses Ganze auch noch zumutet. Vielleicht zeigt Er es uns ja eines Tages einmal... Danke für euer Mitbeten!

 

20:00 Uhr 
Den Eintrag oben habe ich heute in der Klinik geschrieben, direkt am Bett von Puschel. Ich hatte dazu ziemlich viel Zeit, weil wir Puschel einfach schlafen lassen wollten, nachdem sie einmal zur Ruhe gekommen war. Ich habe einige Male Gott einfach nur angefleht, Puschel jetzt sichtbar zu berühren und seine heilenden Hände einfach auf sie zu legen... Offensichtlich hat ER es getan. Denn am Abend, als die Schwester von Eva-Maria, also Puschels Tante kam,um us abzulösen,  wollten wir ihr, wenn sie wieder aufwacht, etwas zu essen zu geben versuchen und auch eine Tablette zum Schlucken. Sie wachte auf, weil die Schwester ihr eine Spritze geben musste. Dann kam die Zeit zum Tablette-Schlucken und zum Essen und Trinken. Und das ging alles bestens.Von da ankonnten wir uns wie nie zuvor in den letzten Tagen mit Puschel eine Stunde lang richtig gut unterhalten. Wir haben über alles gesprochen, ihr alles erzählt, was in den letzten Tagen passiert ist. Sie war voll orientiert, auch wenn sie natürlich von den letzten Tagen kaum etwas überhaupt mitbekommen hat... Kurzum - für uns war es ein Wunder! Ich will nicht euphorisch sein, denn man muss sicher damit rechnen, dass es morgen früh wieder anders aussieht. aber ich wollte euch dies gern auch unter diesem Eindruck mitteilen. Wir haben gerade hier zu Hause ersteinmal gesessen und Gott gedankt!! ER kann!

 

27. September 2011

Heute geht es Puschel nicht wirklich besser. Mit ihrem Bewusstsein und ihrer Präsenz ist es gerade schlechter bestellt. Sie hat enorme (offensichtlich) Nervenschmerzen, besonders in den Beinen. Dies rührt sicher auch daher, dass diese Meningitis bei ihr so stark ausgeprägt ist, wie auch die Intensiv-Mediziner hier das sehr selten vorfinden. Doch das kennen wir bei Puschel ja schon so, dass alles ein bisschen extrem ist... Nun müssen wir einfach von Gott erwarten, dass er auch besonders extrem “zupackt”... Er kann es ja tun, das wissen wir. Und wenn ER ihr dies alles zumutet, dann dürfen wir erwarten, dass ER zu seinem Wort auch steht und sie nun auch in aller Dunkelheit trägt und bei ihr ist und sie dies auch spüren lässt (Psalm 23). Wir sind für jede Stunde dankbar, in der sie einfach ruhig schlafen kann. Gerade war ein Gespräch mit der Oberärztin über eine völlig neuartige Behandlungsmöglichkeit für Lungen- und andere Metastasen. Vielleicht kann ich das dann später einmal genauer erklären. Und vielleicht war dies ein  Schlüsselgespräch, das uns, wenn Puschel hier einmal “heil” herauskommen sollte, weitere Möglichkeiten eröffnen kann... Gerade wird die Frage ausgelotet, ob es möglich ist, Puschel mit einer Schmerztherapie direkt an der Nervenwurzel auch in dieser prekären Situation zu helfen. Bitte betet einfach mit dafür. Wir wollen ja geduldig sein und Stück für Stück weiterkommen. Aber wenn man dann Puschel zu sehr leiden sieht und dann nur daneben stehen kann, ist das schon etwas schwierig... Schön, dass wir sooo viele Freunde und Geschwister an unserer Seite haben!!! Ein großes Vorrecht!

 

28. September 2011

Es ist ganz offensichtlich so: Puschel ist wieder wach!! Sie war heute den ganzen Tag in Aktion. Sie hat getrunken und gegessen (ihr könnt es an dem linken Foto oben sehen- schon das ist ja zur Zeit  ein Nachricht.). Es gab heute Vormittag  eine lange und große Visite. Schon morgen könnte Puschel auf die normale Neurologie im Güstrower Klinikum verlegt werden. Heute Abend rückt nun etwas mehr wieder die ganz “normale Schmerzproblematik” in den Vordergrund. Es muss nun versucht werden, ein neues Gleichgewicht in den Schmerzmitteln herzustellen. Das ist für Puschel nicht leicht, zumal sie ja immernoch sehr schwach ist. Danke, dass ihr weiter für sie betet!! Aber im Vordergrund insgesamt steht doch der Dank an Gott, der ihr durch diese tiefen Stunden so hindurchgeholfen und sie getragen hat!  

Dies ist mein Eintrag von heute Nachmittag direkt aus der Klinik. Ihr müsst jedoch danach unbedingt den Eintrag ganz unten auch noch lesen...!

29. September 2011

Puschel hat die Infektion der Meningitis offensichtlich außergewöhnlich schnell überwunden. Für uns ist dies wirklich Gottes Wirken. Selbst die Ärzte sind darüber sehr erstaunt.  Was sie nur jetzt nicht so richtig in den Griff kriegen, ist die Sache mit Puschels Schmerzen. Sie hat ja schon vor der Noteinlieferung in die ITS extrem viele Schmerzmittel gebraucht. Nun braucht sie natürlich mindestens so viel wie vorher, eigentlich Einiges mehr, logisch. Doch mit diesen Mengen kann man dort offenbar nicht so recht umgehen. Denn normalerweise bekommt man bei solchen Mengen längst Atemdepressionen. Doch Puschel ist diese Mengen ja seit langem gewöhnt. Dummerweise musste sie heute in ein ausführliches Kopf-MRT, das die Schmerzspirale richtig angeheizt hat... Es ist auf der einen Seite zu verstehen, dass die Ärzte damit vorsichtig und verantwortungsvoll umgehen wollen. Aber wenn jemand gerade aus dem Koma zurück ist und  dann vor Schmerzen kaum zur Ruhe und zum Schlafen kommt, ist das echt blöd. Wir wissen, dass die Ärzte sich wirklich Mühe geben. Aber betet bitte einfach mit dafür, dass ihnen das Richtige wirklich einfällt und Puschel sich nun erholen kann von den Strapazen der vergangenen Tage. Danke euch für alles! Und dann lasst uns Gott gemeinsam danken für all sein Wirken!

 

30. September 2011

Puschel ging es heute den ganzen Nachmittag wirklich gut. Bis zum Mittag allerdings war es wieder sehr sehr schwierig. Sie hatte eine Lumbalpunktion zu überstehen (das ist eine Punktion im Bereich der Wirbelsäule), die ihr offenbar sehr zugesetzt hat. Danach hatte sie so sehr Schmerzen in den Beinen, dass sie erst nach längerem Hin und Her (leider) genug Schmerzmittel bekam, um annähernd schmerzfrei zu sein. Danach allerdings gings ihr sehr gut, sie konnte wieder scherzen, konnte Briefe (von etlichen von euch) ansehen und vorgelesen bekommen und sogar ein Video von ihrem Patenkind in Canada anschauen... 
Wir hoffen nun einfach, dass sie genug Ruhe (und auch Schmerzmittel...) bekommt, dass es dann auch einfach bald wieder nach Hause gehen kann... Gott hat zwar das alles zugelassen, aber ER hat auch gnädig hindurchgetragen. Danke immer wieder für alle eure Gebete und Unterstützung!

 

01. Oktober 2011

Nun hat wieder jeder Tag “seine eigene Plage”. Und so wollen wir jeden Tag aus Seiner Hand nehmen... Heute stellte sich heraus, dass der Venenzugang nicht in Ordnung war und möglicherweise so das Schmerzmittel auch in den letzten tagen schon Probleme hatte, richtig an den “Ort des Geschehens” zu kommen. Dann müsste es uns auch nicht mehr wundern, dass Puschel ständig Schmerzprobleme hatte. Das war auch heute wieder echt ein Problem. Ansonsten ging es Puschel wieder sehr gut. Eva-Maria war den ganzen Tag über bei ihr. Und das war gut. Nun hoffen wir, dass sich alles gut regulieren lässt. Und wir hoffen, dass der Meningitis-Keim endgültig verschwunden ist und Puschel sich schnell erholt.

 

02. Oktober 2011

Heute hat es Puschel sehr schwer gehabt mit dem Kampf gegen die Schmerzen. Eva-Maria war den ganzen Tag bei ihr und hatte sich permanent mit den Ärzten auseinanderzusetzen, damit Puschel wenigstens immer etwas mehr an Schmerzmitteln bekommt und es wenigstens etwas erträglicher wird. Wir sind etwas hilflos, wenn man hier offenbar kaum Möglichkeiten sieht, ihr die Schmerzen wenigstens zeitweise zu nehmen. Betet bitte einfach mit dafür, dass es morgen einfach entspannter wird. Morgen ist Feiertag und auch nur Notbesetzung in der Klinik. Und da wagt man dann noch viel weniger, die Dosis zu erhöhen. Man hat hier einfach extrem Angst vor Atemdepressionen. Doch im Normalfall hat man es mit Menschen zu tun, die bislang nie Opiate zu sich genommen haben. Aber Puschel ist ja extrem viel davon gewöhnt... Wir müssen es weiter in Gottes Hand legen! Er kann! Und ich bete, dass ER  tut! Ich sitze grad (0:30Uhr) neben ihrem Bett. Jetzt ist sie nach einer (mühsamst abgetrotzten) Erhöhung der Dosis gerade eingeschlafen. Sie zuckt noch viel und ist unruhig, aber sie schläft...

 

03. Oktober 2011

Nun haben wir die Feiertag erst einmal so ziemlich überstanden. Hoffen, Puschel kommt jetzt zur Ruhe und kann gut und lange schlafen. Noch sitzen wir hier, und sie ist munterer (22:00 Uhr) als Mancher von uns um diese Zeit... Und dabei haben die Ärzte hier immer Angst, sie würde einschlafen von den Schmerzmitteln und nicht wieder aufwachen... Am Morgen war zu befürchten, dass sie einen Darmverschluss hätte. Doch das hat sich durch einige Tests nicht bewahrheitet. Wir hoffen, sie bald nach Hause bekommen zu können. Doch ganz ist die Antibiotika-Therapie noch nicht vorbei. Außerdem sind ihre Entzündungswerte im Blut und auch die Temperatur etwas angestiegen... Ansonsten ist sie ziemlich fit, wenn auch zeitweise im Denken und im Reden etwas durcheinander. Sie braucht einfach die Ruhe und das Umfeld von zu Hause...

 

04. Oktober 2011

Nun sieht es hier fast nach einem “Showdown” aus. Heute hat sich das so zugespitzt, dass die Entzündungswerte weiter angestiegen sind und Puschels Schmerzen ins Unermessliche steigen. Wir überlegen sehr, sie morgen zu uns nach Hause zu holen, um das Schmerzmanagement dann hier so machen zu können, wie Puschel es braucht. Wir wollen morgen eine Lumbalpunktion abwarten, um ausschließen zu können (oder eben nicht), dass das Nervenwasser (Liquor, dort befinden sich Meningitiskeime) sauber ist und die Entzündung gegebenenfalls von der Lunge kommt.... Sie bekommt jetzt schon ein anderes Antibiotikum: Bitte betet einfach für Puschel, dass Gott sie so einhüllt in seine Hände, dass sie von allem eigentlich nichts mitbekommt (das ist unsere Hoffnung!). Wenn Gott sie genesen lassen will, dann kann er das jederzeit tun. Wenn er das nicht will, dann ist sie zu Hause am besten aufgehoben. Betet bitte um Weisheit, dass die Ärzte, aber auch wir die Dinge richtig sehen und entscheiden können. Wir wollen in keinem Fall, dass Puschel sich dort im Krankenhaus zu Ende quält!

 

05. Oktober 2011

Nun wartet ihr alle sicher auf Nachrichten. Und die will ich euch noch schnell geben. Denn für uns ist es ein großes Geschenk, durch solche Situationen nicht ohne unseren Herrn und die Unterstützung so vieler Geschwister gehen zu müssen. Es kamen viele Rückmeldungen von euch, und wir wissen, dass Viele auch so einfach nur für Puschel beten  Wir haben im Hintergrund die Gewissheit gehabt, dass eigentlich keine Entscheidung falsch sein kann, wenn so viele dafür beten (wir selbst haben es ja auch getan) und so Gott die richtigen Gedanken initiiert.

Wir haben heute erreicht, dass sie erstmals eine annähernd ausreichende Schmerzversorgung bekommt, sodass diese Nacht nicht mehr so ein Alptraum werden muss. Es ist  immer jemand bei ihr. Und wir haben für morgen eine “Heimholaktion” anvisiert. Das heißt, es soll so vorbereitet werden, dass wir sie morgen nach Hause bekommen. Bitte betet mit, dass es möglich wird! Wenn Gott Gnade gibt und nichts Dramatisches dazwischenkommt, wird sie morgen Abend zu Hause sein. Das ist aus unserer Sicht für sie das Beste! Gott hat es in der Hand! Danke für alle eure Liebe, Unterstützung und Gebete!!

 

06. Oktober 2011

Leider sind wir heute erst  sehr spät aus der Klinik gekommen..

Es ist unglaublich, dass ihr alle die momentane Dramatik so anteilnehmend mitmacht. Und wir haben sehr gespürt, dass so viele gebetet haben und Gott uns geleitet hat. Wir haben aus heutiger Sicht gestern alles richtig entschieden! Danke für alles Gebet! Ich erzähle: Gestern sah es zeitweise sehr danach aus, dass es der letzte oder vorletzte Tag für Puschel sein könnte. Für Puschel bleibt das ZuHause das Beste. Aber seither hat sich die Situation ziemlich geändert und entspannt. Und das in mehrerlei Hinsicht: 1. Die Oberärztin der ITS ist seit gestern bereit, Puschel die Schmerzmittel zu geben, die sie wirklich braucht. 2. Es gibt keine Bauchfell-, Lungen- oder sonstige Entzündung. 3. Es konnte heute Vieles neu geklärt werden. 4. Die Onkologen aus Heidelberg haben uns die Info gegeben, dass der Tumor gut in der Lage sein kann (besonders nach der und durch die Bestrahlung), diesen extrem hohen CAP-Wert (das ist ein Wert, der eine Entzündung im Blut anzeigt) anzuzeigen, ohne dass eine Entzündung da ist. Wir haben heute bereits alles vorbereitet, gemeinsam mit unserem Hausarzt, um Puschel nach Hause zu holen. Auch die für zu Hause notwendige externe Schmerzmittelpumpe war schon eingerichtet. Doch es standen am Ende so große Mengen an Schmerzmitteln im Raum, die notwendig wären, dass man uns damit nicht nach Hause entlassen darf... Gleichzeitig entspannte sich heute morgen nach einer extrem heftigen Nacht mit extremen Schmerzmittelmengen die Situation sehr.  Das sah zwar heute Abend wieder nicht mehr so gut aus. Aber es kamen dann doch ganz andere Überlegungen ins Spiel: Puschel könnte am besten auf eine Palliativstation des Rostocker Uniklinikums oder auf deren Onkologische Klinik verlegt werden. Und genau darum geht es jetzt. Ich werde morgen Vormittag Gespräche dort in Rostock haben, die das ausloten und klären sollen. Dann könnte sie, wenn alles gut geht, schon morgen dorthin gebracht werden. Wenn sich dort die Dinge (auch alle Krebsbefunde und eventuellen Bestrahlungsfolgen beruhigt und geklärt hätten, könnte sie auf eine dauerhafte Schmerzmedikation eingestellt und nach Hause entlassen werden (das ist ein wenig unser Traum). Wenn ihr dafür beten würdet, wäre das klasse. Es geht um gute klärende Gespräche morgen und danach um eine schnelle gute und für Puschel schonende Verlegung. Und dann darum, dass die gesamte in den letzten Tagen so sehr eskalierte Situation von den Rostockern beruhigt werden kann. Unsere Hoffnung ist, dass wir dort mit Puschel auf Leute treffen, die wirklich bereit sind, sich auf sie und ihre extreme Gesamtproblematik einzulassen und einzustellen. Vielen vielen Dank für eure so treue Begleitung in allen Wendungen. Es ist eine extreme Ermutigung und Stärkung!

 

07. Oktober 2011

Natürlich geben wir euch auch heute ein Update über Puschels Ergehen. wir kommen gerade von der Klinik nach Hause zurück  und wollen euch dieses auch gleich geben. Puschel hatte eine relativ ruhige Nacht. Der Tag war natürlich nicht so ruhig, aber am Nachmittag konnte sie auch noch einmal ein paar Stunden zur Ruhe kommen. Dafür sind wir sehr dankbar, weil genau das das größte Problem ist. Heute Abend hat sie zum ersten Mal sogar gegessen, war aber sehr mit Schmerzmitteln belegt, sodass sie die Augen kaum aufmachen kann. Da hoffen wir nun natürlich, dass das bald besser wird. Denn morgen früh wird sie nun definitiv in die Onkologische Klinik nach Rostock verlegt. Ich bin heute dort gewesen und konnte mit den Ärzten in aller Ruhe über das sprechen, was perspektivisch in medizinischer Hinsicht und vom Krankheitsstadium her zu erwarten ist und was der nachfolgende Aufenthalt auf einer angeschlossenen palliativen (http://palliativ.med.uni-rostock.de/) Station bringen soll und bringen kann. Uns und auch Puschel selbst kommt es ja vor allem darauf an, so schnell wie möglich mit einer vernünftigen und praktikablen Einstellung auf Schmerzmittel nach Hause zu kommen. Natürlich kann man jetzt nicht sagen, wie lange das dauern kann und wird. Ich hatte heute wirklich sehr den Eindruck, dass man dort aber genau das versuchen will und der Patient mit seinem Leiden für die letzte und vor ihm liegende Wegstrecke im Mittelpunkt steht. Natürlich wissen wir alle, auch Puschel, wie ernst es mit ihrer Krankheit steht. Und wir wissen nicht, wieviele Tage, Wochen oder Monate Gott ihr noch geben will. Aber wir sind jetzt erstmal dankbar, dass dies so möglich ist und sie dort wirklich in gute Hände kommt. Und letztendlich ist sie ja (wie auch in den letzten Tagen) in Gottes Hand! Wir halten euch natürlich weiter auf dem Laufenden. Heute wollen wir nun wirklich für diese neue Möglichkeit dankbar sein, gerade weil wir ja so unvermittelt in alles hineingestolpert sind. Wir sind sehr dankbar, dass die Ärzte dort so plötzlich bereit sind, sich umfassend um Puschel zu kümmern. Und an euch immer wieder vielen Dank für eure Gebete für Puschel.

 

08. Oktober 2011

Nun komme ich gerade von Rostock...!! An den Fotos könnt ihr die Abfahrt sehen und am Ende das gemeinsame Quartier von Eva-Maria und Puschel... Der Tag war heute ein ziemliches Auf und Ab. Der Transport lief sehr verspätet, aber dann gut. Die Übergabe und der Einstieg in Rostock war recht holperig. Puschel hatte heute ganz sicher nicht weniger Schmerzen als in den letzten Tagen, leider. In Rostock war jedoch alles sehr freundlich und nett. Man hat sich von Anfang an richtig Mühe gegeben, wenngleich das nicht sofort zu einem befriedigenden Ergebnis führte. Wir standen noch heute Abend am Bett von Puschel und haben gemeinsam gesagt: Herr, dein Wort sagt: “Alle eure Sorgen werft auf IHN, denn ER sorgt für euch” - nun bitte, bitte tu das auch! Nach allem teilweise sehr schweren Kampf des Tages waren wir schon richtig verzweifelt. Aber als wir so hilflos Gott darum baten, für Puschel zu sorgen (der Arzt hatte gerade die Schmerzmittel erhöht und ein zusätzliches Beruhigungsmittel als Tropf angehängt) schlief Puschel plötzlich ein...! So hat sich Eva-Maria neben sie auf den Liegestuhl gelegt, und so bin ich dann am Ende dankbar nach Hause gefahren... Unser Gebet ist, dass die Ärzte ihr nun gut durch die Nacht und über den Sonntag helfen und dann ab Montag an einer besseren Medikation arbeiten können. Danke, dass ihr mitbetet. Puschel braucht es wirklich weiterhin! Dankbar wollen wir  trotz aller Widrigkeiten und Problem dafür sein, dass man sich in Güstrow wirklich Mühe gegeben hat und uns die Möglichkeit, auf der ITS rund um die Uhr Puschel zu begleiten. Wir sind auch dort mancher besonderen Freundlichkeit begegnet.

 09. Oktober 2011 7:30 Uhr

Eigentlich wollte ich heute unseren Gemeinde-Gottesdienst mit meinem Vater gemeinsam gestalten. Jetzt fahre ich doch wieder direkt zu Puschel. Sie hat wieder Fieber, die Schmerzen werden nicht geringer. Es ist völlig offen, wie dieser Tag enden wird. Wie gut, zu wissen, dass doch alles in Gottes Hand liegt. Manchmal fragt man sich, wo Gott denn ist mit Seiner Macht und Herrlichkeit. Aber wir leben in dieser Welt, die IHN nicht will. Und wir wissen dass Sein herrliches Reich viel besser ist, ganz gewiss auch für Puschel... Danke, wenn ihr dennoch für Besserung und Linderung betet!

 

09. Oktober 2011

Als ich heute von Puschel wegfuhr, hatte sie gerade zwei Stunden am Stück geschlafen. Das ist schon erst einmal eine Wohltat. Es ist immer noch Fieber da. Aber insgesamt läuft es. Und dass das so ist, ist schon ein Wunder. Denn diese Menge an Medikamenten, ist schon ein Wunder für sich. Aber bekanntlich ist Gott ja gerade darin gut. Wir hoffen einfach, dass nun morgen etwas intensiver an einer ausgewogeneren Schmerzmittelmischung gearbeitet werden kann. Auf der Onkologie dort in Rostock ist sie auf jeden Fall erst einmal wirklich an der richtigen Stelle. Die Pflegekräfte und Ärzte gehen wirklich jetzt so auf sie ein, dass es alles möglichst schmerzfrei funktioniert. Eva-Maria kann wieder im Zimmer bei Puschel übernachten. Meine “Schicht” beginnt dann dort morgen früh... Unser Gebet ist jetzt einfach, dass Puschel die Nacht gut übersteht, eventuell soll sie morgen schon auf die Palliativstation. Aber auch jetzt schon ist ihre Versorgung so gut, dass wir wirklich den Eindruck haben, dass sie besser nicht sein kann, wenn man die Umstände bedenkt. Gerade jetzt ist sie wieder unruhiger und braucht immer wieder mal einen Schmerzmittel-Bolus. Und leider ist sie seit Tagen nicht mehr ansprechbar. Jetzt haben sich offenbar auch noch ihre Bindehäute an den Augen entzündet. Wie dieser Tag enden wird (siehe Eintrag von heute früh - unten), wissen wir also auch jetzt noch nicht...) Alles in allem sind wir jetzt jedoch sehr dankbar. Natürlich kann es jeden Moment wieder ganz anders sein... Es liegt einfach weiter alles in Gottes Hand. Denn die Möglichkeiten der Ärzte sind wirklich eng begrenzt. Doch Gott kann ihre Möglichkeiten ja locker auch erweitern. Und wenn ER Puschel zu sich nehmen will, dann beten wir nur, dass ER es möglichst hier zu Hause, wenigstens aber so tut, dass sie friedlich und ohne Qual einschlafen kann. Gott kann!

