Meine lieben Freunde,

Während meiner Reise in und durch die USA schilderten mir einige Freunde, wie sie in ihrem Leben durch mich gesegnet wurden. Dies zu hören ist für mich eine Ermutigung. Doch auch sie, also ihr(!), sind mir immer wieder zum Segen geworden. Auf diese Weise kann ich wirklich sehen, wie gut unser himmlischer Vater mein Leben geplant und geführt hat. In der Tat: ER hat jeden Augenblick geplant.

Mein Gebet ist immer wieder, dass Er mir  zeigt, wie ER wirkt. Das stärkt mein Vertrauen zu IHM und lässt mein Denken einfach froher werden.

Vor Kurzem aber zeigte ER mir noch mehr: Als ich vor Kurzem an unserem See saß, wurde mir klar, dass wir sehr oft Gottes Führung in den großen Dingen des Lebens sehen, damit ER Seinen Plan mit uns erfüllt. Doch dann sah ich die Wellen und die Wolken, wie sie kamen und vorbeizogen... Da dachte ich: Mit uns ist es oft genauso, nur in anderen zeitlichen Abläufen.

Doch wofür waren die Wellen, die ich gerade sah, gut? Doch eigentlich für nichts, oder? Aber das ist nicht richtig. Sie sind natürlich  aus einem ganz bestimmten  Grund dort. Doch das sehen wir oft nicht, weil wir nicht in der Lage sind, so ins Detail zu schauen wie unser Schöpfer, wie Gott. Auf der anderen Seite sehen wir oft nicht das große Ganze, die großen Zusammenhänge, wie es unser Vater im Himmel tut.

Wenn wir nach dem Warum fragen, also z.B. wozu diese eine Welle gut ist, fragen wir dann nicht zu oft nach dem, was wir gern hätten, anstatt nach dem zu fragen, was wirklich gut ist? Also, z.B., wenn es regnet und dicke Wolken über uns ziehen, dann bringen diese Schatten, aber ebenso das Wasser zu den Pflanzen, damit sie wachsen können. Oder eine Welle bringt die kleine Muschel an den Platz, an den sie gehört. Wenn wir also den Zweck hinter all dem nicht sehen, bedeutet das noch lange nicht, dass es bedeutungslos ist.

Wenn wir also ein Problem in unserem Leben auf uns zukommen sehen, dann können wir uns beschweren und fragen, warum das passiert. Wir könnten aber auch fragen, was daraus Gutes werden kann?

Wollt ihr mit mir mal folgendes denken (?): Lange, bevor wir ein Brot beim Essen in den Händen halten, musste ein Samenkorn sterben, um neue Körner hervorzubringen oder um zu Mehl zerquetscht zu werden. Wenn das Samenkorn sich aussuchen könnte, was es gern tun würde, worin das Ziel und der Sinn seines Lebens bestehen soll, dann hätten wir ganz bestimmt am Ende kein Mehl und auch kein Brot! Denn ein selbstsüchtiges Samenkorn würde nicht freiwillig sterben, nur, um am Ende im Brot für die Menschen zu landen…

Wir wissen, dass Körner enorm wichtig für unsere Ernährung sind. So sehen wir, wie wichtig es ist, dass es Samen gibt, die in der Erde sterben.

Ich denke, dass wir dies auf unser eigenes Leben beziehen können, um zu sehen, dass unser Blick oft viel zu eng und begrenzt ist, um Gottes Pläne zu verstehen.

Darum ist unsere Aufgabe, unserem Schöpfer zu vertrauen. Er ist für uns wie ein Bauer, der den Samen in die Erde bringt, damit er wachsen kann. Er wird es bearbeiten und am Ende ernten, und das alles zu unserem Besten.

ER ist der Profi! Er ist der Schöpfer – niemand sonst! Darum ist es so unglaublich gut, wenn ich zu Jesus sagen kann: „Ich vertraue dir, dass du dieses oder jenes zu einem guten Ende führst, auch wenn ich es nicht sehen kann. Danke, dass du das Beste mit mir im Sinn hast!

Als wir in Colorado bei meiner Freundin Kirsten waren, schrieb mir eine andere Freundin – Melinda – aus Kanada: „Nun sind wir eigentlich so dicht beieinander und doch so weit voneinander entfernt“. Sie schrieb mir von ihren Plänen für die nächste Woche, sie hatte viel vor. Was sie nicht wusste, war, dass wir an eben demselben Tag in Idaho (ganz im Norden der USA) unseren ersten Tag bei Freunden haben wollten, an dem sie nur 300m an dem Haus vorbeifahren mussten, in dem wir wohnten…. Zufall? Das könnt ihr selbst entscheiden. In jedem Fall wäre eine riesige Menge an Zufällen nötig gewesen, um uns aus Deutschland mit ihr aus Kanada zusammen zu bringen, oder?