 

10. Oktober 2011

Es gibt heute  nicht so viel zu berichten... Es bleibt einfach die Frage: Wie wird es weitergehen können mit Puschel? Woher kommen diese “absolut unanständigen” Schmerzen? Wie lange kann ein Körper diese extrem hohen Dosen Schmerzmittel vertragen? Wann kann sie vielleicht in die Palliativstation? Wird sie diese überhaupt erreichen? Es gibt jede Menge Fragen.
Heute hatte sie einen relativ ruhigen Tag, hat viel geschlafen, aber immer auch Phasen mit heftigen Schmerzattacken gehabt. Unser Gebet ist einfach, dass der Grund für diese unglaublichen Schmerzen sichtbar wird und langsam verschwindet. Gott weiß, woher das kommt. Und ER weiß auch, wie´s weggeht, logo... Und wenn Er, wie Er es in der heutigen Losung aus 5.Mose2,7 sagt, unsere Not und Sorgen auf sein Herz genommen und so sozusagen zur Chefsache erklärt, dann wollen wir IHM vertrauen, dass Er sein Kind nicht unnötig (man fragt sich ja schon, wozu das überhaupt nötig sein kann...) so leiden läßt. Und wir wollen IHM vertrauen, dass dies wirklich gut so ist. Seine Gedanken sind wirklich höher als unsere...(Jes.55,8) Heute hatte sie offenbar zu den Schmerzen irgendwie auch einen emotionalen Tiefpunkt, wo sie dann einfach nur geweint hat. Es ist so schwer, wenn die Schmerzmittel alles so sehr überlagern, dass sie sich  verständlich noch die Augen  auf machen kann. Bitte betet einfach mit, dass sie diese “Wüstenwanderung” auch emotional unbeschadet durchsteht. Sie ist Gottes Kind, und sie ist enorm stark in ihrem Glauben.Aber irgendwann reicht die Kraft nicht mehr... Zu ihrer Tante Christine hat sie vor ein paar Tagen gesagt: Tante Christine, ich kann gar nicht mehr beten... Und ihre Tante Christine hat gesagt: “Lydia, du musst auch nicht beten, es gibt so unglaublich Viele, die das jetzt gerade für dich tun...!” Und genau dafür wollen wir euch immer wieder von Herzen danken. Unser Herr vergelte euch all diese Mittragen!!! Es ist eine unglaubliche Ermutigung! Denn wir selbst kommen im Moment, außer an Puschels Bett, auch kaum zum Beten... Im Moment ist Puschel das Sprechen kaum möglich. Und wenn sie es tut, ist sie kaum zu verstehen. Aber wenn wir mit ihr beten, dann betet sie sichtbar mit. Und wenn wir ihr Gottes Wort lesen, wird sie meist ganz ruhig.

 

11. Oktober 2011

Heute bin ich etwas früher zu Hause. Das hat auch damit zu tun, dass für Puschel heute ein wichtiger Punkt kurz nach dem Mittag auf dem Programm stand: Sie wurde überführt auf die Palliativstation! Dort gibt es nun ganz andere Möglichkeiten für sie und für uns. Vor allem ist es dort sehr viel ruhiger, man hört keine Krankenhausgeräusche, im Zimmer erinnert fast nur der Tropfständer an ein Krankenhaus. Sie hat ein Einzelzimmer, das groß genug ist, sodass einer von uns auch mit Puschel dort übernachten kann. Den Transfer dorthin hat Puschel recht gut überstanden, auch deswegen, weil die Pflegekräfte der Onkologie einen nahtlosen Übergang im Blick auf die Schmerzmittel gewährleistet haben. Wir sind dafür erst einmal sehr sehr dankbar. Es wurde für diesen Tag auch eine völlig neue und für Puschel genau richtige Matratze bestellt, auf der sie ganz anders gelagert werden kann. So hoffen wir, dass jetzt alle unnötigen Quellen der Schmerzen abgestellt sind. Und so hoffen wir, dass sie jetzt in dieser neuen Ruhe irgendwie langsam wieder aufbauen kann. Natürlich wissen wir nicht, woher diese immensen Schmerzen kommen, und ob es überhaupt möglich ist, Puschel wieder nach Hause zu kriegen. aber warum sollten wir die Hoffnung und das Vertrauen aufgeben, dass Gott dies schenken will? Es wäre schon komisch, wenn Gott uns bis hierher gebracht hat und dann den Rest verhindert!? Puschel ist in den letzten Tagen fast nie richtig ansprechbar gewesen. Das war heute oftmals anders. Bis zuletzt konnten wir mit ihr reden, allerdings ist dies doch für sie sehr anstrengend, weil die Schmerzmittel sie doch extrem runterdrücken. Sie hat heute mehrfach einfach nur geweint und ein paarmal gesagt: Papa, ich habe keine Kraft mehr... Sie scheint emotional und mental schon sehr an der Grenze zu sein - wen wollte das wundern? Wir beten einfach darum, dass Gott ihr Gemüt, ihre Gefühle und ihre Träume (sie lebt ja fast permanent in einem Zustand zwischen Traum und Realität, wird ständig wieder aus den Träumen gerissen usw.), also, dass Gott sie komplett einfach mit Seinem Frieden erfüllt und ihr die Gewissheit immer neu schenkt, dass ER gerade in den tiefsten Tiefen bei ihr ist. Vielen vielen Dank, wenn ihr mit dafür betet. Gott segne euch alle und vergelte euch diesen Dienst an seinem Kind in großer Not!

 

12. Oktober 2011

Heute Abend haben wir beschlossen, Puschel bis zur neuen Woche so von Besuchen und aller Aufregung abzuschirmen, dass sie einfach ganz langsam zu sich kommen kann. Sie hat heute die meiste Zeit des Tages geschlafen. Und das ist sehr gut so. Die Schmerzmittel scheinen jetzt ziemlich ausgewogen zu sein. Die Ärzte versuchen Stück für Stück, diese Balance zu verändern, damit am Ende ein “Gemisch” steht, das man ihr mit nach Hause geben kann, und das im Alltag wirklich praxistauglich ist. Das wird sicher noch Einiges an Geduld erfordern. Aber die wollen und können wir ja getrost aufbringen. Viel lieber das, als dass sie nochmal so leiden muss wie in den letzten Wochen... Alles in allem aber sind wir am Ende dieses Tages sehr dankbar. Puschel war heute Abend nicht nur ansprechbar, sondern hat auch von sich aus viel geredet. Als ich mich verabschiedet und sie den beiden Frauen (Eva & Eva-Maria) überlassen habe, wurde sie ziemlich traurig und sentimental, weil Bülow im Moment schon ihr wichtigstes irdisches Ziel ist, noch dazu im goldenen Herbst, den sie so mag. Als wir über die heutige Losung aus Jesaja 40 sprachen und darüber, dass unsere endgültige und eigentliche Heimat ja die Ewigkeit, der Himmel ist, da meinte Puschel: “Das ist so, aber doch hat Gott uns ja in diese seine Welt gestellt und sie für uns so schön gemacht”. Das zeigt uns, dass sie keinesfalls lebensmüde ist, sondern offenbar mit ihrer festen Verankerung in der Ewigkeit Gottes das Leben auf dieser Erde liebt. Und noch was Anderes möchte ich euch mitteilen. Die Frauen haben mit ihr über die Zeit in der ITS in Güstrow gesprochen. Davon wusste Puschel fast gar nichts...! Gott hat die Gebete derer ganz offensichtlich erhört, die gebetet haben, dass sie einfach innerlich geschützt und mit Seinem Frieden erfüllt wird. Habt vielen Dank, wenn ihr dafür auch weiter mit betet. Denn genau das hat Paulus im Sinn gehabt, als er sagte: “Der Friede Gottes, der höher ist als alle unsere Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus” (Phil 4,7). Gott hört Gebet! Eine Ermutigung zum Schluss: Als ich im Auto nach Hause saß und noch in Rostock war (ich muss ja immer ca. 75 Km fahren), bekam ich einen Anruf von Eva-Marias Telefon. Aber dran war...Puschel! Ich hatte Eva-Maria den iPod für Puschel mitgegeben. Und nun machte sie sich Sorgen, dass ich selbst unterwegs nichts mehr zu hören hätte... Es war das erste Telefonat seit ca. 3 Wochen... Gott kann...! Und Gott hört...!

 

13. Oktober 2011

Es war uns ja gestern schon klar: wir werden Geduld haben müssen. Das ist für uns jedoch leichter als für Puschel selbst. sie kann noch nicht so richtig fassen, wohin sie da geraten ist... Irgendwie ist ihr einziger Wunsch immer wieder: so schnell wie möglich nach Hause. Manchmal realisiert sie nicht, wo sie jetzt ist. Gestern meinte sie, sie sei in einem Hotel, und wir sollten doch jetzt langsam wieder nach Hause fahren.. Immerhin spricht das durchaus  für das Haus, in dem sie jetzt ist. Man kümmert sich rührend und kompetent und engagiert um sie. Sie bekommt die Schmerzmittel, die sie braucht. Wir sind allerdings noch weit entfernt von einer Dosis oder Komplett-Medikation, die hier zu Hause praxistauglich wäre. Bitte betet einfach dafür, dass sie nicht tiefer in emotionale Löcher fällt. Sie weint schon öfter einmal sehr, weil sie einfach keine Kraft und auch Kompensationsmöglichkeit dafür hat, dass sie jetzt wieder so lange nicht zu Hause sein kann. Natürlich kann auch die schönste Umgebung dort (sie darf sich das Zimmer sehr individuell gestalten) ihr Bülow usw. nicht ersetzen. Oft ist der Grund aber einfach nur eine medikamentenbedingte Traurigkeit. Deshalb ist es ein Geschenk, dass wir wirklich bei ihr sind.

Ich will euch aber mal einen anderen Grund zum Danken zeigen: Als wir mit Puschel von Heidelberg nach Hause fuhren, kam Esther, Puschels kleine Schwester, die in der Küche am モBodenseehofヤ in Friedrichshafen arbeitet, mit uns nach Hause fahren. Sie hatte von ihrem Chef, Heinz Spindler und seinem ganzen Team ca. 4 Wochen frei bekommen, um längere Zeit bei ihrer kranken Schwester sein zu können und dies nicht immer nur aus der Ferne erleben zu müssen. 
Sie war also vom ersten Tag an, als Puschel wegen der Meningitis auf die ITS in Güstrow kam, dabei und hat ihrer Mutter den Rücken frei gehalten im Haushalt usw. Als dies nun aber immer länger dauerte, hat Eva-Maria mehrmals gesagt: Es wäre so gut, wenn Esther noch ein bisschen länger bleiben könnte. Wir entschlossen uns jedoch, am Bodenseehof nicht danach zu fragen, sondern Gott zu bitten, dies zu regeln. Am letzten Sonntag, als wir im Gottesdienst unserer Gemeinde waren (es war gerade nicht so gut mit Puschel), schickte Heinz Spindler sozusagen mitten in den Gottesdienst hinein eine SMS und schrieb (er wusste nichts von unserem Ansinnen und Gebet), wir könnten Esther so lange hier behalten, wie wir sie brauchen würden, damit hier alles im Hintergrund gut läuft...Ist Gott nicht in allem Schweren wirklich gut zu uns??? Danke auch an euch, Heinz & Team am Bodenseehof!! Und danke immer wieder an euch alle, liebe Freunde & Geschwister, für eure Gebete, wir können es nur immer wieder sagen!

 

14. Oktober 2011

Heute nur ein kleines Update, weil ich selbst gleich wieder losfahren will in die Klinik, um die Nacht über bei Puschel zu sein. Dort kann ich die Seite leider nicht aktualisieren. Es ist für Puschel noch immer sehr wichtig, dass jemand wirklich  Vertrautes da ist, wenn sie zwischendurch aus ihren (Alb-)Träumen aufwacht, auch in der Nacht. Betet einfach mit dafür, dass sie komplett durchschlafen kann und die Schmerzmittel-Balance immer besser werden kann. Nur dann steigen die Chancen, dass sie irgendwann wieder nach Hause kann. Es ist unbeschreiblich toll, euch alle an ihrer/unserer Seite zu wissen mit allem Zuspruch und jedem Gebet!

 

15. Oktober 2011

Es gibt eigentlich wieder kaum etwas zu berichten. Die Nacht war für Puschel sehr mühsam. Sie kam einfach nicht zur Ruhe. Es kann sein, dass das für uns mühsamer ist, zuzuschauen, weil Puschel durch die exorbitante Menge an verschiedenen Schmerzmitteln eher kaum irgendetwas realisieren kann. Aber quälen wird es sie dennoch, wenn sie vor Schmerzen nicht zur Ruhe kommt. Das Gute ist, dass hier wirklich alles, was möglich ist, getan wird, um ihr zu helfen. Natürlich wurde für die Nacht überlegt, wie man es besser hinkriegen kann. Wir hoffen... Mittlerweile wäre es wirklich schon ein Wunder, wenn Puschel jemals wieder nach Hause kommen würde. Aber Was sind schon  Wunder für den Herrn der Welt...!? Puschel hat in ihrer Bibel viele Verse markiert. Zwei will ich euch mal aufschreiben: Psalm 116,9u.10: Ich darf am Leben bleiben, in Seiner Nähe. Mein Vertrauen zu IHM blieb unerschüttert, auch als ich zugeben musste: ”Jetzt weiß ich nicht mehr aus noch ein”. Wie gut, zu wissen, dass das Leben in Seiner Nähe nicht abhängig ist von unseren irdischen Bemühungen. Wenn die am Ende scheitern, ist Puschel ihrem Herrn noch viel näher. Das gibt uns allen eine große Gelassenheit und Ruhe, sodass wir sie nicht krampfhaft festhalten müssen. Natürlich ändert das nichts an dem Bemühen, ihr Leiden hier so gering wie möglich zu halten.

 

16. Oktober 2011

Ja, Puschel hat in der vergangenen Nacht sehr gut geschlafen. Sie war gut eingestellt mit den Schmerzmittel, dass sie wirklich zur Ruhe kam. Und obwohl die Medizin am Tag reduziert werden konnte, hatte sie auch einen sehr guten Tag ohne Schmerzattacken und irgendwelchen Problemen. Heute Abend wurde sie noch einmal richtig wach und hat sogar mit ihrer Mutter Witze gemacht. Ihr könnt es am rechten Foto gut sehen... Das war zwar nur eine Momentaufnahme, und inzwischen ist es wieder etwas anders. Aber es war eben einen Moment heute nachmittag wirklich schön. Dafür sind wir natürlich erst einmal sehr dankbar. Und natürlich ist unser Gebet, dass der Abend und die Nacht nun daran anschließen. Und insgesamt ist es sicher nötig, dass auch die Schmerzmittel dauerhaft entscheidend reduziert werden können. Das wäre die Grundvoraussetzung, um irgendwann tatsächlich mal wieder an Zuhause denken zu können. Dabei sind wir immer neu dankbar für alles Entgegenkommen und alle Freundlichkeit der Ärzte und Schwestern hier im Haus! 

 

17. Oktober 2011

Heute werden wir nun Puschel zum ersten Mal in der Nacht den Schwestern und Ärzten überlassen. Wir wissen (und haben diese Erfahrung ja jetzt wirklich gemacht), dass für sie komplett alles, was möglich ist, getan wird.  Und wir vertrauen nun auch darauf, dass Gott ihre Gedanken und Emotionen noch einmal neu zur Ruhe bringt. Ihre Medikamente werden jetzt deutlich dahin umgestellt, dass sie in absehbarer Zeit nach Hause kommen könnte. Bitte betet einfach mit dafür, dass das gelingt. Denn  klar ist auch, das Menschen (also auch fähigste Ärzte und Pflegekräfte) eben auch nur Menschenmögliches tun können. Alles andere müssen wir nun auch wirklich Gott überlassen (Andere Menschen würden sagen: ein bisschen Glück muss man halt haben...). Und da wissen wir, dass ihr hinter Puschel steht. Betet einfach mit dafür, dass sie in dieser Nacht so gut in den Schlaf kommt, wie das in den letzten Nächten der Fall war. Dass einfach der Friede Gottes in ihre Gedanken und Gefühle einzieht. Sie war heute recht stark desorientiert. Aber das wird wohl mit einigen der Medikamente, die sie bekommt, zusammenhängen. Wir werden noch ein wenig Geduld brauchen! Aber die wollen wir ja auch aufbringen. Auf jeden Fall ist sie dort jetzt in richtig guten Händen. Und dafür sind wir extrem dankbar.  Einfühlsamer und freundlicher kann man eigentlich nicht sein. Gott kann die Schwestern und Ärzte segnen für diesen guten und wichtigen Dienst an den leidenden Menschen und jetzt auch an Puschel.

 

18. Oktober 2011

Das Schmerzproblem wird zwar ein Problem bleiben. Doch es scheint so zu sein, dass die Veränderungen in der Schmerzmedikation in die richtige Richtung weisen. Im Moment ist zumindest der Schmerz bei Puschel nicht mehr das Hauptproblem. Was jetzt obenauf liegt, ist ihre fast komplette Desorientierung. Puschel ist im Moment nicht sie selbst. Sie weiß nicht einmal, wo sie ist und warum sie dort ist. Dies alles ist möglicherweise auch die Folge der vielen verschiedenen Medikamente der vergangenen Wochen. Der Arzt, der derzeit am meisten mit ihr arbeitet, hat große Teile dieses Tages bei ihr und mit ihr verbracht und uns wirklich die Gewissheit gegeben, dass Puschel nicht sich selbst überlassen ist, sondern wirklich in guter Behandlung. Und auch die Schwestern sind mit ihr sehr nachsichtig und freundlich! Betet nun bitte einfach mit dafür, dass die Veränderungen möglichst bald zu dem gewünschten Ergebnis führen. Gott kann es schenken, dass Puschel einfach von seinem Frieden erfüllt ist und bleibt. Und dass sie in diesem Zustand eingehüllt ist in Seine Liebe. Danke, dass ihr immernoch so treu nach ihr schaut und für sie betet! Gott segne euch.

 

19. Oktober 2011

Wir hatten ja, wie ihr wisst, Puschel bis letzten Sonntag von Besuch, auch aus der eigenen Familie, abgeschirmt. Und das war gut so. Am Sonntag selbst kam dann Annelie, eine Freundin von Puschel aus unserer Gemeinde, gemeinsam mit Reinhild, extra einer Cousine von Puschel und Silas und Esther. Annelie war aus Texas gekommen, um Puschel zu sehen, weil ja nicht klar war und immernoch ist, ob sie sie jemals wiedersehen würde. Sonntag, am letzten Tag ihres Besuchs zu Hause, durfte sie dann zu Puschel, vorher war´s nicht möglich. Und das war dann  der lichteste, der geeignetste Moment der letzten Zeit bei Puschel. Ich hatte es euch am Sonntag schon  beschrieben: sie hat am Ende mit allen herumgealbert und war sehr wach. Einen herzlichen Gruß von Puschel über den großen Teich zu Annelie nach Texas! Puschels Freundin Myriam ist mit ihrem Mann Daniel und Kind Pia (Puschels Patenkind) in Canada zum “Missionstraining”. Sie kann viel schwerer mal einfach kommen. Aber wir vertrauen darauf, dass Gott auch ihnen ein Wiedersehen schenkt.  Sie und Daniel übersetzen zur Zeit diese Einträge immer ins Englische -vielen Dank dafür, ganz sicher auch von Puschel (wenn es möglich wäre)! Ansonsten haben schon einige ihrer Freundinnen gefragt, ob sie sie mal besuchen dürfen. Jetzt dürfen sie, sollten uns aber vorher kontaktieren. Es ist im Moment aber eher kein Besuch zum Plaudern, denn das kann Puschel nicht! Aber vielleicht wird sie ja durch ihre Freunde ein wenig mehr aus ihrer “falschen Welt” herausgeholt... Puschel sollte jetzt tagsüber möglichst wach gehalten werden, also ruhig gefordert sein, damit sie dann nachts besser zur Ruhe kommt. Und damit sie aus diesem Loch herauskommen kann, braucht sie weiter unser aller Geduld (und die der Ärzte und Schwestern) und weiter unser Gebet. Vielen Dank für eure große Hilfe!!

 

20. Oktober 2011

Wenn wir gedacht hätten, dass mit einer guten Schmerzmitteleinstellung alles getan wäre, dann haben wir uns mal wieder getäuscht. Was wir bei Puschel noch nie erlebt haben, nun aber erleben: sie gibt offensichtlich auf, will bzw. kann nicht mehr. Sie ist offensichtlich in solch einem emotionalen Tal, dass nicht klar ist, wie sie da wieder herausgeholt werden kann. Es hat den Anschein, dass sie jetzt völlig “klar im Kopf” ist, aber offenbar so depressiv (ohne dies als medizinischen terminus technicus zu gebrauchen..., aber ihr versteht, was ich meine), dass sie allen misstraut (offenbar denkt sie, dass keiner sie wirklich noch einmal nach Hause bringen will) und niemanden, auch uns nicht, an sich heranlässt. Es darf nicht einmal mehr jemand das Fieber messen, geschweige denn, dass sie die (auch für zu Hause) notwendige Medizin einnimmt. Ich glaube, dass im Moment wir Menschen an unsere Grenzen stoßen, mehr noch als, wenn “nur” medikamentöse Maßnahmen notwendig wären. Darum bitten wir euch einmal mehr um euer Gebet für sie und ihren derzeitigen inneren Zustand. Ich glaube wirklich, dass nur der, der sie geschaffen hat, auch innerlich an sie herankommt. Ein bisschen haben wir den Eindruck, dass das einzige, was wir neben dem Gebet tun können, nur noch der Beweis ist, dass wir sie wirklich nach Hause holen wollen und so klar wird, dass doch nicht alle ihr einfach was vormachen... Sobald die Ärzte das wirklich für vertretbar halten(wir erleben hier eine unglaubliche Unterstützung!) und die Logistik zu Hause geregelt werden kann, wollen wir das auch tun. Hier denkt wirklich jeder  für sie in diese Richtung. Nur, sie glaubt es nicht (mehr?). Danke, wenn ihr uns im  Gebet wieder neu unterstützt!! Gott segne euch! Ich habe ihr heute die Geschichte von Elia vorgelesen (1. Könige 19,1-18) und dabei gemerkt, dass dies fast 1:1 auf sie übertragbar ist. Jetzt muss Gott nur noch dieselben Wort wie zu Elia in ihr Herz hineinsprechen: “Tritt heraus aus deiner Höhle...und durchquere die Wüste, ich habe noch etwas mit dir vor...”

 

21. Oktober 2011

Eine leichte Entspannung haben wir heute gesehen! Es ist nicht deutlich besser geworden. Den ganzen Tag hat sie keine Tablette eingenommen, alle Hilfe abgelehnt. Doch dann kamen heute ihr großer Bruder Titus und seine Familie(seine Frau Gesine mit Salome, ihrem Patenkind, und Hellena) zu ihr. Wir hatten Salome in eine kleine Tablettenbox von zu Hause mit  den Tabletten, die sie unbedingt nehmen soll (die sie schon früher nahm und die wir noch vorrätig haben...) gegeben, damit sie diese ihrer Tante Puschel anbietet. Sie tat es! Und Puschel nahm es ihr prompt ab...! Leider gab es ein Missverständnis und, so war es eine falsche Dosierung, aber immerhin... Nun hoffen wir, dass sie morgen auch von ihrer Mutter die Medizin nimmt. Andernfalls muss sie wieder Besuch von Salome kriegen... Diese Medizin wird ihr, wenn sie in der richtigen Dosierung dauerhaft wirkt, wirklich helfen. Wir waren später bei ihr, auch Judith und Mareike, zwei Freundinnen aus der Gemeinde. Da war sie etwas offener , aber  bei weitem nicht wirklich zugänglich. So hoffen wir wieder auf morgen... Danke für euer Beten und auch alle Zeichen eurer Unterstützung!!

Liebe Freunde, ich verstehe Gott manchmal (auch jetzt) nicht! Aber wäre es nicht voll vermessen, zu meinen, dass ich IHN verstehen kann? Mir ist in den letzten Tagen immer mehr deutlich geworden: Von Gottvertrauen zu reden, ist das Eine; Gott tatsächlich vertrauen ist das Andere! Was bedeutet es für uns, Gott zu vertrauen? Es bedeutet: Gerade dann IHM vertrauen, wenn ich ihn nicht verstehe, wenn ich die Dinge nicht mehr einordnen kann. Ich glaube, Gott macht so etwas nicht, weil ER Spaß daran hat. Er hat Gründe dafür, nur diese Gründe sehe und verstehe ich nicht. Aber was wäre das für ein Vertrauen, wenn ich alles wüsste und verstünde? Dann müsste ich IHM ja eigentlich nicht vertrauen. Und wenn wir die Dinge noch selbst regeln könnten, müssten wir es auch nicht. Ein kleines Kind vertraut seinen Eltern auch dann, wenn es nicht alles versteht.  Vertrauen bedeutet: davon ausgehen dass Er es gut meint und gut macht und mich einen guten Weg führt, auch dann, wenn ich es nicht verstehe oder überschaue. Wir sollten Gott einfach vertrauen! Nicht damit oder weil ER unsere Wünsche erfüllt, sondern weil ER weiß, was gut ist. Denn ER ist Gott und nicht ein Mensch, der ein bisschen cleverer ist als wir! “Glückselig sind, die nicht sehen und doch vertrauen!” (Johannesevangelium 20,29b)

 

22. Oktober 2011

Ihr wollt nun sicher wissen, wie´s weitergeht bei Puschel. Aber wir wissen es auch nicht. Ganz aktuell: Puschel hat heute Abend plötzlich Fieber bekommen, und keiner weiß natürlich so schnell, woher. Sie bekommt vorerst fiebersenkende Mittel und Antibiotika. Aber wie es aussieht, kommt sie absolut nicht zur Ruhe. Es wäre so sehr unser, vor allem aber ihr, Wunsch, wirklich so schnell wie möglich nach Hause zu kommen. Die Ärzte planen auch tatsächlich, sie etwa Mitte der kommenden Woche nach Hause zu bringen. Aber ich habe in den letzten Tagen schon vorsichtshalber immer gesagt: wenn nichts Schlimmes dazwischen kommt... Ich hoffe wirklich, dass Gott ihr nicht diesen sehnlichsten Wunsch auch noch abschlägt... Die Ärzte und Schwestern tun, wie ihr wisst, wirklich alles, was menschenmöglich ist. Und nun sollten wir wirklich Gott vertrauen (sie unten...) und nicht nur darauf vertrauen, dass Er einen guten Weg weiß und führt, sondern auch, dass sie keine weiteren Komplikationen bekommt, sondern bald nach Hause kann. Ich weiß, dass auch für Manche von euch dieses ständige Aus und Ab an den Nerven zehrt. Aber es ist wirklich unglaublich, wie ihr diese Wege nun schon so lange mit eurem Gebet begleitet. Vielen Dank dafür. Lasst uns einfach darauf vertrauen, dass der Herr der Welt uns irgendwie durch alles hindurch seine Herrlichkeit sehen lässt!

 

23. Oktober 2011

Ein kleines Update sollt ihr natürlich auch heute haben. Leider geht das Fieber nicht wirklich weg. Puschel braucht weiter Mittel dagegen. Doch damit weiß man natürlich noch nicht, woher es kommt. Das soll morgen mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgelotet werden. Natürlich hoffen wir, dass es einfach sinkt. Doch in jedem Fall sollen die Vorbereitungen für den Weg nach Hause morgen anlaufen. Das wird aber sicher bis etwa Donnerstag dauern. Unser Gebet ist einfach, dass bis dahin keine weiteren Komplikationen auftreten und sich die Lage eher beruhigt. Es ist sehr gut und wirklich toll, dass die Ärzte hier uns auch dann zur Seite stehen wollen, wenn zu Hause Probleme auftauchen sollten. Wir sind so dankbar, dass wir dafür von hier so große Unterstützung haben. Betet einfach mit dafür, dass es dann wirklich möglich sein wird, Puschel nach Hause zu bringen. Natürlich wissen wir nicht, ob sie jemals richtig wach spüren wird, ob sie dann zu Hause ist. Und es kann auch sein, dass sie es bis dahin gar nicht schafft. Aber wir dürfen es ja Gott auch zutrauen, dass Er Seinem Kind Puschel diesen sehnlichsten Wunsch, den sie im Moment hier auf Erden hat bzw. bis zuletzt hatte, erfüllt. Im Moment ist Puschel wieder so in einer gewissen Bewusstlosigkeit, dass sie von allem wohl nicht viel mitbekommt. Wir sind grad jetzt für jeden ruhigen Schlaf dankbar.

Paulus hat im Römerbrief geschrieben: Ich bin aber davon überzeugt, dass  unsere jetzigen Leiden bedeutungslos sind im Vergleich zu der  Herrlichkeit, die er uns später schenken wird. (Römer 8,18)

 

24. Oktober 2011

Der heutige Tag war für Puschel nahezu dreigeteilt: am Vormittag war sie weit weg von allem Leben. Sie hatte die Augen zu und reagierte fast gar nicht. Vor dem Mittagmachte sie dann plötzlich die Augen weit auf und war danach offen für Kommunikation und Berührungen. Sie war relativ entspannt und überhaupt nicht mehr so ablehnend wie bisher. Allerdings war den ganzen Tag über das Problem des Fiebers und einer offenbar sehr tief sitzenden Infektion präsent. Ihr CAP (Entzündungswert im Blut) steht zur Zeit extrem hoch. Hier hoffen wir, dass das breite Antibiotikum nun langsam Wirkung zeigt. Ab ca 17:00 wendete sich das Blatt dann in genau diese Richtung: Sie bekam einen “Fieber-Entzündungs-Schmerz-Krampf”, der bis zum Abend anhielt. Es ist dabei wieder extrem hilfreich und beruhigend gewesen, dass der sie hauptsächlich behandelnde Arzt, Dr. Siems (s.Bild oben), nahezu zwei Stunden mit an ihrem Bett saß und alles, was möglich war, versuchte, um Puschel das Leben zu erleichtern und die Schmerzen zu nehmen. Das ist für ihn extrem schwierig, weil Puschel noch immer keine Kraft und Möglichkeit hat, zu kommunizieren und zu sagen, wo der Schmerz liegt. Nach 19:30 hat er ihr dann ein Beruhigungsmittel zusätzlich gegeben, sodass sie dann für die Nacht einfach zur Ruhe kam. Jetzt liegt sie im Bett und träumt und redet abwechselnd in Deutsch und Englisch... Fast das Einzige, was Puschel zwischendurch sehr deutlich im Beisein des Arztes sagte, war: “Ich will einfach nur nach Hause”... Möge Gott  schenken, dass die Antibiotika so direkt und richtig wirken und der Entzündungserreger so konkret herausgefunden werden kann, dass sie schnell und direkt dagegen behandelt werden kann und wir dann eine gute Zeit finden, um sie nach Hause zu bringen. Es ist gut und beruhigend zu wissen, dass wir dafür volle Unterstützung bei den Ärzten und auch Schwestern finden. Aber es muss eben wirklich möglich sein. Bitte betet einfach mit dafür. Denn wir wissen, wie wenig letztendlich in unserer und der Ärzte Hand liegt...

 

25. Oktober 2011

Jetzt sitze ich gerade noch an Puschels Bett, während sie die Augen offen hat und euch alle richtig herzlich grüßen lässt.Sie hat es ausdrücklich gesagt! Sie ist schwach, aber sie hat heute fast den ganzen Tag über mit uns und auch mit dem Doktor kommuniziert. Insofern war zumindest heute (natürlich hoffen wir inständig, dass das auch morgen noch so ist) eine völlig neue Situation. Aber ihr seid ja schon längst daran gewöhnt, dass die Dinge sich bei ihr sehr schnell ändern können... Puschel ist jetzt in einem relativen Gleichgewicht, einerseits, was die Schmerzen betrifft, andererseits vom Bewusstsein her. Dafür sind wir extrem dankbar. Und wenn nun nichts wirklich Gravierendes dazwischen kommt (Gott möge es verhüten), dann soll am Donnerstag die Heimreise sein!!  In dieser Nacht darf und wird Eva-Maria im Zimmer von Puschel übernachten, das hat sie sich gewünscht, und das wird hier auch ermöglicht. Das ist sehr wohltuend. So können wir Puschel wirklich die Gewissheit und das Gefühl geben, dass sie nicht allein ist. Sie hofft inständig, dass die zwei Nächte und der morgige Tag schnell und ohne Komplikationen vergehen... Vielen Dank, wenn ihr dafür weiter betet, aber auch dafür, dass die Übersiedlung nach Hause dann wirklich glatt geht und es  wie geplant laufen kann. Der Zustand jetzt mutet wie ein Wunder an, wir wollen es dankbar annehmen! Gott ist da!

 

26. Oktober 2011

Es erscheint nicht nur wie ein Wunder - es ist eins...! Gerade ist Puschels Tante Christine mit ihrem Cousin David aus Berlin hier in Rostock. Und wir unterhalten uns ziemlich normal, auch mit Puschel. Zeitweise kommt schon wieder der “Schalk im Nacken” wieder, sodass sie dann und wann ihre Witzchen macht... Ihr Doktor hätte seine helle Freude daran... Dies ist heute immer besser und auch stabiler geworden. Natürlich ist sie noch sehr schwach. Und wenn sie nach den Schwestern klingelt, tut sie das natürlich nur, wenn sie durch die Schmerzen noch schwächer ist, und dann erleben sie sie nicht so. Und natürlich ist sie jetzt, wo es ihr stückweise besser geht, nur noch auf ZuHause ausgerichtet. Es ist von hier nun bereits alles komplett für die Abfahrt morgen vorbereitet. Wir sind unendlich dankbar, wie sehr sie hier in ihrem Wunsch, nach Hause zu kommen, unterstützt wird. Sie hat hier eine Behandlung erfahren, wie wir sie noch nie vorher erlebt haben. Aber natürlich ist das für Puschel kein Grund, nicht nach Hause zu wollen... Sie weiß ja, dass sie zu Hause so gut wie nur irgend möglich auf dieser Welt, aufgehoben ist. Das geht ja nicht allen so. Und deshalb sind wir auch so dankbar, dass dies hier so gesehen und deshalb auch unterstützt wird. So wollen wir euch nun hoffentlich zum letzten Mal aus Rostock grüßen und von Herzen danken für alle Unterstützung im Gebet und mancher praktischen Hilfe. Wir haben sogar von einigen finanzielle Unterstützung für die vielen Fahrten bekommen... Gott segne und vergelte euch eure Liebe, jeden Gedanken und jedes Gebet! Und es wäre toll, wenn ihr uns auch weiterhin mit euren Gebeten begleiten würdet. Wir halten euch weiter auf dem Laufenden. Wir beten nun auch, dass Gott den Ärzten und Schwestern auf Seine Weise etwas von dem zurückgibt, was sie uns Gutes getan haben. Jetzt hoffen wir auf eine gute und ruhige Nacht für Puschel und darauf, dass morgen tatsächlich alles gut klappt. Auch das werden wir berichten...!

 

27. Oktober 2011

Nun sind wir zu Hause!!! Der Transport lief sehr gut, wenn auch stressig für Puschel. Dr. Siems ist extra mitgefahren (außerhalb seiner eigentlichen Verpflichtungen). Dafür sind wir extrem dankbar, überhaupt für seinen unermüdlichen Einsatz. Sein Team hat ihn (uns) an vielen Stellen sehr unterstützt und alles super gut vorbereitet. Es ging Puschel heute noch einmal besser als gestern. Sie ist wieder voll da! Sie reagiert wieder wie früher und geht auch mit den Menschen um sich herum wieder normal um. Natürlich ist sie schwach. Und natürlich haben  die letzten Wochen  Spuren hinterlassen. Aber jetzt ist sie einfach  nur froh, zu Hause zu sein! Und das ist wirklich ein Grund zum Danken. Denn irgendwie ist es nach den (vor-)letzten Tagen ein Wunder, dass sie in den letzten Tagen, erst recht Stunden so gut wieder ins Leben zurückkam. Und nun ist sie zu Hause. Aber sie ist doch sehr vom Transport gestresst. Ihre Nerven sind extrem angespannt, besonders die Nerven ihres rechten Beins, in dem eigentlich der Ischias schon nicht mehr funktionsfähig ist. Es sind wohl irgendwelche Nerven an der Peripherie oder Muskeln, die vom Gehirn gesteuert werden oder was auch immer. Auf jeden Fall wird sie jetzt seit Stunden von einem starken unregelmäßigen Zucken der Muskeln oder Nerven geplagt. So froh sie ist, zu Hause zu sein, so geplagt wird sie gerade, sodass sie der Freude noch nicht so richtig Raum geben kann.

Zum Beten haben wir also heute die zwei Gedanken: 1. Wir danken Gott von Herzen, dass Puschel punktgenau fit war. Wir sind extrem dankbar für den starken persönlichen Einsatz von Dr. Siems und dafür, dass insgesamt alles sehr gut lief. 2. Wir bitten Gott ganz einfach um schnelle und anhaltende Ruhe für die Nacht und die ersten Tage (naja, nicht nur die...). Gott hat sie nun soweit gebracht, also sollte Puschel sich nun auch an ihrem Zuhause freuen können. Gott kann es ihr schenken. Und ihr könnt mit dafür beten. Vielen vielen Dank!

 

28. Oktober 2011

Die letzte Nacht war für Puschel sehr sehr mühsam, das kann man nicht anders sagen. Aber in allen Schmerzen, denen kaum beizukommen war, hat sie immer wieder gesagt: Ich bin so dankbar, wieder zu Hause zu sein. Und wie auch immer es weitergeht - es war auch für Dr. Siems und seine Kollegen das Wichtigste, ihr diesen Wunsch so schnell wie möglich zu erfüllen - Gott sei Dank!

Etwa um 2:00 Uhr in der Nacht ist Puschel tatsächlich eingeschlafen. Es war ein wirklicher Kampf gegen die Schmerzen! Eine Stunde lang habe ich mit meinen ca. 80 kg auf ihrem Bein gesessen(sie wollte es so!), um die Zuckungen etwas einzudämmen. Das schaffte ihr zwar etwas Halt. Aber die Schmerzen kamen trotzdem. Schmerzmittel halfen nur begrenzt. Ein Medikament nimmt sie jetzt erst freiwillig, das hat sie in der Klinik leider immer abgelehnt, das fehlte nun. Aber dort war sie ja oft wirklich nicht sie selbst. Da saß ich dann auf ihrem Bein und  habe  zwischendrin schon an Gottes guten Absichten gezweifelt... Puschel konnte einfach nicht mehr! Und ich höre sie jetzt noch weinend  beten: “Jesus, ich danke dir so, dass ich zu Hause bin, aber bitte hilf mir jetzt...” Wir haben gemeinsam viel gebetet, dankbar auf der einen Seite und verzweifelt auf der anderen.... Und irgendwann schlief sie dann doch langsam ein... Es war dann aber so, dass wir vom Bett nicht weggehen wollten, weil sie sehr unruhig schlief, und wir saßen bis zum Morgen an ihrem Bett... Aber sie hat dann  tatsächlich  durchgeschlafen. Sie war heute den ganzen Tag ruhig, aber eben auch sehr ruhig, wir denken, sie ist jetzt ziemlich erschöpft. Und dazu hat sie ja auch jedes Recht...

Viele Dinge sind um sie herum heute gelaufen, sodass wir nun auch von allen notwendigen Hilfsmitteln her für die nächste Zeit gut aufgestellt sind. Das war von Rostock her so gut vorbereitet worden, dass wir im Moment recht entspannt sind.

Wir hoffen nun sehr, dass Puschel doch ein wenig  zu Kräften kommen und einfach wieder aktiv ihre Umgebung wahrnehmen kann. Ihre kleinen Nichten mit Salome, ihrem Patenkind waren schon mal da. Das hat sie trotz aller Schwachheit sehr gefreut. Und da ist es für sie einfach (die Rostocker mögen es verzeihen...) etwas Anderes zu Hause als in der Klinik, auch wenn die Palliativstation schon mit einer normalen Klinik nicht zu vergleichen ist, ihr kennt es aus den Schilderungen der vergangenen Zeit.

Es wäre einfach ein Geschenk, wenn Gott ihr hier jetzt eine Zeit gibt, die ihr einfach Freude macht und ihr ein bisschen Kraft zusätzlich ermöglicht. Wir wissen ja wirklich nicht, wie lange diese Zeit dauern wird. Aber in all dem, was Puschel in der letzten Zeit erlebt hat (oder auch nicht...), und es ist ja seit langem so, ist doch jeder zusätzliche Tag ein Geschenk.

Bitte betet einfach mit dafür, dass sie wieder wacher und kräftiger werden kann, und lasst uns gemeinsam, dass sie jetzt doch ziemlich zur Ruhe gekommen ist.

Euch danken wir immer wieder nur sehr für eure treue Begleitung durch all die Turbulenzen hindurch!!

 

 

29. Oktober 2011

Heute wollte Dr. Siems nach Bülow kommen, um Puschel zu sehen und gegebenenfalls die Medikation nachzujustieren. Er wollte sie natürlich lächeln sehen... Allerdings kam es dazu nicht. Puschel hatte gestern nach der heftigen vorletzten Nacht viel Zeit gebraucht, um sich von den Strapazen zu erholen. Das klappte auch gut. Abends war sie so wach und klar, dass wir gemeinsam viele Tage der vergangenen 5 Wochen noch einmal revue passieren lassen konnten. Dabei stellte sich noch einmal deutlicher heraus, dass sie sehr Vieles, was passiert war, nicht mitbekommen oder nur im Unterbewusstsein erlebt oder abgespeichert hatte. Es war ein sehr schöner Abend mit ihr, den wir absichtlich nicht verkürzt haben, damit sie dann in der Nacht gut und erholsam schlafen könnte. Das geschah dann auch genau so. Nur leider war die Nacht ca. um 5:00 zu Ende. Denn da begannen die bekannten Nerven-,  Muskel- und Körperkrämpfe erneut. Und sie waren wiederum so heftig, dass Puschel allen Erholungswert der Nacht verlor und am Ende so mit der Kraft am Ende war, dass sie nun bis zum Abend geschlafen hat.  Sie hat nicht von dem schönen Herbsttag und auch nichts von ihrem Doktor mitbekommen... Viel schwieriger aber ist, dass sie dadurch immer so aus dem Gleichgewicht kommt, dass viele frühere Fortschritte immer komplett zunichte sind. Dr. Siems hat ihr ein weiteres, für diese Nerven- und Muskelkrämpfe bestimmtes Medikament mitgebracht. Nun hoffen wir sehr, dass dies alles ein wenig abgefangen werden kann. Natürlich ist der Tag-Nacht-Rhytmus wieder komplett durcheinander. Bitte betet einfach mit für eine gute Nacht, für Ruhe und Entspannung! Etwas Schönes zum Schluss: In aller Verzweiflung und allen Schmerzen kam Puschel plötzlich auf die Idee: Wenn ich schon sooo viel Morphium nehmen musste, um irgendwie über die Runden zu kommen, dann ändern sich die Nervenkrämpfe auch nicht wesentlich, wenn wir die Chance nutzen und gleich die zusätzlichen Strapazen eines (langersehnten) Vollbads auf uns nehmen. Es war zwar kein Relaxing-Bad, aber es war die ersehnte Ganzkörperreinigung, die so lange nicht möglich gewesen war. Jetzt liegt sie völlig k.o., aber richtig sauber in einem frisch gemachten Bett...

 

30. Oktober 2011

Heute Morgen sagte Puschel: “Ich würde so gern mitgehen zum Gottesdienst...” Da war für ihren Opa Holmer, der im Gemeindegottesdienst gepredigt hat, klar: Da machen wir halt einen kleinen Gottesdienst in ihrem Zimmer... Und so saßen und standen wir um ihr Bett herum und sangen mit ihr gemeinsam deutsche und englische Lieder. Opa fasste noch einmal seine  Vormittagspredigt zusammen und betete mit  Kindern, Enkelkindern und Urenkeln. Puschel war fast den ganzen Tag über mehr oder weniger wach. Sie ist schwach und müde. Aber sie hat sehr gut und ohne viele zusätzliche Schmerzmittel durchgehalten. Darüber sind wir sehr froh und dankbar - und hoffen, dass dieser Status erhalten  und nach und nach verbessert werden kann. Und natürlich hoffen wir inständig, dass solche Krampfanfälle wie in den letzten Tagen der Vergangenheit angehören. Vorgestern Abend haben wir eine längere Zeit mit Puschel erzählen können. Sie hat zwar die Qualen der vergangenen Wochen erlebt, aber offensichtlich nicht so viel mitbekommen. Zumindest hat sie davon kaum etwas in ihrer Erinnerung. Wir haben ihr erzählt, dass ihr  Doktor in Rostock gesagt hatte: Das Schönste, was Lydia mir einmal schenken könnte, wäre ein Lächeln - das wäre der schönste Dank... Sie konnte ihm bis heute keins schenken. Denn als er gestern hier war, war sie völlig abwesend durch die vorangegangenen Krampf- und Kampfstunden.  Wir haben ihr auch erzählt, dass sie ihm  in Rostock verboten hatte, Lydia zu ihr zu sagen... Da sagte sie: “Wenn er dann morgen zu uns kommt, muss ich ihn wohl mit einem Lächeln begrüßen und ihm die “Lydia” zurückgeben”. Wie gesagt: Das steht Beides noch aus, denn als er kam, war sie “nicht da”... Und nun hoffen wir einmal mehr um eine ruhige Nacht und einen ebensolchen Tagesbeginn morgen. Betet ihr mit dafür, dass solche Verkrampfungen nie wieder geschehen? Vielen Dank!