Okay, noch was: Gott schenkte ein anderes sehr schönes und spontanes Treffen, nämlich mit Daniel, einem Freund, den ich aus auch Holsby kenne. Er erzählte mir von einem anderen Freund, mit dem er vor zwei Jahren einen Missionseinsatz in Äthiopien gemacht hat. Dieser Freund lebt in Seattle und hat gerade eine wirklich harte Zeit. Denn er wird ständig erinnert an die große Armut dort in Äthiopien. Er hat richtig damit zu kämpfen, dass so viele Menschen in der Welt kaum etwas zum Essen und oft kein eigenes Heim haben.

Als ich wieder zu Hause war, erinnerte ich mich an das Gespräch mit Daniel. Ich habe keine Antwort auf all das Elend und die Armut. Aber Gott hat mir etwas gezeigt, was mich sehr ermutigt hat. Er sagte: „Gebe ich denn nicht acht auf dich? Trage ich dich nicht hindurch?“  Mit dieser Zusage Gottes dachte ich an die große Zahl von Menschen, die unter Armut, Unterdrückung und Krankheit leiden… und ich weiß, dass die, die Jesus kennen, ihre Leiden oft ganz anders sehen, als die, die so weit weg sind von IHM. Gott schenkt eine neue Blickrichtung durch seine Zusagen!

Manche sehen die letzten Jahre meines Lebens nur als eine Zeit großer Leiden. Doch das tue ich nicht! Denn die, die Jesus an die erste Stelle in ihrem Leben setzen, werden erleben, dass ER alle seine Verheißungen (Versprechen in der Bibel) durch alle harten Zeiten hindurch hält. Oft anders, als wir wünschen. Aber ER sieht das große Ganze!!

Unser Vater im Himmel will, dass wir an IHM auch in aller Not festhalten. Und wir werden Freude haben, wenn wir dies tun anstatt nur auf Komfort und Bequemlichkeit zu schauen.

 

Darum sucht Jesus, und ER wird euch zeigen, was ER mit euch vorhat! Wenn wir alle das täten, würden die Menschen in der ganzen Welt die Hilfe (und das Heil) bekommen, die sie wirklich brauchen. Ich möchte euch herausfordern, für die Christen zu beten, die in solchen Ländern wie Äthiopien sind. Betet, dass sie „strahlen vor Freude“, weil ihre Hoffnung nicht die Veränderung ihrer Lebensverhältnisse sein  kann, sondern Jesus selbst.

Die Kommunisten (auch Karl Marx u.a.) hier im Osten Deutschlands haben immer verkündet, dass man nur die Lebensumstände ändern müsse, um die Menschen zu verändern (z.B. zu Menschen zu machen, die nur auf das Gemeinwohl bedacht sind). Doch das Gegenteil ist der Fall: Erst veränderte Menschen werden die Lebensumstände lebenswert machen.

Es ist nicht entscheidend, ob dein Leben völlig einfach ist oder voll von Leiden; mein Gebet für euch ist, dass Jesus eure Hoffnung ist.

Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet,  so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und āāmein Teil.“(Psalm 73,26 n. Luther) oder nach der „Hoffnung für Alle“: „Selbst krank und völlig geschwächt, bleibt Gott der Trost meines Herzens, er gehört mir für immer und ewig.“

In den letzten Wochen hattet ihr vielleicht die Möglichkeit, und vielleicht habt ihr euch dran gefreut, einige Bilder von unserer Reise durch die USA zu sehen. Gott hat uns so sehr gesegnet. Es war Sein Geschenk, dass ich mich in der ganzen Zeit so wohl und kräftig gefühlt habe. Ich konnte viel Zeit mit lieben Freunden verbringen, von denen ich gedacht hatte, dass ich sie wohl nie wiedersehen würde. Wir konnten uns so sehr an der wunderschönen Natur und den Landschaften, erfreuen. Es war einfach ein Geschenk.

Im Blick auf meine Gesundheit (haha…): Es wäre schön, wenn ihr mit mir Gott dafür dankt, dass ich jetzt keine dauerhaften Medikamente gegen die Übelkeit mehr brauche. Für dreieinhalb Jahre waren die meine ständigen Begleiter. Sie haben gut geholfen, aber es war immer ein ständiger Kampf gegen die Übelkeit. Und nun war das plötzlich einfach vorbei…!

Anfang des Sommers hatte ich immer wieder mit heftigen Schweißausbrüchen zu tun, nach unserer großen Reise so richtig oft. Den Grund dafür wissen wir immer noch nicht. Auf jeden Fall kann ich jetzt besser mit den Schwangeren mitfühlen und denen, die gerade in den Wechseljahren sind… Es ist gerade ein Jahre her, dass ich anfangen konnte, ohne die Krücken zu laufen. Ich glaube, mein Traum vom Marathon in Neuseeland muss noch ein bisschen warten. Aber ich bin unserem Gott so dankbar, dass ich wieder so frei umherlaufen kann. Gebt unserem Großen Gott Ehre und Dank! Und danke, dass auch ihr weiter für mich betet!

Panorama

Hier kommt Puschel selbst zu Wort!!

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15. November 2010