 

31. Oktober 2011

Puschel hatte heute nach einer insgesamt sehr guten und ruhigen Nacht auch einen guten Start in den Tag. Doch ziemlich bald begannen erneut leichte Zuckungen am Bein. Und die haben sich nach und nach weiter verstärkt. Wir haben manches probiert, um sie abzulenken, haben mir ihr einen Film geschaut, haben mit ihr geredet, die Bibel gelesen, gebetet. Das alles war ja sowieso gut. Doch ablenken konnte es sie alles kaum. Nach dem Mittag haben wir dann die Flucht nach vorn begonnen. sie hatte schon vormittags gesagt: Am liebsten würde ich mal draußen sein... Das haben wir dann aufgenommen und ihr gesagt: Puschel, wir verfrachten dich auf den Liegerollstuhl und gehen mit dir raus zu Saba (ihrem Pferd) und gehen mit dir zur Modellflugzeug-Start- und Landepiste, sodass du mal sehen kannst, wie Silas neues Flugzeug abgeht... Sie selbst wollte das unbedingt, die Schmerzen waren noch überschaubar. Sie hatte Freude an der frischen Luft, an Saba, an allem. Aber die Schmerzen hatten kein Erbarmen. Sie wurden immer schlimmer. Es waren wieder diese Nerven- und Muskelverkrampfungen. Wir hatten ihr bereits einige zusätzliche Schmerzmittel-Boli gegeben, sodass sie, was Tumor und Beckenb betrifft, bestens abgedeckt war. Nur leider helfen die nur begrenzt gegen diese Nervenzuckungen. Und so konnte sie schon das Flugzeug ihres Bruders nicht mehr richtig genießen. Wir mussten dass doch schneller nach Hause als geplant.
Das Beste daran war vielleicht die Erkenntnis, dass sie mit relativ wenig Zusatz-Schmerzmittel solche Touren machen kann - wenn einmal diese Nervenkrämpfe nicht mehr sind. Man kann nur vermuten, dass diese vielleicht Rest-auswirkungen der Meningitis sind. Es wäre nach jetztigem Stand richtig einfach, wenn diese Krämpfe nicht mehr wäre. So ist für uns heute wirklich das “Gebet des Tages”, dass ihre Nerven einfach zur Ruhe kommen. Gott ist ja nicht nur ihr Schöpfer, sondern auch der “Herr über die Nerven”, oder? Jetzt schläft sie einmal mehr mit der Hilfe eines recht starken Entspannungs- und Schlafmittels. Und so hoffen wir einmal mehr auf eine gute und ruhige Nacht für sie.

 

1. November 2011

Im Moment können wir euch gar nicht so viele Bilder zeigen, wie wir machen. Puschel hält uns gerade ziemlich in Atem... Das Wetter ist schön, Puschel ist zu Hause. Und es ist wirklich wie eine Bestätigung der starken Unterstützung aus Rostock, Puschel nach Hause zu bringen: Puschel will, soweit es irgendwie geht, aktiv sein. Sie möchte einfach raus an die frische Luft! Sie möchte sich nicht einfach in ihr Bett legen und sich pflegen lassen! Und auch wenn es nicht immer so geht, wie gedacht oder gewünscht, so ist genau das für uns das beste Zeichen, dass die Puschel, die wir zeitweise im Krankenhaus erleben mussten, nicht “unsere” Puschel war... Heute war sie den ganzen Vormittag über draußen in der Sonne. Das hat ihr sehr gut getan. Mittags kam dann wieder eine Nerven-Krampf-Attacke, und wir mussten sie wieder ins Bett legen, immer wieder verbunden mit Schmerzmitteln, mit entspannenden Medikamenten usw. Sie hat dann ein paar Stunden geschlafen, bevor sie wieder erwachte. Das ist für die Nacht natürlich immer nicht so gut. Doch diesen Rhythmus zwingt uns leider ihre Situation auf. Als Puschel dann aber wieder wach war, wollte sie gern im Sitzen(!) mit uns zum Abendessen kommen! Natürlich wussten wir, dass das problematisch ist angesichts der letzten Wochen, die sie ausschließlich im Bett verbracht hatte. Aber schon das Wollen  war klasse. Und natürlich haben wir sie darin unterstützt. Sie konnte, wie zu erwarten war, nicht länger als ca. 10 min mit uns am Tisch sitzen, doch das war ja kein Problem. Jetzt liegt sie wieder in ihrem Bett und hat doch heute eine Menge unternommen... Zwischendurch, als wir sie für den Rollstuhl vorbereitet haben, begann Puschel plötzlich zu weinen und sagte: “Ich bin traurig, denn ich bin gar nicht mehr Puschel...” Als wir nachfragten, sagte sie: “Ich kann gar nicht mehr selbständig irgendwas machen...” Da konnten wir ihr getrost sagen: “Das genau ist unsere Puschel, die immer und immer wieder versucht, auf die Beine zu kommen...” Nun hoffen und beten wir einfach aufs Neue, dass sie diese Krampfattacken immer weniger bekommt und nach einigen Aktivitäten, die jetzt im Bett noch anstehen, gut durch die gesamte Nacht kommt. Es ist alles noch nicht stabil. Aber wir sind dankbar für jeden Fortschritt!

 

2. November 2011

Zwei Tage nach dem Heimkommen hat Puschel zwar schon einmal gebadet, aber das war noch mit voller Begleitung eines Nerven- und Muskelkrampfes. Heute konnte Puschel ihr erstes Relaxing- Bad nehmen. Sie hatte eine sehr gute Nacht! Und sie hat heute richtig ausgeschlafen, und das ohne zusätzliches Schlafmittel in der Nacht. Es gab den ganzen Tag über keine Krampfattacken, und so kam sie auch mit moderaten Schmerzmittelmengen aus. Selbst als sie dann heute Abend das Vollbad nahm und, wie ihr an den Fotos sehen könnt, noch eine ausführliche Körperpflege anschließen konnte, brauchte sie kaum zusätzliche Schmerzmittel. Jetzt liegt sie wieder sehr ruhig im Bett und schaut mit ihrer Freundin Judith, die morgen wieder in den Süden fährt, einen Film an. Dabei hatte sie dann das Verlangen, gebratene (!) Spaghetti mit Bolognese zu essen. Für ihre kleine Schwester Esther, die wir dankenswerterweise immernoch als Leihgabe vom モBodenseehofヤ hier haben (!), war es natürlich eine ihrer leichtesten “Kochübungen”, ihr dies zuzubereiten! Puschel beginnt also längst, “ganz normal” wieder am Leben teilzunehmen. Und das ist für uns schon wirklich ein Wunder! Denn es sah ja nun wirklich lange ganz anders aus. Natürlich wissen wir nicht, wie es weitergeht, und jeder Tag ist ein zusätzliches Geschenk. aber genau darum freuen wir uns auch über jeden Tag neu und danken Gott dafür. Und es ist nach wie vor immer neu ein Geschenk, dass ihr alle durch Berg und Tal mit uns gemeinsam geht! Und es ist für uns auch ein riesiges Geschenk, dass Puschels Ärzte aus Rostock nicht nur im Hintergrund bereitstehen, uns jederzeit weiterzuhelfen, sondern dass Dr. Siems sogar jeden Tag mindestens einmal angerufen hat, um sich nach Puschels Ergehen zu erkundigen und zu überlegen, wie wir die Dinge medizinisch gegebenenfalls optimieren können. Dafür sind wir unendlich dankbar. So werden wir weiter an der Lektion Gottes, IHM in allem zu vertrauen, buchstabieren und lernen. Wie schon erwähnt: Vertrauen beginnt halt genau da, wo unser Verstehen endet. Und es bleibt unsere Gewißheit: Wer Jesus vertraut, der wird leben, selbst wenn er stirbt...(Johannesevangelium, Kap.11,Vers25).

 

3. November 2011

Jetzt ist es schon fast wieder normal, dass Puschel bei uns am Esstisch mit ihrem Liegerollstuhl dabei ist...unglaublich! Auch heute war ein sehr schöner Herbsttag, den Puschel in vollen Zügen genießen konnte. Sie hatte wieder eine sehr gute Nacht! Es ist immer noch ein wenig spannend, morgens zu ihr zu kommen und sie zu fragen, wie sie geschlafen hat. Natürlich sind wir bis weit nach Mitternacht immer wieder bei ihr und schauen, ob alles in Ruhe und Ordnung ist, um dann eventuell reagieren und auch medikamentös “nachjustieren” zu können. Aber das war in den letzten beiden Nächten gar nicht mehr nötig. Und im Moment klagt sie eigenartigerweise auch fast nur darüber, dass die Beine/Füße ihr Probleme machen. Das hat wohl noch mit den durch die Meningitis und den Tumor gestressten Nerven zu tun. Der Tumorbereich selbst macht zur Zeit kaum Probleme. Natürlich wissen wir im Moment nicht, wie die Situation dort nach der Bestrahlung wirklich ist. Aber von den Nerven hoffen wir schon, dass sie sich jetzt nach und nach beruhigen. Allerdings hatte sie jetzt zwei Tage lang nicht mehr diese schlimmen Krämpfe. Und das ist schon überaus “komfortabel”... Und dafür sind wir Gott sehr sehr dankbar. Ihr wisst ja nur zu gut, dass dies angesichts der letzten Wochen alles nicht normal oder selbstverständlich ist. Und wenn ich gestern schrieb, dass wir jeden dieser schönen Tage dankbar aus Gottes Hand nehmen, so kann man dasselbe auch von den Nächten sagen. Denn die schaffen natürlich die Basis für einen entspannteren Tag. Also alles in allem wollen wir von Herzen dankbar sein und alles dies als “barmherzige Zugabe” unseres Herrn betrachten. Bei allem ist Puschel zwar nach wie vor sehr schwach, sie redet recht leise und zurückhaltend. Aber sie ist doch jetzt komplett absolut präsent und voll im Bild. Und auch das ist im Blick auf die letzte Zeit ein großes Geschenk! Danke, dass ihr  mit uns dankt und weiter mit uns betet!

 

4. November 2011

Wenn wir gesagt haben: Wir wollen jeden schönen Tag und jede gute Nacht als Geschenk aus Gottes Hand nehmen, so ist dann die Frage: Was machen wir mit den nicht so schönen oder gar schlechten Tagen oder Nächten...?? Ja, wir nehmen auch sie aus Gottes Hand - und verstehen immer wieder nicht, wenn ER seinen Kindern Schweres zumutet. Gerade haben wir mit Puschel über diesen letzten Tag gesprochen und darüber, was es bedeutet, Gott zu vertrauen und IHN dennoch zu loben, wenn ein solcher Tag vollständig an einem vorbeizieht, ohne, dass man ihn genießen konnte. Puschel ging es heute so!
Wir haben sozusagen einen richtigen Rückschlag erlitten. Die Nacht begann für Puschel gut. Sie schlief gut ein, es war alles ruhig - bis sie um ca 3:30 vor Schmerzen stöhnte und wir es über die Tonüberwachung gehört haben. Sie hatte Schmerzen, aber eben leider nicht “nur” Tumorschmerzen, sondern wieder diese Krämpfe der Nerven und der Muskeln vor allem in den Beinen. Und das bedeutet halt nichts Gutes. So brauchten wir bis 5:15, damit Puschel wieder einschlafen konnte, nachdem sie Einiges an Medikamenten konsumiert hatte. Aber leider war es damit nicht getan - es ging am Morgen weiter. Und so mussten wir sie so zur Ruhe bringen, dass sie nun den Tag verschlafen hat. Jetzt am Abend hat sie immer noch leichtes Zucken, aber wir hoffen, dass wir sie weiter beruhigen können, ohne sie so tief schlafen legen zu müssen, dass sie dann wieder lange braucht, um wieder ganz wach und präsent zu werden. Natürlich bedeutet das auch, dass der Abend sicher wieder etwas länger wird. Es ist eben eine der blöden Begleiterscheinungen, dass der Tag-Nacht-Rhythmus dadurch manchmal komplett aus den Fugen gerät. Nun haben wir uns alle schon so gefreut..., gelle? Puschels größter Kummer am Abend war:  Ich mache euch soooo viel Arbeit... Wir haben ihr gesagt, dass ich krankgeschrieben bin und Zeit für sie habe, und dass in der Gemeinde und darüber hinaus viel Verständnis ist. Wir haben gemeinsam dann Gott gedankt und IHN einfach wieder neu um eine gute Nacht gebeten. Und ich habe ihr gesagt, dass ich genau darum euch alle erneut bitten werde, wenn ich dieses Update schreibe. Und wir wissen, dass ihr genau das gerne tut. Vielen vielen Dank dafür! Als Jesus zu seinem Freund Lazarus gebeten wurde, um ihn gesund zu machen, hat er zwei Tage nichts gemacht, bis der gestorben war. Am Ende hat er ihn von den Toten auferweckt (Für unseren Schöpfer ja kein Problem!) und gesagt: Das alles kam so, dass der Vater im Himmel umso mehr verherrlicht wird... Es gibt für den lebendigen Gott keine Grenzen oder zu großen Probleme. Darum lohnt s sich, IHM zu vertrauen und IHM die Ehre zu geben.

 

5. November 2011

Puschel hat heute den größten Teil des Tages verschlafen, was angesichts der Umstände sicher nicht das Schlechteste ist. Noch immer plagen sie die Nerven- und Muskelzuckungen andauernd. Heute ist Puschel in der Mitte des Nachmittags wach geworden, und wir haben sie dann auch so gut es ging, beschäftigt und wach gehalten. Es war dann wirklich auch wieder schön, zu sehen, dass sie gern etwas unternehmen wollte, das Zucken hat sie - in abgeschwächter Form - aber ständig begleitet. Es verursacht dann immer wieder starke Schmerzen besonders in den Beinen und Füßen. Aber wir konnten zunächst mit ihr am Kaffeetisch sitzen, und danach wollte sie sooo gern noch im Liege-Rollstuhl an die frische Luft. Es war dann schon dunkel, und so haben wir mit ihr halt - ihr seht es an den Bildern - eine Nachtwanderung gemacht. So konnte sie den halben Nachmittag und den ganzen Abend mit Magdalena, Reinhild, Almuth (drei ihrer vielen Cousinen - Lena hat heute ihren 20. Geburtstag in Bülow gefeiert), sowie allen ihren Geschwistern mit Patenkind Salome und Hellena zusammen sein. Und das war ja schon ne ganze Menge, oder? Jetzt hat sie ihre Nachtration Medikamente, auch die zum besseren Entspannen und Einschlafen bekommen und wird hoffentlich die Nacht wieder sehr ruhig schlafen können. Wir hoffen das so sehr. Denn sie ist wirklich mittlerweile sehr schwach von all diesen Schmerzen und Medikamenten. Aber alles in allem ging es auch mit alledem recht gut, und so sind wir auch für den heutigen Tag dankbar. Natürlich wäre es das Schönste, wenn sie diese Nervenunruhe loswerden könnte. Denn das quält sie im Moment weit mehr, als das eigentliche Krebsleiden. Wir vertrauen weiter, dass Gott ihr wieder Tage schenkt, die einfach nur schön sind... Dass ER das kann, das wissen wir ja!

 

6. November 2011

Es ist manchmal nicht mehr zu verstehen... - Puschel hatte eine wirklich sehr begrenzt gute Nacht, man könnte auch sagen: eine richtig schlechte. Bis ca. 3:30Uhr brauchte sie, um schlafen zu können. Aber das auch nur mit einer Menge von Medizin - zu sehr haben sie die ganze Zeit über wieder diese Zuckungen gequält. Zweieinhalb Stunden später wachte sie dann wieder auf - sie hatte Fieber, nicht gar zu hoch, aber hoch genug. Nachdem wir ihr dann ein Fieber senkendes Medikament gegeben hatten, schlief sie auf Dauer ein - bis heute Nachmittag. Fieber ist im Moment kein Thema mehr! Zum Abendbrot konnte sie dann wieder am Tisch liegen... Allerdings ist sie (wohl durch die Medikamente) ziemlich down und auch ein bisschen durcheinander. Jetzt geht´s noch einmal an die frische Luft, sodass sie etwas besser in die Nacht gehen kann. Immer wieder sind wir froh, dass sie zu Hause ist. Und sie hat es heute Abend noch einmal mit Tränen in den Augen so gesagt. Aber natürlich hoffen und beten wir inständig, dass jetzt wieder bessere Zeiten kommen, in denen sie ihr Zuhause nun wieder etwas wahrnehmen und genießen kann

 

7. November 2011

Puschel hatte eine gute und ruhige Nacht! Das ist ja mal ne gute Nachricht, oder? Ja, wir sind darüber sehr froh und dankbar, weil es im Moment wirklich nicht  selbstverständlich ist, wie ihr wisst. Aber wir alle leben ja tagsüber davon, dass wir nachts gut schlafen können. Umso besser kann man normalerweise dann aktiv sein. “Normalerweise” deshalb, weil das für Puschel noch keine Garantie ist... Heute hatte sie dennoch bis in den Nachmittag hinein einen recht guten Tag. Sie konnte baden, sich insgesamt gut pflegen, bekam eine neue Portnadel usw. Und dann wollte sie sooo gern mit dem Rollstuhl nach draußen und u.a. eine ihrer älteren Damen in Bülow besuchen, die sich vor der Bestrahlung in Heidelberg immer sehr über ihren Besuch gefreut haben. Als wir jedoch alles vorbereiten wollten, kamen die Zuckungen wieder... Aus dem Spaziergang wurde dann nichts, stattdessen musste sie wieder gegen die Schmerzen ankämpfen. Es ist echt blöd, wenn man daneben sitzt und nicht so richtig was machen kann. Wir überlegen und recherchieren zwar verschiedene Optionen. Doch wenn man so direkt daneben sitzt, dann geht das alles natürlich viel zu langsam... Immer wieder mal werden wir Eltern gefragt, wie es uns denn gehen würde... Natürlich nicht wirklich gut, wenn man so hilflos daneben sitzt, wie schon gesagt. Aber es ist für uns selbst manchmal erstaunlich, wie gut es uns trotz der Umstände geht. Man kann das möglicherweise irgendwie psychisch oder anders erklären. aber für uns kommen hier am ehesten die vielen Gebete zum Tragen, die uns das Vertrauen auf Gott und auch Zuversicht und Freude nicht verlieren lassen. Vielleicht ist das ein Wunder Gottes, das ER schenkt. Wir(und viele von euch) beten um Hilfe und Heilung oder Linderung für Puschel, und Gott schenkt uns Hilfe, damit wir ihr zur Seite stehen können...? Ich würde mir normalerweise trotzdem mehr wünschen, dass Gott so hilft, wie wir es erbitten. Aber Seine Gedanken sind höher als unsere...(Jes 55,9), denn Er ist  Gott! Vielen Dank darum immer wieder für all euer Gebet und jede Ermutigung, wodurch auch immer!! Wir geben´s gern weiter an Puschel. Gott segne euch!

 

8. November 2011

Manchmal ist es die Nacht, manchmal der Tag... Heute hatte Puschel eine gute Nacht. doch sie wachte am Morgen schon wieder mit den Schmerzen in den Beinen auf, und dann zog sich dies durch den ganzen Tag. Trotzdem wollte sie heute unbedingt versuchen, “auf die Beine” zu kommen. Sie kam..., denn wir konnten sie für einige Zeit auf die Beine stellen. Das ist natürlich in jedem Fall für den Kreislauf und auch insgesamt sehr gut. Als sie stehen wollte, merkte sie, dass die Beine sie nicht tragen. Und in dem Moment begann sie zu weinen und sagte: Papa, meine Beine funktionieren nicht mehr...” Natürlich haben wir ihr gesagt, dass das nach 7 Wochen nur Liegen kein Wunder sei. Das nahm sie an und versuchte noch mehrmals - erfolgreich -, eine zeitlang zu stehen. Allerdings war danach “der Riemen runter”. Die Zuckungen nahmen wieder überhand. Sie wollte unbedingt raus an die frische Luft, aber das ging nicht mehr... Jetzt, am Abend, schläft sie erst einmal, und wir hoffen, dass das nun doch wieder für die ganze Nacht anhält. Denn das ist ja die Voraussetzung für Kraft für morgen.

Betet bitte einfach mit dafür, dass wir gemeinsam mit den Ärzten herausfinden können, woher dies kommt, und was man gezielter dagegen machen kann. Wir hoffen, dass dies vorübergehend ist, denn es scheint wohl mit der Meningitis zusammen zu hängen. Am Wochenende will Puschels Onkel (er ist Neurologe in einem Krankenhaus im Süden) versuchen, hierher zu kommen, um sich ein Bild machen und zusätzlich Rat geben zu können. Nach wie vor sind wir sehr dankbar, dass die Rostocker Ärzte, allen voran Dr. Siems, mit “von der Partie” sind und kein Problem damit haben, wenn Puschels Onkel “sich einmischt”. Das zeigt auch, wie sehr es ihnen wirklich um den Patienten geht. Wir danken ihnen und Gott selbst sehr dafür! Puschel selbst ist oft ganz “süß dabei”, ist immer dankbar, weint manchmal darüber, dass sie “so weinerlich” ist, ist in Wahrheit sehr tapfer und stark. Leider ist sie doch zeitweise durch die vielen Medikamente recht “verpeilt”. Wir hoffen einfach auf bessere und wachere Zeiten.

 

9. November 2011

Im Moment ist Puschel ziemlich k.o. Sie hat seit gestern eine Bronchitis, gegen die sie seit heute ein Antibiotikum bekommt. Der Husten, den sie hat, ist recht locker, es sieht also alles nicht besonders dramatisch aus. Allerdings wissen wir ja, dass sie extrem geringe Abwehrkräfte hat. Und da ist jeder Infekt durchaus kritisch. Gut ist, dass sie in der letzten Nacht gut geschlafen hat. Und auch der heutige Tag verlief sehr ruhig. Leider war an einen Spaziergang nicht zu denken. Das wird sicher morgen nicht viel anders sein. Wir wollen sie allerdings so schnell wie möglich wieder an die frische Luft bringen, denn das stärkt ja auf jeden Fall das Immunsystem. Vielen Dank, wenn ihr weiter im Gebet hinter ihr steht. Es wäre unglaublich gut und für ihren Zustand extrem hilfreich, wenn diese Krämpfe zurückgehen oder gar aufhören.

Jetzt hoffen wir natürlich erst einmal auf eine weitere gute und ruhige Nacht. Wir werden berichten...

 

10. November 2011

Wieder sind wir froh, dass Puschel nun im Bett liegt und sehr ruhig schläft. Es bleibt eine Gratwanderung, sie mit Schmerz- oder auch Beruhigungsmitteln so zu versorgen, dass sie einerseits ruhig ist, aber andererseits tagsüber wach und präsent genug, um den Tag genießen und in der Nacht schlafen zu können. Wie gut, dass wir so gute fachliche und medizinische Unterstützung haben! Aber es muss immer wieder probiert und versucht werden, alles weiter zu optimieren. Betet bitte einfach weiter dafür, dass das gelingt und Puschel bald noch klarer und wacher wird.
Heute hat sie vom Tag nicht besonders viel gehabt, weil sie viel geschlafen hat. Aber als sie am Nachmittag richtig wach war, wollte sie auch sofort wieder raus an die frische Luft. Das ging dann auch, allerdings nicht sehr lang. Es endete einmal mehr mit einer großen Unruhe und vielen Schmerzen. Aber nun liegt sie, wie gesagt, ruhig im Bett. Wir hoffen, dass nun morgen das Antibiotikum wirklich anschlägt und ihr den Husten und den Infekt “hinwegspült”... Wenn so viele Probleme (Krebs, Meningitis, Infektionen) zusammenkommen, ist es eben schwierig, die Symptome immer richtig zu deuten und ihnen die richtigen Medikamente entgegen zu setzen. Doch wenn man all das bedenkt, dann können und wollen wir dankbar sein, dass es so (gut) geht, wie es gerade geht. Allerdings darf man ja immer hoffen, oder? Und Gott vertrauen dürfen wir allemal!

 

11. November 2011

Heute war einerseits ein schwieriger, andererseits ein recht ruhiger Tag. Ruhig deshalb, weil Puschel nicht so sehr wie sonst manchmal von Schmerzen oder gar Krämpfen geplagt wurde. Zwar zuckt es in ihren Beinen immer wieder, aber schon seit zwei Tagen nicht mehr so krampfhaft. Und das entspannt die Sache natürlich. Denn das war ja immer das Hauptproblem der letzten Zeit.

Das Schwierige ist, dass Puschel im Moment ziemlich verpeilt und teilweise auch desorientiert ist. Sie hat heute einige Male gefragt, wann wir denn nun nach Hause fahren, oder wann wir zu Hause sind. Wir sind halt immer am Probieren - natürlich in Absprache mit dem Arzt - , welche Medikamente weiterhin hilfreich sind und welche eher wieder reduziert werden sollten. Leider gibt es bei Puschels komplexem Krankheitsbild keine einfachen Antworten. Und manchmal steht man eben doch daneben und kann nicht wirklich helfen, außer einfach da zu sein. Manchmal sind es auch “nur” Empfindungen, die dann ihre Schmerzen ausmachen, und gegen die die normalen Schmerzmittel nicht oder kaum helfen... So bleibt es jeden Tag höchst spannend. Und oft genug steht man dann da und fragt: Gott, warum handelst du denn jetzt nicht klarer und deutlicher sichtbar...? Und manchmal können wir uns dann nur an die Gewissheit  klammern, dass ER da ist, auch wenn wir es nicht sehen und an die vielen Versprechen Gottes, dass ER es gut meint und gut macht. Am meisten wünschen wir uns dann, dass der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, Puschel in allen Träumen und Gedanken und Empfindungen ganz und gar erfüllt… Danke für euer Gebet für Puschel!

 

12. November 2011

Manchmal ist alles ein Wechselbad der Gefühle. Gestern in der Nacht dachten wir wirklich schon, wir müssten uns von Puschel verabschieden. Der Urinbeutel hatte seit Stunden keine Flüssigkeit mehr bekommen. Und das kann eigentlich nur bedeuten, dass entweder der Katheter nicht mehr funktioniert (das hatten wir kontrolliert, jedoch nichts Auffälliges entdeckt), oder dass die Nieren ihren Dienst versagen. Und weil am Katheter alles in Ordnung zu sein schien, mussten wir von Letzterem ausgehen... Es wurde eine sehr kurze aber auch intensive Nacht... Am Morgen stellte sich dann  heraus, dass der Katheter doch verstopft war, man dies aber nicht sehen konnte. Ein wenig Beratung aus Rostock, dann haben wir das Ding entfernt, bevor Puschel dann ein ausführliches Vollbad nehmen konnte. Dies zu genießen, ist ihr leider noch nicht wirklich vergönnt. Denn dann kamen bald die Schmerzen so sehr zum Tragen, dass es sich so bis in den Abend hinein gehalten hat. Dazu kam dann noch das Neulegen des Katheters, wofür unser Pfleger Maik extra seine Cousine Diana mitgebracht hatte, die im Krankenhaus in Teterow arbeitet und sowas routinemäßig kann. Aber durch all diese Aufregungen und Anforderungen war wieder eine Menge an Schmerz- und anderen Mitteln  nötig, damit sie nun langsam zur Ruhe und hoffentlich zum Schlafen kommt. So war dieser Tag voll mit Wendungen und auch wieder Schwierigkeiten. Wie gut, dass wir unser Leben in Gott und seinem Willen verankert wissen und  nicht komplett abhängig sind von augenblicklichen Situationen und Gefühlen... Danke, dass ihr uns durch eure Gebete einfach mit hindurch tragt durch solche schwierigen Situationen. Darum wollten wir euch auch teilhaben lassen an den Wendungen dieses Tages.

 

13. November 2011

Manchmal ist es auch schön, dass es so ganz andere Tage gibt. Denn heute war Puschel den ganzen Tag sehr ruhig, hat ohne zusätzlich Schmerzmittel erst einmal den Tag überstanden. Das ist schon mal was. Denn nun können wir wieder neu versuchen, die Nacht und den nächsten Tag ganz ruhig anzugehen.
Dafür haben wir nun noch einmal neu die Unterstützung von Puschels Onkel bekommen, der aus Thüringen extra gekommen ist, um sie sich anzuschauen und mit ihr ausführlich zu sprechen. Das ist zum Einen deswegen für uns nicht selbstverständlich, weil er selbst ja in einen harten Klinik-Alltag eingebunden ist und sich dennoch dazu entschlossen hat, hierher zu kommen. Da musste halt auch seine Familie mitspielen. Zum anderen ist es nicht selbstverständlich, dass Dr. Siems, der ja Puschel im Moment eigentlich fachlich begleitet, die Größe hat und kein Problem damit, dass ein anderer Arzt, in dem Fall ein Neurologe zu Rate gezogen wird (das ist allerdings in Rostock auf der Palliativstation die normale Praxis). Das ist nicht für alle Ärzte selbstverständlich. 
So sind wir heute Abend erst einmal sehr dankbar und freuen uns auf die nächsten Tage. Natürlich bleibt die Spannung, was die nächsten Stunden und Tage bringen. Aber wir haben auch allen Grund, zuversichtlich zu sein. Danke, dass ihr weiter an unserer Seite steht. Und danke allen, die immer wieder eMails an Puschel und an uns geschrieben oder andere Signale ihrer Unterstützung gegeben haben. Und wie gut, dass wir gemeinsam mit den Möglichkeiten unseres Herrn rechnen können. Im Bibelwort dieses Sonntags heißt es: “Ich, der HERR, wandle mich nicht.” Maleachi 3,6

 

14. November 2011

Sehr gern würden wir Puschel stärker mobilisieren. Denn mit Sicherheit rührt ein Teil ihrer Schmerzen daher, dass sie schon so lange fest im Bett liegt, meist auf dem Rücken. Insofern ist es nur zum Teil eine richtig gute Nachricht, dass sie heute einen wirklich ruhigen Tag hatte. Aber eben nur insofern, denn wenn ihr die letzten Tage mitbekommen habt, dann ist es natürlich echt positiv. Und wir wollen ja nicht zu ungeduldig sein, sondern Schritt für Schritt vorwärts kommen. Eins nach dem anderen... Also, es war ein sehr ruhiger Tag heute, an dem sie etwas zu viel geschlafen hat, aber insgesamt wohl ein bisschen stabiler geworden ist. Es ist zwar schöner, wenn wir euch Bilder von ihr im Rollstuhl zeigen können. Aber wir wollen nun sehen, dass sie mit geeigneter Physiotherapie nach und nach so mobilisiert werden kann, dass sie sich diesem Ziel Stück für Stück annähert. Auch die letzte Nacht war ruhig und gut. Alles in allem also echt Gründe, dankbar zu sein. Es war gut, dass mein Bruder sich die Sache als Neurologe angeschaut und ein paar Vorschläge gemacht hat. Manchmal machen Nuancen in den Einstellungen oder ein zusätzlicher fachlicher Draufblick die Sache insgesamt runder. Allerdings war generell auch bisher alles sehr gut eingestellt. Es muss sowieso immer wieder nachjustiert werden. Also, heute keine neuen Bilder, aber Dankbarkeit und ein wenig mehr Ruhe, die ja auch wir nötig haben...

 

15. November 2011

Der eigentliche Höhepunkt des heutigen Tages war für Puschel und  uns ein kleiner Ausflug nach draußen um das Haus herum mit ihrem normalen Rollstuhl, also im Sitzen. Das Ganze dauerte wieder nur 10 Minuten, war aber ein vorsichtiger guter Anfang. Denn so kommt mal der Kreislauf in Wallung. Die Beine werden durchblutet usw. Das Ganze war für sie relativ gut zu ertragen. Sie bekam danach zwar einen ziemlich schmerzhaften Krampf im Oberschenkel. Aber insgesamt lief heute alles recht entspannt und gut. Die Medikation scheint insgesamt immer besser auf ihre Situation abgestimmt zu sein. Und so hoffen wir, dass sie mehr und mehr die Kraft bekommt, etwas zu tun und etwas mehr zu erleben. Sie selbst will das vehement. Aber es ist für sie nicht ganz einfach, zu realisieren, dass es nicht so geht, wie sie gern möchte... Ihr merkt an allem, dass die Situation jetzt doch etwas entspannter läuft. Es bleibt allerdings immer ein Balanceakt. Denn es gibt immer wieder am Tag Situationen, in denen sie über Schmerzen klagt, die entweder schwer zuzuordnen oder aber mit den normalen Schmerzmitteln nicht bekämpfbar sind. Allerdings scheint es jetzt so zu sein, dass wir diese Balance immer etwas besser hinbekommen. Vielen Dank, wenn ihr mit dafür betet, dass diese Schmerzen immer besser beherrschbar werden -  ganz ohne wird es nie gehen - und dass Puschel den Mum und Mut nicht verliert, immer wieder das Aufstehen zu versuchen.

 

16. November 2011

Heute haben wir es wieder versucht...- das Aufstehen. Puschel möchte es wirklich gern. Doch schon als sie die Jogginghose anziehen wollte, bekam sie wieder einen extrem schmerzhaften Krampf im Oberschenkel..., und damit war der Trip nach draußen erst einmal gestorben. Nun wird es darauf ankommen, dass wir genau dies zu verhindern versuchen. Medikamente sind das Eine, eine geeignete physiotherapeutische Vorbereitung das Andere. Darum werden wir uns morgen nun umgehend kümmern. Natürlich ist es das Beste, dass Puschel genau das immer wieder will. Denn es könnte ja auch so sein, dass sie sich einfach in ihr Schicksal ergibt und nichts mehr will. Aber ihr wisst, dass das nicht die Puschel ist, die ihr kennt... Es wäre fatal, wenn es am Ende daran scheitern müsste, sie - welche Zeit auch immer ihr noch gegeben ist - wieder auf die Beine zu bekommen. Puschel war in den letzten Tagen immer mal wieder ziemlich desorientiert. Und wir sind noch nicht ganz dahinter gestiegen, woran das liegen kann. An den Medikamenten kann es im Moment wohl kaum liegen, da sie derzeit sehr sparsam auch mit Schmerzmitteln umgehen kann (zumindest für ihre Verhältnisse...,wir würden wohl von einem Bruchteil schon umfallen). Wir nehmen sehr stark an, dass dies zum größten Teil noch Folgen der Meningitis sind. Daraus ergibt sich nun auch das “Gebet des Tages” für uns. Gott kann es schenken, dass sie diese tückische Zusatzbedrohung nun doch komplett und ohne schwere Folgen überwinden kann. Bei ihrem Zustand ist aber auch alles Bisherige schon ein Wunder. Wir haben gelesen, dass derzeit  über 20% der an einer Meningitis erkrankten Erwachsenen nicht nur dauerhafte Schäden behalten, sondern sogar sterben... So liegen trotz allem Schlimmen auch da Dank und Bitte dicht beieinander! Übrigens: Puschel kam zwar in der Nacht sehr spät zur Ruhe (ca 3:00), hat dann aber gut geschlafen und hatte einen insgesamt guten Tag!

 

17. November 2011

Wenn Puschel nicht zu sehr drauf drängt, raus zu gehen, dann ist es im Moment auch insgesamt etwas entspannter. Doch es wäre trugschlüssig, zu meinen, dass sie nur ruhig liegen müsste, damit es nicht eskaliert. Denn je länger sie inaktiv, meist auf dem Rücken, im Bett liegt und nichts machen kann, desto schwächer werden die Muskeln, und sicher wirkt sich das auch auf die Nerven und noch mehr auf den Kreislauf aus. Ab morgen wollen wir nun schauen, dass sie regelmäßig physiotherapeutische mobilisiert wird. Augenblicklich hat sie nicht so besonders gute Blutwerte. Sowohl der Entzündungswert (CRP!), der bei Weitem zu hoch ist,  als auch der Wert der roten Blutkörperchen und des Sauerstoffs usw., die stark zu niedrig  sind, stellen uns möglicherweise noch vor Probleme. Denn eine Bluttransfusion kann nur in einer Klinik durchgeführt werden. Doch das bedeutet wieder neue Probleme. Denn erstens gäbe es wieder das Transportproblem, und zweitens will Puschel ja unter keinen Umständen in eine Klinik... So hoffen und beten wir, dass die Entzündung, die irgendwie immer noch drinsteckt, eingedämmt werden kann, und dass das Blut wieder in normale Bereiche kommen kann. Ansonsten war es wie gesagt, recht entspannt heute. Puschel hatte viel Besuch. Sogar ihre Freundin Gisela, die früher hier in unserer Nachbarschaft lebte, jetzt aber in Berlin, kam heute extra, um sie zu besuchen. Im Moment ist es sehr gut, wenn sie auch auf diese Weise mental gefordert wird. Wir versuchen auch mehr und mehr, ihr die diversen Grüße von vielen von euch weiter zu reichen. Das tut ihr gut, auch wenn sie nicht alles immer richtig mitbekommt. Euch vielen Dank auch dafür! Und vielen Dank immer wieder für eure Treue zu dieser Seite und damit zu Puschel selbst!!

 

18. November 2011

Fürchte dich nicht, Zion! Lass deine Hände nicht sinken! Denn der HERR, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland.Zefanja 3,16-17 Ob wir dieses Wort der Bibel auch auf uns beziehen dürfen, sollen? Ich glaube schon. Also: Wir haben weiter Geduld und sich immer wieder froh, dass Puschel zu Hause ist. Wir lassen “unsere Hände nicht sinken”, nicht weil “schon alles wieder werden wird” mit Puschel, sondern weil wir darauf vertrauen, dass Gott selbst die Fäden in der Hand hält und weiß, was ER tut! Wir haben allerdings auch Menschen als Unterstützung und Hilfe, die wissen, was sie tun, und dafür sind wir sehr dankbar. Und genauso dankbar sind wir dafür, dass ihr alle im Gebet nun schon soooo lange hinter uns steht. Das ist für uns eines der größten Geschenke in allem Schweren. Vom heutigen Puschel-Tag gibt es eigentlich gar nicht viel zu berichten. Sie hat sehr viel geschlafen. Das allerdings ist ja für den Tag nicht gerade besonders gut. Denn schlafen soll sie ja in der Nacht. Heute Abend ist sie so schwach und schläfrig, dass man sich schon wieder Sorgen machen muss. Man kann zwar mit ihr sprechen, bekommt aber nur ein zustimmendes Nicken. Sie ist grad auch nicht in der Lage, die notwendigen Tabletten zu nehmen... Sie hat ja seit gestern keine besonders guten Blutwerte. Das kann auch viel Schwachheit und Müdigkeit bewirken. Wir hoffen nur, dass sie nicht wieder eine stärkere Infektion in irgendeinem Bereich hat. Nun hoffen wir einmal mehr, dass sie trotzdem eine gute Nacht hat und es morgen schon wieder besser aussieht.

 

19. November 2011

Manchmal kommt es am Ende ganz anders, als man es am Anfang gedacht hat. Jedenfalls war es heute mit Puschel genau so. Sie hat den ganzen Tag über geschlafen. Sie ist einfach schwach und matt. Sie hat kaum Kraft, irgendetwas von sich zu geben. Das macht keinen bedrohlichen Eindruck und hat offenbar auch nicht primär mit Schmerzen zu tun. Es kommen sicher verschiedene Dinge zusammen: Die Medikamente in hohen Dosen über so lange Zeit, manche Medikamente besonders. Dann die relativ schlechten Blutwerte (wenn zu wenig Sauerstoff im Blut ist und die Erythrozyten so niedrig, dann wird man schlapp und müde). Und natürlich bewirkt das lange Liegen und die Strapazen der letzten Wochen auch eine Menge. Heute kam Dr. Siems aus Rostock, um Lydia zu sehen. Er hat immer noch nicht wirklich mal locker mit ihr plaudern können (noch nie)...! Und so hat Puschel auch heute nur geschlafen, als er da war. Sie schlief bis ca. 17:30. Da klingelte es an der Haustür, und Puschel bekam Besuch aus Berlin. Es kam ein Freund, Markus Spieker, der morgen wieder Dienst im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin hat und deswegen heute den Nachmittag noch nutzen wollte. Er hatte sich nicht angemeldet, kam also auf blauen Dunst. Als ich Puschel ins schlafende Ohr flüstern wollte, wer gerade zu Besuch gekommen ist, wieder extra ihretwegen, war sie offenbar so wach und ausgeruht, dass sie die Augen aufschlug (seit zwei Tagen zum ersten Mal wieder) und dann zwei Stunden lang voll da war, sich ganz normal unterhalten, mit uns Abendbrot gegessen hat und sich am Ende komplett pflegen ließ. Wir konnten ihr alle Medizin geben (einschließlich Clexane, sorry Dr. Siems, dass das alles heute Mittag undenkbar war...), sodass sie nun richtig fertig ist für die Nacht, gut umgelagert, gewaschen, Zähne geputzt usw. Jetzt sind wir echt dankbar und hoffen einmal neu auf eine ruhige gute Nacht!  

20. November 2011

Es gibt mal wieder eigentlich nicht viel Neues zu berichten. Denn insgesamt hat sich an diesem Sonntag nicht so viel ereignet. Doch genau das ist auch eine Meldung wert. Denn Puschel ist heute morgen aufgewacht und fast den ganzen Tag über sehr wach gewesen. Am liebsten hätte sie am Gottesdienst unserer Gemeinde teilgenommen, was ja nicht möglich war. Sie hat viel Besuch aus der Gemeinde bekommen und war recht präsent. Es war wirklich eine Überraschung, dass sie schon am Morgen so wach war, nachdem gestern der Abend schon so gut ausgeklungen war. Leider wurden alle Wachphasen, auch heute Nachmittag, immer begleitet wurden von harten, glücklicherweise nicht so langen, Krämpfen besonders im linken Oberschenkel begleitet. Das wirft sie natürlich auch mental immer wieder ziemlich zurück. Und so wird es ab morgen darauf ankommen, dass wir irgendwie wirksam etwas dagegen tun können. Wenn diese komischen Verkrampfungen nicht wären, würde es ihr eigentlich recht gut gehen. Betet bitte einfach mit dafür, dass wir diese zusätzliche Belastung ihres Zustandes irgendwie in den Griff kriegen. Wieder hoffen wir nun auf eine gute und ruhige Nacht und sind sehr dankbar für die letzte.

 

21. November 2011

Insgesamt war heute ein richtig guter Tag! Puschel war die ganze Zeit über  wach. Wir haben gleich morgens versucht, ihre Beinmuskeln ein wenig zu lockern und in Gang zu bringen - sozusagen vorbeugend. Ab morgen gibt es dann professionelle Physiotherapie. Jedenfalls hatte sie heute keinen der schlimmen Krampfanfälle. Und das, obwohl heute immerhin Baden angesagt war...! Sie hat danach einen guten Mittagsschlaf gehabt und ist dann zumindest im Bett sehr wach und aktiv gewesen. Also, wir sind sehr dankbar für einen wirklich guten Tag! Und wir sind sehr gespannt, wie es morgen mit und nach der Physio wird. Es wäre wohl das Schönste, wenn sie morgen dann wirklich wieder einmal nach draußen könnte. Das setzt natürlich ein gute und ruhige Nacht voraus... Danke euch sehr, dass ihr alle immer wieder hier reinschaut. Und danke euch allen für jedes Gebet für Puschel. Es ist nicht selbstverständlich, dass sie wieder zu Hause ist und wir nun sogar darauf hoffen können, dass es ihr Stück für Stück besser geht. Darum sind wir so dankbar für jede Hilfe durch die Ärzte hier, aber eben auch für jedes Gebet, das den Himmel bestürmt. Gott hat uns sein Wort gegeben - lasst uns IHN beim Wort nehmen! Danke!

 

22. November 2011

Das eigentliche “Bild des Tages” ist das Bild oben in der Mitte: Puschel war heute mal wieder draußen! Und sie hat es insgesamt sehr gut verkraftet! Heute hatte sie zum ersten Mal wieder Physiotherapie. Danach war Mittagspause und dann sind wir sehr bald raus gegangen. Es ging nicht sehr lange. Aber danach hat sie dann gut geschlafen, und nun hoffen wir, dass sie noch eine Weile aktiv ist, um dann die Nacht etwas ausgelastet angehen zu können.

Morgen ist dann eine weitere Aktion angesagt: Weil sie jetzt immer sehr schwach ist und zu wenige rote Blutkörperchen und zu wenig Sauerstoff im Blut hat, soll die morgen in Teterow eine Bluttransfusion bekommen. Dabei kommt es natürlich darauf an, dass es keine Komplikationen gibt und ihr dann wirklich etwas bringt. Bitte betet einfach mit dafür, auch, dass alles klappt und wir wirklich nur ein paar Stunden dort sein müssen, um dann gleich wieder nach Hause fahren zu können. Puschel vertraut darauf, dass wir sie gleich wieder mit nach Hause nehmen und sie eben nicht noch einmal in der Klinik lassen.

Wenn das alles klappt, dann sind wir sehr zuversichtlich, dass sich die Lage nach und nach weiter stabilisiert. Das wäre ein echtes zusätzliches Geschenk. Denn es ist bisher schon wirklich mehr, als wir vor 4 Wochen noch zu hoffen wagen konnten...

 

23. November 2011

Einen richtigen 8-Stunden-Tag hatte Puschel heute zu bewältigen... Sie hatte nicht einmal ein Mittagsschläfchen machen können... Um 10:00 Uhr wurde sie von sehr netten Rettungssanitätern, die sich alle Mühe gegeben haben, um alles so schonend wie möglich zu gestalten. Auch im Krankenhaus in Teterow gab es sehr viel Verständnis. Von Dr. Siems und unserem Hausarzt war alles sehr gut vorbereitet worden. Und so lief dann tatsächlich alles reibungslos. Puschel hatte keine besonderen Schmerzattacken und ist ca. 18:00 Uhr wieder zu Hause gewesen. Dafür sind wir  wirklich sehr dankbar!! Nun hat Puschel sicher etwas mehr “Power” im Blut, um die nächsten Zeiten besser zu überstehen, aber noch mehr: um vielleicht sogar aktiver werden zu können. Heute war wieder einmal so ein wacher Tag, an dem wir mit Puschel die vergangenen Wochen und Monate Revue passieren lassen konnten. Dabei stellte sich erneut heraus, dass sie offenbar die schwierigsten und schmerzhaftesten Zeiten der vergangenen Zeit mindestens nicht mehr in der Erinnerung hat. Alle Dinge bis zur Meningitis weiß sie noch sehr gut, alles danach ist nur sehr bruchstückhaft vorhanden. Es ist also das eingetreten, was wir immer erhofft und wofür wir gebetet haben, nämlich dass sie Vieles eben einfach ausgeblendet hat. Bei allem Schwierigen dieser Meningitis ist so nun doch auch gutes dabei, auch, wenn wir gern darauf verzichtet hätten...

 

24. November 2011

Also, dass nun alles viel besser werden wurde, nachdem Puschel neues Blut bekommen hat, kann man nicht sagen. Aber es ist ihr schon anzumerken, dass sie immer stabiler und klarer wird. Sie hatte heute zwar einen ausführlichen Mittagsschlaf, aber ansonsten war sie ziemlich aktiv. Vormittags war wieder Physiotherapie, am Nachmittag sind dann drei Mädchen aus unserer Gemeinde zu Besuch gekommen. Sie sind mitgekommen zum Spaziergang in die Umgebung. Jetzt sitzen sie grad noch bei Puschel und machen mit ihr gemeinsam Musik bzw. singen gemeinsam Lieder. Ihr könnt es an den Bildern oben gut sehen. So wird Puschel sicher, nachdem sie für die Nacht fertig gemacht worden ist, gut schlafen, zumindest hoffen wir das natürlich. Aber die Voraussetzungen sind wiederum gut. Es war ein schöner Tag, und so können wir uns auch schon auf den nächsten freuen... Naja, zu euphorisch wollen wir mal nicht sein, wir wissen ja, dass es sehr schnell auch mal wieder anders sein kann. Aber ein bisschen Vertrauen und Optimismus sollten wir alle schon haben, oder? Es ist wirklich im Moment schön zu sehen, wie klar und präsent Puschel ist. Und natürlich nehmen wir besonders gern solche Tage und Zeiten aus Gottes Hand. So wollen wir nicht nur für Besserung und gute Nächte beten, sondern auch von Herzen für das Gute danken, gel?

 

25. November 2011

Jetzt hat Puschel mal wieder einen kleinen Tagesmarathon hinter sich. Nach draußen konnte sie heute nicht, weil es nach der Mittagspause und als sie dann soweit war, anfing zu regnen. Heute Vormittag war natürlich Physotherapie... Am frühen Abend gab es dann ein ausführliches Bad mit dem vollen Programm an Reinigung und Körperpflege. Das bedeutet natürlich immer, dass Puschel schon ein hohes Maß an Belastung hat. Dafür liegt sie nun ganz frisch und etwas müde im Bett. Wir schauen noch einen Film, bevor die letzten Medikamente des Tages dran sind, die manchmal auch bedeuten, dass sie dann sehr müde wird und oft auch bald einschläft. Oft bekommt sie das Ende des Films dann gar nicht mehr mit. Aber meistens ist das erst später der Fall, so gegen 22:00 Uhr, nachdem wir miteinander unsere Abendandacht hatten und dann noch eine kleine “Spätvorstellung” cineastischer Art haben.... Gestern Abend hatte Puschel richtig Probleme, in den Schlaf zu kommen. Erst gegen 2:00 Uhr konnte man halbwegs sicher sein, dass sie tief und fest schläft. Sie hat dann tatsächlich die ganze Nacht durchgeschlafen. Überhaupt ist dies jetzt wieder generell der Fall, was natürlich wirklich gut und wichtig ist. Und: Puschel ist jetzt so klar im Kopf, dass man sich wieder ganz normal mit ihr unterhalten kann. Sie vergisst manche Dinge, die sie vor der Meningitis nicht vergessen hätte, aber alles in allem aber sind wir sehr dankbar und froh über ihren Zustand.

 

26. November 2011

Ihr habt bereits in den letzten Tagen gemerkt, dass es mit Puschel langsam aber stetig vorangeht. Sie ist inzwischen komplett präsent, und man kann sich in diesem Zustand gar nicht mehr vorstellen, wie es eigentlich in den letzten Wochen immer gewesen ist. Wie schon mal erwähnt - Dr. Siems hat Puschel bis heute noch nicht bei vollem Bewusstsein erlebt. Hoffen wir, dass seine nächste Begegnung so normal wird, wie es im Moment möglich wäre. Er ist nur leider derzeit so sehr eingespannt, dass er grad nicht nach Bülow kommen kann. Und soweit, dass Puschel nach Rostock fahren kann, sind wir ja nun auch noch (längst) nicht... Im Moment plagt sie ein Druck in den Beinen, der offenbar sehr mit starken Wassereinlagerungen zu tun hat. Da wissen wir jedoch im Moment noch nicht so recht, woher sie kommen. Das verursacht aber leider immer Schmerzen in den Beinen, die richtig unangenehm und schwer zu beseitigen sind. Dadurch bleibt es immer wieder ein Balanceakt, um die richtigen Schmerzmittel in der richtigen Dosierung zu finden. Denn alle diese Mittel haben natürlich immer Nebenwirkungen, und sei es auch nur, dass Puschel sehr müde wird. Aber es kann auch passieren, dass sie im Kopf durcheinander gerät. Und das wollen wir natürlich unbedingt vermeiden. Vielen Dank immer wieder für allen Zuspruch, ob per Mail oder Besuche oder auch, was einige von euch ja auch schon getan haben, eine finanzielle Unterstützung. Das alles ist für uns ein riesiges Geschenk, vor allem aber, dass ihr alle immer noch im Gebet hinter Puschel und uns steht! Gott segne euch sehr!

 

27. November 2011

Eigenartigerweise geht mit der besseren Wachheit für Puschel auch die verstärkte Wahrnehmung von irgendwelchen Nervenschmerzen - immer in den Beinen - einher. Das macht alles schon sehr mühsam für sie. Heute war sie mal richtig verzagt, weil sie machen kann, was sie will, es ist kaum möglich, diese Schmerzen irgendwie zu beseitigen. Da ist es dann allerdings auch fast (nicht ganz) egal, ob sie sich hinsetzt oder liegt. Jedenfalls versucht sie nun verstärkt, irgendwie in eine aufrecht Position zu kommen. Das tut natürlich einer Mobilisierung des Körpers, speziell des Kreislaufs gut. Es ist also auf der einen Seite sehr schön, sie wieder so munter und wach zu erleben. Auf der anderen Seite ist es schon schwierig, daneben zu sitzen und nicht sehr viel tun zu können. Insofern kommt es jetzt wirklich darauf an, dass wir sie irgendwie mobilisieren können, andererseits aber ihre komischen Schmerzen nachlassen. Danke, dass ihr mit dafür betet. Denn so richtig ist der Sache medizinisch nicht beizukommen, zumal es fast unerklärlich ist, dass sie oft gerade an dem Bein und in dem Bereich, in dem der Hauptnerv (Ischias) schon seit 4 Jahren tot ist, die meisten Schmerzen hat. Die letzten Nächte waren eigentlich durchweg sehr gut, nur selten haben wir mal mit Schlafmitteln nachhelfen müssen. Mag sein, dass wir einfach Geduld haben müssen. Und so hoffen wir, dass ihr sie mit uns habt. Danke dafür!

 

28. November 2011

Wenn die Beine schon sowieso wehtun, dann können wir auch, zumindest ein wenig, selbst aktiv werden. Darum sind wir heute nun auch wieder bei strahlendem Sonnenschein nach draußen gegangen. Es war nicht zu lange aber sehr schön. Ansonsten gab es wieder Physiotherapie usw. Puschel ist nach wie vor sehr wach, und das ist gut so. Irgendwie spielen ihr die Nerven aber manchmal einen Streich. Möglicherweise hängt auch das noch mit der Meningitis zusammen. Denn immer wieder hat sie Schmerzen, wo und wie sie eigentlich gar nicht sein dürften (oder können). Das ist für Puschel nicht nur lästig, sondern wirklich sehr beschwerlich. Wir hoffen und beten sehr, dass wir dafür ein Mittel finden. Denn eigentlich könnte sie normalerweise, was den Krebs betrifft, wahrscheinlich wesentlich mehr aktiv sein und vielleicht auch wieder mal richtig aufstehen. Natürlich geht das nur langsam, weil sie ja schon so lange passiv liegen musste. Es ist schön, dass Puschel immer wieder von Freunden und auch manchmal Unbekannten Post oder sonstige Grüße bekommt. Heute hat sie gerade ein Buch geschickt bekommen. Für alle diese Zeichen eurer Liebe danken wir sehr . Gott vergelte es euch! So hoffen wir nun wieder auf eine gute Nacht für Puschel. So wird es weiter Stück für Stück vorangehen. Zumindest ist das unsere Hoffnung.

 

29. November 2011

Weil heute eine ganze Menge anstand - neue Portnadel, Physiotherapie usw. - und Puschel insgesamt ziemlich müde war, sind wir nicht draußen gewesen. Nach wie vor hat sie diese unerklärbaren Schmerzen in den Beinen. Das sind zum Teil wohl sogenannte Allodynien, evtl. auch Phantomschmerzen, die sehr schwer zu verifizieren, noch schwerer wirklich zu beseitigen sind. Wir versuchen, Puschel so gut es geht, abzulenken, sie zu aktivieren, aber natürlich bekommt sie auch Medikamente, die das Ganze eindämmen sollen und auch können. Aber alles kann man leider kaum eliminieren. Dabei sind wir sehr froh, dass sie Stück für Stück weniger reine Schmerzmittel (Opiate, Morphium) braucht. Denn ein Übermaß an Opiaten schränkt die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber solchen Medikamenten stetig mehr ein, sodass sie schließlich nicht mehr richtig helfen, wenn sie denn am meisten gebraucht werden. Insgesamt war es für uns alle wieder ein guter Tag, Puschel schläft jetzt schon ziemlich fest. In den letzten 10 Tagen hat sie fast immer komplett durchgeschlafen. Dafür sind wir extrem dankbar. Und so können wir uns auch berechtigterweise auf den nächsten Tag freuen. Denn jeder Tag, den Lydia hier zu Hause erleben darf und wir mit ihr, ist ein zusätzliches Geschenk Gottes. Immer wieder versuchen wir dann auch, eMails von ihren Freunden(also von euch) vorzulesen oder ihr davon zu berichten. So erlebt sie stets weiter mit, wie sehr ihr diesen Weg mit ihr geht. Vielen Dank dafür immer wieder!

 

30. November 2011

Es ist wie bei euch allen auch: Jeder Tag hat seine eigene Plage und jeder Tag seine eigene Freude. Beides liegt ja so soft so dicht beieinander. Aber wir dürfen letztlich aus Gottes Fürsorge leben. Aber wie hat schon Jesus gesagt? “Deshalb habt keine Angst vor der Zukunft! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat. Gott wird auch morgen für euch sorgen.” Puschel ging es heute wie gestern. Nur, dass wir heute ausführlich nach draußen gehen konnten. Die “Nebengeräusche”, also die übermäßigen Schmerzen, die aus der Bewegung und den daraus resultierenden Erschütterungen resultieren, waren heute sehr gering. Die Nerven spielen ihr nach wie vor Streiche. Das kann in der Praxis so aussehen, dass Puschel Schmerzen hat, für die es eigentlich keine mechanische oder medizinische Ursache gibt. Durch eine Überreizung bzw. Falsch- oder Überreaktion der Nerven aber hat sie diese Schmerzen ganz real. Nur mit den üblichen Schmerzmitteln kann man die nicht beseitigen. So versuchen wir, mit diesen “Streichen” jeden Tag ein wenig besser auf andere Weise klarzukommen. Man kann das immer nur versuchen, aber die Versuche ist es wert. So hatten wir also wieder einen guten Tag, den wir dankbar aus Gottes Hand nehmen und uns wieder auf den nächsten freuen - und auf eine gute und ruhige Nacht.

 

01.Dezember 2011

Eigentlich gibt es nichts Neues zu berichten. Puschel hat einigen Besuch bekommen, war heute nicht draußen. Es ist nach wie vor ein Kampf um möglichst wenig Schmerzen und auch um Puschels Gemüt. Sie wäre heute so gern mal aufgestanden, musste beim ersten Versuch aber einsehen, dass es absolut nicht geht. Die Beine tragen sie einfach nicht. Dabei war sie vorher fest der Meinung, dass es gehen muss... Und dies (nämlich dass sie die Realität nicht so richtig einschätzen kann), scheint wirklich wiederum eine Folge der Meningitis zu sein. Allerdings wollen wir schauen, dass wir ihre Beine doch mehr und mehr mobilisieren können. Dazu aber müssten wir z.B. ein sog. Bett-Fahrrad besorgen, mit dem sie selbst dann die Beine bewegen kann, soweit, wie es geht. Ansonsten gilt auch heute noch das, was gestern hier stand: Jeder Tag hat seine eigene Plage und jeder Tag seine eigene Freude. Beides liegt ja so soft so dicht beieinander. Aber wir dürfen letztlich aus Gottes Fürsorge leben. Und wie hat schon Jesus gesagt? “Deshalb habt keine Angst vor der Zukunft! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Lasten hat. Gott wird auch morgen für euch sorgen.” (Matth 6,34) Puschel hat heute viel geschlafen, insgesamt war es nicht schlecht. Es bleibt ein Buchstabieren an jedem neuen Tag. Und jeder gute neue Tag ist ein neues Geschenk!

 

02. Dezember 2011

Heute wurde in Puschels Zimmer Geburtstag gefeiert. Eva-Maria, Puschels Mama, ist ein Jahr älter geworden. Aber das war nicht der einzige Grund zum Feiern. Denn Puschel konnte fast normal mitfeiern. Gerade hat sie die Spaghetti von heute Mittag gebraten bekommen und verspeist. Sie isst fast ganz normal mit uns gemeinsam. Und insgesamt geht es ihr “geburtstagsmäßig gut”. Es war allerdings sehr viel Besuch hier, dass Puschel so sehr beschäftigt war, dass wir gar nicht nach draußen gehen konnten.

Das alles ist aber doch ein wirklicher Grund zum Danken.

Dazu noch was anderes: nach einer so langen Zeit, die Puschel nun schon durchgehend fest im Bett liegt, kann es schnell sein, dass man durchgelegene Stellen am Körper bekommt. Das ist bei Puschel bisher nur einmal am Hacken der Fall gewesen, sonst noch gar nicht.

Heute war eine sehr ausführliche Physiotherapie. Parallel dazu haben wir ein “Bett-Fahrrad” bestellt. Das ist ein Gestell, mit dem man im Bett “Fahrrad fahren” kann. Mal sehen, wann wir euch davon Bilder zeigen können. Das würde Puschel die Möglichkeit geben, nahezu selbständig ihre Beine zu bewegen und so den Kreislauf zu beleben und sich dann auch möglicherweise ein wenig zu mobilisieren.

Im Moment schauen wir einen Film an, der Puschel dann einfach ein wenig ablenkt und wach hält. Dann sollte sie die besten Voraussetzungen für eine erneut gute Nacht haben.

 

03. Dezember 2011

Wie ihr an den Bilder oben sehen könnt, hatte Puschel heute überraschend hohen Besuch. Und was sollen wir sagen: Dr. Siems hat Puschel zum ersten Mal komplett wach und gesprächig erlebt. Es war so, wie sie in den letzten zwei Wochen schon gewesen ist. Insofern war dies für ihn eine gute Bestätigung dafür, dass es richtig und gut war, sich so sehr dafür einzusetzen, dass sie von Rostock nach Hause kommen konnte. Und wenn wir davon ausgehen, dass jeder Tag, den wir hier gemeinsam haben, ein zusätzliches Geschenk ist, dann haben wir schon sehr viele Geschenke bekommen. Wir sind wirklich nach wie vor sehr dankbar für diesen seinen Einsatz und den des ganzen Rostocker Teams. Puschel hat heut mal wieder ausführlich gebadet. Jetzt ist zudem ihre Cousine Reinhild aus Kiel zu Besuch. Und so hat sie auch einen mehr, der mit ihr am Abend mal einen Film anschaut... Insgesamt ist es heute wieder ein guter Tag gewesen, und wir sind wieder neu dankbar für dieses Geschenk. Danke euch immer mal wieder für euer Interesse und euer Mitbeten und Mitdanken. Wir sind wirklich dankbar, dass einfach so Viele mittragen und mitglauben!! Das ist immer wieder eins der größten Geschenke, die wir erleben konnten in diesen Jahren von Puschels Krankheit. Und es ist für uns alles nicht selbstverständlich!

 

04. Dezember 2011

Heute, am 2. Advent, war in unserem Haus ne Menge los: Wir hatten Gottesdienst in unserer Gemeinde mit anschließendem Mittag und Kaffee. Und weil die Beteiligung recht gut war, kamen auch Viele, die Puschel gern an ihrem Bett besuchen wollten. Für Puschel war es schön, weil sie schon sehr früh wach war und den ganzen Tag genießen konnte. So war es zwar anstrengend, aber sehr positiv. Wir sind dann am späten Nachmittag noch an die frische Luft gegangen, und auch das war gut. Es warten einige Freunde dabei, ihr seht es oben im Bild. Ihr seht: es geht weiter langsam aber stetig voran. Und natürlich ist das ein Geschenk, mit dem wir vor 4 Wochen so noch nicht rechnen konnten. Ich war zwar schon in Rostock optimistisch. Doch es wäre vermessen gewesen, dies voraussehen zu wollen. So sind wir einfach nur dankbar und froh und nehmen weiter jeden Tag als Geschenk an. Es kann ja auch sehr schnell wieder anders sein. Aber es ist schön, dass wir in allem, was die Zukunft betrifft, unserem Vater im Himmel vertrauen können. Denn Er weiß, was am besten ist.

 

05. Dezember 2011

Viel ist einmal mehr nicht zu berichten. Das liegt daran, dass heute bei Puschel nicht so viel passiert ist. Nachdem gestern umso mehr los war, war es gut, dass der Tag heute etwas ruhiger verlief. Es ging Puschel bis zum Abend sehr gut. Wieder haben wir ein wenig mehr Klarheit verspürt, und das erfreut uns jedes Mal und macht uns dankbar. Am Abend wurde Puschel dann aus unerfindlichen Gründen richtig über, was natürlich nicht so schön war. So konnte sie heute Abend nicht mit uns gemeinsam essen. Aber jetzt sind wir wieder gemeinsam auf ein Filmchen hier, und sie ist wieder recht fit. Morgen ist dann wieder Physio u.a. angesagt, und dafür ist es natürlich gut, wenn Puschel nun in eine ruhige Nacht gehen kann. Danke, dass ihr wieder und wieder hier reinschaut und für Puschel betet. Es ist wirklich für uns ein Zeichen dafür, dass es wahr ist, was uns die Bibel über die Gemeinde Jesu als große Familie Gottes in dieser ganzen Welt sagt. Hier wird wohl am meisten sichtbar, dass Gott da ist! Danke, dass ihr mit uns IHM vertraut!

 

06. Dezember 2011

Es ist jetzt schon fast normal, dass Puschel immer mal mehr oder weniger Besuch bekommt. Und das ist offenbar gut für sie. Denn es fordert sie einigermaßen heraus, sich zu konzentrieren und wach zu bleiben. Dadurch verausgabt sie sich ziemlich, sodass sie abends dann müde genug ist, um dann gut und tief zu schlafen. Heute kam dann am Abend noch ein gutes Vollbad dazu, sodass sie nun wirklich schon ohne den üblichen Film sehr müde ist. Es geht ihr Tag für Tag etwas besser, so scheint es zumindest zu sein. Die Schmerzmittel können wir weiter in kleinen Schritten reduzieren. Und sie ist jetzt völlig klar im Kopf. Das alles ist schön und ein Grund zum Danken für uns alle - und wahrscheinlich auch für euch, oder? Natürlich müssen wir immer auch auf eine Verschlechterung gefasst sein. Aber im Moment freuen wir uns erst einmal über jeden guten Tag. Und hoffen natürlich auf weitere gute oder bessere Tage... Und das ist ja nicht verboten, oder? Danke, dass ihr alle immer mit dabei seid! Gott segne euch!

 

07. Dezember 2011

Leute, gewöhnt euch bloß nicht zu sehr an die guten Nachrichten dieser Tage...! Aber ehrlich gesagt, wir sind, das könnt ihr euch vorstellen, wirklich froh, dass wir im Moment nur gute Nachrichten haben. Das heißt nicht, dass es zwischendurch nicht auch mal andere Momente gibt. Heute gab es z.B. mal wieder zwischendurch am Früh-.Abend eine kleine heftige Schmerzattacke im Bein. Aber erstens war die nur kurz und zweitens haben wir inzwischen gelernt, wesentlich besser darauf zu reagieren (mit Medikamenten, anderer Lagerung und auch hilfreicheren Reaktionen im mentalen Bereich). Jetzt liegt Puschel wieder ruhig und voll präsent im Bett, und wir nehmen uns einen Abendfilm vor, erzählen über irgendwelche wichtigen Erinnerungen und andere Dinge... Dabei war heute wirklich wieder ein sehr guter Tag: Puschel hat, wie ihr oben sehen könnt, mit uns in der Küche Mittag gegessen, und auch, als ihre Nichten Salome und Hellena da waren, wollte sie wieder in den Liegerollstuhl, um “dabei” zu sein. Das sind im Moment noch starke Anstrengungen, die dann schon zu einer Schmerzattacke führen können... Doch es sind Anstrengungen, die Puschel von sich aus will, und das ist natürlich gut so. Und darum unterstützen wir das natürlich gern... So sind wir wieder einmal dankbar für diesen sehr guten Tag! Danke, Gott, für jeden neuen!!

 

08. Dezember 2011

Heute ist uns noch einmal bewusst geworden, wie dankbar wir trotz aller Probleme der letzten Monate sein können! Ich glaube, wir haben es schon einmal erwähnt: Ich las vor einiger Zeit, dass an einer Meningitis ca. 25% der Erwachsenen sterben. Und das sind normalerweise vorher gesunde Leute. Puschel war ja alles andere als gesund und hatte gerade eine durchaus nicht harmlose Bestrahlung hinter sich gebracht. Und dann hat sie diese Meningitis verhältnismäßig gut überwunden. Wenn sie gleich und direkt nach Rostock auf die ITS gekommen wäre, dann wäre alles, normal menschlich gesehen, noch sehr viel schneller gegangen. Denn dann wäre sie gleich unter die Regie der Ärzte dort, und natürlich auch Dr. Siems, gekommen. Sicher kann man auch alles beklagen und fragen, was dieser ganze Umweg sollte. Nur hilft das ja nicht weiter. Und angesichts der gesamten Umstände hätte es alles viel schlimmer kommen können. Wir wissen natürlich, dass Puschel nach wie vor tot-krank ist. Und letztlich weiß Gott allein (wie gut, dass ER es weiß!!), wozu das alles gut war und ist! Aber schon, dass sie jetzt wieder so klar und wach hier zu Hause sein kann und heute selbst das Abendbrot richtig genießen konnte, ist nicht selbstverständlich, sondern ein richtiges Geschenk. Es geht nach wie vor sehr gut. Und wir sind wirklich gespannt auf jeden neuen Tag.

 

09. Dezember 2011

Grundsätzlich ist soweit alles weiterhin gut. Allerdings hat Puschel jetzt eine Harnwegsinfektion und bekommt mal wieder Antibiotika. Außerdem hat sie heute versucht, einmal ein wenig mit dem Computer umzugehen und etwas zu lesen, merkte dann aber sehrt schnell, dass das gar nicht gut geht. Sie sieht das meiste entweder doppelt oder aber sehr verschwommen. Und das nervt natürlich und macht gar keinen Spaß. Ein bisschen deprimiert ist sie dadurch schon. Denn nun kann sie eigentlich nur Filme schauen, sonst aber eigentlich gar nichts machen. Wir nehmen an, dass dieses Zustand durch einige der vielen Medikamente entsteht. Und natürlich hoffen wir sehr, dass sie möglichst bald Einiges davon weiter reduzieren kann. Und natürlich hoffen wir, dass wir sie so “bei Laune” halten können, ihr also so zur Seite stehen können, dass sie den Mut nicht verliert. Sie würde halt gern mal wenigstens ein wenig was im Internet lesen oder was schreiben. Und wenn man immer nur schreiben lassen oder sich was vorlesen lassen kann, dann nervt das schon, wie ihr euch sicher genauso gut vorstellen könnt wie wir. Ansonsten aber geht es nach wie vor gut, und sie macht Fortschritte. Und so hoffen wir, dass sie die Infektion schnell überwindet und dann weiter kräftig wird.

 

10. Dezember 2011

Vielleicht gibt es morgen mal wieder ein paar neue Bilder.... Es passiert im Moment wirklich nicht sehr viel, und so müsst ihr euch mit den vorhandenen begnügen...
Es passiert zwar grad nicht sehr viel bei Puschel, aber es bleibt spannend. Denn heute zeigte sich ein Knoten/Beule an Puschels Hinterkopf. Diese Stelle schmerzt relativ stark. Und so hoffen wir sehr, dass dies nur ein geschwollener Lymphknoten ist oder etwas anderes nicht so wahnsinnig Gravierendes. Ansonsten geht es weiterhin recht gut. Es geht Puschel mittlerweile schon ein wenig auf die Nerven, dass sie eigentlich nur im Bett liegen und kaum etwas Sinnvolles machen kann. Aber genau dieses Defizit zeigt ja auch einen insgesamt guten Zustand. Denn es ist ja gut, dass sie etwas tun möchte und eben nicht mehr nur müde und apathisch daliegt und gar nichts machen will. Also wollen wir mal dankbar und froh darüber sein anstatt zu klagen. In einem neueren Lied heißt es: “Lasst uns danken statt zu klagen, loben, wenn uns sinkt der Mut; und wir werden es erfahren, dass Gott lauter Wunder tut”. Danke, dass ihr beim Beten, Bitten und Danken mitmacht und schon immer mitgemacht habt. Auch dafür sind wir so sehr und von Herzen dankbar!!

 

11. Dezember 2011

Wer hätte vor ein paar Wochen gedacht, dass wir euch heute diese Bilder zeigen können? Klar, wir würden gern bald mal Bilder mit Puschel in der Senkrechten zeigen. Aber wir sind wirklich dankbar, dass wir jetzt erst einmal so weit sind. Puschel hat heute, wie ihr seht, am Gottesdienst unserer Gemeinde teilgenommen, zumindest am Bildschirm im Wohnzimmer. So hatte sie doch mehr als das tägliche “Einerlei”, zumal eine Menge Leute drum herum sie “in Atem” gehalten haben. Und natürlich bekam sie dann noch einigen Besuch aus unserer Gemeinde an ihrem Bett. Insgesamt ist alles im Rahmen. Durch das extrem lange Liegen im Bett rühren natürlich manche von den Schmerzen auch daher, dass sie sich kaum bewegen kann. Und so hoffen wir umso mehr, dass die Krankenkasse in der kommenden Woche (mal etwas schneller, als normalerweise...) der Anschaffung des Bett-Fahrrads zustimmt. Das ist wirklich ein wichtiges (auch Gebets-) Anliegen. Denn es wird wirklich sehr wichtig sein, dass Puschel Bewegung bekommt. Wir werden euch natürlich auf dem Laufenden halten.

 

12. Dezember 2011

Sorry, dass die Nachrichten heute so spät kommen. Heute kam das Baden sehr spät erst zustande... Dafür bekommt ihr heute davon ein Bild vom Baden... Nach einigen Schmerzattacken, die natürlich normalerweise damit einhergehen, liegt sie nun wieder ruhig und zufrieden im Bett. Allerdings musste sie dann noch die “Clexane” (eine Spritze gegen Thrombosen) und andere Medikamente kriegen. Und dabei kamen heute mal wieder Fragen über die Zeit in den Krankenhäusern, an die Puschel sich nur sehr begrenzt erinnert, auf. Die müssen dann ja auch noch besprochen werden. Und so kommen wir heute soooo spät...

Und da Puschel heute wieder mehr “Action” hatte, als Salome & Hellena kamen, gibt es auch wieder was zu berichten. Puschel hat ja immer noch ziemliche Bewegungsausfälle in den Armen und Beinen. Trotzdem hat sie heute diesen kleinen Elefanten für ihre Nichten geformt und ihn so gut hingekriegt, wie ich ihn auch ohne ihr Probleme nie fertig kriegen würde... Also, auch das ist wieder ein kleiner Punkt, der auf Besserung schließen lässt. Danke, Gott! Und danke euch für jedes Gebet! Und danke an Dr. Siems, der uns zwischendurch nach wie vor fachlich begleitet und berät!

 

13. Dezember 2011

Es gab jetzt einige Anfragen wegen der Beule, die Puschel seit ca. einer Woche am Hinterkopf hat. Ich hätte ja schon eine Information dazu gegeben, wenn wir Genaueres wüssten. Das ist jedoch nicht der Fall. Vermutet wird eine Ablagerung von überflüssigem Fettgewebe, Talg oder auch ein sogenannter (umgangssprachlich) Schleim/Grützbeutel. Hört sich vielleicht unappetitlich an, ist aber wohl auch nicht mehr, als eine Lymphknotenschwellung o.ä. Also, wir können es nicht genau sagen, hoffen aber natürlich, dass es eine harmlose Sache ist, die sich wieder zurückbildet. Zumindest haben der Druck und die Schmerzen am Hinterkopf deutlich nachgelassen. Und das ist ja auch erst einmal gut... Ansonsten hatte Puschel heute Vormittag volles Programm mit Portnadelwechsel und anderen Pflegemaßnahmen sowie Physiotherapie.  Danach war sie dann erst einmal für die Mittagspause richtig gut müde. Jetzt kommt es drauf an, dass wir sie so gut wach halten können, dass sie dann wieder gut schläft. Das hat gestern prima funktioniert. Überhaupt können wir sehr dankbar sein, dass sie eigentlich durchweg sehr gut schläft, meist sogar ohne irgendwelche medikamentösen Nachhilfen. Das its sicher einer der Gründe für ihren jetzigen insgesamt guten Zustand. Wir hoffen jetzt einfach, dass die Krankenkasse sehr schnell dieses “Fahrrad” genehmigt, damit sie einfach mobiler wird.

14. Dezember 2011Normaler Tag heute! Und dass es jetzt normal ist, dass Puschel einen solchen Tag gut übersteht, ist ja wirklich ein Geschenk, oder? Wer hätt´s gedacht... Blöd ist nur, dass im Moment das Wetter alles andere als schön zum Rausgehen ist. Aber das geht euch ja allen so... Puschel hat sicher nach wie vor an manchen Stellen mit den Folgen der Meningitis zu tun. Aber insgesamt ist alles wider Erwarten gut geworden. Lediglich die Mobilisierung ist jetzt ein dringliches Anliegen. Und das nicht zuerst, damit sie aufstehen kann, sondern vor allem damit der Kreislauf einfach mehr in Gang kommt. Denn daran hängt ein ganzer Rattenschwanz an weiteren positiven Möglichkeiten. So hoffen und beten wir weiter dafür, dass sie bald dieses “Fahrrad” bekommt. Danke, dass ihr mitbetet. Morgen werden wir wieder mit der Krankenkasse Kontakt aufnehmen...

Er hat mir neue Kraft geschenkt und mich beschützt. Ich habe ihm vertraut, und er hat mir geholfen. Jetzt kann ich wieder jubeln! Mit meinem Lied will ich ihm danken.  Psalm 28,7

 

15. Dezember 2011

Man kann mit Puschel im Moment wieder wirklich ganz normal reden und sich mit ihr unterhalten wie früher. Das allein ist ein großes Geschenk. Allerdings ist sie nach wie vor nicht in der Lage, ihren Computer zu lesen oder auch mal eine Weihnachtskarte zu schreiben. Das frustriert sie natürlich immer mal wieder. Sie würde gern allen, die ihr schreiben oder auch ihr finanzielle Unterstützungen geschickt haben dafür danken oder Fragen beantworten. Doch leider geht das überhaupt nicht. Und insgesamt hat sie am Tag auch noch nicht so richtig lange Kraft für Aktivitäten. Und doch ist alles sehr viel anders und besser, als es noch vor ein paar Wochen war. Und so hoffen wir, dass wir die Weihnachtszeit mit ihr zusammen (entgegen vielen seriösen Erwartungen der vergangenen Wochen) in Ruhe erleben können. Übrigens, heute erklärte uns die Krankenkasse, dass der Medizinische Dienst dort mindestens noch zwei Wochen brauchen wird, um herauszubekommen, ob Puschel ein Trainingsgerät für ihre Beine bekommen kann... Wir werden sehen...

 

16. Dezember 2011

Das permanente Liegen ist für Puschel schon ne echte Belastung. Betet doch einfach mit dafür, dass wir sie möglichst bald irgendwie mobilisiert kriegen. Das ist möglicherweise der Schlüssel dafür, dass es insgesamt noch weiter aufwärts gehen kann. Natürlich wissen wir im Moment überhaupt nicht, wie es an der “Krebsfront” überhaupt aussieht. Es konnten ja in den letzten 12 Wochen überhaupt keine Untersuchungen gemacht werden. Es könnte also sein, dass zumindest in dem bestrahlten Bereich alles etwas entspannter aussieht. Wie es aber mit den Metastasen in der Lunge ist, oder ob irgendwo anders inzwischen noch zusätzlich welche sind, das wissen wir alles nicht. Wie gut, dass wir Eines wissen, nämlich dass die Dinge nach wie vor in Gottes Händen liegen. Denn wenn das alles einem blinden Schicksal folgen müsste, wären die Dinge wirklich relativ trostlos. Aber wir müssen uns auf der einen Seite nicht daran klammern, dass “schon alles gut gehen” wird. Auf der anderen Seite können wir wissen, dass Gott in der Lage ist, Wunder zu tun! IHM wollen wir auch weiter vertrauen!

 

17. Dezember 2011

Viel zu erzählen ist heute mal wieder nicht. Puschel hat heute große Teile des Tages verschlafen. Das ist natürlich immer nicht so gut, weil sie ja nachts schlafen (können) soll. Im Moment hat sie sehr oft Schmerzen in den Beinen. Und das sind dann in der Regel irgendwelche neuropathischen Schmerzen, also solche, die mit Morphin o.ä. nicht behandelt werden können. Wir warten wirklich schon sehr auf die Möglichkeit, sie etwas besser mobilisieren zu können. Denn wenn sie immer nur liegen und sich kaum bewegen kann, dann kann das kaum besser werden. Allerdings staunen wir immer wieder, wie sehr sie mit all dem immer noch umgeht. Denn dass sie dabei nicht völlig depressiv wird, ist schon ein Wunder. Darum immer wieder: Danke für jedes Gebet! Wir sind überzeugt, dass dies ein Ergebnis der Gebete ist, dass sie bei allem solchen Frieden und solche Ruhe hat. Und nun hoffen wir, dass sie heute Nacht dennoch gut schlafen und morgen vielleicht wieder am Gottesdienst teilnehmen kann.

 

18. Dezember 2011

Natürlich ist hier am Sonntag immer mehr los als sonst in der Woche. Leider konnte Puschel heute davon nicht so viel miterleben. Denn seit gestern ist es mit den Schmerzen vor allem im linken Bein nicht besser sondern schlimmer geworden. Heute Morgen mussten wir schon “alle Register ziehen”, die wir zur Verfügung haben, um ihr dieses Los zu erleichtern. Dadurch aber konnte sie dann zwar den Tag mehr oder weniger (meist weniger) wach überstehen. Aber z.B. am Gottesdienst teilnehmen konnte sie diesmal nicht. Jetzt am Abend ist es etwas entspannter. Wir haben dann am Nachmittag gesagt: Wenn schon sowieso die Schmerzen da sind, dann können wir auch mit dem Liegerollstuhl an die frische Luft gehen. Und so konnte sie wenigstens ein wenig Änderung und auch ein bisschen mehr Durchblutung haben. Inzwischen konnten wir uns mit Dr. Siems beraten. Und so wollen wir morgen wieder einige andere medikamentöse Optionen versuchen. Insgesamt sind wir trotz allem dankbar, dass es ihr gut geht. Hoffen wir einfach, dass wir dies in den Griff kriegen, damit sie von den Tagen mehr haben kann als nur schlafen und Medizin...

 

19. Dezember 2011

Zunächst war es heute den ganzen Tag über nicht viel besser als gestern. Puschel hatte viel Schmerzen und offenbar viel Druck durch Wassereinlagerungen besonders in den Beinen. Aber u.a. darauf zielten die Veränderungen, die wir gestern mit Dr. Siems besprochen haben. Heute Morgen sind wir mit einer Liste mit mehr als 13 verschiedenen Medikamenten, vor allem für die Feiertage und bis ins Neue Jahr hinein, bei unserem Hausarzt gewesen. Er tut alles, was geht, um Lydia zu helfen. Morgen können wir dann noch die restlichen Empfehlungen von Dr. Siems umsetzen. Denn nicht alles ist in der Apotheke ständig verfügbar. Was aber offensichtlich schon sehr gut gewirkt hat, ist die stärkere Entwässerung, die wir heute mit einem anderen Medikament beginnen konnten. Heute Nachmittag bekam Puschel Besuch von ihrer Patentante Esther und deren Tochter Rahel. Und seitdem ist Puschel wach und wieder recht gut präsent. Heute Abend kam dann noch ihr Cousin Christian, der Krankenpfleger in der Onkologie in Stuttgart ist, zu Besuch. Der durfte am Ende gleich die “Clexane” spritzen... Und wieder hoffen wir auf einen ruhigen, durchgehenden Nachtschlaf. Das war in den letzten 2 Tagen recht schwierig. Jetzt scheint es jedoch wieder ein wenig entspannter zu sein oder zu werden.

 

20. Dezember 2011

Jetzt hat es doch wieder länger gedauert, sorry. Aber heute Abend ist Puschels kleine Schwester Esther für die Weihnachtszeit nach Hause gekommen, und jetzt war noch ne Menge abzuklären bei Puschel. Es geht ihr doch irgendwie leicht besser als in den letzten Tagen, wenngleich der Tag heute für sie selbst und auch für uns noch nicht wirklich entspannter war. Heute Abend schien es dann wieder etwas entspannter zu sein, jetzt schläft sie, versorgt mit allem, was möglich ist, tief und fest. Sie hat ein wenig zu Abend gegessen. Heute bekommt sie aber wieder einmal eine komplexe Ernährung über den Tropf, damit sie insgesamt ausgewogen genug versorgt wird. Die Entwässerung funktioniert jetzt ziemlich gut, und so hoffen wir, dass der Druck weiter nachlässt. So seid ihr mittlerweile über alle kleinen Einzelheiten informiert... Insgesamt sind wir froh und dankbar, dass wir so gut mit allem versorgt und auch so gut beraten werden. Jetzt hoffen wir einfach, dass Puschel in den Weihnachtstagen einfach wach und kräftig genug ist, um wirklich etwas von ihrer heimatlichen Umgebung hier mitbekommen zu können. Es wird sicher hin und wieder was los sein, und auch die Weihnachtstage selbst sind in ihrer Ruhe und mit den Gottesdiensten usw. für sie dann schön, wenn sie davon etwas mitbekommt. Danke, dass ihr dafür mitbetet!

 

21. Dezember 2011

Gern würden wir euch Besseres berichten. Aber so richtig gibt es nichts Besseres als gestern und vorgestern. Puschel schläft zwar sehr viel. Dann ist ein bisschen Entspannung angesagt. Aber wenn sie dann aufwacht (sicher auch oft wegen der Schmerzen), dann ist es alles andere als entspannt. Bisher haben wir noch kein wirksames Mittel gefunden, um ihr die Schmerzen in den Beinen dauerhaft zu nehmen. Dabei sind Zuckungen oder Krämpfe momentan gar kein Thema. Die Beine schmerzen einfach nur, und das mal hier und mal wieder dort. Sie hatte auch heute wieder Physiotherapie. Und Unterstützung von den Ärzten haben wir nach wie vor. Wir hoffen jetzt einfach weiter, dass die letzten Veränderungen helfen. Und wir müssen offenbar wieder Geduld aufbringen. Das ist für insofern nicht so schön, als wir oft daneben stehen und nicht viel tun können. Aber am schwersten ist es doch für Puschel selbst, die nach und nach die Kraft verliert, weiter zu kämpfen. Wir wollen Gott einfach bitten, es gnädig mit ihr zu machen und sie bei allem nicht depressiv werden zu lassen. Sie liegt ja im Moment einfach nur da, ist müde und hat Schmerzen oder schläft. Aber tun kann sie momentan leider gar nichts.

 

22. Dezember 2011

Heute sagte Puschel etwas traurig (aber nicht wirklich resigniert): “Nun werd ich wohl doch nicht nach Bristow mitgehen können, um in der Christvesper dabei zu sein...” Nein, das wird sie nicht können. Aber wir werden ihr eine Vdeo-Aufnahme machen, und dann hat sie den Gottesdienst eben etwas später... Eine ganz schön große “Gemeinde” hat sie dann ja auch noch - es wird sicher zwischendurch auch Besuch da sein... Wir hoffen einfach weiter, dass sie diese eigenartige Schmerzphase überwinden kann und dann auch wieder wacher, klarer und fröhlicher wird. Aber mit sooo vielen Freunden und Betern und Unterstüzern im Hintergrund... - danke euch allen immer wieder. Wenn hier jemand ein nett gemachtes, liebevoll eingepacktes und beschriftetes Paket oder Päckchen bekommt, dann ist es Puschel... Dafür sind wir unendlich dankbar! Und wir verlieren die Zuversicht, gerade auch für diese Weihnachtstage nicht!! Wir feiern den Geburtstag, der der Welt die Liebe Gottes so deutlich zeigt, dass jede Zuversicht und Hoffnung einen Grund hat! Dabei reicht unsere Hoffnung ja viel weiter als “nur” bis zu Gesundheit und menschlicher Kraft oder gar Reichtümern!

 

23. Dezember 2011

Es tut mir leid, dass es in diesen Tagen etwas unregelmäßige läuft mit dem “Nachschub” der Nachrichten. Aber in diesen Weihnachtstagen ist in einem Pfarrhaus natürlich etwas mehr los als in normalen Zeiten. Im Moment ist Silas, Puschels Bruder mit Maria, seiner Freundin und Marias Schwester (uns Swetlana aus Weißrussland) bei Puschel, um ihr etwas vorzusingen. Aber  nicht etwa als Vortrag, damit sie ein bisschen Spaß hat, sondern um sie wach zu singen. Puschel hat den Rest des Nachmittags und den Abend bisher voll verschlafen und macht gar keine Anstalten, aufzuwachen. Sie muss aber noch ihre Medizin nehmen und dafür natürlich wach sein... Daran sehr ihr schon ein wenig, wie die Situation ist. Sie hat heute Vormittag schön gebadet, zwar nicht sehr lange, weil dann wieder die Schmerzen kamen. Aber nachdem wir sie dann mit einer zusätzlichen Schmerzmittelgabe ins Bett gelegt und gut gelagert haben, schläft sie meist sehr ruhig und fest. Heute hatte sie danach dann wieder Physiotherapie und war dann so k.o., dass sie heute Nachmittag dann sehr viel geschlafen hat. Das muss halt jetzt noch einmal unterbrochen werden...

 

24. Dezember 2011

Ja, und heute nun sitze ich neben Puschels Bett. Sie ist noch dabei, Grüße und Geschenke auszupacken und anzuschauen. Die Gottesdienste sind vorbei, nun wird es ruhiger. Und Puschel ist richtig gut präsent. Sie kann generell “mittendrin” sein. Sie ist auch ganz normal im Reden und Hören. Und das ist schon ein Geschenk am Heiligabend. Das war ja in den letzten Tagen eher nicht so. Auch die Schmerzen scheinen irgendwie “begrenzt” zu sein. Vielleicht ist sie auch einfach nur gut genug abgelenkt... Auf jeden Fall sieht es heute irgendwie besser aus. Sie war zwar traurig, dass sie heute nicht mit in die Christvesper kommen konnte. Aber wir waren uns dann sehr einig in der Freude darüber, dass sie überhaupt da und jetzt auch zu Hause sein kann. Es könnte ja auch alles viel schwieriger und schlimmer sein, wenn man an die letzten drei Monate denkt. Also ist heute Bescherung hier in Puschels Zimmer. Aber die eigentliche Botschaft und Freude von Weihnachten ist ja sowieso nicht abhängig von der jeweiligen Situation. Puschel sagte grad: Ich freue mich doch, dass ihr das alles jetzt in meinem Zimmer macht... Also, es überwiegt Freude und Dankbarkeit, und das ist gut so. Die Gottesdienstbesucher in unserer Gemeinde haben heute die Karte unten mit nach Hause nehmen können. Gottes Barmherzigkeit und Liebe zu uns allen ist kaum sichtbarer zu machen, als zu Weihnachten. Hoffentlich merken das Viele in unserem Volk wieder ganz neu!

 

25. Dezember 2011

Ich hatte ja schon geschrieben, dass über Weihnachten auch schnell mal Besuche kommen kann... Heute kam es genauso. Puschels Cousin Benjamin  und die Cousinen Mirjam & Tabea aus Klaber kamen mit Kommilitoninnen uns Freundinnen aus aller Welt: aus dem Iran, aus China und aus Peru. Das war mal ne internationale Veranstaltung... Puschel hat das ganz schön gefordert. Aber das ist auch gut so. Denn dadurch ist sie abgelenkt, aber auch komplett gefordert. Leider wird es mit diesen undefinierbaren Schmerzen nicht wirklich besser. Aber gerade deshalb helfen derartige Ablenkungen schon sehr. Sonst schläft Puschel viel - und manchmal hat sie dann auch zu viel Zeit, in der sie sich auf die Schmerzen konzentriert. Da sie im Grunde nichts anderes tun kann außer liegen, schlafen, und Schmerzen empfinden..., hat sie auch kaum irgendwelche Möglichkeiten, die Schmerzen nicht zu empfinden. Wir hoffen sehr, dass sie irgendwie über diesen Punkt rüberkommt und mal wieder wach wäre, ohne diese Schmerzen zu haben. Betet einfach mit dafür, dass Gott ihre Nerven anrührt... Danke euch und: Gesegnete Weihnachtstage!!

 

26. Dezember 2011

Morgen wollen wir mal wieder versuchen, nach draußen zu gehen. Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Puschel hat heute vom Bett aus am Gottesdienst teilgenommen, ist dann aber gegen Ende eingeschlafen - Kirchenschlaf ist ja bekanntlich der beste... Es ist erstaunlich, wie viel man schlafen kann... Aber natürlich leidet darunter dann auch die Schlaffestigkeit in der Nacht. Und so bleibt das Ganze ein Balanceakt mit der Gabe von Schlaf- und Schmerzmedikamenten. Wir würden Puschel so gern wach halten für den Tag und schlafen lassen in der Nacht. Doch das geht leider nicht immer. So ist weiterhin jeder Tag ein neuer Versuch. Aber wir wollen nicht aufhören, es zu versuchen. Und wenn ihr wollt, werden wir euch weiterhin darüber auf dem Laufenden halten. Und natürlich hoffen wir jeden Tag, dass Gott sie spüren lässt, dass ER sie liebt. Sie weiß es ja, aber manchmal geht das Gefühl dafür in den Schmerzen unter... Danke, dass ihr weiter für sie betet!

 

27. Dezember 2011

Es ist schon ein Problem, dass Puschel im Moment einfach nur fest im Bett liegt. Alle Veränderungen in der Lagerung machen richtige Probleme. Mittlerweile wird es sicher schon problematisch werden, wenn dann mal das Trainigsgerät für die Beine kommen sollte. Ihre Muskeln und Sehnen werden halt immer kürzer und müssen dann von Null an neu trainiert werden. Für die Physiotherapie steht im Moment die Lymphdränage im Vordergrund. Denn die Oberschenkel sind trotz der guten Entwässerung nicht weicher geworden. Offenbar sind die Lymphgefäße im Tumorbereich doch stark blockiert. Heute hatte sie mal wieder Besuch. Danach ist sie dann meistens so k.o., dass sie anschließend erst einmal schlafen muss. Wir waren abwechselnd damit befasst, genügend Medikamente für die nächsten Tag zu bekommen. Und so war der Tag schnell gelaufen.

 

28. Dezember 2011

Da ihr ja schon alle schwierigen und weniger schwierigen Zeiten miterlebt habt, gibt es heute in der Tat mal wieder eine etwas bessere Nachricht: Vom frühen Morgen an war Puschel heute sehr wach und recht vergnügt. Sie war deutlich wacher als sonst in den letzten Tagen. Und das ist natürlich eine Wohltat... Es macht dann immer doppelt so viel Spaß, mit ihr zu erzählen. Wir hoffen sehr, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem sie dann nicht mehr durch die Schmerzen in den Beinen so heruntergezogen wird. Denn meist hält das nur bis zum Abend an. Immerhin brauchten wir gestern keine Schlafmittel für sie und hoffen, wir werden sie auch heute nicht brauchen. Insgesamt scheint die Tendenz nach oben zu gehen... Aber wer weiß schon, was morgen ist...? Wie gut, dass wir wissen, dass Gott die Dinge in der Hand hat!

 

29. Dezember 2011

Komischerweise hat Puschel in den letzten zwei Tagen sehr stark mit Übelkeit zu kämpfen. Und wir können uns nicht recht erklären, woher das kommt. Doch es ist schon ziemlich blöd für Puschel, wenn sie weder richtig essen noch irgendetwas Richtiges tun kann. Nicht einmal Filmschauen ist wirklich entspannend. Und auch, wenn mal kurz Besuch da ist, dann kann sie es meist nicht wirklich genießen. Wir hoffen einfach, dass wir herausbekommen, woran das liegt. Oder noch besser, dass es morgen einfach besser wird... Ansonsten hat sie heute ein Vollbad genommen, und danach war der Pflegedienst da, um verschiedene Pflegemaßnahmen durchzuführen bzw. uns darin zu unterstützen. Und dann hoffen wir wieder neu, dass Puschel gut schlafen kann. Das war in den letzten Nächten ziemlich gut.

 

30. Dezember 2011

Könnt ihr euch noch an die Meldungen von vor drei Monaten erinnern? Es war damals wirklich “auf des Messers Schneide” Und wir wussten manche Tage nicht, ob Puschel am nächsten Tag noch da ist. Und jetzt machen wir uns gerade Sorgen um die Übelkeit... Das ist vergleichsweise doch eher ein Luxusproblem, oder? Natürlich nicht ganz. Denn wenn einem die meiste Zeit des Tages richtig übel ist, dann nervt das schon gewaltig. Aber auch das ist im Moment etwas besser, wenn auch noch nicht weg. Aber es ist schon ein Wunder, dass wir uns im Moment mit solchen Problemen beschäftigen. Wirklich wichtige ist aber auch die Meldung, dass offenbar die Schmerzen in Puschels Beinen deutlich nachgelassen haben. Auch sie sind nicht weg, aber eben deutlich geringer. Und so ist Puschel viel mehr in der Lage, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. So kann sie dann auch die Tage besser genießen. Gott kann es schenken, dass sich alles weiter stabilisiert!

 

31.Dezember 2011

Am letzten Tag dieses Jahres war es mit Puschel nun noch einmal besser als  zuvor in den letzten 9 Wochen. So lange ist es her, dass wir von Rostock nach Hause konnten. Ihr kennt das Auf und Ab der letzten Wochen. Und sicher ist auch weiter jeder Tag erneut spannend. Aber wir haben gerade heute noch einmal über viele Momente der letzten Monate nachgedacht. Es waren viele Momente dabei, in denen wir nicht wussten, wie es weitergehen kann. Und oft schien alles zu Ende zu sein. Umso dankbarer sind wir heute, dass wir gemeinsam Silvester feiern können. Und das auch noch mit einer Puschel, die klarer und präsenter ist als in allen Wochen zuvor. Auch die Übelkeit ist heute ein ganzes Stück weniger geworden! So wollen wir heute einfach nur dankbar sein. Puschel hat heute ein Bibelwort “aus dem Silvester-Los-Topf” gezogen: Psalm 139,9: “Nähme ich Flügel der Morgenröte und flöge ans äußerste Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.” Wie oft haben wir (und Mancher von euch auch) gebetete, dass Gott sie in allen verschiedenen Bewusstseinszuständen seinen Frieden und seine Gegenwart spüren lässt. Und mit diesem Frieden dürfen wir nun auch in das Neue Jahr hineingehen. “Gott ist da, ER ist uns unbegreiflich nah”! Und das auch dann, wenn wir es gerade gar nicht fühlen können!! In so vielen schwierigen Situationen hat Er hindurchgeholfen oder gar - getragen! Gott sei Dank!

 

 

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Letzte Besprechung vor der körpergeformten Matratze
Last speak in front of the body formed mattress

Puschel  auf dem Weg in die HighTech-Zentrale.
Puschel on the way into the high tech center...

Puschel liegt auf der Liege vor der “Kanone” - letzte Einstellungen
Puschel is laying again in front of the “cannon” - last setups

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Beim täglichen Treppe-Steigen in Heidelberg...
In her daily stairs-going in Heidelberg

Puschels Freundin Eva kam mit ihrem Freund Johann
Puschels friend Eva came with her boyfriend Johann

Besuch bei Freunden. Wir konnten Maximilians Familie (von der wir kürzlich berichtet haben) besuchen. Bitte betet für sie. Der Maxi fehlt ihnen sehr.
A visit to friends. We could visit the family of Maximilian (we reported about him some times ago). Please pray for them. They are missing Maxi very hard!

Die Herbstsonne und die Gracy zu genießen tut einfach gut - im Park der Heidelberger Kopfklinik
It is good to enjoy the Autumn sun shine - in the garden of the “Head Clinic” of Heidelberg

Voller Elan und einiger Hoffnung waren wir in Heidelberg zur Bestrahlung
Full of joy and hope we were in HJeidelber for the heavy ions therapy

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Silas, Puschels kleiner Bruder mit seiner Freundin Maria an Puschels Bett (18:00)
 

Silas, Puschels brother witt his girlfriend Maria with Puschel on her bed (6:00 p.m.)

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Ebenso Esther, Puschels kleine Schwester mit Titus, dem großen Bruder und seiner Frau Gesine

Also Esther Puschels little Sister witt Titus, the big brother and his wife Gesine

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Mit diesem friedvollen Blick und Dankbarkeit im Herzen konnten wir am Abend nach Huse fahren

With these peacfull view and thankfullness in our hearts we could go back home for the night

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Puschel sieht ein Video von ihrem Patenkind Pia
Puschel is watching a movie of her godchild Pia

Muss man nicht kommentieren, oder...?
Not necessary to comment, or...?

Puschel mit ihrer Patentante Elisabeth
Puschel with her godmother Elisabeth

Leider heute keine wirklich “schönen” Fotos...! 
Sorry, today I haven´t really nices pitures...!

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Die Geschwister waren heute alle bei Puschel
The siblings all were today with Puschel

Eva-Maria, Tante Christine und Tante Elisabeth
Sie haben sich die Nachtwachen bisher geteilt
Until now they were with Puschel at night

Für 2 Stunden war es heute sehr entspannt...
For 2 hours it was really relaxed today...

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Am Abend hat sie zum 1,Mal seit langem “richtig” gegessen
At night she had her  first normal meal since a long time.

Onkel Markus habt heute die halbe Nacht übernommen...
Puschels Onkel is some hours at night with Puschel

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Ihre liebe Mutter übernachtet heute wieder dort
Her lovely mom is lodging there again

Tante Christine kam mit Esther für eine Stunde...
Aunt Christine came with Esther for an hour...

Eva-Maria bei der liebevollen Mundpflege
Eva-Maria in the affectionate mouth care

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Ein wirklich ruhiges und freundliches Zimmer
A really peacefull and friendly room

T. Christine geht heim, Eva aus Tübingen ist da
Puschels Aunt Christine is going, Eva from Tübingen coming

Transfer in die Palliativstation...
Transfer into the palliativ clinik...

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Esther sorgt zu Hause für Ordnung, auf für Puschels grace...
Esther takes care at home for all things, for Puschels Grace too

Ein Foto von heute nachmittag - es ist ruhig und schön
A picture from the afternoon - it´s quitely and nice

Mutti in gleifbarer Nähe zu haben, beruhigt
To have mam in tangibly near is an appeasement

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Eine “Momentaufnahme” heute Abend...
Only a moment at night...

Ein Foto von heute nachmittag - es ist ruhig und schön
A picture from the afternoon - it´s quitely and nice

Heute nachmittag im sonnendurchfluteten Zimmer
At noon in Puschels sunny room in the hospital

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Eine “Momentaufnahme” gestern Abend...
Only a moment at the last night...

Ein Foto von heute nachmittag - es ist ruhig und schön
A picture from the afternoon - it´s quitely and nice

Heute nachmittag im sonnendurchfluteten Zimmer
At noon in Puschels sunny room in the hospital

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Puschels Nichten Salome & Hellena beten treu für sie
Puschels nieces are praying faithfully for her

Eva-Maria ist wieder ganz bei Puschel
Eva-Maria is complete with Puschel again

Besuch von zwei Freundinnen, Judith & Mareike
A visit from two friends - Judith & Mareike

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Ihre kleinen Nichten kriegen besseren Zugang zu ihr...
Her little nieces had a better access to her

Besuch von Salome & Hellena
A visit from Salome & Hellena

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Eva-Maria freut sich über die Enkel Salome & Hellena
Eva-Maria enjoys her grandchildren Salome & Hellena

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Puschels Bibel auf dem Nachttisch...
Puschels bible on the table beside Puschels bed...

Ein Kommentar ist hier wohl nicht nötig...
A commentary isn´t necessary, I guess...

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Dr. Siems hat schon viele Stunden an Pu. Bett verbracht
Dr. Siems was sitting a lot of hours beside Puschel

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Tante Christine aus Berlin und Cousin David sind da
The aunt Christine & Puschels cousin David are here

Puschel ist spätestens seit heute voll wach & orientiert
Since now Puschel is full awake and oriented

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Ein Telefonat vom Cousin aus Berlin
A call from the cousin in Berlin

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Dr. Siems überzeugt sich, dass zu Hause alles ok ist.
Dr, Siems controls the situation at home...

Die letzten Vorbereitungen in Rostock durch Dr. Siems
The last preparations in Rostock with Dr. Siems

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Naja, zur Ankunft in Bülow ist kein Kommentar nötig
About the arrival you didn´t need a commentary...

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Puschel ist zu Hause...
Puschel is at home...

Puschels Brüder  albern gern mit ihrer Schwester...
Puschel brothers likes to goof around with her sister...

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Dr. Siems kam mit dem Motorrad nach Bülow...
Dr, Siems came with the motorcycle to Bülow...

Am Ende hat Puschel sehr tief geschlafen
In the end Puschel slept very deeply

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Gesine & Samlome sind sich auch für die elementaren Dinge nicht zu schade...
Gesine& Salome don´t feel too good for such elemetary things...

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Opa Holmer verabschiedet sich von seiner Enkelin
Good bye from GrandPa Holmer to his grandchild..

Puschels Patenkind Salome darf in Puschels Bett liegen
Puschels godchild Salome is allowed to be in Pu´s  bed

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Gemeinsamer kleiner Gottesdienst in Puschels Zimmer
A little Sunday service with grandpa in Puschels home...

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Ohne Kommentar, oder?
Without a commentary, or...?

Puschels Bruder Titus hat sie auf den Rollstuh gehoben
Puschels brother Titus carried her on the wheelchair

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Saba war das wichtigste Ziel für Puschel draußen...
Puschels horse Saba was most important outside...

Es war noch nicht von einem guten Ende gekrönt, aber immerhin ein großer Schritt - angesichts der letzten Wochen! Puschel war zum ersten Mal draußen
It wasn´t a step with a good end but it was all in all a really important step for Puschel in view on the last weeks! Puschel was outside the first time since a lot of weeks!

31. Oktober 2011   -   31th of October 2011

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Puschels mit ihrer Freundin Judith aus dem Süden in der strahlenden Herbstsonne neben ihrer geliebten Saba
Puschel with her friend Judith from Sothern Germany in the bright fall sun beside her lovely horse Saba

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Puschel seit langem zum ersten sitzend Mal am Esstisch
Puschel at the first time sitting at the table for a meal

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Auch der Pfleger Maik sah sie heute nur draußen...
Also the nurser Maik could see her only outside...

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Puschel liegt mit uns am tisch - wie man es im Orient tat...
Puschel is laying on the table like the people in the Orient

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Ausführliche Körperpflege nach einem ausführlichen Relaxing-Bad! Mutter hatte viel Arbeit und schaut nun entspannt zu...
Elaborate body care after an elaborate relaxing bath! Eva-Maria had a lot of work and now watching without all nervousness

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Fast schon wieder ein normales Bild... heute mittag
Nearly a normal picture again... today at lunch time

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Relaxen in der Sonne - der Tropf hängt im Baum...
Relaxing in the sun - the drop is hanging in the trees...

... und Gracy ist wann immer möglich dabei...
...and Gracyis whenever possible with Puschel...

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Fast schon wieder ein normales Bild... heute mittag
Nearly a normal picture again... today at lunch time

Heute sah es leider wieder so aus - den ganzen Tag
Today it looked like these again - for the whole day

4. November 2011
4th of November 2011

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Patenkind Salome darf als einzige in Puschels großes Bett
Godchild Salome is allowed to come into Puschels big bed

Geburtstagslied für Lena an Puschels Bett: “Lobe den Herren!”
Birthday song “Praise the Lord” arround Puschels bed

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Am liebsten jeden Tag! Leider heute nicht...
The best thing for each day, today not possible...

7. November 2011
7th of November 2011

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Abendspaziergang mit der “Geburtstags-Gang”
A night walk with the “birthday gang”...

5. November 2011
5th of November 2011

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Nichte Hellena als Kühlerfigur beim Spaziergang
Niece Hellena as a front figure during our walk

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Gracy passt auf, wie der neue Eintrag hier entsteht
Gracy is watching all steps on the computer...

Schön, dass Esther noch hier ist...
Good to have Esther still here...

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Nicht wirklich wach, aber glücklich mit Gracy...
Not really awake but happy with Gracy in her arms

Schön, dass Esther noch hier ist...
Good to have Esther still here...

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Gracy ist auch bei der Filmrunde dabeit
Gracy is also there in watching a movie

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Nicht wirklich wach, aber glücklich mit Gracy...
Not really awake but happy with Gracy in her arms

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Heute war Baden angesagt - es ging sehr gut
Today was a bath on the plan - was doing well

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Markus kam am Samstag Abend zu Besuch
Markus came as a guest to visit Puschel

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Dies muss man ja nicht kommentieren, oder?
Theseto comment is not necessary, or?

23. November 2011
23th of November 2011

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Eva, Puschels Freundin, ist mal wieder da
Eva, Puschels friedn from Southern G. is here again

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Glücklich wieder zu Hause...
Happily to be back home again...

24. November 2011
24th of November 2011

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Besuch von drei Mädchen aus unserer Gemeinde mit Spazierengehen, Singen und Fröhlichsein...
A visit of three girls from our church with walking around, singing and being happy...

24. November 2011
24th of November 2011

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Heute waren Marietta & Henrik da...
Today were here Marietta & Henrik...

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Puschels Cousine Maria studiert in Chicago, USA. Sie ist mit ihren Freundinnen Lillie & Becky einen “Halbmarathon für Puschel” gelaufen. Dafür haben sie sich extra T-Shirts gemacht. Die riesigen Freunde Chris & Matt haben sie seelisch und moralisch unterstützt...Danke Mary, Lillie & Becky, Chris & Matt! Gott segne euch
Puschels cousin Maria is a student in Chicago, USA. She ran with her girlfriends Lillie & Becky a “halfmarathon for Puschel”. They made special t-shirts for that. The big friends Chris & Matt supported them in with words and other things... Thank you Mary, Lillie & Becky, Chris & Matt! Also for all your prayer!! God bless you!

26. November 2011
26th of November 2011

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Puschel mit ihren Nichten beim Filmschauen.
Puschel with her nieces in watching a movie

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Immer wieder Besuch an Puschels Bett - hier Sigurd Havemann, von dem wir früher  mal berichteten
Sometimes visits on Puschels bed - here Sigurd Havemann we reported sometimes ago

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Es war ein wunderschöner Tag, Graci ist immer und überall dabei, ob als “Kühlerfigur” oder mit im Schlafsack...
It was a really pretty day, Graci is allways with Puschel - as a star on the front or within her sleeping bag

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Ein wunderschöner Tag, Graci ist überall dabei
A really pretty day, Graci is allways within

Natürlich schmeckt Puschels Essen besser als das langweilige Hundefressen...
Puschels meal is actually better than the normal boring meal for dogs...

Silke, Puschels Physitherapeutin in Aktion
Silke Puschels physiotherapist in her work

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Ein Treffen auf offener Straße...
A meeting on the open street...

Es war ein wirklich schöner Tag heute...
SIt was a really amazing day today...

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Tante Hanni bingt ein Adventsgesteck...
Aunt Hanni gives Puschel an Advent wreath...

Silke, die Physiotherapeutin, muss schon zu Puschel aufs Bett, es ist zu groß...
Silke, Puschels physiotherapist has to come onto the bed of Puschel because it´s too big...

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Heute kam Dr. Siems wieder nach Bülow. Und er erlebte Puschel recht wach und gesprächig
Today came Dr. Siems for a visit again. He met her completely awake and communicatively

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03. Dezember 2011
03th of November 2011

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Swantje & Merle geben ein Privatkonzert
Swantje & Merle gave Pu a private concert

Beim heutigen Abendspaziergang
In the night walk today

Viel Besuch bei Pu - hier Havemanns aus Dobbin
Many visitors for Pu - here the Havemann couple

04. Dezember 2011
04th of November 2011

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Tanja war einige Jahre in unserer Gemeinde
Tanja had been some years in our church

Katrin hat mal mit in unserem Haus gewohnt
Kathrin lived some years in our house

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Puschel wollte so gern in der Küche essen...
Puschelwanted to eat in our kitchen..

Spielen mit Samolme & Hellena im Wohnzimmer
Playing with Salome & Hellena in the living room

Findet ihr nicht auch, dass sie lächelt wie früher?
Du you not think that her laughing is like ever?

07. Dezember 2011
07th of November 2011

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Puschel im Wohnzimmer beim Gottesdienst
Puschel in our living room in the Sunday service

Besuch von Familie Bruhn nach dem Gottesdienst
A visit today from family Bruhn after the service

Mit Judith & Merle nach dem Gottesdienst
With Judith & Merle after the Sunday service

11. Dezember 2011
11th of November 2011

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Hellena bestaunt Puschels Elefanten...
Hellena is amazed about Puschels elephant

Selbst beim Baden ist Gracy dabei...
Even in a bath is Gracy with Puschel...

Wir staunen auch über Puschels Elefanten...
We are also amazed about Puschels elephant...

12. Dezember 2011
12th of December 2011

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Fertigmachen zum Ausgehen...
Prepairing for going out...

Salome kann schon ihren Zopf flechten...
Salome is even able to braid her hair...

Diesmal geht der große Bruder Titus mit Fam...
This time with the big brother Titus & family...

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Puschels Cousin kam am Abend zu Besuch...
Puschels cousin came at neight for a visit...

Wir würden euch gern so entspannte Fotos zeigen...
Would like to show you such relaxed pictures

Christian ist Krankenpfleger & konnte gleich spritzen.
Christian is a nurse and could give an injection..

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Puschels Opa ist mal wieder da...
Puschels grandpa is here for a short visit...

Gemeinsam Filmschauen & doch am Tropfständer nichts falsch machen...
Watching a movie but on the drop stand doing nothing wrong...

Komplett wach, sehr ruhig, aber nicht depressiv!
Completely awake & peacefull but not depressiv!

22. Dezember 2011
22th of November 2011

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Salome & Hellena lenken sie gut von den Schmerzen ab, wenigstens für eine gewisse Zeit
Salome & Hellena are distracting her from the pain at least for a short time...

Lieder zum aufwachen, aber so schläft sich´s auch gut...
Songs for waking up but it´s also good to sleep...

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Silas, Puschels Bruder, führt seine Kleidung aus Äthiopien vor. Dort war er für ein Jahr in einem Sozialprojekt.
Silas Puschels brother shows Puschel his Ethiopia clothes - hehas been there for more than a year in a sicial project.

Titus 2,11: For the grace of God has appeared that offers salvation to all people.

Heilig-abend 2011

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Die drei Bruhn-Geschwister nach der
Christvesper auf Besuch bei Puschel.
The three Bruhn sibbelings for a visit after
the Christmas service.

Geschenke auspacken - Puschel ist so gut “bei der Sache” wie schon seit einigen Tagen nicht mehr...
Unpacking Gifts - Puschel si so good present like not since a lot of days...

Weihnachtsliedersingen an Puschels Bett. Puschels Zimmer ist zur Weihnachtsstube geworden...
Singing Christmas songs with Puschel. Her room is the Christmas romm now..

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Besuch aus der Nachbarschaft: Puschels Cousin und Cousinen mit Freunden aus China, dem Iran und Peru
A Visit of Puschels cousins with friedns from China, Iran and Peru

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Abschiedskuss von Klein Hellena...
A goodbye - hugh from little Hellena

Weihnachtslieder mit Geigenbegleitung...
Singing Christmas songs with violin support...

Gracy ist beim Friseur...
Gracy in the “hair studio”

2&. Dezember 2011
2&th of November 2011

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Abschiedskuss von Klein Hellena...
A goodbye - hugh from little Hellena

Weihnachtslieder mit Geigenbegleitung...
Singing Christmas songs with violin support...

Sascha & Isabell Fuchs aus Berlin zu Besuch
Sascha & Isabell Fuchs for a visit

27. Dezember 2011
27th of November 2011

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Die Schwester der Sozialstation in Aktion
The nurse of the medical service in action

Puschel mit ihrer Cousine Hanna
With her cousin Hanna.

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Der Silvester-Abend in Puschels Zimmer, aber auch ein Gang nach draußen war drin...
The New Year's Eve in Puschels room. But also we were outside together...

31. Dezember 2011
31th of November 2011

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Liebe Freunde,
hier beginnt ein neuer (der letzte) Abschnitt in Puschels Leben und Leiden. Wir lassen ihn nun so stehen, beginnend mit der Dramatik am 22. September 2011. Es geht hier bis zum Dezember 2011. Weiterlesen könnt ihr dann über den Navigationslink 2012 (oben in der Navigationsleiste ganz links). Ich werde demnächst hier die dazugehörigen Fotos aus den Fotoseiten einfügen, damit  alles zusammenkommt, was zusammengehört...

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1. Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt,
ob Stürme auch drohen von fern,
mein Herze im Glauben doch allezeit singt:
Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn!
Mir ist wohl - in dem Herrn,
mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn.

2. Wenn Satan mir nachstellt und bange mir macht,
so leuchtet dies Wort mir als Stern:
Mein Jesus hat alles für mich schon vollbracht;
ich bin rein durch das Blut meines Herrn.
Mir ist wohl ... 

3. Die Last meiner Sünde trug Jesus, das Lamm,
und warf sie weit weg in die Fern;
Er starb ja für mich auch am blutigen Stamm;
meine Seele, lobpreise den Herrn! Mir ist wohl ...

 4. Nun leb ich in Christo, für Christum allein;
 sein Wort ist mein leitender Stern.
 In ihm hab ich Fried und Erlösung von Pein,
 meine Seele ist selig im Herrn. Mir ist wohl ...
         (Friedenslied, Autor:  Horatio G. Spafford (1828 - 1888))

 

Tagebuch 2011
ab September